Stillhütchen

Wie das Stillhütchen wieder abgewöhnen

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Stillhütchen werden meist bereits in den ersten Tagen nach der Geburt eingeführt, weil das Neugeborene die Brust nicht erfasst oder das Saugen an der Brust für die Mutter schmerzhaft ist oder die Brustwarzen wund sind.

Abgesehen davon, dass die Hütchen in diesen Situationen oft gar nicht nötig wären, wird es immer schwieriger, sie wieder loszuwerden, je länger sich das Baby an diese „Super-Brustwarzen“ gewöhnt hat.

Stillhütchen sollten, wenn überhaupt, möglichst nur für kurze Zeit eingesetzt werden, da sie bei längerem Einsatz dazu führen können, dass Deine Brüste nicht effektiv geleert werden und dadurch Deine Milchmenge zurückgeht und Dein Baby nicht mehr ausreichend zunimmt.

Je früher Du also versuchst von den Hütchen wieder loszukommen, desto besser.

Das Baby vom Stillhütchen entwöhnen

Auf keinen Fall solltest Du, wie manchmal empfohlen wird, die Spitze eines Stillhütchens aus durchsichtigem Silikon nach und nach abschneiden, da dabei scharfe Kanten entstehen, die Dein Baby im Mund verletzen können.

Vielleicht gelingt es Dir sogar, das Hütchen einfach wegzulassen und Dein entspanntes und vielleicht noch etwas schläfriges Baby in der bis dahin für Dich üblichen Stillposition gut anzulegen.
 
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Eventuell hast Du auch Erfolg, indem Du Dein Baby erst wie gewohnt mit dem Hütchen anlegst und es dann, nachdem es einige Minuten getrunken hat, wieder von der Brust löst, schnell das Hütchen wegnimmst und es schnell wieder gut anlegst und ohne Hütchen weiter trinken lässt.

Nach und nach kannst Du versuchen, das Hütchen schneller wegzunehmen, bis es irgendwann gar nicht mehr benötigt wird.

Oder Du lässt Dein Baby an der ersten Brust mit Hütchen trinken und versuchst es an der zweiten ohne Hütchen anzulegen.

Manche Babys gehen auch bereitwillig ohne Stillhütchen an die Brust, wenn Du Dich beim Anlegen mit dem Baby im Arm bewegst, z.B. langsam umhergehst oder Dich hin- und her wiegst, oder Ihr beide zusammen in der warmen Badewanne seid.

Achte aber in jedem Fall darauf, dass Dein Baby viel Brust in den Mund bekommt und nicht nur an der Brustwarze saugt, so wie es das vielleicht zuvor mit dem Stillhütchen getan hat.

Ob es jetzt gut angelegt ist, erkennst Du daran, dass das Saugen für Dich nicht schmerzhaft ist.

Falls diese Tipps bei Dir nicht funktionieren, solltest Du mehrere Dinge verändern und die Schwerkraft und die angeborenen Suchreflexe Deines Babys nutzen, um es zu „verführen“ ohne Hütchen an Deine Brust zu gehen:

  • Beginne, wenn Dein Baby noch nicht allzu hungrig und vielleicht sogar noch etwas schläfrig ist. Es ist dann geduldiger und eher bereit etwas „Neues“ probieren.
  • Ermögliche viel Haut-Haut-Kontakt mit Deinem Baby, indem Du es bis auf die Windel ausziehst.
  • Mach auch Deinen Oberkörper frei, nimm den BH ab und trage oben herum nur eine aufgeknöpfte Bluse oder eine Jacke.
  • Nimm eine für Dich bequem zurückgelehnte, halbliegende Position ein, so wie zum Fernsehen auf dem Sofa.
  • Stütze Deinen Oberkörper, Arme, Schultern, Nacken und Kopf gut mit verschiedenen Kissen und/oder Deinem Stillkissen ab.
  • Leg Dein Baby nun bäuchlings auf Deinen Bauch, so dass es mit dem Kopf zwischen Deinen Brüsten oder auf einer Brust liegt.
  • In dieser Position wird das Baby durch die Schwerkraft zur Brust hingezogen, statt von ihr weg, und Eure Körper haben maximalen Kontakt und keinen störenden Abstand zwischen sich.
  • Durch die Berührung an seiner gesamten Körpervorderseite werden bei leichtem Hunger seine angeborenen Such- und Stillreflexe ausgelöst. Diese Reflexe sind bei gesunden Babys viele wochen-, ja sogar monatelang auslösbar.
  • Dein Baby beginnt dann mit Seitwärtsbewegungen seines Köpfchens nach Deiner Brustwarze zu suchen.
  • Du musst jetzt nicht viel tun, außer Dein Baby zu beruhigen und für seine Anstrengungen zu loben.
  • Wenn Du möchtest, kannst Du aber auch ein wenig helfen und es z.B. näher zu seinem Ziel schieben. Die Brustwarze sollte dabei eher auf der Höhe seiner Nase als auf Höhe seines Mundes sein.
  • Hat Dein Baby die Brustwarze gefunden, hebt es seinen Kopf, öffnet den Mund, verankert seinen Unterkiefer unterhalb der Brustwarze an Deiner Brust und zieht sich die Brustwarze und viel Brust tief in den Mund.
  • Fängt es dann an zu saugen und hörbar zu schlucken und hast Du dabei keine Schmerzen, ist alles gut. Herzlichen Glückwunsch!!!
  • Falls Du Schmerzen hast, nimm Dein Baby noch einmal ab. Und versuche es erneut.
  • Falls Dein Baby die Brust nicht gut greift, kannst Du Deine Brust auch parallel zu seinen Lippen am oder hinter dem Vorhof zwischen zwei Fingern oder zwischen Daumen und Fingern etwas flach zusammendrücken, damit die Brust fester wird und es viel Brust erfassen kann und die Brustwarze gleich tief in seinen Mund gelangt. Lass die Brust erst wieder langsam los, wenn Du das Gefühl hast, dass Dein Baby gut saugt.
  • Versuch es unbedingt auch einmal mit dieser Flip-Technik anzulegen! Sie hat schon vielen Müttern geholfen.

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Stillhütchen

Vermeide bei Deinen Anlegeversuchen Stress und Frustration bei Deinem Baby. Regt es sich zu sehr auf oder fängt es an zu weinen, versuch es zu beruhigen oder beende den Versuch für dieses Mal und lass es wie gewohnt mit Stillhütchen trinken.

Vielleicht klappt es beim nächsten Mal besser.

Das Abgewöhnen der Stillhütchen kann recht schnell gelingen, aber auch bis zu mehrere Wochen dauern. Bleib geduldig und versuche es immer wieder einmal, in entspannter Stimmung und mit einem entspannten Baby.

Es wird immer einfacher, wenn Du einige Male erfolgreich warst.

Wenn das Stillen ohne Hütchen in einer Position klappt, lege für einige Zeit nur noch so an, bis Du und Dein Baby Euch dabei sicher und routiniert fühlt. Dann kannst Du auch leichter und besser in anderen Positionen anlegen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und freue mich sehr, wenn Du mir von Deinen Erfahrungen berichtest.

Autorin: Regine Gresens, IBCLC, April 2015
Foto: Regine Gresens

 
Weitere Tipps und Infos über die angeborenen Stillreflexe der Babys und was Du tun kannst, um Dein Baby in verschiedenen Positionen gut anzulegen, erkläre und zeige ich Dir in dem Video-Online-Kurs „Gut Anlegen“.
 


 
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Veröffentlicht von: Regine Gresens

Hallo, ich bin Regine - Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Ich helfe Dir, als Mutter Dir selbst und Deinem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und Euren eigenen Weg zu gehen. Du findest mich auch auf Facebook, Pinterest und Youtube.

21 Kommentare

  1. Liebe Frau Gresens,

    das Stillen klappte mit meinem Sohn von Anfang an eigentlich problemlos. Mit zwei Monate kämpften wir dann plötzlich mit langen Schreianfällen, die leider oft auch während des Stillens starteten. Manchmal fing er nicht mal an zu trinken, sondern weinte gleich. Ein spontaner Griff zum Stillhütchen brachte uns endlich wieder Entspannung und mein Sohn schlief seit langem mal wieder nach dem Stillen ein. Ich hatte den Eindruck, dass er latent hungrig war und einfach nicht zur Ruhe fand.

    Nun kommen wir allerdings nicht mehr davon weg. Mittlerweile ist er 17 Wochen alt. Er startet immer mit kräftigen Schlucken ohne Hütchen, bis er dann langsam anfängt unruhig zu werden und irgendwann weint oder schreit. Setze ich das Stillhütchen auf, ist er wie erleichtert und schläft kurze Zeit später oft beruhigt ein.

    Ich weiß mir nicht mehr zu helfen. Ein Versuch darauf zu verzichten, bricht mir bei seinem weinen fast das Herz.

    Meine Brustwarze ist leider sehr klein und der Hof sehr groß und weich. Ihm ist es vielleicht einfach zu anstrengend das Vakuum zu halten.

    Haben Sie vielleicht noch einen Rat? Wegziehen führt nur wieder zum weinen. Ganz selten schaffen wir es nachts ohne.

    Liebe Grüße
    Mimi

  2. Hallo ihr Lieben,

    Aufgrund Wunder Brustwarzen habe ich auch nach kurzer Zeit auf die Hütchen zurück greifen müssen, weil ich einfach den Schmerz nicht aushalten konnte ;(

    Nun ist mein Kleiner fast drei Wochen alt und wir nutzen die Hütchen noch immer und natürlich würde ich der Einfachheit halber gerne davon weg kommen.

    Anders wie bei den hier geschilderten Erfahrungen, lässt er sich auch ohne Hütchen anlegen, trinkt dann auch brav ohne, aber wenn er dann gegen Ende zum Finale gerne an der Brust eindösen möchte, dann verlangt er partout und vehement nach den Hütchen. Wird dann richtig böse ;(

    Hat in dieser Konstellation auch jemand einen Tipp, wie wir davon loskommen können?

    Liebe Grüße

  3. Ich habe bestimmt 5 monate ein hütchen benutzen müssen und habe echt alles versucht um es loszuwerden. Manchmal hat mein sohn dann eine minute ohne getrunken und dann ging die frustration los und wir brauchten es wieder.
    Ich glaube aber, die lösung gefunden zu haben: juri hat manchmal muttermilch aus der flasche bekommen wenn ich nicht da war. Und zwar mit einem vakuum aufsatz von medela (kalmasauger) der nicht wie gewöhnliche trinkaufsätze mit einem stillhütchenähnlichen „nippel“ endet sondern mit einer art schlauch. Ich denke dass dieses ende, der vollständig eingesogenen brustwarze viel ähnlicher ist als das stillhütchen! Ich habe bei jedem anlegen erst mal ohne probiert und siehe da von heut auf morgen war das Thema stillhütchen gegessen. Juri hat von da an auch wesentlich besser zugenommen. Ich wünsche allen betroffenen müttern ganz viel Durchhaltevermögen und dass es bald ohne klappt! Nicht aufgeben!
    Alles liebe Anna*
    Ps. Wenn man die hütchen los ist, tut das stillen erst mal weh. Die brustwarzen müssen sich an den stärkeren sog erstmal gewöhnen. Zähne zusammen beißen und durch, der schmerz lässt nach einigen sekunden langsam nach und nach ein paar tagen haben sie sich dran gewöhnt.

    • Hallo Anna,
      Ich stille meine Tochter seit 3 Monaten mit Hütchen… und bin leicht genervt davon 😅
      Ich versuche es öfters, aber erfolgreich waren wir nur ganz selten.

      Kannst du mir nochmal erklären wie du es gemacht hast? Ich versteh es nicht ganz.

      Vielen Dank und liebe Grüße
      Franzi mit Amelie

    • Liebe Anna,
      vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht! Ich war schon ziemlich verzweifelt, als ich ihn gelesen habe. Dann habe ich den Calma-Sauger für die abgepumpte Milch verwendet und zwei Tage später funktionierte das Stillen auf einmal einwandfrei ohne Hütchen!

      Vielleicht ist es ja Zufall, aber uns hat’s geholfen!
      Liebe Grüße

  4. Ich stille meinen Sohn jetzt nun seit 6 1/2 Monaten mit Stillhütchen. Ich würde es ihm gerne abgewöhnen, jedoch ist es mir bis jetzt leider nicht gelungen.
    Ein weiteres Problem ist, dass er, seit er 4 Monate alt ist, 2 Zähne unten hat und die oberen gerade im Kommen sind. Letzens hat er mich beim Versuch ohne Stillhütchen zu stillen so reingebissen, dass ich jetzt vor jedem weiteren Versuch Angst habe.
    Haben Sie ein paar Tipps, wie es funktionieren könnte?

    Mit freundlichen Grüßen, Katrin

    • Hallo Katrin,
      hier sind ein paar Tipps zu Schmerzen beim Stillen durch Zähne.
      Weitere Tipps zum Abgewöhnen des Stillhütchens, als die oben genannten, habe ich leider nicht.
      Es könnte jedoch sein, dass es momentan mit dem Durchbrechen der oberen Zähne gerade kein günstiger Zeitpunkt für das Abgewöhnen ist.
      Ohnehin ist es nach 6,5 Monaten vermutlich schwieriger, als etwa nach 6 Wochen mit Stillhütchen.
      Aber möglich ist alles. 🙂
      Alles Gute für Euch,
      Regine Gresens

  5. Gibt es einen Trick, wie man verhindern kann, dass er quasi von selber zurückzieht? Er wurde bisher nur mit Hütchen gestillt und zusätzlich mit der Flasche zugefüttert und das Anlegen hat einmal richtig funktioniert und seither nie mehr. Er sucht zwar und sperrt auch den Mund auf, aber einerseits schnappt er sehr schnell zu und andererseits habe ich wie das Gefühl, dass er selber nachkorrigiert, wenn er die Brust korrekt zu fassen kriegt und sich zurückzieht, bis er nur noch die Warze hat, halt so wie er es vom Hütchen her eher kennt. Ich habe das Gefühl ich bin nur noch am Anlegen und wieder Abbrechen, was natürlich extrem frustrierend für ihn und endlos schmerzhaft für mich ist. Mit Hütchen ist eben auch keine Alternative mehr, weil er mir die Warze durchs Hütchen saugt.

    • Liebe Silvie,
      wenn eine Optimierung der Stillposition und des Anlegens keine ausreichende Verbesserung bringen, könnte es sich um eine sogenannte Saugverwirrung handeln, die möglicherweise mit einem Saugtraining behandelt werden müsste.
      Was dabei bei ihm trainiert werden sollte und wie dies durchgeführt wird, ist nur nach einer Sauguntersuchung bei einer persönlichen Stillberatung individuell zu klären.

  6. Danke, danke, danke für diesen Artikel! Ich hab es aufgegeben gehabt, das Stillhütchen wegzulassen. Ich dachte, dass je länger es nicht klappt, er sich daran so gewöhnen würde, dass er vielleicht nicht mehr umlernen könnte und dann las ich das und und die Kommentare bei denen es funktioniert hatte nach Monaten und war sehr motiviert und siehe da, auch bei uns klappt es ohne Stillhütchen.

  7. Pingback: Blogparade „Mein schmerzfreier Stillstart“ oder Frühchenzwillinge stillen? | Maternita - Maternity Concierge & Baby Planner

  8. Hallo Frau Gresens,
    unsere Tochter ist fast 7 Monate alt und ich stille leider von Anfang an mit Stillhütchen, da ich recht eingezogene Brustwarzen habe. Ich bin darüber sehr traurig…komme mir immer vor, als wenn es kein richtiges Stillen ist. Keiner kann mir helfen…ich habe alles probiert. Ich versuche immer wieder ohne anzulegen, aber sie saugt überhaupt nicht…sie weiß gar nicht, was sie machen soll.

    Das Problem ist jetzt, dass sie zwei Zähne bekommen hat und nur noch in die Warze reinbeißt und dran zieht, wenn wir ohne Hütchen „üben“.
    Kann ich da etwas machen? Hätte so gerne noch paar Monate ohne gestillt.
    Liebe Grüße…

    • Liebe Steffi,
      es gibt immer wieder Kinder, die es auch nach langer Zeit mit Stillhütchen von einem Tag auf den anderen ohne hinkriegen. Siehe z.B. dieser Bericht.
      Sie könnten es auch einmal mit dem intuitiven Stillen versuchen.
      Ansonsten klappt es oft mit einem schläfrigen und nicht allzu hungrigen Kind besser oder z.B. beim gemeinsamen Baden oder beim Umherlaufen.
      Ich drück die Daumen.
      Liebe Grüße,
      Regine Gresens

    • Ich habe bestimmt 5 monate ein hütchen benutzen müssen und habe echt alles versucht um es loszuwerden. Manchmal hat mein sohn dann eine minute ohne getrunken und dann ging die frustration los und wir brauchten es wieder.
      Ich glaube aber, die lösung gefunden zu haben: juri hat manchmal muttermilch aus der flasche bekommen wenn ich nicht da war. Und zwar mit einem vakuum aufsatz von medela (kalmasauger) der nicht wie gewöhnliche trinkaufsätze mit einem stillhütchenähnlichen „nippel“ endet sondern mit einer art schlauch. Ich denke dass dieses ende, der vollständig eingesogenen brustwarze viel ähnlicher ist als das stillhütchen! Ich habe bei jedem anlegen erst mal ohne probiert und siehe da von heut auf morgen war das Thema stillhütchen gegessen. Juri hat von da an auch wesentlich besser zugenommen. Ich wünsche allen betroffenen müttern ganz viel Durchhaltevermögen und dass es bald ohne klappt! Nicht aufgeben!
      Alles liebe Anna*
      Ps. Wenn man die hütchen los ist, tut das stillen erst mal weh. Die brustwarzen müssen sich an den stärkeren sog erstmal gewöhnen. Zähne zusammen beißen und durch, der schmerz lässt nach einigen sekunden langsam nach und nach ein paar tagen haben sie sich dran gewöhnt.

  9. Bei uns hat es 5 Monate gedauert und es gab viel Frust. Aber ich wollte dran bleiben und es hat sich gelohnt, da wir im 14 Monat sind 🙂 und nach wie vor viel stillen, trotz normalem Essen. Bei uns gab’s eine Schlüsselsituation, an der es dann bald ohne Hütchen ging: Sie spielte mit etwa 5 Monaten im Wohnzimmer auf dem Spielteppich. Ich ging schnell duschen und sie fing zu weinen an. Dieses Weinen verursachte, dass während ich abgetrocknet, aber nackt zu meiner Tochter lief, die Milch zu laufen begann und dann trank sie endlich ohne Hütchen!

  10. Ich habe mal gelesen, dass (wenn nichts anatomisches zum Stillhütchen geführt hat) das Stillhütchen mit 10 – 12 Wochen oft einfach weggelassen werden kann und das Kind es ohne Stress lernt. Also habe ich meinem Baby und mir den Stress vorher gar nicht mehr angetan, als er bei den ersten Versuchen total frustriert war. Und siehe da: ab der 11. Woche hat mein Baby angefangen tagsüber ohne Stillhütchen zu trinken… kurze Zeit später auch nachts. Jetzt mit 14 Wochen klappt es wunderbar ohne Hütchen! 🙂

    • Prima, das freut mich für Sie. 🙂
      Manchmal klappt es wirklich irgendwann auch einfach ohne. Das kann aber durchaus auch schon früher so sein. Also immer mal ohne probieren, ist jedenfalls nicht verkehrt. Denn, dass es dann mit 10 – 12 Wochen ganz einfach klappt, ist leider auch nicht immer der Fall.

  11. Ich habe ab dem 3. Tag, bis meine Tochter 3 1/2 Monate alt war, Stillhütchen verwendet. Sie hat die Brustwarze vorher nie gut fassen können und hatte ohne Hütchen kein Interesse. Dann plötzlich aus dem Nichts, dockte sie nach dem Stillen ohne Hütchen nochmal an und saugte, als ob sie es nie anders gemacht hatte. Ich hatte es zuvor immer wieder ohne Hütchen probiert, doch sie wollte es wohl selber entscheiden.
    Mein Tipp ist, dass Du als Mutter immer ruhig und entspannt bleibst. Jede Stillbeziehung ist anders und die Empfehlungen sind korrekt und begründet, doch sollten einen nicht verrückt machen und verunsichern. Solange das Kind zufrieden ist und gut zunimmt, ist alles bestens. Begleitung durch eine Stillberatung finde ich aber auf jeden Fall wertvoll!

  12. Meine Tochter hat ganz am Anfang vor lauter Suchen die Brustwarze nicht gefunden. Ich habe dann erst mit Hütchen gestillt. Die Stillberaterin im Krankenhaus hatte dann aber folgenden Tipp, der bei uns gleich auf Anhieb geklappt hat: den kleinen Finger zum Saugen mit der Fingerkuppe nach oben geben. Wenn gut gesaugt wird, Finger entfernen und anlegen. Jetzt stillen wir seit 21 Monaten.

  13. Meine Tochter hatte nach einer Weile so einen Sog drauf, dass sie die Brustwarze durch das Hütchen durchgezogen hat. Das war dann der Punkt, wo wir es weggelassen haben und sie trank, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. (Wir hatten das mit dem Sog aufbauen vorher mit Sonde am Finger „trainiert“, weil sie das von der Flasche her nicht richtig konnte)

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