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Richtiges Anlegen - In Bildern mit Beschreibungen

Originaltext: "Latch-on pictures with description" von Diane Wiessinger, MS, IBCLC

Abbildung 1
(Sicht der Mutter auf das Baby im Frühchengriff an ihrer linken Brust)
 
Abbildung 1
 
Die Nase des Babys ist dicht bei Ihrer linken Brustwarze. Sie halten es mit Ihrem rechten Arm, dabei umgreift Ihre rechte Hand seinen Nacken, so dass es mit Bauch und Brust dicht an Ihrem Oberkörper liegt. Wahrscheinlich liegt sein Unterkörper nun um Ihre Taille herum und wird von Ihrem Ellbogen gehalten. Sie können Kissen nehmen, um Ihren Arm zu unterstützen, aber beachten Sie dabei, dass Ihr Arm, nicht das Kissen, das Baby stützt und an Ihren Körper drückt.
 
Halten Sie die linke Brust mit Ihrer linken Hand. Ihr Daumen liegt dabei auf der äußeren (linken) Seite Ihrer Brust und zeigt in Richtung Zimmerdecke. Ihre Finger liegen auf der inneren (rechten) Seite Ihrer Brust und zeigen ebenfalls zur Zimmerdecke. So wird Ihre Brust zu einem "U" geformt, nicht zu einem "C" - sie wird sie zu einem auf der Seite stehenden "Sandwich" für Ihr auf der Seite liegendes Baby.
 
Wenn Sie eher kleinere Brüste haben, liegt Ihre Hand mehr auf Ihrem Brustkorb als auf Ihrer Brust, um sicher zu stellen, dass Ihre Finger auf keinen Fall den Lippen Ihres Babys im Weg sind.
 
Die Unterlippe des Babys berührt Ihre Brust zunächst weiter von der Brustwarze entfernt als sie später liegen wird. Stellen Sie sich vor, dass die Unterlippe des Babys einen Berghang hinaufklettern möchte, wobei die Brustwarze der Berggipfel ist. Die Brustwarze ist in diesem Moment leicht von dem Baby weg gerichtet.

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Abbildung 1
Abbildung 2
 
Wenn das Baby jetzt seinen Mund weit öffnet, s-t-r-e-i-c-h-e-n Sie seine Unterlippe zu seinem Kinn, indem Sie mit der inneren (linken) Seite Ihrer Brust seinen Mund noch etwas weiter öffnen. Dadurch gewinnen Sie außerdem etwas zusätzliche Zeit für das Anlegen und stellen sicher, dass seine Unterlippe zum Kinn ausgestülpt ist. Am Ende dieser Bewegung geht seine Oberlippe "über den Berggipfel" und Sie drücken seine Schultern dicht an sich heran.
 
Sie müssen aufpassen, dass Sie diese Bewegung nicht mit der Unterlippe zu nah an der Brustwarze beginnen. Sonst würde der Mund über die Bergspitze hinausschießen und die Oberlippe würde zu weit hinter der Brustwarze landen, während seine Unterlippe direkt an der Basis der Brustwarze liegen würde. Dazu müsste es außerdem sein Kinn einziehen wäre, damit es die Brustwarze halten kann. Am Ende des korrekten Anlegevorgangs liegt die Unterlippe des Babys noch weit von Ihrer Brustwarze entfernt und seine Oberlippe gerade kurz hinter der Brustwarze.

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Abbildung 1
Abbildung 3
 
Auf dieser Abbildung ist das Baby am Ende des Anlegens dicht an die Brust herangedrückt worden. Sie können seinem Mund nicht sehen, weil seine Wange an Ihrer Brust liegt. Wenn Sie ihn sehen könnten, würden Sie sehen, dass der Winkel der Mundöffnung etwa 140° beträgt - weit mehr als die 90°, die typisch für ein "an der Klippe hängendes" Baby sind, das nicht genug Brust im Mund hat.
 
Die Nase des Babys berührt Ihre Brust wahrscheinlich nicht. Auf diesem Bild schaut das Baby geradeaus auf die Brust, meistens wird sein Kinn eher leicht angehoben sein. Beachten Sie, dass oberhalb seiner Oberlippe mehr Areola (Warzenhof) oder dunkle Haut rund um die Brustwarze sichtbar ist, als unterhalb seiner (nicht sichtbaren) Unterlippe. Es ist nicht zentriert an der Brust, so dass es mit seinem arbeitenden (Unter-)Kiefer Ihre Brust melkt und nicht auf Ihrer Brustwarze herumkaut.
 
Entspannen Sie Ihre linke Hand nicht, bevor das Baby mit den weiten, langsamen (1 pro Sekunde) Kieferbewegungen des aktiven Stillens begonnen hat.
 
Zu Ihrer weiteren Information über das richtige Anlegen sollten Sie auch Checkliste für das Anlegen und Gedanken zum Anlegen lesen.
 
Übersetzung: Regine Gresens, IBCLC, Dezember 2000

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