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Bleiben Sie in Berührung

Bleiben Sie in Berührung

1 Kommentar

Autorin: Diane Wiessinger, IBCLC, 2000
Wenn Sie und Ihr Baby noch darum kämpfen, dass das Stillen funktioniert,
wenn Sie früher abgestillt haben, als Sie es vorhatten oder
wenn Sie nie richtig damit begonnen haben,
nehmen Sie sich für Ihre Anstrengungen erst einmal selber richtig fest in den Arm.

Auch mit einem kleinen bisschen Muttermilch oder mit nur etwas Stillen, haben Sie Ihrem Baby einen unersetzbaren Start ins Leben gegeben.

Auf diesem wunderbaren Start können Sie aufbauen, egal, wie Sie Ihr Baby ernähren, indem Sie sich daran erinnern, dass die Bedürfnisse und Erwartungen Ihres Babys nach wie vor dieselben sind …

Alle Babys erwarten getragen zu werden

Indem Sie ein Tragetuch oder einen Tragesack statt einem Kinderwagen benutzen, können Sie Ihrem Baby die Nähe und Bewegung geben, die es erwartet, auch wenn diese Nähe nicht das Stillen einschließt. Zwar lässt sich auch ein abgelegtes Baby manchmal mit einem Schnuller beruhigen, obwohl sein wahres Bedürfnis ist, getragen zu werden.

Denken Sie daran, dass Stimulation die Entwicklung seines Gehirns unterstützt. Tragen bietet eine Welt der Stimulation und Sicherheit, die ein Schnuller und ein den Hinterkopf abflachender Babysitz nicht liefern können.

Babys erwarten Mama

Ein gestilltes Baby bekommt all seine Kalorien in sehr engem Kontakt zu seiner Mutter. Manche mit der Flasche gefütterten Babys bekommen viele ihrer Kalorien ohne irgendeinen Körperkontakt.

Denken Sie daran, dass Milch und Mutter immer zusammen gehört haben und genießen Sie diese wichtigen Augenblicke in Ihrer beider Leben. Es ist normal und gesund für Babys von ihren Müttern abhängig zu sein. Lassen Sie Ihr Baby jetzt von sich abhängig sein und es wird später die Sicherheit haben, um voller Selbstvertrauen unabhängig zu sein.

Babys erwarten mit Erwachsenen zu schlafen

Babys haben ein gesünderes und normaleres Schlafmuster, wenn sie nicht alleine schlafen. Wenn Sie eine Thermoskanne mit heißem Wasser und abgekühltes, abgekochtes Wasser neben Ihrem Bett stehen haben, können Sie seine nächtlichen Bedürfnisse erfüllen, bevor Sie beide richtig wach geworden sind und Sie bekommen alle mehr Schlaf.

Lassen Sie es tagsüber in Ihren Armen schlafen! Versuchen Sie nicht es schnell weg zu legen! Wenn Sie Ihr Baby in einem Tragetuch oder Tragesack tragen, kann es bei Ihnen schlafen, während Sie Ihre Tagesgeschäfte erledigen und es wird den Körperkontakt genießen, der für unsere Spezies normal ist.

Babys erwarten nicht warten zu müssen

Gestillte Babys müssen nur kurze Augenblicke auf einen Snack warten. Oft trinken sie, bevor sie richtig hungrig sind. Richten Sie sich auf diese schnellen Kuschel-und-Snack-Zeiten ein, indem Sie fertige Nahrung bereit halten. Falls Sie sich Sorgen wegen einer möglichen Überfütterung machen, besprechen Sie dies mit Ihrem Kinderarzt.

Babys erwarten für ungefähr das erste halbe Jahr nur Muttermilch

Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt, bevor Sie dem unreifen Verdauungssystem Ihres Babys andere Nahrung als Muttermilch oder Flaschennahrung zuführen.

Babys erwarten gesund zu sein

Das Immunsystem von Babys ist noch nicht gut entwickelt und durch Flaschennahrung werden sie nicht vor Krankheiten geschützt. Selbst eine ganz kleine Menge ausgestrichener Muttermilch pro Tag trägt dazu bei, die Gesundheit und Entwicklung Ihres Babys zu normalisieren, so lange, wie Sie sie bereitstellen können.

Halten Sie die Hygieneempfehlungen für die Reinigung der Flaschen und die Zubereitung der Nahrung ein, um weitere Krankheitsgefahren zu reduzieren. Es macht keinen Spaß, krank zu sein.

Babys erwarten viel Haut zu spüren

Nur, weil Ihr Baby nicht gestillt wird, muss dies nicht heißen, dass es Ihren Körper nicht genießen kann. Schlafen und baden Sie zusammen! Genießen Sie die Berührungen!
Wenn Ihre Brust für Ihr Baby weiterhin ein warmer, schöner Platz zum Kuscheln bleibt, wissen Sie nie, was vielleicht noch alles geschieht! Einige Flaschen- und Nicht-Stillkinder haben noch mit 2, 5 sogar 12 oder mehr Monaten das Stillen entdeckt.

Was auch immer geschieht, Sie und Ihr Baby verdienen die wichtige Erfahrung in Berührung zu bleiben.

 

Original: Staying in Touch von Diane Wiessinger, MS, IBCLC, 2000
Übersetzung: Regine Gresens, IBCLC, Juli 2013
Foto: HoboMama via photopin cc

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Youtube und Google+.

Ein Kommentar

  1. Wow, der Text hat gerade sehr gut getan, da wir seit 8 Tagen einen Stillstreik haben (Zwerg ist 10,5 Monate) und ich befürchte, dass wir es nicht mehr schaffen werden, obwohl ich genau alles so mache, wie beschrieben. Jetzt habe ich wieder Hoffnung 🙂

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