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Warum stillen Mütter in Deutschland nicht länger?

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Die durchschnittliche Stilldauer in Deutschland betrug in den Jahren 2003 – 2006 nur 6,9 Monate, 77,6 % der Mütter stillten weniger als 6 Monate voll.

Nach 9 Monaten hatten ca. 79 % der Mütter bereits abgestillt, nach 12 Monaten stillten ca. 92 % nicht mehr, nach 18 Monaten ca. 97 % und nach 24 Monaten mehr als 99 %[1].

Damit liegen Mütter in Deutschland, trotz zahlreicher wissenschaftlicher Belege der Nachteile des Nicht- oder kurzen Stillens[2],[3], bei der Stilldauer weit hinter der Empfehlung der WHO zur globalen Strategie für die Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern[4].

Diese empfiehlt ein ausschließliches Stillen in den ersten 6 Lebensmonaten und danach bei geeigneter Beikost ein Weiterstillen bis zum zweiten Geburtstag und darüber hinaus, um optimales Wachstum, Entwicklung und Gesundheit zu gewährleisten und den steigenden Nährstoffbedarf von Kleinkindern zu decken.

Ausgehend von dem biologischen Abstillalter von 2,5 – 7 Jahren, wie es von der amerikanischen Anthropologin Katherine Dettwyler durch Vergleiche mit anderen Säugetieren und Primaten errechnet wurde, sowie im Vergleich mit der durchschnittlichen Stilldauer von 64 traditionellen Kulturen, die bei etwa 32 Monaten liegt[5], stellt sich die Frage, wie es zu diesen Unterschieden kommt.

Stillen ist zwar, rein biologisch gesehen, ein natürliches und angeborenes Verhalten von Müttern und Kindern, dennoch gibt die jeweilige Kultur einer Gesellschaft vor, warum, wie, wo und besonders wie lange gestillt wird.

Darüber hinaus spielen natürlich jeweils auch individuelle Faktoren eine Rolle.

Die Gründe für das vorzeitige Abstillen

Mütter, die vorzeitig abgestillt haben, nennen als häufigsten Grund Stillprobleme, wie z.B. Schmerzen beim Stillen, Brustentzündung, Milchmangel oder Brustverweigerung.

Weiter geben sie oft an, dass Flaschenfütterung bequemer bzw. genauso gut wie Stillen sei, und dass das Stillen mit zu viel Stress durch die Wiederaufnahme der Berufstätigkeit, dem Haushalt oder den Geschwisterkindern verbunden war.[6]

Auch gesundheitliche Probleme, wie Krankheiten von Mutter oder Kind mit notwendigen „nicht-stillverträglichen“ medizinischen Behandlungen, eine neue Schwangerschaft, die Sorge vor Schäden durch Schadstoffe in der Muttermilch oder Karies des Kindes führen oft zu einem früheren Abstillen, als es ursprünglich geplant war.

Weitere Gründe sind Belastungen der Mutter durch nächtliches Stillen sowie beim Stillen in der Öffentlichkeit.

Einen großen Einfluss auf die Stilldauer hat auch die mangelnde Akzeptanz des längeren Stillens durch den Partner und das weitere soziale Umfeld, einschließlich Kinderarzt, Frauenarzt, Hebamme usw.

Häufig wird die Einführung der Beikost mit dem Beginn des Abstillens verbunden, erwecken doch viele Empfehlungen den Eindruck, dass dabei nach und nach die Stillmahlzeiten durch Brei ersetzt werden[7].

Die neuen Leitlinien zur Allergieprävention[8] empfehlen nun das Einführen der Beikost nach dem 4. Lebensmonat, was wahrscheinlich eine weitere Verkürzung der Stilldauer zur Folge haben wird.

Das Stillen eines älteren Kindes wird zudem von der Allgemeinheit, sowie auch von vielen Psychologen, als Zeichen einer zu großen Abhängigkeit von der Mutter gesehen.

Das hierzulande gesellschaftlich akzeptierte Abstillalter liegt etwa bei einem Jahr. Nach dieser Zeit wird zunehmend Druck auf die Mütter ausgeübt, doch nun endlich abzustillen. Die häufig gestellte Frage „Stillst Du immer noch?“ ist nur ein Beleg dafür.

Stillen über das erste Lebensjahr hinaus wird demzufolge auch als „Langzeitstillen“ bezeichnet, was ebenfalls zeigt, dass unsere kulturelle Norm eine kürzere Stillzeit vorsieht.

Der Einfluss der Kultur auf das Stillverhalten in Deutschland

Mütter entscheiden sich für das Stillen und Abstillen immer im jeweiligen kulturellen Kontext.

So fokussiert unsere Gesellschaft zwar einerseits stark auf dem gesundheitlichen Aspekt des Stillens. Fast alle werdenden Mütter begründen ihren Stillwunsch auch damit, ihr Kind vor Infektionen und Allergien schützen und ihm das Beste geben zu wollen.

Andererseits wird Stillen hierzulande oft als schwierig, unkontrollierbar, einschränkend und auszehrend für die Mütter angesehen, so dass bei auftretenden Problemen schnell nach der scheinbar sichereren und einfacheren Flaschennahrung gegriffen wird.

Stillen wird dabei lediglich als eine Form der Ernährung von Babys gesehen und die ebenso wichtigen Funktionen wie etwa regelmäßiger Haut-Haut-Kontakt, Vertiefung der Mutter-Kind-Bindung, Regulation der kindlichen Gefühlszustände, Reduktion der mütterlichen und kindlichen Stresshormone usw. geraten völlig aus dem Blick.

Und Stillen über die Babyzeit hinaus wird gar als überflüssig und potentiell gefährlich angesehen.

Wesentlichen Einfluss auf das Stillverhalten haben die veränderten Familienstrukturen, entstanden durch das Aussterben der dörflichen Strukturen und der Großfamilien, mit der Folge, dass Kinder hierzulande immer weniger durch das Beobachten von stillenden Müttern lernen können, wie gestillt wird.

Die heute übliche berufliche Mobilität führt zudem dazu, dass viele junge Eltern weit entfernt von ihren Ursprungsfamilien leben, so dass sie nach der Geburt eines Kindes kaum familiäre Unterstützung erhalten können.

Schon bald nach der Geburt bleibt die junge Mutter mit Baby, Geschwistern und Haushalt allein, was oft zu Überlastung und Überforderung führt. Dies trifft noch in besonderem Maße auf Alleinerziehende und Mütter, die frühzeitig wieder erwerbstätig sind, zu.

Auch die moderne Pränatal- und Geburtstechnologie führt bei den Schwangeren zu einem zunehmenden Verlust des Vertrauens in die Fähigkeiten ihres Körpers und ihres Kindes.

Statt ihren eigenen Bedürfnissen, Gefühlen und Wahrnehmungen zu trauen, bauen sie nun vor allem auf die Ratschläge von Experten, informieren sich in Büchern und im Internet und suchen nach Regeln, denen sie folgen können.

Da das medizinische Fachpersonal jedoch oft nur mangelhaftes Fachwissen zum Stillen hat, wird bei Stillproblemen oft allzu leicht zum Abstillen geraten, wobei manche Ratschläge von Experten erst die Probleme verursachen, wie z.B. Begrenzung der Anlegezeiten, feste Rhythmen oder das frühe Fördern des nächtlichen Durchschlafens.

Auch die Zunahme der Kaiserschnitte auf 31 % der Geburten im Jahr 2009 führt zu vermehrten Schwierigkeiten zum Beginn der Stillzeit[9], denen nicht selten ein frühzeitiges Abstillen folgt.

Seit dem Beginn der industriellen Herstellung sogenannter „humanisierter“ bzw. adaptierter, künstlicher Säuglingsnahrung in den 50erJahren hat sich in der Gesellschaft die Annahme verbreitet, künstliche Säuglingsnahrung sei der Muttermilch gleichwertig und sicher.

Gleichzeitig wurden durch moderne Labortechniken immer mehr unterschiedliche Schadstoffe[10] in der Muttermilch nachweisbar, was bei den Eltern Ängste und Zweifel an ihrer Qualität auslöst und die künstliche Säuglingsnahrung spätestens nach 6 Monaten als sichere Alternative erscheinen lässt.

Die langen Regale der frei verkäuflichen Babynahrung in deutschen Supermärkten und Drogerien wecken zudem den Anschein, die dort angebotenen Produkte seien unverzichtbare Utensilien der Babypflege.

Die Säuglingsflasche als Piktogramm für Wickelräume oder als Zubehör für Puppen zeigt einmal mehr, dass Deutschland eher eine „Flaschenkultur“ als eine Stillkultur hat.

Weiter herrscht in unserer Kultur ein distanzierter Typ der Babypflege vor, der sich in der frühen Trennung von Müttern und Kindern durch Babybetten, Kinderwägen, Babyphon und Schnuller usw. äußert.

Auch müsse schon das Baby zur Regelmäßigkeit, zum frühen Durchschlafen ohne elterliche Nähe und zum Warten erzogen werden.

Aufgrund häufiger Warnungen der älteren Generation fürchten viele Eltern, ihr Baby wolle sie manipulieren, wenn es schreit, weil es alleine gelassen wurde und sich beruhigt, sobald es hochgenommen wird.

Zuviel körperliche Nähe und Eingehen auf die kindlichen Bedürfnisse würde das Kind verzärteln, oder gar verwöhnen, indem unerwünschte Verhaltensweisen belohnt werden[11].

Bei Babys, die viel weinen, werden schnell „Dreimonatskoliken“ oder „Regulationsstörungen“ diagnostiziert, was die Ursache des Weinens beim Kind sieht, statt in der Art der herrschenden Babypflege.

So werden Kinder sogar von Erziehungsratgebern als „kleine Tyrannen“ bezeichnet[12], die von den Eltern zu zivilen Menschen erzogen werden müssen.

Ziel der Erziehung ist daher auch die Selbständigkeit von Kindern. Insbesondere das längere Stillen wird hier als die Entwicklung der Selbständigkeit behindernd angesehen, da es das Kind zu lange in einer Abhängigkeit von der Mutter und im Verhaltensrepertoire eines Säuglings halten würde.

Auch wird Stillen allgemein als die Mutter einschränkend und aufzehrend bezeichnet, da es schwierig und aufwändig sei.

Schon im Mittelalter war es daher gängige Praxis der Oberschichtmütter, ihre Kinder zu Ammen zu geben, um dem anstrengenden Stillen zu entgehen[13]. Die Frauen der Unterschicht mussten hingegen stillen, da sie sich keine Amme leisten konnten und ihre Kinder sonst nicht überlebt hätten.

Auch Aussagen wie „Stillen schwächt die Knochen“ oder „Jedes Kind kostet die Mutter einen Zahn“ zeugen von der Einstellung, dass Stillen eine Aufopferung der Mutter bedeutet.

So glauben noch heute viele Menschen, Stillende müssten ihre Ernährung einschränken, da viele Lebensmittel Koliken verursachten, oder sie dürften keinerlei Medikamente nehmen, was beides jedoch nicht den Tatsachen entspricht.

Die Mütter müssten sich dem Kind unterordnen und wären durch das Stillen an Haus und Kind gebunden.

Paradoxerweise wird jedoch die Familienarbeit gesellschaftlich nicht als wirtschaftliche Leistung, sondern als eine Art „Nichts-Tun“ gesehen.

Hinzu kommt, dass bei zu langer Abwesenheit aus dem Berufsleben bzw. von einer bestimmten qualifizierten Arbeitsstelle die Gefahr wegen vorgeblicher Dequalifizierung „nicht mehr benötigt zu werden“ steigt.

Der subjektive und auch objektive Druck, dem Arbeitsmarkt nach einer Geburt wieder schnell und vollumfänglich zur Verfügung zu stehen, ist insbesondere für hochqualifizierte Mütter groß. Dass junge Mütter heute möglichst schnell zurück ins Berufsleben möchten, ist daher durchaus nachvollziehbar.

Dies alles steht zusätzlich vor dem Hintergrund einer allgemeinen sexuellen Doppelmoral. Einerseits werden seit den 60er Jahren in den Massenmedien zunehmend nackte und vor allem große Brüste abgebildet, was den gesellschaftlichen Fokus auf die sexuelle Funktion der Brüste statt auf ihre Ernährungsfunktion gelegt hat.

Demzufolge wird das Stillen auch als quasi-sexueller Akt gesehen, der im Falle des Stillens von älteren Kindern lediglich der Lust der Mutter dienen könne und daher als sexueller Missbrauch gewertet wird.

Andererseits ist das Stillen in der Öffentlichkeit bei uns nicht gern gesehen, so dass selbst Mütter, die ein kleines Baby in der Öffentlichkeit stillen, sich dabei oft nicht wohl fühlen und versuchen, die Brust und das Stillgeschehen mit Schals und Tüchern zu verdecken oder sich zum Stillen zurückziehen.

Nicht selten werden stillende Mütter tatsächlich in öffentlichen Räumen dazu aufgefordert, das Stillen zu unterlassen, da sich andere Personen davon gestört fühlen könnten[14].

Auch die Angst der Mütter vor Hängebrüsten durch das (lange) Stillen und dem damit einhergehenden Verlust ihrer sexuellen Attraktivität ist dem westlichen Fokus auf die sexuelle Funktion der Brüste zuzuschreiben.

So werden in Deutschland jährlich mehr als 25.000 Brustimplantate eingesetzt. Das durchschnittliche Alter der Patientinnen sinkt von Jahr zu Jahr kontinuierlich. Die Hälfte der 2005 operierten Frauen war unter 25 Jahre, 2 % sogar unter 18 Jahre alt.

Zugleich steigt das Volumen der Silikonimplantate, gerade bei jüngeren, an[15]. Dass dies auch die Stillfähigkeit und den Stillwunsch der jungen Frauen beeinflusst, muss wohl nicht unterstrichen werden.

Manche Väter drängen ihre Frauen auch zum frühen Abstillen oder verbieten ihnen sogar zu stillen, weil sie „ihre“ Brust nicht mit einem Säugling teilen möchten oder ihre Frau während der Stillzeit sexuell für weniger attraktiv halten, weil aus den Brüsten Milch kommt.

Dies könnte auch eine späte Nachwirkung der Haltung einiger katholischer Moraltheologen sein, die Müttern über mehrere hundert Jahre empfohlen hatten[16], ihre Kinder abzustillen und durch Ammen stillen zu lassen, um dem Ehemann zur „ehelichen Pflicht“ zur Verfügung zu stehen .

Wie kann längeres Stillen gefördert werden?

In Deutschland stillen eher Mütter länger als durchschnittlich, die einen hohen Sozialstatus haben, aus den alten Bundesländern stammen, bei der Geburt des Kindes älter als 30 Jahre und Nicht-Raucherinnen sind.

Aber auch die Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit und der damit einhergehende Besuch des Kindes in einer Kindertagesstätte oder das Eintreten einer neuen Schwangerschaft sind mit dem längeren Stillen vereinbar.

Meine Erfahrungen aus meiner Stillgruppenarbeit mit lang stillenden Müttern seit 2003 zeigen: Es sind vor allem Mütter, die sehr feinfühlig die Bedürfnisse ihres Kindes wahrnehmen und befriedigen und die ihrem eigenen Gefühl folgen und sich in dem, was sie tun, wenig vom Druck der Außenwelt beeinflussen lassen.

Dabei ist es meistens so, dass die Mutter im Vornherein nicht geplant hatte, so lange zu stillen, sondern es sich so ergibt, weil ihr Kind mit 6 – 12 Monaten die Beikost verweigert[17] und weiter an der Brust trinken möchte.

Das lange Stillen geht also meistens von dem Kind aus, das sich einfach wie seit Tausenden von Jahren seinen Bedürfnissen entsprechend verhält[18].

Wenn diese Mütter dann erfahren, dass dies ungefährlich, natürlich und „in Ordnung“ ist, stillen sie meist mit Freude und beruhigt weiter.

Denn die Mütter erleben selbst mit, wie gut das Stillen ihrem Kind tut, wie es dabei auftankt und sie glücklich anschaut bzw. dies auch selbst sprachlich ausdrückt. Sie möchten dieses Bedürfnis ihres Kindes weiter befriedigen und es nicht gegen dessen Willen abstillen.

Außerdem möchten sie ihrem Kind ermöglichen, selbst zu bestimmen, wann es aufhört zu stillen und vertrauen darauf, dass ihr Kind von selber das Stillen beendet, wenn es von seiner Entwicklung soweit ist, so wie es auch von selber in seinem Tempo Krabbeln, Laufen, Sprechen usw. gelernt hat.

Grundsätzlich geht es darum, den für Mutter UND Kind richtigen Zeitpunkt zum Beenden des Stillens abzuwarten und zu erkennen, statt sich den gesellschaftlichen Normen anzupassen.

Angesichts der kulturellen Haltung, die dem Stillen und insbesondere dem längeren Stillen kritisch bis ablehnend gegenüber steht, brauchen Mütter, die länger als hier üblich stillen, sowohl fachlich korrekte Informationen, als auch emotionale Bestärkung durch Fachleute sowie den Austausch mit Gleichgesinnten, da in ihrem persönlichen Umfeld meist kaum noch weitere Mütter stillen.

Damit in unserer Gesellschaft mehr Mütter länger stillen, müssten zunächst weitere Anstrengungen unternommen werden, um die allgemeine Stillquote zu erhöhen.

Die Bedeutung des (längeren) Stillens und die Risiken des Nicht- oder Kurzstillens müssten besonders den weniger gut ausgebildeten Müttern und der gesamten Bevölkerung immer wieder nahegebracht und verständlich erklärt werden.

Weitere babyfreundliche Krankenhäuser, bessere Ausbildung zum Stillen für medizinisches Fachpersonal, leicht verfügbare Informationen für medizinische Laien, breite Aufklärung über die natürlichen Bedürfnisse von Babys und Kleinkindern sowie eine positivere Darstellung des (längeren) Stillens in den Massenmedien könnten auch bei uns die Stillkultur fördern, zu größerer Akzeptanz führen und das Kurzzeitstillen vermindern.

Autorin: Regine Gresens, IBCLC, Juli 2010
Foto: Milkwooders via photopin cc
Eine gekürzte und geänderte Fassung dieses Artikels wurde in der AFS-Stillzeit 3/2010, S. 12 – 14 veröffentlicht.

Literatur
[1] Lange, C, Schenk, L & R Bergmann: Verbreitung, Dauer und zeitlicher Trend des Stillens in Deutschland. Bundesgesundheitsbl – Gesundheitsforsch- Gesundheitsschutz 5/6 2007, S. 624-33.
[2] Walker, M: Die Risiken der künstlichen Säuglingsnahrung – neu betrachtet, JHL 9(2), 1993, p. 97-107.
[3] Bonyata, K: Extended Breastfeeding Fact Sheet, 2003. 
[4] WHO: Global Strategy for Infant and Young Child Feeding. Genf, 2003.
[5] Dettwyler, KA (1995). A time to wean: The hominid blueprint for the natural age of weaning in modern human populations. In Stuart-Macadam, P & Dettwyler, KA (Eds.): Breastfeeding: Biocultural perspectives, Aldine de Gruyter New York, 1995
[6] Rebhan, B (et al): Initiales Stillen und Gründe für das Abstillen – Ergebnisse der Studie „Stillverhalten in Bayern. München, 2006.
[7] Hier ein exemplarisches Beispiel.
[8] Muche-Borowski, C (et al): Leitlinien zur Allergieprävention. AWMF, 2004.
[9] Odent, M: Es ist nicht egal, wie wir geboren werden – Risiko Kaiserschnitt Walter/ Patmos Verlag 2005
[10] BUND (Hrsg.) Endstation Mensch: Über 300 Schadstoffe in der Muttermilch. Zeit für eine neue Chemikalienpolitik. Köln, 2005. 
[11] Hier zeigt sich der Einfluss des Behaviorismus mit seinem pawlowschen Reiz-Reaktions-Modell sowie der nationalsozialistischen Pädagogik, siehe dazu: Dill, G: Nationalsozialistische Säuglingspflege: Eine frühe Erziehung zum Massenmenschen. Stuttgart: Enke, 1999.
[12] Prekop, J: Der kleine Tyrann: Welchen Halt brauchen Kinder? Goldmann, München, 2. erweiterte Neuaufl. 2006
[13] Tönz, O. Stillen in der guten alten Zeit. In: Siebert, W, Stögmann, W & GF Wündisch (Hrsg): Stillen – einst und heute. Hans Marseille Verlag, München, 1997
[14] Bumgarner, NJ: Wir stillen noch – Über das Leben mit gestillten Kleinkindern. LLLD e.V., Hille, 2003.
[15] Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Brustvergrößerung
[16] Fildes, VA: Breast, bottles and babies. A history of infant feeding. University Press, Edinburgh, 1986.
[17] Gonzales, C: Mein Kind will nicht essen. LLLD e.V, München, 2002.
[18] Renz-Polster, H: Kinder verstehen – Born to be wild: Wie die Evolution unsere Kinder prägt. Kösel, München, 2009.

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Stillberaterin IBCLC und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Google+ und Youtube.

26 Kommentare

  1. Danke für diesen wundervollen Artikel!
    Ich konnte gerade beim Lesen wieder etwas Kraft tanken, um die letzte stillbedingte Frustration zu verarbeiten.
    Meine Tochter ist jetzt genau ein Jahr alt und geht zur Eingewöhnung zu einer Tagesmutter.
    In den vergangenen Monaten haben wir mit „harter Hand“ daran gearbeitet, ihr die an-der-Brust-Einschlaf-Gewohnheit abzugewöhnen. Es ging nicht ohne Tränen und massiven Papa-Einsatz. Nun wacht sie nachts noch einmal auf und das ist meist der einzige Zeitpunkt, an dem ich sie noch stille. Wenn es nach mir und meiner Tochter ginge, dürfte sie wohl noch öfters an die Brust, aber mein Mann findet es langsam komisch, dass ich immer noch stille und macht das Stillen dafür verantwortlich, dass sie momentan das „Klammern“ anfängt.
    Jetzt bekommt er auch noch Rückenwind von der Tagesmutti, die ihm nach einem unruhigen Tag mit unserer Tochter (der die Eingewöhnung macht-ich gehe wieder arbeiten) nahegelegt hat, es doch nachts mal mit einem Fläschchen zu probieren: um die zu enge Mutter-Tochter-Beziehung nicht noch zu stärken.
    Ach ja, was die Außenwelt denkt, ist mir relativ egal. Ich erzähle Anderen, dass ich stille und ernte Kommentare. Na und, da stehe ich drüber. Was mich wirklich massiv belastet, sind die wiederkehrenden Auseinandersetzungen mit meinem Mann. Als ich in der ersten Zeit massive Schmerzen beim Stillen hatte: Abstillen! Als die Kleine mit fünf Monaten nur noch an der Brust einzuschlafen wollte und nachts immer wieder wach wurde, lautete seine Lösung: Abstillen! Mit acht Monaten dann zur Vorbereitung auf die Tagesmutti: Abstillen!
    Ich muss verteidigend sagen, er hatte es auch nicht immer leicht mit mir. Meine Schmerzen beim Stillen zu ertragen, meine schlechte Laune, wenn die Kleine wieder mal nachts alle zwei Stunden wach wurde, etc. Er unterstützt mich auch viel. Gerade als wir beim Einschlaf-Still-Entwöhnen Hand in Hand gearbeitet haben, war er toll!
    Aber leider weigert er sich, solche Artikel, wie diesen, zu lesen und lässt sich sehr von außen und auch von seiner Familie beeinflussen. Hier ist dann mein Sturkopf gefragt, um weiter zu stillen, wie ich es richtig und wichtig finde.

  2. Leider werden wir zur Unsicherheit erzogen. Solange nicht alles von einer „höheren“ Stelle abgesichert ist, bekommen viele das Gefühl, es sei falsch, was sie tun. Selbst wenn man seiner Intuition nachgeht, bleibt die Unsicherheit, was schlussendlich dazu führt, sich doch zu „fügen“. Wirklich sehr traurig, doch wenn man sieht, wie unselbstständig viele von uns wirklich sind, weil anerzogen, ist es kein Wunder, dass so viele Mütter tatsächlich auch gar nicht stillen. Eine furchtbare Entwicklung, die hoffentlich bald ein Ende hat. Wir haben alles, was wir brauchen! Nicht nur um unsere Kinder zu ernähren, nur wir wissen, was gut für sie ist. Die eigene Mutter meint es vielleicht gut, aber sind es die Ratschläge auch? Und wenn mein Mann meine Brüste will, muss er sie sich einfach mit SEINEM Kind teilen. Was ist denn da wichtiger – Sex oder das heranwachsende Kind? Das verstehe ich nicht. Körperliche Lust über die Entwicklung des Kindes zu stellen, ist schon heftig. Danke für den tollen Artikel. Mögen ihn hoffentlich alle werdenden Mütter lesen!

  3. Oh ja, etwas was man sich am Besten schon vor der Schwangerschaft zulegen sollte, ist ein dickes Fell und sich auf sein Gefühl zu verlassen. Ständig will einem einer was vorgeben, meint er wäre im Recht, der Nächste was andrehen und das verwirrt nur.

    Kritisch blicke ich solchen Texten gegenüber, die die dummen Kommentare in der Öffentlichkeit beim Stillen aufgreifen. Auf der einen Seite ists ja gut zu wissen, auf der Anderen schüchtert es auch ein, öffentlich zu stillen und dann findet man sich irgendwo in einer Umkleidekabine oder Treppenhaus wieder, weil das Kind Hunger hat. Irgendwie traurig .-.

    Die Hoffnung auf eine Unterstützung beim Stillen, klingt für mich eher wie ein Kampf gegen Windmühlen. Habe das Gefühl, dass weder Arzt noch Hebamme da eine Unterstützung sind und das obwohl es bei uns gerade mal ein halbes Jahr ist, also nichts ungewöhnliches. Da ist die einzige Unterstützung der Wille und ein Sturkopf.

  4. Ich finde den Text diskussionswürdig, weil er Frauen, die ihr Kind relativ früh abstillen bzw. nur noch als Ergänzung zur Breimahlzeit stillen, das Gefühl gibt, ihr Kind zu vernachlässigen. Um das klarzustellen: Ich bin absolut pro Stillen, aber auch ich werde im Mai anfangen, nachdem ich dann vier Monate voll gestillt habe, nach und nach Breimahlzeiten einzuführen. Und ich denke, dass es die richtige Entscheidung ist, weil unser Kleiner uns schon seit Wochen am Tisch das Essen in den Mund guckt und seit vorletzter Woche sogar mitkaut. Ich denke, das ist ein klares Zeichen, dass er genug von der ausschließlichen Stillerei hat. Darüber hinaus fange ich im August wieder an zu arbeiten und da mein Arbeitsort 125 km von meinem Wohnort entfernt ist und ich täglich pendel, ist das Stillen (abgesehen von abends) schlicht und einfach nicht mehr möglich. Ich finde es schade, dass der Text mir suggeriert, dass ich meinem Baby dadurch etwas Schlechtes antue. Ach ja und zum Stichwort „Empfehlungen der WHO“: Wie WORLD Health Organisation schon sagt, zielen die Empfehlungen auf alle Länder der Welt ab. D.h. für die ärmsten Regionen Afrikas und Asiens werden die gleichen Empfehlungen ausgesprochen wie für die hochindustrialisierten Länder. Da in Schwellen- und erst recht Entwicklungsländern eine Mangelernährung der Kinder (sehr) wahrscheinlich ist, sollten die Mütter dort in der Tat so lange stillen wie möglich. In Deutschland hingegen besteht nun mal in der Regel ganz und gar nicht die Gefahr, dass die Kinder mangel ernährt werden! Demzufolge finde ich es schade, dass die Leserin des Textes den Eindruck bekommt, sie würde ihrem Kind irgendetwas vorenthalten, wenn sie früher abstillt….Es wäre schön, wenn solche Texte etwas differenzierter verfasst werden würden.

    • Ein Artikel, der mir voll und ganz aus der Seele spricht und den ich absolut und in allen Punkten so teile!!
      Ich habe unsere erste Tochter so lange gestillt, bis sie nicht mehr wollte: genau auf den Tag 27 Monate.
      Unsere zweite Tochter ist jetzt fast 1 Jahr und ich werde auch sie so lange stillen, wie sie es möchte (sie liebt es genauso wie unsere Große, vom Abstillen wird wahrscheinlich auch noch lange keine Rede sein :-). Beide habe ich 6 Monate voll gestillt. Auf ihren Brei könnte die Kleine auch verzichten. Sie mag es viel lieber, gestillt zu werden.
      Das Stillen ist einfach so eine wunderbare Sache und es macht mich und hat mich unendlich glücklich gemacht, meine Töchter damit so glücklich zu machen. Mir geht das Herz auf, wenn sie Kleine genüsslich ihre Schlücke trinkt, dabei seelig einschlummert und ganz kuschelig bei mir liegen bleibt.
      Ich bleibe jetzt auch noch extra ein weiteres Jahr zuhause, um das Stillen nicht aufgeben oder einschränken zu müssen.
      Unangebrachte Sprüche aus meinem Umfeld bzgl. des langen Stillens prallen einfach an mir ab. ICH weiß, dass mein langes Stillen nur Vorteile für sie hat und haben wird. Und eventuelle Einschränkungen machen mir überhaupt nichts aus. Ich tue das schließlich für meine geliebten Kinder! Und wenn die Kleine auch so lange gestillt werden möchte (was ich hoffe!) wie die Große – meine Güte, dann habe ich mich eben 4,5 Jahre etwas eingeschränkt (bin übrigens Nichtraucher und trinke sowieso keinen Alkohol). Was sind schon 4,5 Jahre verglichen mit meinem ganzen Leben? Das ist ja nur ein kleiner Teil und ich tue es gerne für meine Kinder.
      Auch hatte ich bisher noch keine Probleme, in der Öffentlichkeit zu stillen. Ich habe immer ein Plätzchen gefunden (Zoo, Messe, Urlaub, etc.); nie hat jemand etwas Negatives dazu gesagt. Sollte auch keiner tun, dann würde er was zu hören kriegen 😉
      Mein Mann teilt meine Meinung bzgl. des Stillens in allen Belangen und hilft, wo es nötig ist (z. B. in der Öffentlichkeit).

      Ich hoffe, dass Ihr Artikel ganz viele Frauen davon überzeugt, lange zu Stillen – für IHR Kind.

    • Wie bei allen Texten liest man auch aus diesem subjektive Erfahrungen heraus. Ich lese den Text nicht so. Ich bin froh das es ab und an auch einen guten Text zum längeren Stillen gibt, denn meist wird es eh nur wo belächelnd erwähnt.
      Es wird allerdings wsl nie funktionieren das es mal einen Artikel über Flaschennahrung oder langes Stillen gibt von dem sich keiner der anderen Seite angegriffen fühlt. Ich hab drei Kinder weit über den ersten Geburtstag gestillt, 2 davon über den 2. hinaus, wobei der kleine noch gestillt wird. Wieso, weil es für uns passt und mir zum Glück egal ist was andere darüber denken, weil es niemanden etwas angeht. Genauso geht deine Situation niemanden außer euch was an, trotzdem darf ein anderer seine Meinung zu dem Thema äußern. Machen Pulvermilchhersteller doch auch tgl mit ihrer Werbung.

  5. Herzlichen Dank für diesen Beitrag!
    Ich bin 26, Hebamme und habe manchmal das Gefühl allein in dem Bestreben zu sein, den frisch gebackenen Müttern das Stillen nahe zu bringen.

    Ja – ich finde es schade, dass ich nur zu oft hören musste „ich bin doch keine Milchkuh“ oder „Stillen? ne ich will meine Unabhängigkeit“….Oder dass Frauen meinen, ich sei nur für Stillen, weil ich Hebamme bin.
    Ich verstehe nicht – wenn man körperlich in der Lage ist zu stillen – sich dagegen entscheiden kann; seinem Kind DAS EINZIGARTIG BESTE zu verweigern und es stattdessen mit künstlicher Milch zu ernähren.

    Ich stille meinen 6 Monate alten Sohn auch weiterhin, solange er möchte und es soll ruhig jemand versuchen, mich einzuschüchtern oder mir das Stillen zu verbieten, wenn mein Sohn Hunger hat – EGAL WO!

  6. Danke für diesen tollen Artikel! Im Moment stillen wir etwas über 4 Jahre, ich sage es schon keinem mehr, denn es ist absolut grenzwertig, was man da zu hören bekommt. Mein Ziel ist es jetzt endlich einen Schlußstrich zu ziehen, aber Töchterlein sieht das ganz und gar anders.

  7. Ein wunderbar geschriebener Artikel, der mich einmal mehr bestärkt, so weiter zu machen wie bisher. Wir stillen nun mehr fast 11 Monate. Im nächsten Monat fängt meine Berufstätigkeit wieder an und wie oft wurde mir nun geraten, abzustillen, da sich beides nicht vereinbaren ließe. Wir halten allerdings weiter daran fest, mein Sohn und ich. Es gibt uns beiden so viel. Aber es ist schon nicht einfach, sich selbst treu zu bleiben, wenn die Stimmen im Umfeld immer lauter werden, dass Stillen nach dem 1. Lebensjahr unnatürlich ist. Ich werde dies auch in meinem privaten und beruflichen Umfeld weitestgehend für mich behalten, auf Grundsatzdiskussionen habe ich keine Lust mehr. Liebe Frau Gresens, bitte informieren Sie weiterhin die Öffentlichkeit, Persönlichkeiten wie Sie sind wichtig und sehr wertvoll. Vielleicht geht eines Tages ein Ruck durch unsere Gesellschaft und Langzeitstillen wird wieder als das angesehen, was es ist, völlig normal nämlich und jedem seine Sache. 🙂

    • Liebe Claudia,
      danke für Ihr Feedback. Ich hoffe auch, dass sich unsere Gesellschaft eines Tages besinnt und Mütter all die Unterstützung und Informationen erhalten, die es ihnen ermöglicht so lange zu stillen, wie sie es möchten.
      Ihnen und Ihrem Kleinen wünsche ich jedenfalls ein glückliches Weiterstillen,
      Liebe Grüße, Ihre Regine Gresens

  8. Wie sehr mir diese Seite schon geholfen hat, kann ich gar nicht sagen. Ich ziehe mein ganzes Selbstbewusstsein fürs Stillen von hier. Und abgesehen von meinem Mann versteht niemand, warum ich mit Beharrlichkeit dabei bleibe und ich verstehe die Welt nicht, warum alle ihren Kindern, zumindest in meinem Umfeld, ein Fläschchen geben. Was ich mir schon angehört hab, ich muesste um mich schlagen vor Wut. Ich stosse nur auf taube Ohren und werde als ein bisschen verrückt und öko abgestempelt, wo ja mit Fläschchen alles besser klappt.
    Danke für diese Seite, Frau Gresens!

    • Liebe Anja,
      vielen Dank für das Lob. Es freut mich natürlich sehr, dass meine Seite Ihnen hilft, Ihren eigenen Weg mit Ihrem Kind zu gehen.
      Und ich wünsche Ihnen von Herzen eine angenehme weitere Stillzeit, bis für Sie und Ihre Familie der richtige Zeitpunkt zum Abstillen ist.
      Genießen Sie es einfach und lassen Sie sich nicht verunsichern.
      Ganz liebe Grüße,
      Regine Gresens

    • Hallo Anja,
      du sprichst mir aus der Seele!!! Warum muss man sich rechtfertigen, OBWOHL man es sich eben nicht leicht macht und die Flasche gibt. Schließlich hat man sich doch für ein Kind und dessen Pflege entschieden! Manche Mütter haben manchmal den Anschein erweckt, als wollten sie Alles und bitte auch sofort… Kind und aber bitteschön die Lebensweise bloß nicht einschränken lassen! Auch nicht für ein halbes Jahr wenigstens. Glückwunsch an die, die es durchziehen (können, es gibt ja auch Kinder, die ‚mitziehen‘), und Hochachtung an die, die das Wohl ihres Kindes (oft/ meistens) über ihr eigenes stellen.

  9. Sehr toller Artikel! Vielen Dank dafür! Ich bin 22 Jahre und mein Sohn zurzeit 11 Monate. Er wird voll gestillt und ich merke, dass es ihm einfach gut tut. Leider ist es auch bei uns so, dass ich das öffentliche Stillen meide, weil mir die düsteren Blicke einfach unangenehm sind. Ich muss mich auch oft rechtfertigen, wieso ich nicht abstillen möchte, aus meiner Brust kommt doch keine nahrhafte Milch mehr! So einen Blödsinn musste ich mir bereits anhören. Aber ich gebe nicht auf 🙂 ich werde weiterhin auf mein Bauchgefühl hören und solange mein Sohn sich dabei wohl fühlt und die Brust verlangt, wird er sie auch bekommen 🙂

    • Liebe Lorena,
      das finde ich ganz toll. Auf das Bauchgefühl zu hören und seinem Kind zu vertrauen, ist ganz sicher der richtige Weg.
      Genießt es weiterhin, solange es sich für Euch gut und richtig anfühlt.
      Ganz liebe Grüße,
      Regine Gresens

    • Ich stille auch mit 11 Monaten noch voll. Auch in der Öffentlichkeit. Mein Bruder fragt z.B. öfter, wann ich endlich abstille. Ich sage jedem, der mich fragt, „…..ich weiß nicht, fragt meinen kleinen Sohn. Denn ich stille so lange, bis er nicht mehr will.“ 🙂

  10. Pingback: Das Kleinkind (nachts) abstillen

  11. Danke für den Artikel. Er bekräftigt mich wieder einmal, bzw. mein Gefühl.
    Mein Sohn ist jetzt 13 Monate alt und am Anfang dachte ich auch, wenn er ca. 1 Jahr alt ist, schläft er in seinem eigenen Zimmer, stillen wir langsam ab usw. Schlafen kann er schlecht alleine und nur am Anfang der Nacht und vom Abstillen sind wir weit entfernt. Fast täglich muß ich mich gegen meinen Freundeskreis, die Eltern und unterschwellig meinem Partner rechtfertigen.

  12. Ich bin 28 mein Sohn 9 Monate. Wir stillen voll nach Bedarf. Ich bin derzeit Alleinerziehend und muss arbeiten (3Std täglich) 🙂

  13. Vielen herzlichen Dank für den tollen Artikel!

  14. Sehr toller Artikel. Danke!!
    ich wünsche mir auch eine bessere Beratung für alle frisch gebackenen Mütter. Grade beim ersten Kind lässt man sich sehr leicht verunsichern. Ich bin froh, dass ich so eine super Hebamme und Stillberaterin hatte, ohne sie hätte ich vielleicht auch aufgegeben.
    Jetzt beim Zweiten hör ich auch gar nicht mehr hin und achte nur auf mein Bauchgefühl. Die Kleine bekommt was sie braucht!
    Und mein Mann liebt mich und auch meine Brüste immer noch 🙂

  15. Ich stille ein 2 und einen 6 jährigen tandem – ein toller Artikel, der mir aus dem Herzen spricht.

  16. Ich habe meine 1. Tochter auch nur 3,5 Monate gestillt und meine 2. Tochter nur 3 Monate. Ich muss sagen, dass die Mütter (ich spreche mitunter von mir) von Außen sehr viel verunsichert werden! Bei meiner 1. Tochter sollte ich zufüttern, weil sie nicht ausreichend zunahm und man der Meinung war, mit Flaschenmilch würde sie zunehmen. Also fütterte ich zu, zusätzlich zu dem Stillen. Tja, meine Tochter verweigerte dadurch immer mehr die Brust und schrie fast nur noch bis sie die Flasche bekam. An ihrer Gewichtssituation hat sich bis heute kaum etwas geändert, trotz Zufüttern, trotz Brei, trotz Essen allgemein. Deswegen sei gesagt an die, die das lesen: Wenn euch jemand sagen will, euer Kind würde nicht ausreichend zunehmen durch das stillen, scheißt drauf!!

    So! Bei meinem 2. Kind hatte ich einfach nur extrem schlechte Stillberaterinnen! Ich hatte gleich nach dem 1. Anlegen im Krankenhaus eine blutige BW und einen Tag später war die andere auch blutig. Ich habe es wirklich versucht, aber das Anlegen war dann so schmerzhaft, dass ich jedes mal Angst hatte, wenn ich mir vorstellte sie anlegen zu müssen, also pumpte ich ab und gab Flaschenmilch. Ich traute mich erst einen Monat später mit meiner eigene Hebi meine Kleine anzulegen. Es war absolut kein Problem – anfangs. Ich habe sie dann mit 3 Monaten abgestillt (also nur 2 Monate gestillt), weil sie ebenfalls wie meine Große mit 3 Monaten anfing die Brust anzuschreien. Wäre ich besser aufgeklärt gewesen, hätte ich gewusst, dass die meisten Babys das um den 3. Monat herum tun. Dieses Phänomen beobachtete ich überall. Der Energiebedarf steigt und die Milchkonzentration verändert sich, weshalb einige glauben, sie haben nicht genug Milch oder das Kind nehme nicht gut zu, trinkt mehr oder schreit viel herum. Ich habe erst danach gelesen, dass das so ist.

  17. Ein sehr interessanter und informativer Text, danke dafür. Ich habe mich absolut wieder gefunden – auf jeden Fall in der Beschreibung „erst nicht geplant und dann auf die Bedürfnisse des Kindes eingegangen“. Interessant ist auch, dass ich dann zu dem 1% der Mütter gehöre, die ein knapp 2jähriges Kind noch stillen.

    Mir kam es auch immer so vor, als sein mein Kind abnormal, weil es die Beikost verweigerte im ersten Jahr („Kein Wunder wenn du so viel stillst“) und der Kinderarzt wollte es regelmäßig kontrollieren, ob es neurologische Schäden aufweist. Dazu die permanenten entsetzten Fragen („Was du stillst noch“ – „Soll ich dir mal mein tolles selbstgekochtes Breirezept geben, dann klappt es bestimmt“ und das waren noch die netteren) und das Geglotze bei öffentlichem Stillen, das kann es einem wirklich verhageln.

    Bei so einer Gesellschaft muss man sich wirklich nicht wundern, dass Mütter den Mut verlieren.

  18. Hab am eigenen Leib erfahren, was es heißt, von seinem Umfeld unter Druck gesetzt zu werden, abzustillen. Diese Chance einmal verpasst, gibt es kein Zurück. Heut, da ich’s besser weiß, gibts kaum was, das ich annähernd so bereu.
    Liebe Mamas, hört auf euer Bauchgefühl! Schenkt euren Kindern mehr Liebe und Aufmerksamkeit als allem anderen.

    • Ja kenne das leider auch 🙁 bei ich habe mich aber auch selber unter druck gesetzt und nach ca 3 Monaten war nichts mehr da 🙁 beim nächsten Kind werde ich mehr auf mich hören!!!!

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