Stillkinder.de

Intuitives Stillen – leicht gemacht

Ob das Baby gut angelegt ist, ist von außen nicht immer zu sehen.

Wie weiß ich, dass mein Baby richtig angelegt ist?

6 Kommentare

Sind Sie unsicher, ob Sie richtig anlegen? Dann fragen Sie nicht die Krankenschwester, Hebamme oder ein Stillbuch, sondern Ihre Brustwarze!! 

Auch wenn sich dies etwas seltsam anhört, Sie können Ihrem Körper und besonders Ihren Brustwarzen auch in der Stillzeit vertrauen.

Von außen lässt sich nämlich überhaupt nicht erkennen, ob nach dem Anlegen auch im Mund des Babys alles so ist, wie es sein soll.

Häufig wird dabei nur auf die („wie bei einem Fisch“) nach außen gestülpten Lippen, die freiliegende Nase und die Bewegungen des Ohrs Ihres Babys geachtet. Mehr kann von außen ohnehin nicht gesehen werden.

Wenn Ihnen daher also gesagt wird, es sähe alles richtig aus, Sie selbst haben aber starke Schmerzen oder bereits wunde Brustwarzen vom Stillen, dann ist dies eben nicht richtig, sondern es muss ganz dringend etwas geändert werden.

Fragen Sie Ihre Brustwarze, sobald das Baby die Brust im Mund hat und anfängt zu saugen!

Wenn Ihre Brustwarze in den ersten 2-3 Tagen nach der Geburt zart und leise „au“ sagt, ist wahrscheinlich alles in Ordnung. Ihre Brustwarzen sollten sich schnell an die noch ungewohnte Belastung gewöhnen. 

Vielleicht können Sie sich das Stillen aber durch eine verbesserte Anlegetechnik, bei der die Brustwarze noch tiefer in den Mund des Babys gelangt, sogar trotzdem noch angenehmer und leichter machen.

Wenn Ihr Baby richtig angelegt ist, müssen Sie nach dem Anlegen noch nicht einmal zu ihrem Baby hinschauen, sondern können einfach nur zu Ihrer Brustwarze hinspüren.

Wenn alles gut ist, spüren Sie an Ihrer empfindlichen Brustwarze nämlich so gut wie nichts, höchstens vielleicht ein leichtes Kitzeln durch die Zunge des Babys.

Vorausgesetzt, es liegen keine anderen Gründe für schmerzende Brustwarzen vor, wie etwa Besonderheiten im Mundraum des Babys oder eine Infektion der Brustwarzen.

Doch – wirklich!! Stillen soll nicht weh tun!

Nehmen Sie Ihre Brustwarze ernst, sie will Sie schützen!

Wenn aber Ihre Brustwarze sobald Ihr Baby zu saugen anfängt, augenblicklich und laut „AUUUAAAA!!!!!!!!“ schreit,  Ihnen die Tränen in die Augen steigen, Sie die Luft anhalten und sich am Sessel festkrallen müssen, ist es verkehrt. Ihre Brustwarze wird in diesem Moment verletzt und kann sehr schnell wund sein. 

Beißen Sie deshalb also beim Stillen nicht die Zähne zusammen und halten Sie den Schmerz nicht unnötig aus, sondern nehmen Sie Ihr Baby sofort wieder von der Brust ab, genauso wie Ihre Reflexe es Ihnen zu Ihrem Schutz raten!

Vielleicht gelingt Ihnen beim nächsten Versuch das Anlegen besser. Achten Sie dabei auf eine bequeme Stillposition für sich selbst sowie eine gute Unterstützung für das Gewicht Ihres Babys und vor allem auf das richtige Anbieten der Brust.

Und: Glauben Sie Ihrer Brustwarze aufs Wort, sie lügt nicht!

Autorin: Regine Gresens, IBCLC, Dezember 2012
Foto: Tom & Katrien via photopin cc

 
Mehr erfahren!

Wie Sie Ihr Baby in allen Positionen gut anlegen können, erkläre und zeige ich Ihnen in dem Video-Kurs „Gut Anlegen“.

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Hallo, ich bin Regine - Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Ich helfe Dir, als Mutter Dir selbst und Deinem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und Euren eigenen Weg zu gehen. Du findest mich auch auf Facebook, Twitter, Pinterest, Youtube und Google+.

6 Kommentare

  1. Vielen Dank für die Links. Leider ist die nächste Stillberaterin 1,5 Stunden entfernt.

    Ich habe gerade mit meiner Frauenärztin telefoniert. In der Annahme, dass sie mich untersuchen könnte und vielleicht hormonelle oder organische Auffälligkeiten feststellt und therapieren kann. Ihre Sprechstundenhilfe überlieferte mir wortwörtlich, dass ich doch aufhören solle mit stillen, da er im Mai schon ein Jahr alt wird. Und wenn mithilfe der Milchpumpe keine Milch kommt ist sie ein für alle mal weg.

    Mich macht das so traurig, dass man das einfach so abhaken möchte und dass diese Ammenmärchen weitergegeben werden.

  2. Anfangs hatte ich wunde Brustwarzen. Circa die ersten beiden Wochen mal mehr mal weniger. Nachdem diese Zeit überstanden ist, schmerzt auch nichts mehr.
    Wie kann es aber sein, dass mein Sohn (fast 8 Monate) augenscheinlich und nach Meinung der Brustwarzen richtig stillt und es kommt trotzdem nicht viel milch an? Stilltee, Boxhornkleekapseln, alle 2 Stunden abpumpen, Domperidon usw. bringt nichts.
    Nach Meinung der Stillberaterin macht er ‚mit seiner Zunge was er nicht machen soll‘. Ich spüre aber wellenartige Bewegungen. Ist doch richtig?
    Bei meiner Schwangerschaft und bei der Geburt gab es keine Auffälligkeiten.
    Was kann das sein? Was kann ich noch probieren?

    Liebe Grüße

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.




COOKIE-EINSTELLUNG

Google Analytics und Facebook Ads helfen mir, diese Website am Laufen zu halten. Bist Du damit einverstanden, dass ich dafür Cookies verwende? (Du kannst Deine Entscheidung jederzeit widerrufen). Weitere Informationen zu den Auswirkungen Deiner Auswahl findest Du unter Hilfe.

Bitte triff eine Auswahl!

Deine Auswahl ist gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, musst Du eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhältst Du eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Okay, ich stimme zu!:
    Hiermit erlaubst Du alle Cookies, auch Cookies von Google Analytics und Facebook.
  • Ablehnen:
    Hiermit erlaubst Du nur Cookies von dieser Website, die technisch notwendig sind.

Du kannst Deine Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz. Impressum

Zurück