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Zwillinge stillen – am Anfang nicht so einfach

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Meine Zwillinge Lucy und Theres sind am 30.06.2003 geboren. Ich wollte sie unbedingt stillen, was bei Theres auch wunderbar klappte. Nur Lucy hat das alles nicht so sonderlich interessiert.

In der Klinik sagte man, wenn sie nicht richtig trinkt, soll ich eben zufüttern. Ich habe dann für sie abgepumpt.

Zu Hause hat es anfangs auch nicht geklappt – mal ging’s und dann wieder überhaupt nicht.

Also habe ich Theres an der einen Seite gestillt und gleichzeitig für Lucy an der anderen Seite abgepumpt. Mein Mann hat ihr die Flasche dann gegeben.

Nach 3 Wochen war mir das alles zu viel und ich hab mir gesagt: entweder trinkt das Kind jetzt an der Brust, oder sie kriegt Fertigmilch. Und da hat es geklappt – sie trank!

Gleichzeitig stillen – das klang in diverser Literatur immer so einfach – aber ich habe es anfangs einfach nicht hingekriegt.

Theres trank gerne und oft und lange und geduldig. Lucy war immer ungeduldig, bis die Milch endlich einschoss und trank ruck-zuck ihre Portion. Außerdem hat sie ständig gezappelt beim Trinken, so dass ich einfach nie genug Hände hatte zum Halten der Kinder – trotz superlangem Stillkissen.

Als die Kinder dann 11 Monate waren und selber zur Brust laufen konnten, war das plötzlich kein Problem mehr.

Und auch jetzt, mit 2 1/4 Jahren lieben sie ihre Mamamilch. Wenn eine trinkt, kommt die andere oft und sagt „ich will auch Mamamilch haben“.

Ich gehe 28 h / Woche arbeiten und die Kinder gehen in den Kindergarten, aber früh und nachmittags und abends und nachts (Durchschnitt 2 x pro Kind und Nacht) gibt’s Mamamilch.

Übrigens haben meine Kinder erst mit ca. 10 Monaten angefangen, was anderes zu essen.

Ich hatte es schon ab dem 6. Monat probiert, weil Theres, lt. Kinderärztin, einen zu niedrigen Eisenwert hatte (dazu gibt es jedoch inzwischen neueste Erkenntnisse, dass der bisher angenommene Soll-Eisenwert für Kleinkinder zu hoch angesetzt wurde).

Meine Kinder hat das aber nicht interessiert – über 2 – 3 Löffel Brei bin ich selten hinausgekommen.

Ich habe es dann nach 2 Monaten wieder aufgegeben und irgendwann haben die Kinder dann richtiges Essen gegessen – Brot mit Wurst und Marmelade, kleingedrücktes Mittag, was wir eben auch gegessen haben (obwohl Theres sehr wählerisch ist – will nur „naksche“ Nudeln oder Reis (ja kein bisschen Soße!!!) oder Fischstäbchen, mal ein bisschen Fleisch, oder Hefeplinsen, viel mehr nicht).

Also liebe Still-Mamas: wenn eure Kinder den Brei nicht mögen – macht euch keinen Stress und wartet einfach so lange, bis sie ihn wollen.

Frau (und Mann auch) erspart sich eine Menge Arbeit und graue Haare.

Wenn mir das jemand gesagt hätte damals, wäre ich sehr dankbar gewesen, aber das Umfeld vermittelt einem ja meist: mit den Kindern stimmt was nicht oder du als Mutter machst was falsch.

Originalbericht von Lucys und Theres‘ Mutter, Oktober 2005

 

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Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Youtube und Google+.

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