Wann welche Pumpe?

Wissenswertes über Pumpen

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Autorin: Diane Wiessinger, IBCLC
Entleeren der Brüste mit der Hand
wird von den meisten erwerbstätigen Mütter auf der Welt praktiziert.

Die Entleerung der Brüste per Hand braucht etwas Übung, aber wenn Du es erst einmal erlernt hast, ist es schnell und einfach.

Versuche anfangs in eine große Schale oder eine saubere Gefrierdose auszustreichen.

Massiere Deine Brüste und schüttele sie vorsichtig.

Leg Deinen Daumen auf einer Seite der Brust auf den Rand der Areola (den dunklen Bereich um Deine Brustwarze herum) und zwei Finger auf den gegenüberliegenden Rand.

Drücke leicht in Richtung Brustkorb. Nun drücke Deinen Daumen und die Finger zusammen und zieh sie von Deinem Brustkorb weg nach vorn.

Schiebe Deine Finger nicht über Deine Haut, sondern schiebe Deine Haut über das darunter liegende Gewebe. Es ist ein bisschen so, wie Zahnpasta aus dem hinteren Ende der Tube in Richtung Öffnung zu schieben.

Nach einigen Wiederholungen, bewege Deine Finger auf neue Positionen am Rand Deiner Areola und mach weiter.

Wenn Du Milch spritzen siehst, weißt Du, dass Du das Richtige machst.

Mietpumpen

sind in der Regel die effektivsten Pumpen, nach dem Baby.

Die größeren Pumpen bringen etwas mehr Leistung als die leichteren, wenn Du für ein Baby pumpst, das nicht stillen kann, aber die meisten erwerbstätigen Mütter kommen mit den leichteren Modellen gut zurecht.

Die Kosten liegen gewöhnlich unter 270 Euro für 6 Monate – etwa das Gleiche wie künstliche Säuglingsnahrung für 2,5 Monate, ohne die zusätzlichen Ausgaben für medizinische Behandlungen.

Wenn es mechanische Probleme gibt, ist der Vermieter verantwortlich.

Der Unterdruck und der Pumprhythmus (etwa ein Zyklus pro Sekunde) sind ähnlich wie die durch das Baby, obwohl Babys die Milch auch aus der Brust herausstreichen – das ist etwas, was keine elektronische Milchpumpe gut kann.

Alle Mietpumpen ermöglichen das „Doppelpumpen“ – das gleichzeitige Pumpen beider Brüste – was die notwendige Zeit reduziert und etwas mehr Milch erbringt.

Sehr effektiv ist es auch vor, während und nach dem Pumpen die Brüste auch zu massieren.

Die meisten Frauen sind mit einer Mietpumpe sehr zufrieden, und es ist gewöhnlich die beste Wahl, wenn Du zur Lösung eines Stillproblems pumpen musst.

Gekaufte große elektrische Doppelpumpen

können ein guter Ersatz für eine Mietpumpe sein, wenn Du keine Stillprobleme hast. Frag nach der Garantiezeit und denk daran, dass alle Mängel nach der Garantiezeit Dein eigenes Problem sind.

Bei gekauften kleinen elektrischen Doppelpumpen

muss irgendetwas geopfert werden, um die Kosten niedrig zu halten.

Entweder ist das Vakuum geringer oder die Geschwindigkeit ist langsamer – wenn der Unterdruck erzeugt wird, indem Du mit einem Finger ein Loch abdeckst oder öffnest, kann sie bis zu einen Zyklus pro 12 Sekunden langsam sein.

Du erhälst das, was Du bezahlst und es hat einen Grund, warum diese Pumpen weniger kosten. Trotzdem sind sie eine gute Wahl für manche Frauen.

Frag nach der Garantie. Viele dieser Pumpen sind nicht dafür konstruiert, über einen längeren Zeitraum mehrmals täglich benutzt zu werden, und sie werden bei einer erwerbstätigen Mutter nicht lange gut funktionieren.
 

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Ein kleiner Junge erforscht eine Milchpumpe

Kleine elektrische Einzelpumpen,

die manchmal als „Samstagabends-Modell“ bezeichnet werden, haben alle oben aufgeführten Nachteile, und können nur eine Seite zur Zeit abpumpen.

Für jede kleine Pumpe, auf die eine Mutter schwört, gibt es eine andere Mutter, die nicht damit zufrieden ist. Manche Frauen kaufen sich zwei Einzelpumpen, und dann noch eine Doppelpumpe.

Such nach Pumpen von Herstellern, die nur Stillhilfsmittel herstellen (Anmerkung der Übersetzerin: In Deutschland sind dies Pumpen der Firmen ARDO* und MEDELA*).

Bei Pumpen von Herstellern von Säuglingsnahrung, Babykost und Flaschen kannst davon ausgehen, dass die Hersteller damit rechnen, mit Dir Geschäfte zu machen, auch wenn die Pumpe versagt – vielleicht sogar besonders, wenn Deine Pumpe versagt.

Bring unbedingt jede Pumpe zurück, die für Dich nicht funktioniert, damit die Geschäfte sich darauf einrichten, gute Pumpen anzubieten.

Achte auf die Möglichkeit des Strombetriebs. Batterien entladen sich zu schnell, um absolut zuverlässig zu sein, hebe sie also besser für Situationen auf, wenn keine Steckdose in der Nähe ist. Ansonsten benutze die Steckdose.

Und denk daran, nach der Garantie zu fragen.

Mit einer Handpumpe

brauchst Du mehr Zeit als mit elektrischen Pumpen und benötigst darüber hinaus mehr Konzentration.

Auf der anderen Seite brauchst dazu keine Steckdose. Sie sind hauptsächlich für Mütter, die gelegentlich eine Flasche abpumpen wollen, nicht so sehr für Mütter, die Vollzeit arbeiten.

Auch hier, hüte Dich vor Pumpen von Firmen, die andere Gegenstände für die Ernährung von Säuglingen herstellen.

Allgemeine Regeln

Stillprobleme? Mietpumpe.
Berufstätige Mutter? Große Doppelpumpe mieten oder kaufen.
Gelegentlicher Gebrauch? Kleine elektrische oder Handpumpe.

Und das Entleeren per Hand kann von allen genutzt werden, ist absolut kostenfrei und immer verfügbar.

Original: „About Pumps“ von Diane Wiessinger, MS, IBCLC, 2006
Übersetzung: Regine Gresens, IBCLC, November 2006
Foto: bettina n via photopin cc

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Veröffentlicht von: Regine Gresens

Hallo, ich bin Regine - Mutter, Hebamme, Berufspädagogin, Still- & Laktationsberaterin IBCLC und Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG). Ich helfe Dir dabei, Deinem Baby und Dir selbst zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und Euren eigenen Weg zu gehen.

3 Kommentare

  1. Ich hab die elektr. Pumpe genutzt. Es lief aber von Anfang an immer eher schlecht als recht. Ich konnte nie viel abpumpen, da nach 1-2 Milchspendereflex-Auslösen meist wieder Schluss war. Mit heiss duschen kurz davor und Massage kam jeweils etwas mehr raus. Aber insgesamt nicht wirklich viel. Anfangs, als mir geraten wurde neben dem Stillen auch noch abzupumpen und zuzufüttern, hat mich das psychisch richtig fertig gemacht, dass da einfach nicht mehr rauskommen wollte. In allen Anleitungsvideos, die ich im Internet gesehen hab, waren da immer Frauen, die unheimliche Mengen abgepumpt haben! Ich dachte dann deswegen wirklich ’ne ganze Zeit lang, dass ich wohl nicht genug Milch hab. Die Mütterberaterin, welche ich zu diesem Zeitpunkt hatte, wusste es leider auch nicht besser und wollte mir Formula einreden (da angeblich weniger stressig für Mutter). Ich hab nicht auf sie gehört bzw hab dann einfach versucht öfter kleine Mengen abzupumpen und zu sammeln. Heute weiss ich, dass ich nicht zu wenig Milch hatte/hab. Stille meinen Kleinen seit nunmehr drei Jahren. Er beschwert sich nicht über die Trinkmenge. Deshalb sag‘ ich heute jeder verunsicherten Frau, welche sich für dieses Thema interessiert: die abgepumpte Milchmenge sagt nichts über die in der Brust verfügbare bzw produzierte Milchmenge aus! Entscheidend ist es, ob es der Pumpe oder Frau gelingt den Milchspendereflex auszulösen. Und ich glaube, es hat vielleicht auch etwas damit zu tun, wie kurz oder lang die üblichen Stillabstände mit Baby sind, wie viel man dann pro Mal abpumpen kann??

  2. Also ich muss sagen, dass ich von der Motorleistung keinen Unterschied feststellen konnte zwischen der großen Medela Symphonie und der Medela Swing Maxi! Ich Pump Stille nun seit einem Jahr! (dh. meine Kleine bekommt KEINE Fertigmilch, sondern ausschließlich abgepumpte Muttermilch seitdem sie 4 Wochen alt ist, davor haben wir uns mit dem Stillen „abgekämpft“)! Die Milchpumpe ist bei mir im täglichen Dauereinsatz! Einen Motor der Medela Maxi habe ich schon „fertig“ gepumpt -war aber noch in der Garantiezeit!
    Bin mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis durchaus zufrieden, v.a. da man die kleine Swing Maxi auch überall mit hinnehem kann, was bei mind. alle drei Stunden am Anfang der Stillzeit abpumpen schon von großem Vorteil ist! Nun mit einem Jahr pumpe ich noch 4 Mal täglich (insgesamt 750 ml) ab!

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