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Ohne Saugen einschlafen lernen

28 Kommentare

Neugeborene schlafen oft beim Saugen an der Brust, der Flasche oder dem Schnuller ein. Das ist ganz normal.

Manche Babys schlafen beim Stillen allerdings so schnell ein, dass Sie sich vielleicht Sorgen machen, ob es überhaupt genug trinkt.
[Bekommt es tatsächlich nicht genug, müssen Sie etwas unternehmen. Aber das ist Thema eines anderen Beitrags.]

Wenn Ihr Baby ab und zu an der Brust einschläft, nachdem es gut getrunken hat, ist das überhaupt kein Problem und muss auch nicht verändert werden.

Stillen ist nun einmal eine der besten Einschlafhilfen für Babys, meist sogar DIE beste. Und auch viele Mütter genießen das Stillen bis in den Schlaf während der gesamten Stillzeit.

Wichtig ist aber, dass das Baby auch noch manchmal auf andere Art und Weise einschläft, z.B. auf Ihrem Arm oder auf dem Arm des Vaters, im Tragesack/Tragetuch oder im Kinderwagen oder …

Ein Baby und auch ein Kleinkind muss auf jeden Fall in den Schlaf begleitet werden. Wenn es dabei alleine gelassen wird, fühlt es sich nicht sicher und kann nicht einschlafen oder wacht sehr schnell wieder auf.

Wenn ein Baby aber immer nur beim Stillen einschläft, gewöhnt es sich daran und lernt das Einschlafen nur mit dem Saugen zu assoziieren. Nach einiger Zeit kann es dann nicht mehr auf andere Art einschlafen.

Früher oder später kommt es dann (meist im 2. Halbjahr) aber oft dazu, dass das Baby nachts häufiger wach wird und dann jedes Mal gestillt werden möchte bzw. muss, um weiter zu schlafen.

Und dieses häufige Wieder-in-den-Schlaf-stillen-müssen und das Abends-nicht-weggehen-können ist für einige stillende Mütter dann irgendwann sehr belastend. Oft denken (und hören) sie dann sogar, sie müssten abstillen, um diese Situation zu verändern.

Es gibt aber einen alternativen Weg, ohne Abstillen und ohne das Baby schreien zu lassen, den möchte ich Ihnen hier vorstellen.

Viele der Babys, deren Eltern wegen „Schlafproblemen“ ihres Kindes eine Schlafberatung aufsuchen, meist wenn das Baby etwa 6 Monate oder älter ist, haben einfach noch nicht gelernt ohne Saugen einzuschlafen.

Wenn Sie möchten, dass Ihr Baby irgendwann in der Lage ist, auch ohne Saugen an der Brust einzuschlafen, sollten Sie es manchmal nur solange saugen lassen, bis es zwar schläfrig ist, aber eben noch nicht ganz eingeschlafen ist.

Und so können Sie vorgehen, wenn Ihr Baby (bisher) nur beim Saugen an der Brust einschlafen kann und Sie dies gern ändern möchten:

  • Wenn Sie merken, dass es nicht mehr trinkt und dabei ist einzuschlafen, lösen Sie den Saugschluss, indem Sie Ihren Finger im Mundwinkel zwischen seine Zahnleisten drücken. Sagen Sie dabei ruhig auch ein Signalwort, wie z.B. „Auf!“ oder „Lass los!“
  • Ziehen Sie ihm vorsichtig Brust, Flasche oder Schnuller aus dem Mund und lassen Sie es einschlafen, ohne an etwas zu saugen. Halten Sie dazu seinen Unterkiefer etwas von unten, um seinen Mund zu schließen und reden Sie leise und beruhigend mit ihm.
  • Wenn Sie das machen, wird Ihr Baby sich vielleicht zunächst etwas wehren, nach dem Sauger oder der Brustwarze suchen oder quengeln, um den Nippel wieder zu bekommen.
  • Regt es sich dabei so sehr auf, dass es wieder wach wird, geben Sie ihm Brust, Sauger oder Schnuller wieder für einige Zeit zum Beruhigen. Vielleicht ist es ja tatsächlich noch nicht satt und versuchen Sie es dann ein paar Minuten später noch einmal. Es soll ja nicht weinen, sondern einschlafen.
  • Dieses Vorgehen sollten Sie bei jedem Einschlafen wiederholen. Wenn Sie das oft genug machen, wird es irgendwann lernen einzuschlafen, ohne dabei zu saugen.
  • Trotzdem wird es beim Einschlafen noch lange Ihren Körperkontakt und Ihre Nähe brauchen, um in den Schlaf zu kommen und ruhig zu schlafen.
  • Und es wird auch weiterhin nächtliche Mahlzeiten benötigen. Die meisten Babys brauchen auch im 2. Lebensjahr noch 1 – 2 Mahlzeiten in der Nacht.

Wenn Sie anfangen diese Vorschläge umzusetzen, wird Ihr Baby manchmal dabei einschlafen und manchmal nicht.

Auch wenn Ihr Baby schon älter ist, können Sie ihm auf diese Weise liebevoll helfen, allmählich das Einschlafen ohne zu saugen zu lernen. Und Sie können dies tun, ohne dass dabei Tränen fließen, weder bei Ihrem Baby noch bei Ihnen. Je länger die Saug-Einschlaf-Assoziation allerdings schon besteht, desto länger kann es dauern, bis das Baby dazu in der Lage ist, auch ohne die gewohnte Hilfe einzuschlafen. Seien Sie also geduldig und beharrlich.

Schon bald werden Ihre Nächte ruhiger und erholsamer sein, ohne dass Sie abstillen müssen.

Autorin: Regine Gresens, IBCLC, Februar 2014
Foto: sleepyhead via photopin (license)

Mein Buchtipp, wenn Sie am Schlafverhalten Ihres Babys etwas ändern möchten, ohne es schreien zu lassen:
Schlafen statt Schreien von Elizabeth Pantley

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Stillberaterin IBCLC und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Youtube und Google+.

28 Kommentare

  1. Hallo,

    bei unserer 1,5 jährigen Tochter probiere ich es nun auch auf diese Weise. Ich bin erstaunt, dass es besser klappt, als gedacht. Heißt: Sie quengelt oder meckert nicht, wenn sie nun früher loslassen soll. Da hatte ich etwas ganz anderes erwartet. Sie macht es einfach und bleibt sogar liegen, d.h. steht nicht auf oder so. Und wir schaffen es vom ersten Versuch an, dass sie nach einer Weile ohne noch einmal zu trinken und nur mit meiner Begleitung (Streicheln, Flüstern) einschläft.

    Allerdings dauert das ganze meist sehr lange, da sie nach dem Abdocken leider doch wieder recht wach wird. Sie ist dann sehr unruhig, sucht sich immer wieder neue Liegepositionen, brabbelt vor sich hin, rollt sich über mich oder will auf mir liegen etc..
    Grundsätzlich fänd ich das alles normal, aber es geht nach meinem Empfinden einfach unendlich lange. D.h. nach dem Stillen dauert es dann nochmal ca. 45-60 Minuten, bis sie letztlich schläft. Nur durchs Stillen hat es meist nur maximal 30 Min. gedauert, bis sie schlief. Gibt es da ähnliche Erfahrungen und ggf. entsprechende Tipps? Oder muss ich da einfach abwarten, gehört das u.U. einfach zur langsamen Gewöhnung?

    Im Moment – weil wir erst vor kurzem gestartet sind – behalte ich das einfach so bei, in der Hoffnung, dass es bald von alleine schneller und natürlich dann irgendwann auch ohne das Stillen klappt. Letzteres braucht sie, so mein Gefühl, auf jeden Fall im Moment, um überhaupt erstmal in einen bestimmten Ruhemodus zu kommen. Auch hier haben wir noch keinen wirklich guten Ersatz gefunden. Das Stillen war einfach zu gut bislang. 😉

    • Hallo Lilly,
      wenn es so lange dauert bis sie schläft, obwohl sie eigentlich müde ist, ist vielleicht das Zubettgehritual zu lang oder beginnt zu spät, so dass das Zeitfenster zum Einschlafen bereits wieder „geschlossen“ ist und erst das nächste kommen muss.

  2. Vor vier Jahren stillte ich meine Zwillinge abends und nachts in den Schlaf. Ich wollte besonders nachts vermeiden, dass sie sich gegenseitig wecken. Als ich nach 7 Monaten fast stündlichem Stillen nicht mehr konnte, musste sich etwas ändern. Meine Hebamme erklärte mir, dass die Kids, wenn sie beim Einschlafen saugen, auch beim noch so kleinen Aufwachen auch saugen wollen und sich beschweren, wenn da nichts ist. Sie riet mir, zunächst ein Kind mit Papa ins Bett zu schicken. Sie versicherte mir, dass es ausreicht, wenn das Baby nicht allein ist. Nachdem ich ein halbes Jahr mein Bestes zum Thema Urvertrauen gegeben hatte, wollte ich das natürlich nicht zerstören! So ging ein Zwilling mit Papa, Schnuller und Spieluhr ins Bett. Wir dehnten bei ihm das nicht-nächtliche Stillen immer weiter aus, bis er die ganze Nacht bei Papa (durch-)schlief. Das ging natürlich nicht ohne Protest. Selbstverständlich weinte er anfangs sehr. Dies wurde aber schnell besser, ca. nach einer Woche. Dieser Zwilling schlief, wie gesagt bald bis 5 Uhr ohne aufzuwachen und aß natürlich tagsüber auch besser. Als das stabil war, zogen wir das mit dem zweiten Zwilling auch durch. Natürlich leidet man als Mutter, wenn die Kinder weinen; allerdings hätte ich den Alltag mit diesem Schlafmangel nicht mehr geschafft. Die Jungs sind übrigens ganz normale Kinder und haben keine sozialen Probleme 😉
    Meine Tochter ist nun 9 Monate alt und schläft am liebsten mit Brust und leider ohne Schnuller. Mit ihr werde ich nun mal die oben beschriebene Methode ausprobieren. Sie ist zwar ein Einzelkind, ihre Brüder wecken mich aber leider nachts auch manchmal, wenn sie Durst oder Wachstumsschmerzen haben. Die eine oder andere erholsame Nacht wäre bei drei kleinen Kindern auch ganz schön…!
    Ich erzähle euch, ob ich Erfolg hatte…

  3. Liebe Ina,
    vielen Dank für diesen Tipp mit dem Ärgern beim Nuckeln! Den werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren, da meine Tochter beim Abdocken auch nur mit sofortigem wütenden Brüllen reagiert… 🙄😥
    Liebe Ane,
    uns hat es in der Situation geholfen, schon etwas früher den ersten Brei einzuführen. Anfangs nur ein Löffelchen zum Probieren, was sich dann (nach ihrem Tempo) schnell über einen Eierbecher und ein kleines Gläschen zu einem großen Glas gesteigert hat. So ist schon mal eine Stillmahlzeit in deiner Abwesenheit ersetzt. Da meine Maus ebenfalls die Flasche nicht genommen hat, haben wir die abgepumpte Milch dann mit Getreideflocken zu einem Brei angerührt. Den nimmt sie mit großem Genuss an 😇 Und direkt vor und nach der Arbeit stille ich sie natürlich ganz normal. Hoffe, das hilft euch etwas weiter!
    Liebe Grüße
    Chris

  4. Hallo,
    mein kleiner ist jetzt knapp 8 Monate und ich habe auch das Problem mit dem Schlafstillen. Während es nachts ganz gut klappt, daß er nicht mehr die Brust zum einschlafen braucht und nur noch aufwacht wenn er Hunger hat, komme ich bei den Tagschläfchen nicht weiter. Mein Kleiner ist müde und findet nur Ruhe und in den Schlaf wenn ich ihn stille. Wie kann ich das ändern, so daß er es wieder schafft auch tagsüber alleine in den Schlaf zu finden. Unterwegs im Kinderwagen oder im Auto klappt es super und ohne Probleme. Nur halt einfach ins Bett legen geht gar nicht.
    LG

  5. Hallo,

    die hier genannten Herausforderungen mit den Zwergen kenne ich nur zu gut.

    Meine erste Tochter weckte mich auch nachts alle 1-2 Stunden und konnte nur durchs Stillen wieder in den Schlaf finden. Sie lehnte jeden Schnuller oder Nuckelersatz wie auch Kuschelersatz (Teddy) ab. Nach einem Jahr war ich dadurch so geschlaucht, dass ich nicht mehr weiter wusste und übers Abstillen nachdachte. Dann empfahl mir jemand das nächtliche Schlafen vom Stillen zu trennen. So bekam sie nachts nur noch Wasser angeboten. Ich redete dazu beruhigend auf sie ein. Selbstverständlich protestierte sie, doch zu meinem Erstaunen, nicht so heftig wie erwartet. In der zweiten und dritten Nacht immer weniger und ab dann war es kein Thema mehr. Sie wachte seltener auf und fand auch wieder selbst in den Schlaf. So kam auch ich nachts zu meiner Erholung.

    Meine Zweite ist nun 12 Wochen alt und es läuft grad auf die gleiche Entwicklung heraus, weshalb ich auf diese Seite gestoßen bin, weil ich nach weiteren Möglichkeiten suche mit dieser Situation umzugehen.

    Vielen Dank, ich werde das mit dem Abnabeln auch mal probieren.

    Liebe Grüße
    Ramona

  6. Liebe Frau Gresens,

    meine Tochter ist mittlerweile 9 Monate alt und bis vor 2 Monaten habe ich Nachts noch ca. 4x gestillt, sie ist danach bzw. dabei immer wieder eingeschlafen.

    Ich bin dann, weil ich arbeiten muss und sehr erschöpft war, für 2 Wochen ausgezogen und mein Mann hat bei ihr geschlafen und sie einfach nur getröstet, wenn sie wach wurde. Gleichzeitig haben wir den Abendbrei eingeführt und es ist recht schnell gegangen, dass sie wenn sie wach wurde keine Brust mehr brauchte, aber Trost.

    Teilweise hat sie viele Stunden am Stück geschlafen ohne einmal wach zu werden. Seit 4 Wochen allerdings wird sie fast jede Stunde wach und schläft erst weiter, wenn wir ihr ihren Schnuller wieder geben und sie sich an uns kuscheln kann (wir schlafen im Familienbett und möchten das auch beibehalten). Manchmal muss sie auch kurz auf den Arm …

    Dadurch sind die Nächte nun wieder vergleichbar unruhig wie zu ‚Stillzeiten‘, da sie bis sie wach ist unruhig wird, dann knötert oder weint, bis sie wieder einschläft. Wie gesagt oftmals geht das recht zügig, Nucki rein und so. Aber ist das normal, dass das Baby so oft wach wird? Das reißt uns natürlich alle im 1-1,5 Stundenrhythmus kurz aus dem Schlaf, in die Tiefschlafphase kommt so nie wirklich.

    Irgendwie glauben wir, dass das eine Phase ist – kein Nucki und keine Reaktion unterstützt bislang allerdings nicht, dass sie von allein direkt wieder einschläft, sondern sie wird eher wacher, wenn wir nicht sofort reagieren. Was dann ja auch gegen ein eigenes Bett sprechen würde.

    Kann man an diesen häufigen Wachphasen etwas ändern, sie beeinflussen? Haben Sie eine Empfehlung? Vielen Dank,

    Yvonne

    • Liebe Yvonne,
      es gibt immer einen Grund für das Verhalten eines Kindes. Aber diese Gründe sind sehr unterschiedlich, darum kann es aus meiner Sicht ohne ordentliche Diagnostik auch keine sinnvolle und passende Empfehlung geben.
      Aus Gründen der Haftung und der Qualitätssicherung meiner Beratung kann und möchte ich daher im Blog, per Email oder auf Facebook keine Empfehlungen für Einzelfälle geben, ohne mehr zu wissen.
      Ich bin sicher, dafür werden Sie Verständnis haben.
      Oft reagieren Kinder auch auf den Stress und die Belastung der Eltern mit Verhaltensänderungen. Daher wäre mein einziger Rat, vielleicht einmal zu schauen, was Sie tun können, damit es Ihnen und Ihrem Mann möglichst gut geht. Eventuell legt sich dann das unruhige Schlafverhalten Ihres Kindes ganz von selbst.
      Ansonsten würde ich raten, zu einer individuellen Schlafberatung zu gehen, wo Ihre familiäre Gesamtsituation betrachtet und die Persönlichkeit und die Entwicklung Ihrer Tochter entsprechend berücksichtigt werden kann.
      Liebe Grüße,
      Regine Gresens

  7. Hallo,
    mein Sohn ist jetzt 4 Monate alt, da wir bald mit Beikost starten möchten und abstillen ist mein Problem, dass mein Kleiner auch nur an der Brust einschläft. Anfangs dachte ich, er kann doch nicht so oft Hunger haben, und habe mich gefragt, ob meine Milch vielleicht nicht genug sättigt, ob ich zu wenig habe etc. Aber dann hab ich gemerkt, dass er einfach nur einschlafen will. Ich versuche es immer wieder, wenn er anfängt zu quengeln mit dem Schnuller ihn in den Schlaf zu wiegen oder ihn zu streicheln. Es klappt aber nicht 🙁

  8. Ich habe mein Kind nach Bedarf gestillt und immer an der Brust einschlafen lassen (es war ein Schreibaby und konnte tatsächlich nicht anders zu Ruhe kommen). Beiträge wie dieser haben mich damals ziemlich gestresst!!

    Mein Kind ist nun 19 Monate alt, schreit nicht mehr, ist super entspannt und kann natürlich auch ohne Brust einschlafen.

    • Hallo Isi!

      Unsere Maus ist nun 12 Monate. Ich habe mich beim Lesen des Beitrags gefragt, ob bei uns mal wieder etwas nicht ganz so richtig läuft.

      Sie war ebenfalls ein Schreibaby und braucht die Brust noch heute zur Beruhigung.

      19 Monate ist ein schönes und absehbares Zeitfenster.

      Danke für deinen Kommentar.

    • Hallo Isi! Seit wann schläft dein Kind nicht mehr an der Brust ein und wie hat sich das entwickelt? Ich stehe vor einer ähnlichen Situation und möchte nicht diese Art des Schlaftrainings machen…

  9. Liebe Fr. Gresens,

    ich versuche seit ein paar Tagen ihre Tipps bei unserem knapp 10 Monate alten Sohn umzusetzen.
    Ich habe aber noch eine Frage:
    Mache ich das auch nachts? Er trinkt nämlich nachts manchmal alle 90min. und inzwischen ist es so, dass ich ihn im Halbschlaf im Liegen anlege und er bei mir im Bett weiterschläft.
    Wenn ja, dann müsste ich mich bei jeden Mal wach halten und ihn abdocken?

    Herzlichen Dank für die tollen Tipps!

    • Liebe CH,
      dass Ihr Sohn nachts alle 90 Min. an die Brust möchte, spricht dafür, dass er die Brust zum Wiedereinschlafen bzw. Weiterschlafen braucht.
      Wenn Sie das nicht stört, müssen Sie daran nichts ändern. Irgendwann lernt er bestimmt auch von selbst ohne Brust einzuschlafen.
      Wenn Sie es ändern möchten, wäre es sinnvoll hier ein paar Nächte lang konsequent zu sein.
      Alles Gute,
      Regine Gresens

  10. Liebe Regine,
    seit ich vor ein paar Wochen auf deine Seite gestoßen bin, überlege ich immer wieder, ob ich mich mit meinen „Problemen“ an dich wenden soll. Es ist nämlich tatsächlich schwer, jemanden zu finden, der ähnliche Ansichten hat wie ich und dessen Anregungen und Gedanken ich für umsetzungswürdig erachte. Da mir deine Seite aber gut gefällt, hoffe ich, dass du vielleicht einen guten Tipp für mich hast.

    Meine Tochter ist 13 Monate alt und schläft abends ausschließlich an der Brust ein. Soll heißen: Während sie tagsüber auch im Buggy oder in der Trage einschläft (aber natürlich auch nicht allein im Bett), schläft sie abends ausschließlich beim Stillen ein. Ich kann sie weder in der Trage wiegen, noch auf dem Arm, sie brüllt und brüllt, wenn ich sie nicht stille. Mein Mann kann noch weniger ausrichten, sie verhält sich, als wäre sie komplett alleine, wenn er versucht, sie ins Bett zu bringen. Wenn ich sie dann gestillt habe und sie eingeschlafen ist, wacht sie vor Mitternacht meist noch 1-3 mal auf. Nachts natürlich auch.
    Ich versuche nun seit gestern, sie immer wieder von der Brust abzudocken, wie hier beschrieben. Wenn ich sie zu früh abdocke, fängt sie sofort an zu brüllen und windet sich usw. Ich wiederhole das dann immer wieder und stille sie dann wieder, wenn sie zu sehr weint (also bei jedem Versuch).
    Meinst du, es ist trotzdem sinnvoll, weiter so vorzugehen und das ganze vielleicht fünf Mal durchzuführen und sie dann an der Brust einschlafen zu lassen. Oder hast du vielleicht noch einen ganz anderen Tipp für mich?
    Ich habe immer unglaublich gerne gestillt, aber langsam wäre es wirklich schön, wenn meine Tochter vielleicht bis Mitternacht auch ohne Brust auskommen könnte.
    Vielen Dank im voraus und herzliche Grüße,
    Lena

    • Liebe Lena,
      jedes Kind und jede Mutter-Kind-Beziehung ist anders. So vieles kann Einfluss auf das Verhalten eines Kindes haben, deshalb kann und sollte es aus meiner Sicht auch keine generellen Tipps oder Empfehlungen geben, da sie niemals für alle passen können.
      Ohne noch viel mehr von Euch zu wissen, kann ich also nicht wirklich etwas dazu sagen.
      Vielleicht kannst du einfach dein eigenes Bauchgefühl dazu befragen, z.B. mit Hilfe der somatischen Marker.
      Alles Gute und liebe Grüße,
      Regine

    • Liebe Lena,

      mir geht es genauso wie Dir. Meine Maus ist auch fast 13 Monate und ohne Brust in der Nacht geht gar nix ?
      Wie läuft es bei Dir?
      Isst deine Maus tagsüber ?

      Liebe Grüße
      Anika

    • Hallo Lena,

      Genauso ist es bei uns auch. Und beim Abdocken schlägt ihr Temperament zu. Stattdessen klappt folgendes: Wenn sie vom Trinken ins Nuckeln an mir übergeht, ärgert mein Finger sie. Der popelt dann im Ohr, hält die Nase zu, pikst in die Wange … Und dann lässt sie, ganz ohne Meckern, von allein ab ?
      Klingt seltsam und würde mich persönlich eher wach machen, aber bei ihr hilft es.
      Vielleicht hilft es euch auch oder du hast derweil eine andere Lösung gefunden?

  11. Hallo,
    Unser kleiner Junge ist jetzt eine Woche alt und schläft fast immer beim Stillen nach wenigen Minuten ein.
    Er trinkt auch eher langsam, der kleine Genießer.
    Einschlafen klappt auch ohne Stillen oder den kleinen Finger. Nur mache ich mir Sorgen, ob er genug Milch bekommt, wenn er nach 3, 6 oder 9 Minuten einschläft.
    Manchmal halte ich ihn wach und ändere die Position. Bleibe aber bei der Brust.
    Soll ich ihn einfach einschlafen lassen oder wach halten und Positionen wechseln?

    • Hallo Barbarella,
      das Baby passt sich in der Regel dem Milchfluss an. Wenn wenig kommt, schlafen Neugeborene gerne dabei ein, sind aber natürlich nicht satt.
      Es sollte unbedingt das Gewicht kontrolliert werden und ggf. am Stillen etwas verändert werden. Wende dich dazu am besten schnellstmöglich an deine Hebamme oder gleich an eine examinierte Still- und Laktationsberaterin IBCLC für eine persönliche Stillberatung.
      Hier noch ein paar weitere Tipps:
      10 Tipps, damit das Stillkind besser zunimmt.
      LG, Regine Gresens

      • Danke für den Hinweis. Er nimmt seit Anbeginn sehr gut zu und mittlerweile trinkt er auch 20 min.
        Er ist eben ein Genießer und schläft dazu gerne dabei ein. Ich lasse ihn oder ab und an halte ich ihn etwas wach, damit die Tagesmenge stimmt. 4h still ich schon am Tag. Und sehr oft. Ich arbeite an meiner Stilltechnik und denke, wir bekommen das immer besser hin.

  12. Liebe Regine Gresens,

    mein kleines Mädchen ist jetzt 4 Monate alt und schläft am liebsten beim Nuckeln an der Brust ein, aber auch im Tagetuch, manchmal auf der Schulter und im Kinderwagen. Meine große Sorge ist nun die, dass ich in 1,5 Monaten wieder 12 Stunden an zwei bis drei Vormittagen arbeiten gehe, eine Zeit, wo sie mindestens noch zwei Schläfchen einlegt… an meiner Brust. Wie kann ich ihr nun „schonend“ lernen, dass sie manchmal auch ohne meine Brust einschlafen muss (wir sind auch gerade dabei das aus der Flasche trinken zu lernen, mit mäßigem Erfolg). Meine Mutter wird die zwei Vormittage auf sie aufpassen, wird sie aber weder in einem Tagetuch noch auf der Schulter in den Schlaf tragen können. Freue mich sehr von Ihnen zu hören, da ich schon etwas verzweifelt bin, da ich nur noch bis Anfang Juli zum Umgewöhnen Zeit habe. DANKE! lg, Ane

    • Liebe Ane,
      andere Tipps als die bereits im Artikel erwähnte Technik habe ich leider auch nicht. Aber deine Mutter hätte natürlich noch die Möglichkeit, sie im Kinderwagen zu schieben, bis oder während sie schläft. Außerdem kann sich bis es soweit ist, auch noch einiges an ihrem (Ein)Schlafverhalten ändern.
      Ich drücke euch jedenfalls die Daumen und bin sicher es wird sich alles finden. 🙂
      LG, Regine

    • Ihr könnte ein Schaukelstuhl vielleicht helfen oder ein leicht wippender Stuhl (zB von IKEA), da kann dann deine Mutter deine Tochter sich auf den Bauch legen. Hat bei meinem Au-Pair Kind sehr gut geklappt

  13. Hallo 🙂
    also bei uns hat das irgendwann von alleine aufgehört. Das Nuckeln wird mit der Zeit weniger und das Kind gewöhnt sich langsam daran, es dauert eben länger als nur 6 Monate, wie es die meisten erwarten. Bei uns war das mit ca. 1 1/2 der Fall. Solange das Baby auch mal tagsüber alleine schläft, ist es doch okay, wenn es Abends oder Nachts die Brust braucht. Viele schlafen ja immer mal wieder im Auto, im Tragetuch oder aber auch Kinderwagen. Jedenfalls hört es sich für mich nicht ganz so stimmig an, meinem Kind etwas anzugewöhnen, ich denke alles kommt dann, wenn das Kind bereit dazu ist, von ganz allein.
    Ganz liebe Grüße,
    Nadine

  14. Liebe Regine Gresens,

    ich habe zu diesem Artikel eine Frage. Das Abdocken klappt bei uns soweit ganz gut. Allerdings nuckelt mein Baby anschließend einfach auf seiner Zunge weiter.
    Was soll ich nun am besten machen?
    Manchmal gelingt es, sein Mündchen wieder zu schließen, aber meistens kommt die Zunge doch wieder zwischen die Lippen und das Nuckeln geht weiter.

    Vielen Dank im Voraus schon mal für einen Rat oder Hinweis dazu.

    Beste Grüße
    Metamo

  15. Meine Tochter würde von Geburt an unbewusst immer auf verschiedenen Wegen in den Schlaf begleitet. Abends stillten wir immer in den Schlaf. Ab dem 7. Monat kuschelten wir jedoch nur mit Schnulli oder manchmal auch ohne in den Schlaf, mittags schlief sie ab dem 6. Monat ohne Einschlafstillen. Bevor sie 6 Monate alt war, schlief sie auch manchmal tagsüber ohne Hilfe einfach ein und abends dockte sie sich zunehmend vorm Einschlafen ab. Und TROTZDEM würde sie ab dem 6. Monat nachts stündlich wach und ließ sich nur mit Stillen wieder zum Schlafen bewegen. Nach einem KH-Aufenthalt in ihrem 12.LM fand das seinen Höhepunkt und ich stillte nachts ab bis auf einmal, was jetzt auch wegfiel. Seither klappts super mit Kuscheln. Also worauf ich hinaus will, ganz so einfach ist’s dann doch nicht, denn nur weil das Baby andere Wege kennt, heißt es nicht, dass es sie nachts auch nutzt. Aber hilfreich ist es dann sicherlich für die Entwöhnung. Das Wutweinen unserer Tochter beschränkte sich auf eine Nacht und höchstens 5min…

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