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Natürliches Abstillen unterstützen

8 Tipps für liebevolles Abstillen nach dem 1. Lebensjahr

46 Kommentare

Sie haben Ihr Kind lange und gern gestillt. Nun sind Sie sich sicher, dass es für Sie an der Zeit ist, langsam abzustillen.

Wann der richtige Zeitpunkt ist, kann sehr unterschiedlich sein und hängt von vielen Faktoren ab. Sie erkennen es jedoch immer daran, dass Sie nicht mehr gerne stillen.

Vielleicht fühlen Sie sich aber auch unter Druck gesetzt, weil Andere Sie drängen, doch nun „endlich“ abzustillen? Dann lesen Sie bitte erst einmal meine Antworten auf häufige Fragen zum Langzeitstillen.
Denn das Abstillen nach dem 1. Lebensjahr klappt nur, wenn Sie es wirklich selbst wollen.

Bitte nicht austricksen! Es gibt viele „gute“ Tipps, um älteren Kindern die Brust zu verleiden. Von solchen Tricks, die ich hier gar nicht erst aufzählen möchte, rate ich allerdings unbedingt ab. Da sie oft zu einem unschönen, abrupten Ende einer bis dahin ja meist sehr schönen Stillbeziehung führen.

Sie können auch ohne diese Tricks Vieles tun, um Ihr Kind beim Abstillen liebevoll zu unterstützen, indem Sie nach und nach die Häufigkeit des Stillens reduzieren.

Das natürliche Abstillen unterstützen

  1. Bieten Sie Ihrem Kind die Brust nicht mehr an, aber verweigern Sie sie auch nicht, wenn es danach verlangt.
  2. Verkürzen Sie die Stillmahlzeiten. Bitten Sie dazu Ihr Kind Ihre Brust wieder los zu lassen, nachdem es einige Zeit (wie lange, das entscheiden Sie selbst) daran gesaugt hat. Warten Sie also nicht mehr ab, bis es von selber aufhört.
  3. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, dass Sie nur noch an bestimmten Orten oder in bestimmten Situationen stillen, zum Beispiel: nur noch Zuhause oder nicht mehr im Beisein von Dritten.
  4. Verändern Sie Ihre Tagesroutine. Wenn Ihr Kind Zuhause viel gestillt werden möchte, verbringen Sie viel Zeit draußen oder an anderen Orten. Oder umgekehrt, wenn Ihr Kind an fremden Orten häufiger gestillt werden möchte, bleiben Sie mit ihm vermehrt in der vertrauten Umgebung.
  5. Vermeiden Sie „Verführungsmomente“ zum Stillen. Wenn Sie Zuhause einen festen Stillplatz haben, sollten Sie diesen Platz nun eher meiden und sich in Gegenwart Ihres Kindes möglichst wenig hinsetzen. Tragen Sie „stillunfreundliche“ Kleidung, wie zum Beispiel hochgeschlossene Pullover oder Kleider mit Reißverschluss am Rücken. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind Sie nicht mit nackten Brüsten sieht, etwa beim Umziehen oder beim Duschen.
  6. Bei jedem Kind gibt es bestimmte Situationen, in denen es bisher meistens nach der Brust verlangt hat, zum Beispiel, wenn es sich langweilt, hungrig oder müde ist. Bieten Sie ihm eine spannende Beschäftigung, etwas Leckeres zu essen oder etwas zu trinken an, bevor es beginnt vehement an die Brust zu wollen.
  7. Wenn Sie das morgendliche oder abendliche Stillen einstellen möchten, lassen Sie den Vater die Morgen- oder Abendroutine übernehmen, während Sie selbst bereits aufgestanden oder abends nicht zuhause sind. Wenn Sie vor allem in der Nacht nicht mehr stillen möchten, schauen Sie doch mal, ob das 10-Nächte-Programm etwas für Sie ist.
  8. Mit einem älteren Kind, das von sich aus schon zum Abstillen bereit ist, können Sie dafür auch einen festen Termin verabreden, z.B. seinen nächsten Geburtstag. Oder Sie schließen mit ihm einen „Handel“ ab, bei dem es für das Aufgeben des Stillens eine besondere Belohnung bekommt.

Das Stillen läuft so auf ganz natürliche Weise langsam aus

Während Ihr Kind immer seltener an Ihrer Brust trinkt, bildet sich Ihre Milchproduktion allmählich zurück. Die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten werden von alleine immer größer.

Und irgendwann stellen Sie dann verwundert fest, dass das letzte Stillen schon etliche Tage her ist und Ihr Kind nun endgültig kein Stillkind mehr ist.

Autorin: Regine Gresens, IBCLC, März 2014
Foto: Ben McLeod via photopin cc

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Stillberaterin IBCLC und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Google+ und Youtube.

46 Kommentare

  1. Liebe Frau Gresens,
    meine Tochter (13 Monate) hat von Anfang an immer viel, gern und oft gestillt. Das war für mich meistens in Ordnung und auch schön. Vor 3 Wochen war dann ganz plötzlich der Punkt gekommen, wo ich nicht mehr wollte, da sie immer sehr viel gefordert hat (sie nimmt weder Flasche noch Schnuller und war nachts, seit sie 6 Monate alt ist, oft stündlich oder alle 2h wach). Sie ist aber auch eine sehr fordernde Persönlichkeit. Ihre Tips zum 10-Naechte Programm haben mir sehr gut geholfen! Besonders die Beschreibung, dass die Kinder ein Recht darauf haben, ihren Frust hinauszuschreien, und dass dies nichts negatives ist, fand ich sehr gut. Ich konnte daraufhin ihren Protest gut aushalten und sie OHNE schlechtes Gewissen halten und streicheln und abwarten. In den nächsten Tagen sollten wir es dann ganz geschafft haben!
    Braucht sie, um den Saugreflex zu befriedigen, doch noch eine Flasche oder wird sie bei Bedarf selbst ihre Hände, eine Windel, … finden?

    Lg,
    Lisa

    • Liebe Lisa,
      auch das wird sich zeigen. Jedenfalls ist sie mit 13 Monaten alt genug, etwas zum Saugen zu finden, falls sie noch nicht darauf verzichten kann. Ein Saugreflex ist aber nicht mehr, sondern ggf. eine Sauggewohnheit.
      LG, R. Gresens

  2. Hallo, ich habe meinen Sohn ein Jahr lang gestillt. Über eine sehr lange Zeit wurden die Stillmahlzeiten immer weniger und weniger und er war mehr und mehr mit uns am „Familientisch“, so dass ich ihn zuletzt nur mehr einmal am Abend und einmal am frühen Morgen gestillt habe. Vor einer Woche ließ er selber die Abendmahlzeit ausfallen und blieb dabei, nun folgte gestern morgen die Morgenmahlzeit. Er wachte auf und wollte spielen! Nicht trinken! Ich finde es sehr schön, dass er sich selber so zufrieden abgestillt hat und hatte durch diesen sanften Übergang auch erwartet, dass die Brüste keine großen Schwierigkeiten bekommen würden.
    Für die eine Seite trifft das zu. Die andere Seite aber ist prall und druckempfindlich und hat harte Stellen. Es ist noch kein schmerzhafter Milchstau den ich leider kenne) aber ich möchte auch verhindern, dass es einer wird…. Ich trinke fleißig Salbei- und Pfefferminztee. Leg mir warme Wärmflaschen auf und dusche warm, was gut tut. Aber es gelingt mir nicht die Brust mit der Hand zu entleeren. Ich habe das Gefühl, gar keinen Milchspendereflex auslösen zu können.
    Nun zu meiner Frage. Wird der Körper auch so damit fertig, sollte ich etwas geduldiger sein, einfach abwarten? Oder sollte ich das Projekt manuelle Entleerung doch etwas beherzter angehen? Das Video dazu habe ich mir angeschaut.
    Vielen Dank und Grüße in die Runde

  3. Hallo liebe Stillmamas,
    Mein Sohn ist jetzt 18 Monate und hat sich nun von selbst abgestillt. Vor 3 Tagen hat er das letzte Mal von der Brust getrunken, doch jetzt hab ich erst realisiert, dass unsere Stillzeit nun zu Ende ist. Ich bin sehr traurig darüber, obwohl unsere Stillzeit nicht immer einfach war. Wunde, schmerzende Brustwarzen, Mund-Soor, Stillstreik, Beißen als die ersten Zähne kamen, bis hin zur totalen Brustverweigerung durch einen Virus vor einem Jahr… das waren schon nervenaufreibende Zeiten. Aber ich habe nie aufgegeben, ich wollte immer mindestens ein Jahr stillen… und nun sind es sogar 1,5 geworden.
    Leider ist mein kleiner Schatz vor einigen Tagen krank geworden und hat seitdem sehr schlecht gegessen, und im Zuge dessen, wollte er auch die Brust nicht mehr… das zu realisieren ist schmerzhaft, denn diese Zeit wird nie wieder kommen. Aber ich bin auch froh, dass er selber entschieden hat, wann für ihn die Zeit gekommen ist, wo er kein Stillkind mehr sein möchte.

  4. Hallo, ich danke Ihnen für die Tipps, bei mir läuft es so ab. Mein Kind ist 25 Monate alt und ich bin im 3. Monat schwanger… Ich hab vor abzustillen, weil auch keine Milch so wirklich kommt & kein Bock auf den Stress nach der Geburt habe. Heute ist die 1. Nacht ohne Stillen.. als ich ihn schlafen gelegt habe, hat er ab und zu gesagt, dass er Milch mag. Ich habe gesagt, dass er Ersatz bekommt und zwar Fencheltee in der Flasche, fand er ganz okay 🙂 Danach kuschelnd eingeschlafen… also das Einschlafen verlief super.. Jedoch frage ich mich, wie die Nacht verläuft, wenn er aufwacht :/ aaaangstttt hhhhehe lese hier bei manchen, dass die Kinder Wutausbrüche haben..hoffe bei mir nicht… Meine Nachbarin hat schon einmal mit Jugendamt gedroht, als ich meinen 3jaehrigen Sohn, damals 2, noch weinen gelassen hatte Nachts 🙁

    lg

  5. Hallo ihr Lieben
    Mein Sohn ist jetzt 15 Monate alt und stillt noch zum Einschlafen, Mittags und Abends, aber Nachts kommt er sehr oft, manchmal alle 2 Stunden und ich kann nicht, weil ich noch einen 3-jährigen Sohn habe. Ich möchte abstillen, aber wenn ich ihm beim Einschlafen zusehe und ihn streicheln und liebkosen kann, dann bin ich so glücklich, aber ich will abstillen. Eigentlich will ich doch nur, dass er nachts gut schläft.. ich weiss nicht, was ich machen kann, wenn ich ihm nachts die Brust nicht gebe, dann dauert er seeehr lange, bis er ohne einschläft. Was soll ich tun? Bitte bitte helft mir. Liebe Grüsse Katarina

  6. Hallo
    Das sind tolle Tipps, die wir (unbewusst) schon durchführen, aber ohne Erfolg.
    Das Spatzenkind bekommt Wutanfälle, die nicht mehr schön sind, und ich weiß nicht mehr, wie ich damit umgehen soll.

    Er schreit und tobt – dann wird der Mann wütend… Dann schlägt das Spatzenkind auf mich ein, mit kleinen Fäusten (tut dennoch weh, wenn man im Gesicht getroffen wird) und der Mann flippt aus.
    Die Nerven liegen blank, ich stehe zwischen den Stühlen, mein Kind lässt sich in seiner Rage nicht beruhigen. Und wir reden hier nicht von ein paar Minuten, sondern von 2x am Tag plus 3x nachts für mindestens je eine halbe Stunde Dauergeschrei.

    Wir wissen nicht weiter und wollen jetzt (bzw. der Mann) ein eigenes Bett fürs Spatzenkind, dass er in seinem Zimmer schlafen kann/soll.
    Liebe Grüße

    • Wir kennen das Problem auch, 18 Monate, nachts Wutanfälle von 1-2 Stunden seit neuestem, wenn ich die Brust wegziehe, bevor er einschläft… aber der Mann wird wütend? Hallo? Wessen emotionale Unversertheit gilt es denn im Moment zu schützen? Die des kleinen Menschen natürlich. Unser Papa ist auch absolut überfordert und ich bin auch traurig, verzweifelt, übermüdet und so weiter, aber Wut ist hier fehl am Platz. Gleich ins eigene Zimmer ausquartieren, wird ja generell nicht empfohlen, weil dem Kind ja dann gleich mehrere Dinge fehlen – Brust und Nähe. Wir sind die Erwachsenen und sollten unseren Kindern in dieser schweren Zeit des Abstillens Nähe und Verständnis geben… das ist doch eins der schwersten Schritte für einen neuen Menschen…sage ich nach einer katastrophalen Nacht mit höchstens 3 Stunden Schlaf. Grüße an den Mann, das Sofa hat bei uns den Papa zwischenzeitlich gut beruhigt und Kraft geschenkt.

  7. Hallo!
    Ich habe einen 2jährigen Sohn und habe die Stillzeit bis jetzt sehr genossen. Mein Sohn ist ein rundum glückliches und fröhliches Kind. Ich stille ihn zum Einschlafen, während dem Schlaf und nach dem Aufwachen (mittags und abends). Das Stillen nach dem Aufwachen kann sich oft ganz schön in die Länge ziehen – was mir langsam zuviel wird. Dasselbe nachts – da kommt er auch noch sehr oft.
    Einerseits würde ich trotzdem gerne meinen Sohn entscheiden lassen, wann er genug hat. Anderseits hat sich jetzt folgende Situation ergeben: ich möchte gern noch ein Baby. Dazu brauche ich aber eine Hormontherapie, da wieder eine IVF notwendig ist. Daher muß ich abstillen. Und da ich schon fast Mitte vierzig bin, kann ich nicht mehr ewig damit warten.
    Aber meine bisherigen sanften (nach Ihren Vorschlägen) Abstillversuche haben nicht gewirkt. Gewisse Punkte davon kann ich allerdings auch nicht versuchen, da mein Mann beruflich oft nicht Zuhause ist und ich daher meist auf mich gestellt bin.
    Da ich unbedingt die Stillzeit sanft beenden möchte, wäre ich um Tipps froh!
    Ach ja, lebe in Österreich, daher helfen mir Berater aus Deutschland nichts. Hier habe ich leider noch keine Passende gefunden!
    Vielen Dank im voraus…
    Glg, capri

    • Hallo Capri,
      ich kann gut verstehen, dass Sie sich weitere Tipps wünschen.
      Aber individuelle Empfehlungen kann ich nur bei einer persönlichen Beratung nach einer ausführlichen Anamnese der jeweiligen Einzelsituation geben. Das gehört für mich einfach zu den Prinzipien meines Qualitätsmanagements.
      Liebe Grüße,
      Regine Gresens

  8. Meine Jüngste ist jetzt 14 Monate alt. Sie ernährt sich immer noch hauptsächlich von Muttermilch. Ich wohne in einem Dorf, wo jeder, der erfährt, daß ich „immer noch“ stille, aus allen Wolken fällt…
    Schön, daß ich wenigstens hier von „Gleichgesinnten“ höre 🙂
    Das tut so gut, Danke dafür!

  9. Hallo! Mein sohn ist 28 monate und wird noch gestillt, alledings isst er sehr wenig und will nur brust mein kinderarzt hat mir geraten die pille zu nehmen zum abstillen aber die Frauenarztin hat mir erklärt dass sowald ich die pille nehme darf mein Sohn auf keinnenfall trinken!dass heisst ich muss sofort aufhören und ihm der Brust ganz drastisch verweigern aber ich finde dass ganz schon hart von heute auf morgen ihm der brust weg zu nehmen .Ich bitte um ein Rat.

    • Das ist eine Frage, die ich nicht auf der Website beantworten kann und möchte, da es sich dabei um eine individuelle Beratung handeln sollte, für die weitere Informationen nötig wären.

      Da ich persönlich momentan keine Beratungen anbieten kann, empfehle ich Ihnen die Kontaktaufnahme mit einer examinierten Still- und Laktationsberaterin vor Ort. Hier finden Sie Adressen von Beraterinnen.

      Informationen über Medikamente in der Stillzeit gibt es hier und bei Embryotox.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Regine Gresens

  10. Hallo 🙂

    Meine Tochter ist 2,5 Jahre alt. Ich bin im 6. Monat schwanger, und die Milch ist tatsächlich komplett weg. Mit 2 Jahren hat die Maus angefangen zu essen, davor voll gestillt. Jetzt ist das ständige Dauernuckeln nachts wirklich nicht mehr lustig. Deswegen haben wir nachts etwa nach dem 10-Tageprogramm abgestillt. Das ist jetzt schon 3 Wochen her …. seitdem sind 5 von 7 Tagen die Woche, die Hölle 🙁 sie kann es so garnicht akzeptieren, ist dann nach 3 Std lautem furchtbarem Schreien komplett wach und will aus dem Schlafzimmer, essen, spielen, wäsche waschen einfach alles.. aber ich möchte einfach nicht mehr. Tagsüber darf sie nicht nuckeln. Wir haben ihr auch gesagt, wenn es wieder hell wird usw usw… sie spielt es ganz oft in Rollenspielen… ohmann, unser nächtliches Abstillen ist leider furchtbar und bringt bisher keine Erholung, nur durchwachte Nächte 🙁

    Es tut mir auch so leid, aber ich würde so gerne nach sooo langer Zeit mal länger als 2 Std am Stück schlafen dürfen…

    Soviel zu unserer Abstillgeschichte … 🙂 aber wir sind guter Hoffnung

    Liebe Grüße

  11. Hallo.
    Mein Sohn ist drei und ich stille noch sehr oft. Im schlimmsten Fall alle halbe Stunde. Das ist bei drei Kindern verdammt anstrengend. Ich habe schon so viel ausprobiert. Er akzeptiert einfach nix. Für ihn ist die Brust ALLES und ich krieg es nicht umgelenkt. Ich bin eigentlich bereit abzustillen. Oder zumindest es deutlich zu reduzieren. Er lässt sich auch von Keinem außer mir trösten oder ins Bett bringen. Wir schlafen alle im Familienbett. Über Tipps wäre ich sehr dankbar. Die o.g. im Artikel habe ich schon lange ausprobiert. Bzw. mache ich immer noch. Es wird nicht besser….
    Ich überlege ernsthaft Senf zu nehmen. Das fand er eklig. …

    Hoffe sehr auf Tipps für meinen Stillsuchti

    • Hallo. Ich verstehe, dass diese Situation anstrengend ist. Aber ich kann leider keine weiteren individuellen Tipps geben, dazu müsste ich viel mehr von Ihnen und Ihrem Kind wissen. Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis. Alles andere wäre aus meiner Sicht unprofessionell und unethisch.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Regine Gresens

  12. Liebe Frau Gresens,
    Warum bezieht sich der Artikel auf Babies, die älter als 1 Jahr sind? Sollte man die Kinder im ersten Jahr stillen? Mein Kind wird mit 11,5 Monaten in die Kita gehen. Meist stille ich aktuell nur morgens, abends und nachts (ansonsten gibt es Brei). Manchmal aber dann doch zwischendurch, wenn ich das Gefühl habe, sie braucht es, z.B. beim Zahnen oder wenn sie es signalisiert, mir an die Brust fasst und wütend schreit. Die Flasche nimmt sie gar nicht. Ich habe dann aber Angst einen Rückschritt zu machen in Richtung Abstillen.

    • Liebe Birgit, das Abstillen eines älteren Kindes ist einfach anders als bei einem jüngeren Säugling, der seine Bedürfnisse und Wünsche noch nicht so deutlich äußern kann. Daher ist hier ein anderes Vorgehen nötig.
      Und ja, ich bin der Meinung, es ist gut und richtig länger als ein Jahr zu stillen, dazu habe ich hier schon einiges geschrieben. Aber wie lange die Stillzeit sein sollte, muss jede Mutter/Familie für sich selbst entscheiden. So lange es sich richtig und gut anfühlt, ist es aber auf jeden Fall auch richtig weiter zu stillen. 🙂
      Und auch die Kitaunterbringung ist kein zwingender Grund abzustillen, wenn dies nicht gewünscht wird.

  13. Hallo,

    mein Sohn ist inzwischen fast 3 und ich stille ihn immer noch (meistens morgens und zum Einschlafen, wenn er traurig ist oder nachts wach wird).
    Dass ich dafür blöde Kommentare ernte, muss ich nicht weiter betonen…
    Allerdings möchte ich als Mama jetzt (schon länger ) nicht mehr. Meine Hebamme hat nichts wirklich einen Rat für mich.
    Vielleicht finde ich hier die ein oder andere Antwort.
    Liebe Grüße

  14. Hallo liebe Frau Gresens,

    ich habe mein Kind bis ein Jahr und acht Monate gestillt. Seit drei Wochen stille ich ihn nicht mehr. Es war überhaupt nicht problematisch ihn abzustillen. Er wollte irgendwie nicht mehr aus meiner Brust saugen. Ich möchte Sie über die Nebenwirkung des Abstillens bei mir fragen. Ich habe seit eine Woche morgens Bauchschmerzen, sodass ich aufs Klo gehen soll und leider merke ich, dass ich Durchfall habe. Danach gehts mir langsam besser. Hat sowas mit dem Abstillen zu tun? Kann die hormonelle Veränderung sowas verursachen?
    Ich würde mich freuen, wenn Sie meine Frage beantworten.
    Viele Grüße- Marjan

  15. Toller Artikel….ich bin gerade in der Abstillphase…mein Sohn ist jetzt 15 Monate und hat nachts noch 1-2 Mal getrunken! Ich bin total traurig darüber, aber ich weiß, dass es besser ist…..ich hab mich damit nicht mehr so wohl gefühlt…war erschöpft! Es fällt mir trotzdem unendlich schwer….

    • Liebe Anna, es ist ja auch ein Abschied für Dich. Und Abschiede machen die meisten von uns nun einmal traurig.
      Aber wenn es der richtige Zeitpunkt für Euch beide ist, vergeht die Abschiedsstimmung bald und wird durch ein anderes Gefühl abgelöst, z.B. Stolz auf diese lange Stillzeit oder darauf, dass Dein Sohn jetzt schon so groß ist und ohne Brust klarkommt oder Erleichterung, weil Du wieder mehr für Dich tun kannst.
      Wahrscheinlich wirst Du bei jedem Entwicklungsschritt den Dein Kind machen wird, eine Mischung aus Wehmut und Stolz und Freude empfinden.

  16. Liebe Ruth,
    mein mittleres Kind ist bald 4,5 Jahre alt und stillt noch mehrmals täglich. Unser Nesthäkchen ist 15 Monate alt und mag nicht mehr stillen (beißt viel). Sollte ich beide gleichzeitig abstillen?
    Danke für die Antwort,
    Isa

  17. Besten Dank für diesen schönen Artikel.
    Mein Sohn ist jetzt 3 und ich verfahre nach Ihren Tipps, in der Hoffnung, dass wir allmählich und behutsam abstillen.
    Entgegen dem Druck und den Warnungen von Kinderarzt und Bekannten, die auch ich kenne, habe ich im Moment nicht den Eindruck, dass es schwierig wird, weil ich mit meinem Sohn das Stillen jetzt schon gut verhandeln kann.

  18. Hallo. Meine erste Tochter (fast 4) habe ich damals so ca 16 Monate gestillt und es war auch immer sehr schön. Sie hat sich sozusagen selbst abgestillt und ein wenig traurig war ich schon.
    Bei meiner zweiten Tochter (fast 1 Jahr) verhält es sich völlig anders. Das Stillen geht mir sehr auf den Nerv. Sie wird immer zum Einschlafen gestillt. Abends und Mittags. Nachts wird sie fast stündlich wach und will nuckeln. Das nervt mich sehr. Sie schläft bei uns im Familienbett, soll aber bald ausziehen. Tagsüber stillt sie überhaupt nicht mehr, nur zum Schlafen und Nachts.

    Ich habe so gar keine Lust mehr aufs Stillen, für mich ist es einfach nur noch lästig. Leider ist das Geschrei groß, wenn sie zum Schlafen nicht stillen darf. Davon, dass der Papa sie mal ins Bett bringt, sind wir noch Lichtjahre entfernt. Ich gebe halt immer wieder nach, da ich meine Kleine auch nicht schreien lassen möchte.

    Was kann ich tun?? Mittlerweile leide ich sehr darunter.
    Vielen Dank schonmal für eine Antwort
    Deborah

    • Liebe Deborah,
      dass Sie von dem stündlichen Stillen nachts genervt sind, kann ich gut nachvollziehen. Aber ganz offensichtlich kann Ihre Kleine noch nicht ohne Brust einschlafen.
      Vielleicht helfen Ihnen diese Tipps: Ohne Saugen einschlafen lernen.
      Sicherlich könnte auch Das 10-Nächte-Programm für besseres Schlafen im Familienbett helfen.
      Ansonsten würde ich eine individuelle Schlafberatung empfehlen, bei der Ihre Gesamtsituation genauer angeschaut werden sollte, um eine passende Lösung zu erarbeiten.
      Ich wünsche Ihnen baldige ruhigere Nächte.

    • Hallo!
      Ich habe gerade deinen Post gelesen und wollte mich mal erkundigen ob das abstillen mittlerweile geklappt hat. Mein Sohn wird über morgen 16 Monate und ich habe genau das gleiche Problem wie du. Leider kann mir niemand helfen. Ich weiß nicht mehr weiter.
      Ich wäre dir für eine Antwort dankbar.
      Bianca

  19. Meinen ersten Sohn (inzwischen 3) habe ich (nach heftigen Stillproblemen und acht Wochen Abpumpen/Stillen am Anfang) gestillt, bis er 15 Monate war, dann hat er sich quasi „von selbst abgestillt“.

    Mit seinem kleinen Bruder (jetzt 16 Monate) klappt das leider nicht so gut. Er braucht die Brust tagsüber eigentlich nicht mehr (ich arbeite wieder, er wird von meinem Mann betreut), nimmt natürlich schon feste Nahrung zu sich und trinkt auch genug. Aber wenn ich tagsüber da bin (z.B. an den Wochenenden), will er „andocken“. Er wird da sehr fordernd, reißt an meinem Ausschnitt und „beschwert“ sich lautstark.

    Abends stille ich ihn zum Einschlafen (er schläft mit mir und meinem Mann im Bett, manchmal ist auch sein großer Bruder noch dabei, aber der zieht eigentlich inzwischen sein eigenes Bettchen vor) und bis zum nächsten Morgen will er dann noch zwischen zwei- und sechsmal (!) an die Brust – meistens ist einmal davon „richtiges“ Stillen, ansonsten eher kurz nuckeln zum beruhigen, weil er wach wurde. Einen Schnuller will er nicht (wollte er nie, und mit 16 Monaten will ich ihm den natürlich auch gar nicht mehr anbieten – seinem dreijährigen Bruder gewöhnen wir ihn grade mühevoll ab…). Wenn ich ihn nicht an die Brust lasse, weint er, und das sehr laut und schrill. Davon wird dann der Große wach, dessen Bettchen ja auch bei uns im Schlafzimmer steht.

    Ich bin inzwischen körperlich sehr erschöpft – tagsüber arbeiten und nachts als Beruhigungssauger dienen schafft mich einfach. Ich habe nichts gegen das Einschlaf-Stillen und das einmalige nächtliche Stillen, und ich habe den Kleinen auch gerne bei uns im Bett. Aber tagsüber würde ich gerne nicht mehr stillen…. und das Nuckeln zur Beruhigung nachts würde ich auch gerne einstellen.

    Habe ich da eine Chance? Oder geht nur „Ganz oder gar nicht“?!

    • Liebe Ruth,
      ja, es gibt durchaus noch Alternativen zu „Ganz oder gar nicht“.
      Eventuell könnte das 10-Nächte-Programm eine Lösung für Ihre Schwierigkeiten sein. Dort ist genau beschrieben, wie Sie dabei vorgehen.

      Aber es geht selten alles auf einmal. Nehmen Sie sich daher vielleicht erst einmal das nächtliche Stillen vor und wenn es in den Nächten besser läuft, schauen Sie, was Sie noch verändern möchten.

      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei.

  20. Mein Kind trinkt an der Brust viel mehr als an der Flasche.
    Ich habe bedenken dass wenn ich nun eine Stillmahlzeit weglasse er dann zu wenig Flüssigkeit bekommt.

  21. Hallo an alle. Bin aus Österreich.
    Mein sohn ist nun 19 monate und wir beide denken nicht daran aufzuhören. Es ist zuuuuuuuu schön. Irgendwann wirds passieren. Aber jetzt bin weder ich noch Simon so weit. 🙂

  22. Ein sehr schöner und hilfreicher Artikel. Ich bin wirklich sehr froh darüber, dass es von Beginn an super geklappt hat mit dem Stillen. Ich stille nun 10 Monate.
    6 Monate voll; dann langsam Umstellung auf Brei etc.
    Aktuell stille ich noch abends vor dem Schlafen gehen und früh nach dem Aufstehen. Ich grüble noch, wie wir nun endgültig abstillen können, muss aber zugeben, wir genießen diese gemeinsame Zeit.
    Auch wenn Aussenstehende (auch Kinderarzt) nicht ganz verstehen, warum man immer noch stillt…… Genießt diese Zeit, solange wie ihr 2 das wollt!
    Es ist ein Geschenk!

    Lg Nicole

  23. Hallo,
    ich stille seit 21 Monaten meine Tochter. Da sie sehr, sehr fordernd geworden ist (kommandiert mich teilweise auf das Sofa zum stillen, mit schubsen!) ist es nun zum Schluss nicht mehr so innig wie es einmal war. Ich fühlte mich ehrlich gesagt missbraucht und habe mir in den letzten Monaten sehr gewünscht das sie sich selbst abstillt. Dafür ist sie aber einfach zu fordernd. Nun bin ich gerade mit meiner Tochter und meinem Mann im ersten Urlaub. Meiner Tochter habe ich bereits eine Woche vor dem Urlaub, als es für mich sehr schlimm wurde erzählt das es Mama weh tut und wir tagsüber nicht mehr stillen. Nur noch abends, nachts und morgens. Heute sind wir eine Woche im Urlaub und sie stillte die erste Urlaubswoche nur noch abends und einmal um halb 6 morgens (was für ein Gewinn! Endlich mehr als 3 Stunden Schlaf am Stück!!!)
    Heute ist sie eingeschlafen ohne nach ihrer Mimi zu fragen und als ich sie ihr anbot, trank sie nicht, sondern ist seelenruhig mit Brust im Mund eingeschlafen. Die Stillzeit nimmt somit ihr natürliches Ende. Aber ich bin mit Tränen in den Augen neben ihr gelegen, während sie einschlief.
    Es war zwar wirklich oft eine Last für mich, aber nun bin ich sehr traurig das es vorbei sein wird.
    Alle Mütter die noch stillen sollten jeden Moment mit ihren Kleinen Mäusen genießen, auch wenn es einem manchmal schwer fällt.

  24. Vielen Dank für diesen tollen Artikel – den werde ich mir gleich in der Leseliste speichern und auch gerne weiterempfehlen… ich stille seit 15 Monaten, möchte aber auch nicht aufhören. Aber irgendwann wird es wohl so weit sein und dann möchte ich das auch so sanft wie möglich gestalten – und alle inklusive Kinderarzt machen ja einen ziemlichen Druck, daß es immer schwieriger wird je älter das Kind ist… aber mit diesen Tipps kann ich mir gut vorstellen daß es gelingt.

    Beste Grüße, Janina

    • Hallo an alle…
      Finde auch das einem ziemlich Steine in den Weg gelegt werden, auch von Kinderärzten, was das Langzeitstillen angeht. Stille nun seit über einem Jahr und vor ca. einer Woche gingen mir die Kommentare so auf die Nerven von Familie etc., dass ich mir Zitrone an die Brust gemacht habe. Sie wollte natürlich nicht mehr ran für den ganzen Tag. Ziel „erreicht“, allerdings war sie unerträglich und ich traurig darüber. Seit fünf Tagen habe ich sie nun wenigstens soweit, nur noch abends und morgens zu trinken. Die Brust ist abends alles für sie!! Und verglichen mit der Zeit, die man so innig mit seinem Kind hat, ist mir nix wichtiger als diese Minuten! Mittlerweile fängt sie auch an andere Sachen zu essen. So dass sie tagsüber nicht mehr ganz so „abhängig“ von mir ist. Finde es schade, dass man sich in Deutschland dafür schämen muss sein Kind lange zu stillen und finde es umso erstaunlicher und wunderschön, dass es doch mehr Frauen wie mich gibt. Schöne Stillzeit noch und genießt es!!!

  25. Vielen Dank für diese tollen Tipps. Ich habe einen fast 2 Monate alten Sohn. Wenn er 1 Jahr alt ist muss ich leider wieder zur Schule zum mein Abitur abzuschließen. Ich brauche nur noch 1 Jahr dafür aber in der zeit kann ich nicht mehr den ganzen tag stillen sondern muss es auf morgens und abends einschränken. Haben Sie einen Tipp, wann ich mit der Umstellung anfangen soll?
    LG Miri

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