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Wenn das Abstillen traurig macht – Gefühle, Hormone und Hilfen

Mutter und Kind – Traurigkeit beim Abstillen

Traurigkeit beim Abstillen ist häufiger als du denkst – und hat einen guten Grund. Hier erfährst du, was in deinem Körper passiert, warum diese Gefühle normal sind und was wirklich hilft.

Vielleicht hast du dich lange auf den Moment gefreut, in dem du deinen Körper wieder für dich hast – mehr Schlaf, mehr Freiheit, mehr körperliche Unabhängigkeit. Vielleicht war der Weg bis hierher sehr anstrengend und es fühlt sich richtig an, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Doch nun, da der Abschied von der Stillzeit greifbar ist oder bereits begonnen hat, spürst du etwas Unerwartetes: eine tiefe Traurigkeit, die neben der Erleichterung existiert – nicht statt ihr.

Beides gleichzeitig zu fühlen ist kein Widerspruch. Es ist menschlich.

Hallo, ich bin Regine Gresens, Stillberaterin IBCLC und Hebamme mit über 40 Jahren Erfahrung. Ich helfe Müttern, ihren Weg durch die Stillzeit – und auch durch die Abstillphase – selbstbestimmt und voller Vertrauen zu gehen.

In aller Kürze

  • Traurigkeit beim Abstillen ist normal und hat sowohl hormonelle als auch emotionale Ursachen
  • Viele Mütter erleben Ambivalenz – Erleichterung und Traurigkeit gleichzeitig. Beides ist berechtigt
  • Prolaktin und Oxytocin sinken beim Abstillen – dieser Hormonabfall kann sich wie ein emotionales Loch oder sogar wie heftiger Liebeskummer anfühlen
  • Das Stillen bedeutet mehr als Ernährung – der emotionale Abschied von dieser Verbindung ist echte Trauerarbeit
  • Belastende Gedanken lassen sich hinterfragen – die Methode „The Work“ von Byron Katie kann dabei helfen
  • Wenn die Traurigkeit anhält, kann eine Post-Weaning-Depression vorliegen – professionelle Hilfe ist dann wichtig und richtig
  • Du darfst die Entscheidung revidieren – Abstillen muss nicht endgültig sein

Inhaltsübersicht

Warum Traurigkeit beim Abstillen normal ist

Dass das Ende der Stillzeit Gefühle von Wehmut, Verlust oder sogar eine tiefe Niedergeschlagenheit auslösen kann, ist ein Thema, über das viel zu selten gesprochen wird. In der Gesellschaft wird das Abstillen oft nur als praktischer Schritt gefeiert – als Gewinn an Freiheit, als Rückgewinnung des eigenen Körpers. Doch für dich als Mutter kann es sich wie das Ende einer ganz besonderen Ära anfühlen.

Und das ist kein Widerspruch. Du kannst gleichzeitig erleichtert und traurig sein. Du kannst dich auf das neue Kapitel freuen und der Stillzeit nachtrauern. Beides darf wahr sein.

Es gibt zwei wesentliche Gründe, warum Emotionen beim Abstillen so stark sein können: der hormonelle Umschwung und der emotionale Abschied.

Der hormonelle Hintergrund: Was in deinem Körper passiert

Während der Stillzeit produziert dein Körper zwei Hormone in erhöhter Menge: Prolaktin und Oxytocin.

Oxytocin – oft als „Bindungshormon“ oder „Kuschelhormon“ bezeichnet – sorgt nicht nur für den Milchspendereflex, sondern auch für Gefühle von Ruhe, Liebe und Entspannung. Es senkt die Stressreaktion und stärkt das Gefühl von Verbundenheit. Prolaktin wiederum ist eng mit dem Wohlbefinden verknüpft – manche Forscherinnen beschreiben es als natürliches Antidepressivum der Stillzeit.

Wenn die Stillhäufigkeit abnimmt, sinken diese Hormonspiegel – und dieser Abfall kann sich direkt auf deine Stimmung auswirken. Erfahrungsgemäß dauert dieser Anpassungsprozess zwischen wenigen Wochen und einigen Monaten, je nachdem wie schnell abgestillt wird und wie empfindlich dein Hormonsystem reagiert.

Manche Mütter beschreiben es als emotionales Loch. Andere sagen, es fühlt sich an wie Liebeskummer – ein Ziehen, das von innen kommt und sich schwer erklären lässt. Manchmal fast wie ein zweiter Babyblues.

Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2025, veröffentlicht im Fachjournal Healthcare (MDPI), bestätigt: Über 62 % der befragten Mütter gaben an, sich beim Abstillen traurig oder wütend gefühlt zu haben – und fast die Hälfte hatte das Gefühl, die Bindung zu ihrem Kind zu verlieren. Die Studie zeigt außerdem, dass höhere Depressionswerte mit geringerer Abstillbereitschaft zusammenhängen – ein Hinweis darauf, wie eng emotionale und hormonelle Prozesse beim Abstillen miteinander verknüpft sind.

→ Zur Studie (Open Access)

Die Verbindung zwischen Oxytocin, Prolaktin und Stimmung nach dem Abstillen ist wissenschaftlich gut belegt, u.a. durch die Forschung von Prof. Dr. Kerstin Uvnäs-Moberg sowie aktuelle Publikationen im Fachbereich Psychoneuroendokrinologie.

Deine Gefühle haben eine biologische Grundlage. Du bist nicht schwach. Dein Körper reagiert.

Der emotionale Abschied von der Stillzeit

Stillen ist weit mehr als Ernährung. Es ist Nähe, Trost, Sicherheit – eine ganz eigene Sprache zwischen dir und deinem Kind. Wenn dein Baby geweint hat und es sich an der Brust wieder beruhigt hat, wenn ihr beide in der Stille der Nacht zusammen wart, während die Welt um euch herum schlief – das waren Momente echter Verbundenheit. Momente, die sich nicht einfach ersetzen lassen.

Wenn dieser Teil der Beziehung wegfällt, bedeutet das eine Veränderung in eurer Dynamik. Eine Tür schließt sich. Und es ist völlig legitim, um diese besondere Form der Verbundenheit zu trauern – auch wenn eine andere Tür gleichzeitig aufgeht.

In meiner langjährigen Praxis als Stillberaterin und Hebamme begegne ich immer wieder Müttern, die sich für diese Traurigkeit schämen. Sie sagen: „Ich hab doch selbst entschieden abzustillen – warum weine ich dann jetzt?“ Die Antwort ist einfach: Weil du eine tiefe Bindung hattest. Und Bindungen enden nicht einfach sang- und klanglos, auch wenn du diesen Schritt bewusst gewählt hast.

Mit „The Work“ zu neuer Klarheit

Oft sind es bestimmte Gedanken, die unsere Traurigkeit verstärken – manchmal sogar stärker als die Situation selbst. Sätze wie:

  • „Ich verliere die engste Verbindung zu meinem Kind.“
  • „Ich bin keine gute Mutter mehr, wenn ich nicht mehr stille.“
  • „Mein Kind braucht mich jetzt nicht mehr so.“

Diese Gedanken können sich wie Wahrheiten anfühlen. Sie sind es aber nicht zwingend.

Um solche belastenden Überzeugungen zu prüfen, kann die Methode „The Work“ von Byron Katie eine wertvolle Unterstützung sein. Es handelt sich um eine sehr effektive Selbstcoaching-Methode, die du grundsätzlich alleine durchführen kannst – mit einem Stift, einem Blatt Papier und der Bereitschaft, ehrlich in dich hineinzuschauen.

Beim ersten Mal ist es allerdings oft hilfreicher, sich dabei begleiten zu lassen. Die vier Fragen klingen einfach, aber sie entfalten ihre volle Wirkung, wenn jemand ruhig mit dir durch den Prozess geht, ohne ihn zu kommentieren oder zu bewerten. Das kannst du in meiner Fernberatung tun – ich begleite dich gerne durch diesen Prozess. Oder du suchst dir eine Therapeutin oder einen Coach, der in „The Work“ erfahren ist.

Das Prinzip selbst ist so: Du nimmst einen dieser Gedanken und befragst ihn systematisch.

Ein Beispiel: „Ich verliere die engste Verbindung zu meinem Kind.“

1. Ist das wahr?
Spüre tief in dich hinein. Fühlt sich dieser Satz in diesem Moment wahr an?

2. Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
Kannst du wirklich sicher sein, dass die Verbindung abreißt – nur weil die Brust nicht mehr die Quelle ist? Kennen die Mütter in deinem Umfeld, die nicht gestillt haben, keine enge Bindung zu ihrem Kind?

3. Wie reagierst du, wenn du diesen Gedanken glaubst?
Wirst du traurig? Ziehst du dich zurück? Fühlst du dich schuldig, wenn du auf dein Kind schaust?

4. Wer wärst du ohne diesen Gedanken?
Stell dir vor, der Gedanke wäre einfach nicht da. Wie würdest du deinem Kind begegnen? Wärst du freier, präsenter, liebevoller?

Und dann die Umkehrung: „Ich gewinne neue Formen der Verbindung.“ – Könnte das genauso wahr sein? Gemeinsames Spielen, Vorlesen, Körpernähe auf andere Art? Sehr oft lautet die Antwort: Ja.

Die Entscheidung ist nicht immer endgültig

Manchmal zeigt uns die Traurigkeit aber auch etwas anderes: Vielleicht war der gewählte Zeitpunkt für das Abstillen noch zu früh. Vielleicht ging es für dich oder dein Kind zu schnell. Oder du stellst fest, dass die Gründe gar nicht deine eigenen waren – sondern durch Druck von außen entstanden sind. Kommentare aus der Familie, Ratschläge aus dem Bekanntenkreis, gesellschaftliche Erwartungen.

Es ist wichtig zu wissen: Du musst diese Entscheidung nicht festhalten, wenn sie sich falsch anfühlt.

Auch nach einem begonnenen oder sogar abgeschlossenen Abstillen gibt es die Möglichkeit einer Relaktation – also das Stillen wieder in Gang zu bringen. Das ist nicht immer einfach und hängt von verschiedenen Faktoren ab, aber es ist möglich. In meinem Artikel „Wie Du das Stillen (wieder) in Gang bringst“ erfährst du mehr darüber.

Wie du den Übergang sanft gestaltest

Wenn du an deinem Entschluss festhältst – gut. Dann ist es wichtig, diesen Übergang bewusst zu gestalten, nicht nur körperlich, sondern auch emotional.

Langsam ist besser als schnell
Wenn es irgendwie möglich ist: Stille schrittweise ab, nicht von einem Tag auf den anderen. Dein Baby, dein Körper – und deine Seele – brauchen Raum zur Anpassung. Je langsamer du abstillst, desto mehr Zeit gibt es auf allen Ebenen, sich in Ruhe anzupassen.

Schaffe neue Rituale der Nähe
Die Nähe verschwindet nicht, sie verändert ihre Form. Intensives Kuscheln, gemeinsames Vorlesen, ein Einschlafritual ohne Brust – das sind neue Formen der Verbundenheit, die entstehen dürfen. In meiner Praxis erlebe ich immer wieder, dass Kinder nach dem Abstillen noch intensiver mit ihrer Mutter kuscheln als vorher.

Achte auf deine Selbstfürsorge
Dein Körper stellt sich gerade hormonell um – das kostet Energie. Gute Ernährung, ausreichend Schlaf und bewusste Ruhezeiten sind jetzt keine Extras – sie sind Grundlage. Omega-3-reiche Ernährung, Bewegung an frischer Luft und Gespräche mit Menschen, die dir guttun, können in dieser Zeit echte Stabilisatoren sein.

Sprich darüber
Mit deiner Partnerin oder deinem Partner, mit einer Freundin, mit deiner Hebamme oder mit einer Stillberaterin. Du darfst darüber sprechen. Und du verdienst es, dabei ernst genommen zu werden.

Gestalte ein Abstill-Ritual
Ein eigenes Abstill-Ritual kann dir helfen, diesen Übergang innerlich abzuschließen und die Stillzeit als etwas Wertvolles zu würdigen – statt sie einfach „verschwinden“ zu lassen.

Du könntest dir zum Beispiel einen Moment nur für dich schaffen, an dem du dich bewusst verabschiedest – vielleicht mit einer Kerze, einem Foto von dir und deinem Kind aus der Stillzeit oder einem kleinen Symbol, das für diese besondere Verbindung steht. Manche Mütter lassen sich aus etwas Muttermilch ein Schmuckstück anfertigen – als bleibende Erinnerung an diese Zeit, manchmal auch ein zweites für ihr Kind.

Du könntest dir selbst einen Brief schreiben, in dem du festhältst, was das Stillen für dich bedeutet hat, was du gelernt hast und wofür du dankbar bist. Manche Mütter pflanzen auch etwas – eine Blume oder einen kleinen Baum – als Zeichen für das, was gewachsen ist und weiterlebt, nur in anderer Form.

Wichtig ist, dass es sich für dich stimmig anfühlt. Es darf ruhig, traurig, feierlich oder ganz schlicht sein – Hauptsache, es hilft dir, Frieden mit diesem Schritt zu finden.

Post-Weaning-Depression: Wann du dir Hilfe holen solltest

Eine gewisse Wehmut nach dem Abstillen ist normal und klingt in der Regel von selbst ab. Aber es gibt Situationen, in denen das nicht der Fall ist.

Wann solltest du aufmerksam werden?

  • Die Niedergeschlagenheit hält über zwei bis drei Wochen an und wird nicht besser
  • Du fühlst dich anhaltend leer, antriebslos oder hoffnungslos
  • Der Alltag fühlt sich kaum noch zu bewältigen an
  • Du hast das Gefühl, keine Freude mehr empfinden zu können
  • Du ziehst dich von Menschen zurück oder hast Gedanken, dir selbst zu schaden

Diese Symptome können Zeichen einer Post-Weaning-Depression (PWD) sein – ein Zustand, der durch den starken Hormonabfall beim Abstillen ausgelöst werden kann. Die Post-Weaning-Depression ist in der Fachwelt noch nicht so bekannt wie die postpartale Depression, aber sie ist real – und sie ist behandelbar.

Laut der Studie von Sari et al. (2025, Healthcare, MDPI) dauert die Post-Weaning-Depression in der Regel bis zu zwei Wochen. Halten die Symptome länger an, wird ausdrücklich empfohlen, professionelle Unterstützung zu suchen – besonders Frauen mit einer Vorgeschichte von Depressionen sollten engmaschiger begleitet werden. → Zur Studie (Open Access)

Wenn du diese Zeichen erkennst: Bitte hol dir Hilfe. Du musst das nicht alleine tragen.

Eine hervorragende Anlaufstelle für Krisen rund um Geburt und die Zeit danach ist die Initiative Schatten und Licht e.V. Unter www.schatten-und-licht.de findest du wertvolle Informationen und Kontakte zu Fachleuten, die dich in dieser sensiblen Phase begleiten können. Dein Arzt oder deine Ärztin ist ebenfalls eine wichtige erste Anlaufstelle.

Häufige Fragen zur Traurigkeit beim Abstillen

Wie lange dauert die Traurigkeit nach dem Abstillen?
Das ist individuell sehr unterschiedlich. Bei vielen Müttern klingt die Wehmut innerhalb von einigen Tagen bis zwei Wochen ab, sobald sich der Hormonhaushalt stabilisiert. Wenn die Traurigkeit über mehrere Wochen anhält oder sich intensiviert, sollte sie ärztlich abgeklärt werden.

Ist es normal, nach dem Abstillen zu weinen?
Ja, absolut. Das Absinken von Oxytocin und Prolaktin kann emotionale Reaktionen auslösen, die sich anfühlen wie ein plötzliches Stimmungstief – ähnlich dem Babyblues nach der Geburt. Das ist eine biologische Reaktion, kein Zeichen von Schwäche.

Ist es normal, beim Abstillen gleichzeitig erleichtert und traurig zu sein?
Ja, und das erlebt eine große Zahl von Müttern so. Diese Ambivalenz ist kein Widerspruch – sie spiegelt wider, wie vielschichtig die Stillbeziehung war. Erleichterung über mehr Schlaf, Freiheit und körperliche Unabhängigkeit ist genauso berechtigt wie die Trauer über das Ende dieser besonderen Nähe. Beides darf gleichzeitig wahr sein.

Kann das Abstillen eine Depression auslösen?
In manchen Fällen ja. Die sogenannte Post-Weaning-Depression (PWD) ist ein durch hormonelle Veränderungen ausgelöster Zustand, der über die normale Wehmut hinausgeht. Er ist behandelbar – wichtig ist, ihn zu erkennen und ernst zu nehmen.

Was hilft gegen die Traurigkeit beim Abstillen?
Langsames schrittweises Abstillen gibt dem Körper Zeit zur Anpassung. Neue Rituale der Nähe, Selbstfürsorge und das Aussprechen der eigenen Gefühle können helfen. Ein bewusstes Abstill-Ritual kann helfen, die Stillzeit innerlich würdevoll abzuschließen. Bei anhaltender Traurigkeit ist professionelle Unterstützung wichtig.

Kann ein Abstill-Ritual wirklich helfen?
Ja – bewusste Abschiedsrituale helfen dabei, einen Übergang innerlich abzuschließen, statt ihn einfach „geschehen zu lassen“. Das kann so einfach sein wie eine Kerze anzünden, ein Brief an sich selbst oder das Einpflanzen einer Blume. Wichtig ist nicht die Form, sondern die Absicht: die Stillzeit als etwas Wertvolles zu würdigen, bevor ein neues Kapitel beginnt.

Darf ich die Entscheidung zum Abstillen rückgängig machen?
Ja. Wenn du merkst, dass du oder dein Kind noch nicht bereit seid, kannst du die Entscheidung überdenken. Relaktation – das Wiedereinleiten der Milchproduktion und das Wiederanlegen des Kindes – ist in vielen Fällen möglich. Lass dich dabei von einer IBCLC begleiten.

Wie erkläre ich meinem Kind das Ende der Stillzeit?
Kinder – auch Kleinkinder – verstehen mehr als wir denken, wenn wir liebevoll und klar mit ihnen sprechen. Sätze wie „Die Mama-Milch ist jetzt zu Ende“ oder „Wir kuscheln jetzt anders“ geben Orientierung. Wichtig ist, dass die körperliche Nähe bleibt – das Kind braucht Dich, nicht die Brust.

Fazit

Das Beenden der Stillzeit ist kein Versagen und kein Abbruch. Es ist ein Übergang – und Übergänge dürfen sich schwer anfühlen, auch wenn sie richtig sind.

Sei stolz auf dich. Auf jede Mahlzeit, jede Nacht, jeden Moment der Nähe. Auf die Entscheidung, bewusst und liebevoll durch diesen Abschied zu gehen – so wie du durch die Stillzeit gegangen bist.

Die Traurigkeit beim Abstillen ist kein Zeichen, dass du etwas falsch gemacht hast. Sie ist ein Zeichen dafür, dass du liebevoll und tief verbunden warst. Diese Verbindung zu deinem Kind hört nicht auf, weil das Stillen aufgehört hat. Sie verändert sich nur – und oft wird sie dabei tiefer, anders, reicher.

Abstillen bedeutet nicht das Ende der Bindung. Die Bindung bleibt – sie bekommt nur eine neue Form. Und du hast diesen Weg bewusst und liebevoll gestaltet – das verdient Anerkennung, nicht Schuldgefühle.

Du musst nichts erzwingen, nichts beschleunigen und dich für nichts schämen. Manchmal ist die einzige Aufgabe: innehalten, spüren – und dich selbst so sanft begleiten, wie du dein Kind begleitet hast.

Wenn du das Gefühl hast, dass es mehr braucht als Zeit, ist das kein Schwächezeichen – es ist Selbstwahrnehmung. Hol dir Unterstützung, bei einer examinierten Stillberaterin IBCLC, bei deiner Ärztin, bei Schatten und Licht e.V. – oder fang hier an: Meine Stillkinder-KI ist rund um die Uhr für dich da und antwortet sofort, kostenlos und ohne Wartezeit.

Alles Liebe,
Deine Regine

Autorin: Regine Gresens, IBCLC, April 2026
Text und Grafik mit Unterstützung von KI erstellt.

Hast du das Abstillen als emotional erlebt? Ich freue mich, wenn du deine Erfahrungen in den Kommentaren teilst – denn jede Geschichte hilft anderen Müttern, sich weniger allein zu fühlen.

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Traurigkeit beim Abstillen – was hilft und warum diese Gefühle normal sind | Stillkinder.de

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Bild von Regine Gresens

Regine Gresens

Hebamme · Still-Expertin · Autorin

Seit über vier Jahrzehnten begleitet sie Schwangere, Mütter und Babys.
Als Still- und Laktationsberaterin IBCLC und Autorin des Buches „Intuitives Stillen“ (Kösel Verlag, über 39.000 verkaufte Exemplare) verbindet sie evidenzbasiertes Stillwissen mit einem klaren Fokus auf Beziehung und Intuition.
Sie war u. a. Beauftragte für Stillen und Ernährung im Deutschen Hebammenverband und Mitglied der Nationalen Stillkommission.
Als Gründerin von Stillkinder.de vermittelt sie beziehungsorientiertes Stillwissen – in Artikeln, Videos, Onlinekursen und mit der Stillkinder-KI.

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Regine Gresens

Hebamme · Still-Expertin · Autorin

Seit über vier Jahrzehnten begleitet sie Mütter und Babys. Als Still- und Laktationsberaterin IBCLC und Autorin des Buches „Intuitives Stillen“ (Kösel Verlag, über 39.000 verkaufte Exemplare) verbindet sie evidenzbasiertes Stillwissen mit einem klaren Fokus auf Beziehung und Intuition.
Sie vermittelt beziehungsorientiertes Stillwissen in Artikeln, Videos, Kursen und mit der Stillkinder-KI.

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