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Zeit

Zeit

1 Kommentar

Die erste Zeit ist schwierig,
weil sie klein sind,
weil sie viel weinen,
weil sie nichts alleine können.

Die Zeit ab dem ersten Geburtstag ist schwierig,
weil sie laufen können,
weil sie bockig sind,
weil sie alles alleine machen wollen.

Die Zeit des dritten Geburtstags ist schwierig,
weil sie einem das Ohr fusselig reden,
weil sie in den Kindergarten wollen und doch nicht wollen,
weil sie Dreirad und Bobbycar fahren wie die Wilden.

Die Zeit des sechsten Geburtstags wird schwierig,
weil sie in die Schule kommen und 1000 Sachen brauchen, die die Freunde auch haben,
weil sie ganz genau wissen, was sie wollen, und das jetzt und sofort,
weil sie anfangen, Fahrrad, Inline-Skates und Skateboard zu fahren wie die Irren.

Dann kommt die Zeit des 18. Geburtstages und uns wird bewusst,

dass die erste Zeit so schön war,
weil sie so kuschelig waren,
weil sie uns so sehr gebraucht haben,
weil sie immer in unserer Nähe sein wollten.

Dass die Zeit des ersten Geburtstages so schön war,
weil sie anfingen zu laufen,
weil wir stolz waren auf ihren festen Willen,
weil wir es klasse fanden, wie sie anfingen, selbständig zu werden.

Dass die Zeit des dritten Geburtstages so schön war,
weil wir ihren Wortschatz berauschend fanden,
weil wir ihren Mut bewunderten,
weil es schön war, sie unter anderen Kindern spielen zu sehen.

Dass die Zeit des sechsten Geburtstages so schön war,
weil wir sie sahen, wie sie unentdecktes Land begingen,
weil wir sahen, wie sie dicke Freundschaften schlossen,
weil wir ihren Gleichgewichtssinn bewunderten und sahen, wie sie Neues austesteten und wie sie sich dann freuten, wenn es klappte und wie sehr sie weinten und sich an uns schmiegten, wenn es nicht klappte.

Mögen wir uns an all diese Momente erinnern, an die schönen und an die schwierigen.

Darin sind wir, darin sind unsere Kinder und darin ist unsere Zukunft!

Autorin: Martina Kis
Foto: Father via photopin (license)

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Youtube und Google+.

Ein Kommentar

  1. Oh, wie schön ist dieser Text.
    Ja. Das sehe ich auch so. Am liebsten würde ich bis zum 18. Geburtstag meiner Kinder zu hause bleiben und sie rund um die Uhr knuddeln, kuscheln, mit ihnen spielen …..
    Die Zeit vergeht einfach viel zu schnell.
    Ich weiß noch, wie meine Kinder gerade geboren waren.
    Nichts konnte ich abwarten.
    Ich freute mich auf jeden Entwicklungsschritt. War er dann endlich da, konnte ich die Finger kaum vom Drücker des Fotoapparates lassen.
    ich war/bin so stolz.
    Mit der Geburt meines zweiten Kindes wurde mir alles noch einmal wieder ins Bewusstsein gerufen. Die Ungeduld war wieder da.
    Aber! Gemessen an meinem erstgeborenem Kind, sah ich, wie schnell doch die Zeit verrinnt.
    Wie schnell doch diese kleinen, vielen Entwicklungsschritte verblassten.
    Immer wenn ich wieder ein Spielzeug oder ein gerade noch getragenes Kleidungsstück für einen der vielen Flohmärkte fertig machte, wurde mir ganz flau im Magen.
    Am liebsten würde ich die Zeit jeden Tag wieder auf den Tag der Geburt zurücklegen.

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