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Zunehmen, Verschlucken und das Gesicht verziehen?

65 Kommentare

Autorin: Diane Wiessinger, IBCLC, 2006
Gedeiht Ihr Baby zwar gut … aber ist das Stillen trotzdem ein Kampf?
Schauen Sie, ob Ihnen davon etwas bekannt vorkommt:

  • Mein Baby würgt, spuckt und verschluckt sich beim Stillen, besonders zu Beginn.
  • Mein Baby „ringt“ mit meiner Brust. Lässt sie los, geht wieder dran, als wäre es am verhungern. Lässt wieder los und weint. Zieht den Kopf zurück, sobald es die Brustwarze im Mund hat.
  • Mein Baby hat viele Windeln voller Urin und Stuhlgang.
  • Mein Baby hat manchmal – oder immer – grünlichen oder schaumigen Stuhl, manchmal sogar Blutspuren im Stuhlgang.
  • Mein Baby hat Koliken oder Blähungen oder spuckt häufig.
  • Meine Brüste fühlen sich immer voll an oder sie spritzen, wenn die Milch anfängt zu laufen.
  • Mein Baby nimmt sehr gut zu.
  • Mein Baby nahm am Anfang sehr schnell zu, aber seine Gewichtszunahme hat mittlerweile nachgelassen, wobei seine Unzufriedenheit zugenommen hat.
  • Mein Baby verzieht das Gesicht beim Stillen, als ob mit meiner Milch etwas nicht stimmt oder es hat anscheinend häufig Darmbeschwerden.
  • Mein Baby schläft selten an meiner Brust ein; Stillzeiten sind eher sportliche Ereignisse statt friedliche.
  • Ich versuche bei jeder Mahlzeit an beiden Seiten zu stillen.
  • Wenn die letzte Mahlzeit noch keine zwei Stunden her und mein Baby unzufrieden ist, denke ich, Hunger ist nicht der Grund dafür.

All dies können Symptome dafür sein, dass ein Baby „zu viel Suppe und nicht genug Dessert“ an der Brust erhält.

Bei der Geburt unseres Babys, ist unser Körper darauf eingestellt, Zwillinge zu stillen … nur für den Fall.

Und es kann einige Zeit dauern, bis unsere Milch auf die Menge zurückgegangen ist, die unser Baby tatsächlich benötigt.

Die Milch, die sich zwischen den Stillmahlzeiten in den Brüsten ansammelt, hat eher einen niedrigen Fettgehalt.

Die Milch, die sich das Baby während einer Stillmahlzeit aus der Brust holt, hat einen immer mehr ansteigenden Fettgehalt, der sich langsam von „Suppe“ zu „Dessert“ verändert.

Wenn die Mahlzeit beendet ist, zieht sich das Fett, das nach vorn in die Brust geholt wurde, aber nicht getrunken worden ist, allmählich zurück, um beim nächsten Stillen wieder nach vorn geholt zu werden, nachdem das Baby die neu angesammelte „Suppe“ abgetrunken hat.

Wenn wir sehr viel mehr Milch haben, als unser Baby benötigt, ist es möglicherweise nicht in der Lage, die ganze „Suppe“ bei einer Sitzung abzutrinken.

Wenn wir die Brüste beim Stillen nach der Hälfte der Zeit wechseln, um sicher zu stellen, dass es „die zweite Seite auch noch nimmt“ oder wenn wir versuchen, die Abstände zwischen den Stillzeiten auf zwei Stunden oder mehr zu verlängern, kann es dazu kommen, dass das Baby sich durch eine Riesenmenge „Suppe“ ackert und niemals viel „Dessert“ bekommt. Es gedeiht gut.

Aber gerade die fetthaltigere Milch („Dessert“) beruhigt den Magen hervorragend, indem sie die Passage der Milch durch den Darm verlangsamt.

Ohne dieses extra Fett passiert die Milch den Darm ohne dabei vollständig abgebaut zu werden, und kann dann im Dickdarm fermentieren und dabei Blähungen, Unwohlsein und schaumig grünen Stuhlgang verursachen.

Und dann gibt es noch den „Feuerwehrschlaucheffekt“.

Wenn in Ihren Brüsten sehr viel Milch ist, kann es sein, dass sie dem Baby schneller in den Mund spritzt, als es damit umgehen kann, so dass es das Gefühl hat, es müsste schlucken oder ertrinken. Das macht wenig Freude.

So wie jeder von uns möchte auch Ihr Baby das Gefühl haben, seine Mahlzeiten selbst zu kontrollieren und nicht dazu gezwungen zu werden.

Sie werden sehen, dass Ihr Baby glücklicher und zufriedener ist, wenn Sie es „zum Boden der Tasse“ kommen lassen, dort wo das „Dessert“ ist. Wie?
Indem Sie diese drei Dinge tun:

  1. Bieten Sie jedes Mal die Brust an, wenn Ihr Baby Interesse signalisiert, selbst wenn es nur für ein paar Minuten ist.

    Kürzere Intervalle zwischen den Stillzeiten bedeuten, dass es schneller an die fetthaltigere Milch kommt; und es wird zufriedener sein, wenn es nicht nach der Brust verlangen muss, um diese zu bekommen.

    Die Erwachsenen in unserer Gesellschaft gehen oft davon aus, dass Babys nur zur Ernährung stillen und deshalb nur in vorhersagbaren und längeren Abständen trinken.

    Babys sehen das eher anders, und wenn wir Stillen hauptsächlich als Ernährungsmethode anwenden, indem wir es nur anbieten, wenn wir denken, es müsste es brauchen, und andere Ablenkungen anbieten, wenn wir denken, es „kann nicht hungrig“ sein, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Stillbeziehung stockt oder endet bevor, wir es vorhatten.

  2. Wenn Ihr Baby an einer Brust zufrieden ist, lassen Sie es an dieser Seite.

    Stellen Sie sich einmal eine Hündin vor, die von ihrem Körbchen aus die Wohnzimmeruhr sehen kann.

    Nach zehn Minuten steht sie auf, schüttelt die Welpen ab, legt sich auf die andere Seite, so dass sie an anderen Zitzen weitersaugen können. Blödsinnig, nicht wahr?

    Kein anderes Säugetier nimmt ein zufriedenes Junges von der Zitze ab, nur um sicher zu stellen, dass es noch eine andere Zitze nimmt.

    Warum sollten wir Menschen das tun?

    Dies ist eine der Vorschriften, die aus der alten Regel „Stillen Sie nicht oft“ entstanden ist.

  3. Wenn es noch nicht auf dem „Boden der Tasse“ angekommen ist – wenn die Seite nicht weich und leer ist, wenn es aufhört – geben Sie diese Seite beim nächsten Mal wieder.

    Hier kommt Ihre Intuition zum Zuge. Sie werden vielleicht feststellen, dass alles, was Sie tun müssen, ist, einige Stunden bei einer Seite zu bleiben.

    Und wenn Ihre Milchmenge erst einmal soweit zurück gegangen ist, dass sie dem Bedarf Ihres Babys entspricht und das Stillen besser klappt, brauchen Sie sich darum nicht mehr zu kümmern.

    Doch wirklich, auch wenn man öfter stillende Mütter sehen kann, die erst die eine und dann die andere Brust anfassen, um zu entscheiden, welche sie nehmen wollen.

    Wenn Ihre „Überproduktion“ sehr dramatisch war oder Ihr Baby sehr unzufrieden ist, kann es sein, dass Sie eine Brust 4 bis 6 Stunden lang immer wieder geben müssen, bevor Sie die Andere anbieten.

    Was passiert in der Zwischenzeit mit der anderen Seite?

    Das Gefühl der Überfüllung signalisiert der Brustdrüse die Produktion zu reduzieren, und das ist genau das, was Sie wollen.

    Wenn die zweite Brust so extrem voll ist, dass es Ihnen unangenehm ist, können Sie diese Seite kurz anlegen oder etwas entleeren, um sich ein wenig zu erleichtern, dann gehen Sie sofort wieder zurück zu der ersten Brust, die Sie vollständig entleeren möchten.

Dies klingt nach Vorschriften, aber es sind tatsächlich nur zeitweilige Regeln, die Ihnen helfen sollen, die beiden ursprünglichen Vorschriften zu überwinden, die wahrscheinlich das Problem verursacht haben – jedes Mal an beiden Brüste anzulegen und mindestens zwei oder mehr Stunden Abstand zwischen den Stillzeiten einzuhalten.

Wenn Ihre Milchmenge abnimmt, machen Sie sich vielleicht Sorgen, dass Sie „keine Milch mehr“ haben.

Sie sind vielleicht so daran gewöhnt, schwere, tropfende und spritzende Brüste zu haben und Ihr Kind spucken zu sehen, dass sich ein friedliches, ruhiges Trinken an weichen Brüsten „falsch“ anfühlt.

Aber Sie werden wahrscheinlich bemerken, dass die Windeln immer noch sehr nass (bzw. schwer) sind; und dass Ihr Kind zufrieden stillt, mit einem entspannten, weichen Körper, und die Brust langsam loslässt, wenn es satt oder zufrieden an der Brust eingenickt ist.

Wenn es die Milchmenge wieder erhöhen möchte, muss es sich nur öfter zum Stillen melden oder quengeln, um zu Seite Zwei zu wechseln, nachdem Seite Eins vollständig weich und leer getrunken ist.

Vertrauen Sie Ihrem Baby, dass es seine eigenen Bedürfnisse kennt, und vertrauen Sie Ihrem Körper, dass er angemessen reagiert.

Ein Überangebot zu reduzieren ist meistens ein einfacher, gradliniger Prozess, und Sie sollten innerhalb von ein paar Tagen sehen können, dass Ihr Baby zufriedener wird.

Falls nicht, wenden Sie sich an eine Stillexpertin. Sie wird Ihnen zusätzliche Vorschläge machen können.

Original: Gaining, Gulping, and Grimacing? von Diane Wiessinger, MS, IBCLC, 2006
Übersetzung: Regine Gresens, IBCLC, Januar 2006
Foto: Djuliet via photopin cc

Lesen Sie hier noch eine alternative Methode gegen zu viel Milch.

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Youtube und Google+.

65 Kommentare

  1. Pingback: Mein Baby ist ein Spuckkind - was hilft? - Mamaskind

  2. Liebe Frau Gresens, kann ich die Methode auch anwenden, wenn ich bereits eine Brustentzündung hatte? Ich habe Sorge, dass wieder eine Entzündung entstehen könnte, wenn sich die Milch in einer Brust staut, weil sie ab nun seltener entleert wird. Ich würde die Methode sehr gerne ausprobieren, da der Überschuss an Milch meinem 8 Wochen alten Baby und mir doch sehr zu schaffen macht. Bei jedem Stillen sind mehrere Mulltücher und unsere Kleidung von Milch durchtränkt und der Kleine verschluckt sich öfter beim Trinken. Auch auf die Stillhütchen würden wir langfristig gerne wieder verzichten. Vielen Dank für den interessanten Artikel und viele Grüße!

    • Liebe Ursula,
      was in Ihrem Fall der Auslöser für die Brustentzündung war und wie hoch Ihr Risiko für weitere Entzündungen ist, kann ich nicht einschätzen, ohne Sie und Ihre Situation genauer zu kennen.
      Eine Brustentzündung entwickelt sich jedoch meist aus einem Milchstau, der oft vor allem durch Stress und einen damit einhergehenden gestörten Milchspendereflex entsteht und der nicht rechtzeitig und/oder nicht ausreichend behandelt wurde. Dazu gibt es hier weitere Infos: Was tun bei einem Milchstau?.
      Es gibt aber noch eine andere Methode bei zu viel Milch, die Sie ebenfalls anwenden können. Hier ist sie beschrieben: Zu viel Muttermilch – was tun?.
      Herzliche Grüße und alles Gute,
      Regine Gresens

  3. Vielen, vielen Dank für diesen Beitrag.
    Alles passt exakt zu mir und meiner kleinen Panda Dame. Sie ist jetzt 3 Wochen alt und ich hatte von Anfang an so viel Milch, dass es meterweit spritzte.. beim Anlegen hatte sie schon das ganze Gesicht voll.
    Ich werde nun Ihren Tipps folgen und nur eine Seite anbieten.
    Ich hoffe, dass sie dann auch wieder zufrieden ist.. Die Arme quält sich so beim Trinken. Das macht mich echt fertig.

  4. Liebe Frau Gresens,

    meine Tochter ist jetzt 4 Wochen alt und der Artikel passt exakt zu unserer Situation. Seit zwei Tagen habe ich angefangen, so zu stillen, wie sie es beschrieben haben. Sobald die Kleine die gleiche Brust das zweite oder dritte Mal bekommt, trinkt sie total zufrieden, schläft friedlich ein und das sogar für mehrere Stunden. Aber mir graust es jedes Mal ihr dann nach ein paar Stunden die pralle, volle Brust anzubieten, weil dann alles wieder losgeht: Verschlucken, Bauchweh, Weinen.
    Am Liebsten würde ich ihr dauerhaft nur die eine Brust anbieten, weil ich dann weiß, dass alles „gut“ ist.
    Kann man denn ungefähr sagen, wie lange ich noch „durchhalten“ muss, bis sich das regelt?
    Mir tut sie so leid, wenn ich ihr die volle Brust das erste Mal anbiete.
    Oder dürfte man vielleicht davor etwas Abpumpen, damit sie nicht so abgespritzt wird?
    Ausdrücken tue ich schon, da kommen tatsächlich ohne Probleme ca. 30-40 ml, aber trotzdem wird sie noch abgespritzt.

    viele liebe Grüße,

    Lisa

    P.S: Ihr Artikel ist gold wert, ich habe vielen Frauen davon berichtet!
    Schade, dass man fast überall falsch beraten wird. 🙁

    • Liebe Lisa,
      wie lange es bei dieser Methode dauert, bis sich die Milchmenge reduziert, hängt immer davon ab, wie viel Milch zu Beginn vorhanden war.
      Es kann aber durchaus länger als eine Woche dauern. Zusätzliches Abpumpen oder Ausstreichen verzögert das Ganze allerdings. Andererseits ist es manchmal nicht zu umgehen, um die pausierende Brust zwischendurch etwas zu entlasten.
      Deutlich schneller geht es mit dieser Methode: Zu viel Muttermilch – was tun?.
      Vielleicht möchtest du es damit einmal probieren.
      Ich drücke euch jedenfalls die Daumen und wünsche euch ein baldiges entspanntes Stillen.
      LG, Regine Gresens

      • Vielen Dank für die schnelle Antwort!
        Dann muss ich wohl durchhalten und es ohne großartiges Abpumpen versuchen.
        Eine Frage habe ich zu der anderen Methode:
        Ich pumpe beide Brüste leer und muss dann DIREKT danach die Kleine anlegen, oder?
        Weil ich leider die Erfahrung gemacht hab, dass ich sie nicht zum Trinken bewegen kann, wenn sie gerade nicht will bzw. vielleicht gerade lieber schlafen will. Wäre das dann ein Problem, wenn ich sie nach dem kompletten Entleeren erst anlege, wenn sie es möchte?

        Vielen Dank. 🙂

        Ganz liebe Grüße,

        Lisa

  5. Liebe Frau Gresens,
    meine Hebamme rät mind. 2,5-3h Abstand von einer zur nächsten Stillmahlzeit einzuhalten. Wenn ich nach Bedarf stille und alle 1-2h stille nimmt mein Baby mehr zu als er müsste, da die Milch deutlich fetthaltiger ist. Ich hab Angst, dass er dann übergewichtig wird.
    Ist meine Sorge berechtigt?

    • Liebe Chrissi,
      es mag sein, dass dein Sohn in der Stillzeit mehr zunimmt als er müsste. Aber Du musst dir keine Sorgen machen, dass er davon später übergewichtig wird.
      Gestillte Kinder haben ein geringeres Risiko für Übergewicht als Jugendliche und Erwachsene.
      Viele Stillkinder nehmen gerade in den ersten Monaten sehr gut zu. Die Zunahme verlangsamt sich aber mit der Zeit und im Krabbel- spätestens jedoch im Laufalter, werden sie wieder schlank und rank. Natürlich vorausgesetzt, sie werden auch weiterhin gesund ernährt.

  6. Liebe Frau Gresens,
    ich stille tagsüber eigentlich so, wie Sie es beschreiben. Allerdings sind nachts die Abstände ja plötzlich länger ( 3-6h). Dann sind meine Brüste schon sehr prall und ich hab das Gefühl, dass er es nicht bis zum Dessert schafft. Er schläft schnell an der Brust ein, aber hat sichtlich und hörbar Probleme im Bäuchlein, weswegen er nach einer Stunde dann schon wieder wach wird. Und dann ist die Brust von vorhin schon wieder prall, weil sie ja nicht richtig leer getrunken wurde. Das macht er dann erst im Laufe des Vormittags. Was mache ich falsch?
    Liebe Grüße
    Cornelia Dähne

  7. Wo ich diesen Artikel lese, frage ich mich, ob das hier beschriebene Problem doch auch noch auf mich zutreffen kann… ich stille nun seit 7,5 Monaten voll, aber die Brust spritzt einfach immer nach ca 1 Minute nach Anlegen. Selbst die vermeintlich leere Brust tropft oder spritzt kurz ein bisschen. Geht das mehreren Müttern so? Soll das „weg trainiert“ werden? Mein Sohn mag es nicht wirklich gerne, aber hat sich irgendwie damit abgefunden.
    Das Milch-Reduktionsprogramm (eine Brust länger geben) hat meine Hebamme im 2. oder 3. Monat mit mir gemacht. Es hat eine deutliche Verbesserung zu vorher gebracht.

  8. Liebe Frau Gresens,
    darf ich meine Kleine dann irgendwann wieder die andere Seite anlegen? Meine Brust fühlt sich nach dem einen Stillvorgang sehr weich und leer an. Sie lässt nur seit ’ner Stunde nicht los und will anscheinend mehr. Mache ich das dann ein paar Stunden auf der einen Seite und dann ein paar Stunden auf der anderen? Für mich war das nicht so recht ersichtlich in dem Artikel. Liegt aber wohl an meiner derzeitigen Aufnahmefähigkeit. Herzlichen Dank für Ihre Tipps

    • Liebe Sandra,
      ja, natürlich, wenn die erste Seite leer ist, wechseln Sie zur anderen Seite. Wann das der Fall ist, ist relativ. Da sollten Sie sich eher auf Ihr Gefühl verlassen, als auf irgendwelche festen Zeitvorgaben und die Uhr.
      LG, Regine Gresens

      • Herzlichen Dank!
        Ich habe das seit gestern Abend so gemacht. Sie hatte eigentlich nachts immer ihre 5-6 Stunden. Dann kam sie alle 1-2 Stunden. Hängt das damit zusammen? Ich bin gespannt, ob sich das wieder einrenkt 😉
        Milcheinschuss ist erst mal geblieben. Ich werde es weiter versuchen.
        Vielen Dank noch ein Mal.
        Sandra

      • So liebe Frau Gresens.
        Das hat super geklappt. Neuerdings fängt meine Kleine aber nach ca. fünf Minuten an wie wild an meiner Brust zu zerren. Sie krampft, habe ich das Gefühl. Aber sie zerrt sich selbst weg, ist total aufgeregt und wird rot und drückt und zappelt. Meine Milch kommt aber ganz normal, habe ich das Gefühl. Ich finde es komisch, da sie so nicht in Ruhe zu Ende trinken kann. Sie krampft übrigens immer irgendwie. Aber das ist neu.
        Liebe Grüße
        Sandra

  9. Hallo,

    Mein Baby ist 7 Wochen , doch voran merke ich das die Brust leer getrunken wurde?
    Lg

  10. Hallo,

    das passt alles genau auf die Stillsituation mit meinem 6 Wochen alten Sohn. In den ersten 2, 3 Wochen war noch alles normal und dann kam diese generelle Unruhe und dies auch beim Stillen. Er schnalzt sogar, wenn die Milch nach kurzer Zeit einschießt. Anlegesituation ist laut Hebamme aber normal. Ich werde diese Methode nun probieren. Wenn der Stillabstand dann doch mal 4 Stunden beträgt, da er schläft, ist dies dann problematisch? Will ihn ja eigentlich nicht wecken.

    Grüße,
    Melanie

  11. Liebe Frau Gresens,

    wenn ich pumpe wie kann ich sicher sein, dass die fettige Hintermilch auch im Fläschchen landet – hier fehlen mir ja die Zeichen meines Kindes?

    Liebe Grüße,
    Alexandra

    • Liebe Alexandra,
      wenn du eine gute Pumpe benutzt und die Brüste gut entleert werden, z.B. mit zusätzlicher Brustmassage, kannst du sicher sein, dass der Fettgehalt der abgepumpten Milch mit zunehmender Entleerung der Brüste immer mehr ansteigt. Die Milch mischt sich dann natürlich mit der weniger fetten Milch, so dass ein mittlerer Fettgehalt in der gesamten abgepumpten Milch herauskommt. Du könntest auch nach einiger Zeit die Flasche auswechseln und in eine neue Flasche abpumpen, dann trennst du die fetthaltigere von der weniger fetthaltigen Milch. Aber das ist eigentlich nicht nötig.
      Mehr dazu auch hier: Mehr Milch durch Brustmassage und Powerpumpen
      Liebe Grüße,
      Regine Gresens

  12. Wir haben Ihre Tipps seit gestern Abend probiert. Ich habe, wie im anderen Artikel beschrieben, einmal beide Brüste „leer“ gepumpt und dann über einige Zeit immer nur eine Brust angeboten.
    Unsere Kleine hat letzte Nacht viel ruhiger geschlafen, schien weniger Probleme mit dem Bauch zu haben. Auch über den Tag hatte sie viel tiefere Schlafphasen und auch längere.
    Insgesamt scheint es mir, dass sie viel intensiver, ruhiger und effektiver trinkt.
    Mal sehen, wie sich das Tage entwickelt.
    Aber erst mal vielen Dank!
    Lieben Gruß aus Berlin

  13. Eine Frage dazu: wie kann ich meinem Baby (6 Wochen) helfen mit dem starken Milchspendereflex und der vielen Milch klar zu kommen, wenn ich tandemstille und der große Bruder (2,5 Jahre) die Milchproduktion immerzu wieder ankurbelt? Habe schon immer Angst vorm nächsten Milchspendereflex, weil dieser wieder hektisches Trinken/“Ertrinken“ und Verschlucken und somit klägliches Gebrüll nach sich zieht, dass sehr nervenaufreibend ist, vor allem wenn der Große eigentlich schlafen will. Das „Spiel“ haben wir abends bis ca. 23 Uhr.

    • Hallo Anne,
      vielleicht hilft Ihnen diese Methode.
      Das Blockstillen müssten Sie dann mit beiden Kindern durchführen.
      Ansonsten empfehle ich für so eine spezielle Situation eine individuelle Stillberatung mit einer Stillberaterin (IBCLC, LLL oder AFS).
      Alles Gute für Sie,
      Regine Gresens

  14. Hallo Frau Gresens,
    ich habe auch das Problem, dass meine linke Brust mehr Milch produziert als die rechte. Ich weiß nicht, wie ich es machen soll, wenn ich die linke Brust gegeben habe, sie schon weicher ist, aber noch nicht leer – und in der Zwischenzeit aber die rechte Brust auch wieder hart wird. Dann kurz rechts entlasten und links weiterstillen bis sie ganz leer ist? Oder reicht es, wenn ich die linke Seite zumindest annähernd leer habe und ich mache dann wieder mit rechts weiter?
    Mein Baby ist sechs Wochen alt und trinkt recht unregelmäßig, aber meist mit größeren Abständen und dann viel…

    • Hallo Claudia,
      wenn die Milchmenge reduziert werden soll, ist es wichtig, die Brust seltener zu entleeren, aber darauf zu achten, dass es nicht zu einem Milchstau kommt. Dann ggf. etwas entlasten, genau wie Sie es sich gedacht haben.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Regine Gresens

  15. Hallo Frau Gresens,

    Evtl. eine blöde Frage, aber wenn mein Baby jetzt mehr „Hintermilch“ bekommt. Kann es sein, dass es dadurch auch länger schläft?

    • Hallo Julia,
      ja, natürlich kann es sein, dass Ihr Baby länger schläft, wenn es mehr fetthaltigere (Hinter-)Milch bekommt.
      Fett macht schließlich satt und wer satt ist, kann auch besser und länger schlafen.
      Viele Grüße,
      Regine Gresens

  16. Liebe Frau Gresens,

    herzlichen Dank für Ihren hilfreichen Artikel. Da es für mich sehr danach klingt, als hätten meine Tochter und ich eben dieses Problem beim Stillen, werde ich noch heute damit anfangen, pro Zeitintervall nur eine Brust anzubieten.

    Eine Frage bleibt mir allerdings noch: Sollte ich nach einigen Tagen (?) mit je nur einer Brust tatsächlich weniger Milch haben, fange ich dann wieder an, pro Stillvorgang beide Brüste zu geben und wenn ja, woher weiß ich während des Stillens, dass nun die zweite Seite drankommt? Oder bleibe ich bei nur einer Seite pro Durchgang?

    Über eine Antwort würde ich mich sehr, sehr freuen!

    Danke noch einmal
    Laura

    • Liebe Laura,
      es ist gar nicht so kompliziert, wie es vielleicht scheint.
      Wenn Ihr Baby bei einem Stillvorgang die Brust gut geleert hat und nun satt ist, geben Sie beim nächsten Mal die andere Seite.
      Hat Ihr Baby bei einem Stillvorgang die erste Brust gut geleert und ist noch nicht satt, geben Sie ihm noch die zweite Seite, so lange wie es möchte.
      Das kann durchaus auch von Stillvorgang zu Stillvorgang, im Laufe eines Tages oder von Tag zu Tag variieren, je nachdem wie voll Ihre Brüste sind und wie lange Ihr Baby jeweils daran trinkt.
      Sie brauchen sich nicht stoisch an irgendwelche Regeln halten, sondern machen Sie es einfach nach Ihrem Gefühl. 🙂
      Alles Gute für Sie,
      Regine Gresens

      • Liebe Frau Gresens,

        noch einmal herzlichen Dank für Ihre Antwort und Ihre Tipps! Ihre Methode hat tatsächlich geholfen – der Milchspendereflex ist jetzt schwächer und seitdem ich seit etwa zwei Wochen pro Mahlzeit nur noch eine Seite gebe, ist das Stillen insgesamt schon viel, viel ruhiger geworden.

        Allerdings haben sich damit die Stillabstände sehr verkürzt. Während sie vorher alle 3 Stunden trinken wollte, will sie nun alle 2, manchmal sogar noch öfter, an die Brust.
        Seit einigen Tagen dauert das Stillen außerdem manchmal sehr lang (vor dem Einschlafen dauert das Prozedere teils eine Stunde), da sie oft Pausen macht und gegen Ende hin nicht besonders engagiert trinkt, teilweise nur nuckelt, aber sich auch beschwert, wenn ich sie wegnehme.

        Nachdem es gestern Abend wieder ewig gedauert hat, habe ich dann probeweise auch noch die andere Brust gegeben, da hat sie dann wieder schön zügig weitergetrunken und war dann relativ bald darauf zufrieden.
        Deshalb denke ich jetzt darüber nach, wieder beide Seiten pro Durchgang zu stillen. Zum einen, weil es dann vielleicht schneller geht und auch, weil sich dann evtl. die Stillabstände wieder vergrößern (weil sie mehr pro Durchgang bekommt).
        – Machen diese beide Annahmen Sinn? Könnten die Stillabstände so wieder länger werden?
        – Ich habe Angst davor, wieder beide Seiten zu stimulieren. Ist es wahrscheinlich, dass der Milchspendereflex dann wieder so stark wird? Oder wird es eher so bleiben, jetzt, da er sich reguliert hat, auch wenn ich pro Durchgang beide Seiten gebe?

        – Sie hatten mir im letzten Kommentar empfohlen, die zweite Seite nur nach Bedarf zu geben, wenn die erste Seite schon leer ist. Leider habe ich das Gefühl, ich merke es nicht wirklich, wenn eine Brust leergetrunken wurde. Wie merke ich das? (entbunden habe ich vor 7 Wochen, beide Brüste sind mittlerweile eigentlich immer, also auch vor dem Stillen, ziemlich weich).

        Ich würde mich wirklich über eine Antwort freuen!
        Herzlichen Dank und beste Grüße

        • Es tut mir leid. Das geht jetzt schon in die Richtung einer Einzelberatung, die ich Ihnen gerne anbiete.
          Aber das geht nicht als Antwort auf einen anonymen Kommentar, ohne dass ich weitere Informationen über Sie und Ihr Kind habe. Da habe ich aus Gründen der Qualitätssicherung und der Haftung einfach meine Prinzipien als Still- und Laktationsberaterin.
          Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis.
          Hier finden Sie die Informationen über mein Angebot der Einzelberatung bei Stillproblemen.
          Mit freundlichen Grüßen,
          Regine Gresens

  17. Hallo,
    Ich habe seit paar Tagen das Problem das mein Sohn (2Monate) an meiner Brust meckert und laut schreit, sodass ich ihn schwer wieder anlegen kann, weil er durch das schreien müde wird und einschläft. Momentan stille ich pro Seite 20 Minuten und stille ihn erst wenn er sich selbst meldet aber nicht bevor 2 Stunden rum sind.
    Er hat auch Blähungen benutze Windsalbe und Sab Simplex Tropfen doch es hilft nicht. Er schluckt auch während des Stillens sehr schnell und lässt die Brust los und fängt laut an zu schreien. Nach dem Stillen schluckt er einfach so Luft und es kommt zu kurzer Atemnot. Ich weiß nicht warum er das macht.

    Wenn ich ihn jetzt eine Brust anbiete und er zufrieden an ihr einschläft soll ich ihn schlafen lassen und wenn er wach wird die andere anbieten?
    Soll ich wenn er einschläft die andere brust ein wenig entleeren mit der Hand?
    Woher weiss ich das er an die Hintermilch ran kommt?

    • Dazu kann ich nichts sagen, ohne Sie und Ihren Sohn beim Stillen beobachtet zu haben und noch viel mehr von Ihnen beiden zu wissen…
      Sein Verhalten könnte die verschiedensten Gründe haben.
      Am besten, Sie wenden sich baldmöglichst an eine Stillberatung vor Ort, um Ihre Unsicherheiten und Schwierigkeiten abzuklären und möglichst schnell zu lösen.
      Alles Gute für Sie,
      liebe Grüße,
      Regine Gresens

  18. Grüezi Frau Gresens

    Ich bin auf Ihre tolle Seite gestossen da ich Probleme hatte zum stillen und meine Tochter hat stark abgenommen. Ich habe nach und nach die Pre Nahrung abgesetzt und kann jetzt voll stillen. Meine 3,5 Monate alte Tochter ist schon 7kg und will sehr oft stillen, alle 2h und nur so 10 Minuten. Leider muss ich ihr wegen starken Reflux Nexium geben da sie vor allem in der Nacht Schmerzen hat und sich nach hinten dehnt. Leider hat sie oft Blähungen und braucht manchmal ein Glyzerinzäpfchen um zu stuhlen. Daher könnte alles zu uns passen nur sind meine Brüste weich und auch laufen sie nie aus, beim Abpumpen bringe ich nur ca 60ml raus. Kann es trotzdem sein, dass ich zu viel Milch habe?

    Herzlichen Dank für Ihre Hilfe
    Liebe Grüsse

    • Liebe Claudia,
      ohne Sie beide beim Stillen zu sehen und noch viel mehr über Sie zu wissen, kann ich dazu wenig sagen.
      Wenden Sie sich doch am besten mal an eine Stillberaterin in Ihrer Nähe, um Ihre Fragen und Probleme zu klären.
      Herzliche Grüße,
      Regine Gresens

  19. Liebe Frau Gresens,

    mein Kleiner ist jetzt 6 Wochen alt und da scheinen viele der o.g. Punkte zu stimmen.
    Ich habe hauptsächlich Abends das Problem, dass er beide Brüste leer trinkt und danach immer noch Hunger hat. Tagsüber hab ich das Gefühl, dass er eher satt ist nach beiden Seiten. Soll ich dann trotzdem immer wieder die selbe Brust geben? Mein Problem ist, dass er mir an der leeren Brust immer zappelt und zieht und das ist echt schmerzhaft. Somit muss ihn immer gleich davon lösen. Und es sind ja nach kürzester Zeit beide leer. Meine Hebamme hat gesagt, ich soll dann die andere Seite geben, wenn er an der einen unruhig wird. Das ist nach 5-10 Minuten der Fall. Ich verzweifel langsam, da er Abends nur am Brüllen ist. Vor allem, weil ich noch mit den Folgen eines Soor zu kämpfen hab, ist Stillen seit Wochen eine Quälerei.
    LG

    • Liebe Melanie,
      ich kann dazu nicht wirklich etwas sagen, ohne Sie beide beim Stillen gesehen zu haben.
      Wenn zu viel Milch wirklich Ihr Problem ist, kann der Kleine die erste Seite nicht leer getrunken haben…
      Aber/und, wenn er suboptimal angedockt hatte, kann er die Brust auch nicht richtig leer trinken und wird natürlich frühzeitig ungeduldig.
      Und wenn Sie dann noch unter Soor leiden, können Sie auch nicht wirklich spüren, ob er gut angedockt ist oder ob Ihre Brustwarze einfach (nur) superempfindlich ist.
      Am besten wäre es, wenn Sie noch einmal eine professionelle Stillberatung vor Ort in Anspruch nehmen, damit geklärt werden kann, wo das Problem denn nun eigentlich liegt.
      Ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffe, dass das Stillen für Sie bald angenehm und einfach wird.
      LG, Regine Gresens

  20. Oh dieser Artikel könnte die Lösung unseres Problems sein. Ich hoffe es so sehr. Ich werde es gleich ab heute an probieren.

    Meine Tochter ist bereits drei Monate alt und genauso lange kämpfen wir mit der übervollen rechten Brust.

    Ich war bei drei Stillgruppen, bei zwei Stillberatungen.

    Nichts hat geholfen. Von, es gäbe halt Frauen da ist eine Brust halt immer so voll, bis ich solle abpumpen usw.

    Die übervolle Seite ist schon zu unserer Hass-Seite geworden. Es grauste uns beide schon immer davor, wenn die Seite dran kam. Überschwemmung, verschlucken, meckern, traurig sein usw.

    Nochmal kurz zum Verständnis .

    Was ist mit der anderen Brust? Wenn ich jetzt oft hintereinander nur die übervolle Rechte anlege (ich hoffe, sie produziert nicht so viel nach, dass wir nur noch auf der Seite stillen), reduziert die Linke sich dann aber nicht komplett runter?

    Vielen Dank schon mal im Voraus. Ich hoffe, dass dies die Lösung wird und wir endlich friedlich und fröhlich stillen können.

    LG Jessica

    • Liebe Jessica,
      wenn die Brüste unterschiedliche Milchmengen produzieren, ist es tatsächlich etwas tricky.
      Um die Produktion in der linken Brust aufrecht zu erhalten, sollten Sie sie auch regelmäßig weiter entleeren, entweder durch Ihr Baby, von Hand oder mit einer Pumpe. Spätestens dann, wenn sie starkes Spannungsgefühl spüren, besser aber, in demselben Rhythmus, in dem Sie sie bisher gegeben haben.
      Denn die Brust, die gerade nicht entleert wird, ist die, in der sich die Milchmenge reduziert.
      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.
      Herzliche Grüße,
      Regine Gresens

      • Hallo Frau Gresens,

        Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Dann werde ich weiter probieren ob ich meine Milch endlich mal in den Griff bekomme. Allerdings habe ich jetzt noch seit gestern eine Brustentzündung (rechts) dazu bekommen. Es wird bei mir einfach nicht langweilig .

        LG Jessica

        • Geht mir ganz genauso wie Dir! Nur ist bei mir die linke Seite die „Hass-Seite“…. Hast Du noch eine Lösung gefunden???
          lb. Grüße

  21. Liebe Frau Gresens,
    zum Glück bin ich auf Ihre Seite gestoßen, durch sie sehe ich einiges klarer und bin beruhigt, dass es eine Lösung für unser „Problem“ gibt. Von meiner Hebamme fühle ich mich oft nicht ernst genommen, sie sagt immer „Sei doch froh, dass deine Brust vor Milch nur so sprudelt“ Na vielen Dank auch! Nach dem Stillen waren wir beide fertig mit den Nerven, durchnässt und ich bin schon genervt, wenn ich nur schon ans nächste Stillen denke. Ich hoffe, das ergibt sich mit Ihren Tipps. Meine Frage ist nun, woran erkenne ich, dass eine Seite leer ist?
    Schon mal vielen Dank im voraus,
    Vanessa

    • Liebe Vanessa,
      absolut leer ist die Brust nie, weil ständig auch wieder neue Milch nachgebildet wird.
      Ob Ihre Brust ziemlich leer ist, merken Sie daran, dass sie sich insgesamt „weich“ anfühlt und keine Milch mehr herausspritzt (!), wenn Sie den Vorhof zusammendrücken.
      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und baldiges entspanntes Stillen.

    • Hallo,
      ich habe alle Meinungen so satt. Ich habe mein Baby, keine 9 Wochen alt, jetzt mit „alle vier Stunden“ gequält und unbedingt die Brüste wechseln; das Ganze auf Anraten der Osteopathin wegen ihrer Blähungen. Es ist so furchtbar. Jeder sagt etwas anderes. Bei meinem Sohn, vor 14 Jahren, da habe ich einfach gestillt, ohne mir jemals Gedanken zu machen und er war so unglaublich brav und hat nie geschrien, wirklich nie!
      Weil meine Maus so viel schreit und Blähungen hat und nach 10 Tagen immer noch keinen Stuhlgang. Erst als ich ihr ein Kümmelzäpfchen gab, konnte sie endlich. Den Zusammenhang mit noch mehr Schreien und Unzufriedenheit, habe ich natürlich nicht mit dem Mangel an „Dessert“ in Verbindung gebracht. Besonders Abends schreit sie und ist sehr unzufrieden und an der Brust weint sie auch und saugt nicht. Ich denke sie hat so Bauchweh, dass sie nichts will…. Am Anlegen liegt es nicht, das wurde als optimal betitelt. Aber es leuchtet so ein. Ich gebe ihr von nun an, wann sie möchte und habe keine Uhrzeit mehr im Blick. Und ich werde immer nur eine Brust geben, da bei mir egal wie lange sie trinkt, es immer rausspritzt, wenn ich drücke. Ich hoffe sehr, dass ihre Blähungen besser werden und sie nicht mehr so viel schreien muss. Das war jetzt alles sehr durcheinander, aber ich hoffe es wird richtig verstanden.
      Liebe Grüße Barbara

  22. Kann es sein,dass durch diese Methode die Milch so reduziert wird,dass das Baby einen Tag lang nicht mehr satt wird und total quengelig wird?

    • Liebe Miri,
      es tut mir leid, aber diese Frage kann ich hier so nicht beantworten. Dazu müsste ich noch viel mehr Informationen von Ihnen und Ihrem Kind haben und Sie beim Stillen beobachten können.
      Wenden Sie sich am besten an Ihre Hebamme oder an eine Stillberaterin in Ihrer Nähe, damit Ihre Gesamtsituation betrachtet und nach der Ursache für das Quengeln geschaut werden kann.
      Alles Gute für Sie

  23. Sehr hilfreicher Artikel! Aber ich bin verwirrt…
    Es scheint ja tatsächlich zu funktionieren, aber ich muss irgendwie einen riesigen Denkfehler haben.
    Wenn ich der pausierten Brust, z.B. rechts, durch das nicht-trinken signaliere, weniger zu produzieren (ist logisch), dann signalisiere ich doch aber auch gleichzeitig an der linken, mehrmals hintereinander gegebenen Brust, mehr zu produzieren oder liege ich da falsch?
    Wird das Prinzip von Angebot und Nachfrage beidseitig oder getrennt geregelt? Wenn es jede Brust(drüse) einzeln tut, dann kommt zwar nach dieser Anleitung das Baby besser an die Hintermilch, aber Über- und Unterproduktion wechseln sich ja eigentlich nur ab?

    • Liebe Cara,
      ja, es ist tatsächlich so, in der Schwangerschaft und in den ersten Tagen nach der Geburt wird die Kolostrum-/Milchbildung in der Brustdrüse hormonell gesteuert.
      Ab etwa dem 8.-10. Tag nach der Geburt reguliert sich die Milchmenge unabhängig voneinander in den Brüsten, d.h. die Nachfrage reguliert das Angebot.
      Das Baby kommt besser an die Hintermilch mit höherem Fettgehalt und wird weniger „überschwemmt“ von einem überstarken Milchfluss. Gleichzeitig reduzieren die Brustdrüsen ihre Milchproduktion, was allerdings erst nach einer gewissen Zeit (Tagen) deutlich wird.

  24. Hallo Frau Gresens,

    ich stille mein drittes Kind, ich hatte immer sehr viel Milch, die Kinder trinken aber auch viel, so das es passte, nur dies mal habe ich ständig (das heißt alle paar Tage) Probleme mit Milchstaus oder sogar Mastitis. Mine Sohn ist jetzt 6 1/2 Monate alt und ich habe alles versucht, es geht wenn nur über die Reduzierung der Menge, was ich durch ständiges Kühlen erreiche (nur eine Seite pro Mahlzeit bekommt er seit er 2/3 Monate ist, das reichte immer (er wog vollgestillt mit 6 Monaten 7,5 kg…), inzwischen trinkt er alle 3-5 Stunden eine Seite). Nun würde ich gerne die erste Mahlzeit ersetzen, er würde das auch mögen, aber ich bekomme die Milch nicht weite reduziert. Salbei und Pfefferminz helfen nicht. Kurz gesagt – was kann wirklich helfen, die Milchmenge zu reduzieren – die Brüste sind sofort wieder so voll, dass der nächste Stau droht.
    Vielen Dank, viele Grüße
    Silke Hollweg

    • Hallo Frau Hollweg,
      eine individuelle Beratung ist mir auf diesem Weg nicht möglich, da ich zu wenige Informationen von Ihnen habe. Siehe dazu auch: https://www.stillkinder.de/faq/
      Alles, was ich an dieser Stelle dazu sagen kann, wäre: Gehen Sie ganz allmählich vor. Sprich: nicht gleich die ganze Mahlzeit ersetzen, sondern nach und nach die Breimenge steigern und anschließend auch noch stillen, aber eben immer weniger. Dann kann sich Ihre Brust und auch das Verdauungssystem Ihres Kindes langsam umstellen.
      Viel Erfolg.

  25. Liebe Regine, danke, dass es Sie, Ihre Homepage und diesen Artikel gibt. Das hat mich vom Abstillen gerettet..! Und ich bin dabei schon das zweite Mal Mama. Meine zweite Tochter ist jetzt drei Monate alt, wir benutzen die Methode „ca 6 Stunden an einer Seite“ seit fast einem Monat und alles hat sich super eingestellt! Ich hoffe, es bleibt auch so. Danke danke danke alles Gute und nicht aufgeben Ihr lieben Mammis da draussen!!!

  26. Mein kleiner Matz ist gerade 6 Tage alt und ich war teilweise sehr verzweifelt, weil er ständig spuckte, wieder an die Brust wollte und wieder spuckte. Bis heute die Milch regelrecht aus meinen Brüsten spritzte. Dann bin ich auf diese Seite hier gestoßen, habe seit 2 Stillvorgängen die Seite nicht gewechselt und der Kleine schläft nun und hat nicht gespuckt :).

    Doch voran erkenne ich, dass er nun genug von der einen Seite getrunken hat? Die Brust ist recht weich aber auch leer?

  27. Tausend Dank für diesen Artikel!

    Was haben mein armes Baby (12 Wochen) und ich für eine Odyssee hinter uns: ‚zig verschiedene Stillpositionen, Clusterfeeding, Abpumpen und Fläschen geben, Termine beim Osteopathen und und und… Irgendwann war mir nach mehrfacher Internetrecherche klar, dass das geschilderte Verhalten (extrem gieriges Trinken, Verschlucken, an der Brustwarze ziehen, weinen etc.) durch meinen starken Milchspendereflex (oben auch „Feuerwehrschlauch-Effekt“ genannt) entsteht.

    Geholfen war mir damit aber noch nicht, denn der einzige Rat, den man anderswo findet, ist das „Berg auf Stillen“. Das half aber nicht, denn nach oben spritzte es genauso stark wie nach vorne oder unten.

    Wir waren nervlich am Ende, ich hatte innerlich schon aufgegeben und mir Fertignahrung besorgt (was ich nie wollte).

    Zum Glück stieß ich dann auf diese Seite, bin den Empfehlungen gefolgt und konnte so die Überproduktion zurückfahren. Und was soll ich sagen? Schon nach dem ersten Tag war das Stillen nicht mehr jedes Mal ein Kampf und mein Baby schlief nachts viel ruhiger. Natürlich dauert es eine Weile, bis sich alles eingependelt hat, aber erste Erfolge sind sehr schnell spürbar.

    Das Fertig-Chemie-Zeug wandert in die Tonne und mein Baby ist wieder glücklich 🙂

    Für mich ist stillkinder.de eine absolute Mutmachseite und sollte jedem Neugeborenen als „Beipackzettel“ beiliegen, dann gäbe es viel mehr glückliche Stillbeziehungen.

  28. Hallo,
    die Symptome haben auch auf meine Maus (8 Wochen, aber knapp 5 Wochen zu früh) zugetroffen und ich hab nun das Stillen nach dem Schema umgestellt, nur jetzt will sie gar nimma aufhören, wenn ich mit ihr nicht mal rumgehe, nachdem sie die Brust losgelassen hat (sie trinkt nur ein paar Sekunden richtig mit Schlucken und lässt dann los um wieder zu trinken oder zu nuckeln), damit sie schläft, würde sie Stunden durchtrinken, wie z.B. gestern Nacht….von 02:00 bis 05:00 ununterbrochen an der Brust…
    Was läuft denn da falsch? Soll ich doch wieder zum alten Schema, Stillen nach Bedarf aber mit Brustwechsel zurück? Ihr Stuhl war nie schaumig oder grün… meine Brust hat jedoch ein wenig gespritzt, von Zeit zu Zeit…
    Liebe Grüße
    Sandra

    • Hallo Sandra,
      so eine Diagnose und Beratung aus der Ferne ist immer schwierig, wenn nicht gar unmöglich.
      Es kann vieles dahinter stecken, jedenfalls läuft es noch nicht rund und daher sollten Sie sich am besten persönlich beraten lassen.
      Ich würde Ihnen daher raten, sich vor Ort an eine Stillberaterin zu wenden und Ihre gesamte Stillsituation (Milchmenge, Stillposition, Anlegetechnik, Saugtechnik, usw.) überprüfen zu lassen.
      Viel Erfolg und herzliche Grüße,
      Regine Gresens

      • danke für die rasche Antwort, ich habe mir schon eine Stillberatung für morgen organisiert. Ich hoffe, sie kann uns helfen.

  29. Liebe Frau Gresens,

    ich möchte mich hier noch einamal bei Ihnen bedanken für diesen Bericht.
    Meine kleine Mia und ich hatten in der 4. Woche so unsere Stillprobleme!
    Sie hat nur geweint und wir haben nicht mehr zueinander gefunden.
    Viele Tränen sind geflossen! Es war wirklich eine schlimme Zeit!
    Ich habe mir viel Hilfe gesucht, doch niemand konnte mir sagen was die kleine hatte.
    Meistens hieß es die kleine hat Hunger oder Blähungen!
    Aber egal was ich machte nichts half!

    Sogar der Rat das ich abstillen sollte war dabei!

    Als ich eines Abends kurz vor dem verzweifeln auf ihre Seite gestoßen bin war ich der gelücklichste Mensch in dem Moment!
    Ich habe den Bericht gelesen und uns sofort darin erkannt!
    Endlich wusste ich was los war!!
    Als ich dann noch mit Ihnen telefoniert hatte war alles wieder gut! Es dauerte zwei Tage und wir haben uns wieder gefuden, Ein glückliches Baby und eine überglückliche Mami!!
    Heute is die kleine 6 Monate und wir stillen noch 😉
    Es hat ungefähr eine Monat gedauert bis sich alles zu 100% eingestellt hatte aber es hat sich definitiv gelohnt!!

    Vielen lieben Dank!
    An alle Mamis die sich in diesem Beitrag wieder erkennen, ihr schafft das!!

    Susanne und Mia

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