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Intuitives Stillen – leicht gemacht

Weitergestillt - trotz Abszess

Weitergestillt – trotz Abszess

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Noch bevor ich schwanger wurde, war mir klar, dass ich stillen will. Ich habe alles an Büchern verschlungen und wusste, dass eigentlich nichts schief gehen kann.
Für mich war es natürlich und damit selbstverständlich, dass alles reibungslos verläuft.

Als mein Sohn eine Woche alt war, hatte ich bereits meinen ersten Milchstau mit anschließender Brustentzündung. Das volle Programm: Fieber, Schüttelfrost, Gliederschmerzen, rote, harte und schmerzende Brust.

Ich habe alle bekannten Methoden angewandt und nach 24 Std. hatte ich alles überstanden. Selbst die Hebamme war bei ihrem nächsten Besuch verwundert und ich ein wenig stolz, dass ich es allein geschafft hatte.

Unsere Stillbeziehung wurde immer schöner und selbstverständlicher. Recht schnell hatte ich keine Probleme mit wunden Brustwarzen und auch das Dauerstillen war nach vier Wochen überwunden und man konnte einen leichten Rhythmus erkennen bzw. kleine Pausen zwischen den Mahlzeiten.

Ich war einfach nur glücklich und zufrieden.

Als unser Keks genau 9 Wochen alt wurde, habe ich Einiges um die Ohren gehabt, denn am nächsten Tag, Samstag, war Taufe. Zwar nur Eltern und Taufpaten, aber eben bei uns in der Wohnung. Das heißt putzen, kochen, backen und sich verrückt machen.

Bereits Freitagabend merkte ich einen leichten Druckschmerz in der linken Brust, dachte mir aber nichts dabei und ging schlafen.

Ausgerechnet in dieser Nacht wollte unser Wurm sehr selten stillen 🙁 und am nächsten Morgen hatte ich schon eine harte, heiße, rote und schmerzende Brust, Kopfschmerzen inklusive.

Tja, aber die Taufe musste gleich passieren, also Zähne zusammenbeißen und durch…

Ich habe ihn den ganzen Tag über versucht sehr oft anzulegen. Aber erstens konnte er die Brust enorm schlecht packen, weil der Stau ziemlich nah an der Brustwarze war und zweitens schien es ihm auf der Seite nicht zu schmecken. (Hinterher habe ich herausgefunden, dass die Milch durch die Brustentzündung salzig schmeckt.)

Erst als der Besuch gegen 16 Uhr ging, fing ich an mit Quarkwickeln, Bettruhe, feuchtwarmen Waschlappen und was man nicht noch alles macht. Schlagartig bekam ich auch Fieber, Schüttelfrost, Gliederschmerzen und mir war total schwindelig.

An Ausstreichen war den ganzen Tag über schon nicht mehr zu denken, die Schmerzen waren unvorstellbar. Auch beim Anlegen habe ich geweint vor Schmerzen, aber das war besser auszuhalten als sich diese Schmerzen durch Ausstreichen selbst zuzufügen.

Als es am nächsten Tag einfach nicht besser wurde, sind wir ins Krankenhaus. Es war ja Sonntag. Dort sprach selbst die Hebamme von Abstilltabletten und so. Da dachte ich schon, die spinnen jetzt völlig.

Der Ultraschall war unauffällig und trotzdem wollte die Ärztin, dass ich am nächsten Tag zur Kontrolle wiederkomme. Wenn es nicht besser wird, würde man mich da behalten und operieren. Ach ja, weiterstillen würde dann natürlich nicht gehen und selbst wenn, würde ich immer wieder Abszesse bekommen. Ja nee, ist klar…

Man gab mir eine stillfreundliche Antibiose und mir war klar, dass ich mir erstmal eine zweite Meinung einholen werde, sollte es tatsächlich nicht besser werden. In „Das Stillbuch„* von Hannah Lothrop hatte ich nämlich mal gelesen, dass Frauen selbst nach so einer OP weiterstillen können. Gott sei Dank habe ich so viel gelesen und ließ mich nicht verunsichern!

Im Kinderzimmer des Krankenhauses half mir die Schwester beim Abpumpen und machte mir noch Mut, dass alles wieder gut wird.

Aber das wurde es nicht, also bin ich am Montag zu meinem Gyn und nicht ins Krankenhaus! Leider hatte er Urlaub und so musste ich zu seinem Kollegen.

Der stellte im Ultraschall tatsächlich einen beginnenden Abszess fest. Ich war völlig fertig, denn er meinte nun, dass ich um eine OP wohl nicht mehr rumkomme. Scheiße.

Auch er war der Meinung, dass ich dann nicht mehr stillen könnte.
Ich: „Und mit nur einer Brust?
Er: „Das reicht nicht! Es gibt doch so gute Ersatzmilch heute, meine Kinder haben die auch alle bekommen und außerdem können Sie dann endlich mal durchschlafen!

Damit hat er echt den Vogel abgeschossen und ich glaubte ihm nun gar nichts mehr. Er ließ sich von mir jedoch überreden, es weiter mit der Antibiose zu versuchen.

Ich sollte Mittwoch wiederkommen. Trotzdem war ich völlig fertig mit der Welt, ich habe nur noch geheult und gejammert, dass ich nicht aufhören will und nicht abstillen werde! Ich hatte Angst gegen die Ärzte im KH nicht anzukommen, falls ich rein müsste.

Zuhause rief ich unter Tränen einer La-Leche-Liga-Stillberaterin aus meiner Stadt an und schilderte ihr mein Problem. Sie baute mich sofort auf und wollte sich nochmal detailliert erkundigen, sie würde mich zurückrufen.

Das tat sie auch und bestätigte mir, dass ich weiterstillen kann! Es würde nur Milch aus der Wunde rauslaufen, auch das habe ich bei H. Lothrop* gelesen. Sie machte mir noch ganz viel Mut, darauf zu bestehen, dass ich allein entscheide, ob ich stillen will oder nicht.

Ich solle stillfreundliche Medikamente verlangen und darauf bestehen, dass mein Kind bei mir bleiben darf. Somit hatte ich ganz viel Kraft und trotzdem Angst, es nicht zu schaffen.

Mittwoch bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Abszess vollständig eingeschmolzen ist und definitiv operiert werden muss.

Ich erzählte dem Gyn von meinem Gespräch mit der Stillberaterin.
Er: „Jaja, diese Beraterinnen sind ja immer so optimistisch! Ich wünsche Ihnen, dass es klappt. Aber erhoffen Sie sich nicht zu viel. Es gibt da ja auch solche La-Leche-Leute, also was für einen psychischen Druck, die auf die Frauen ausüben, da habe ich hier schon Geschichten gehört…!

Damit hatte er sich total ins Aus katapultiert. Wäre er mein Gyn, wäre das mein letzter Besuch gewesen, er war ja aber nur eine Vertretung…

Nicht die Stillberaterin, sondern ER und seine Arzt-Kollegen haben Druck auf mich ausgeübt. Die La-Leche-Liga-Beraterin war die einzige empathische und helfende Fachperson in dieser Geschichte.

Mein Mann hatte sich Urlaub genommen, falls ich unseren Keks nicht bei mir im Krankenhaus behalten dürfte. Noch am selben Tag sind wir mit gepackten Taschen für Mami und Mini ins Krankenhaus.

Beim Gespräch mit dem Oberarzt hatte ich nur eine Frage im Kopf und zum Schluss stellte ich sie nicht, ich machte daraus ganz mutig eine Information: „Ich werde aber nach der OP weiterstillen!
Oberarzt: „Ja, das können Sie sehr gerne machen, es gibt ja genug stillfreundliche Medikamente! Wir werden natürlich auch versuchen, Ihren Sohn bei Ihnen unterzubekommen

Bääääähm!!!!! Damit habe ich nicht gerechnet.

Mit einem Mal ist mir eine Steinlawine vom Herzen gefallen und ich hatte Lust, Bäume auszureißen, trotz Fieber, Schmerzen und allem!!!

Zwei Stunden später wurde ich operiert. Ich hatte null Angst, ich wusste, dass alles gut wird! Der Abszess wurde geöffnet, eine Lasche eingesetzt und die Wunde gesäubert.

Nach einer halben Stunde war ich wieder wach, hatte gar keine Schmerzen mehr, fühlte mich nur noch buchstäblich erleichtert und nach einer weiteren Stunde konnte ich mein Baby stillen.

Jedoch erstmal nur mit der gesunden Seite, die operierte war zu dick eingepackt, also half man mir beim Abpumpen. Die Milch lief super und eigentlich hätte ich sie ihm geben können. Aber der Oberarzt hatte noch Bedenken, weil der Abszess doch größer war als vermutet (mandarinengroß!).

Also sollte ich die Milch erst verwerfen. Die ganze Nacht über ging das auch sehr gut.

Aber am Morgen hat ihm die eine Seite nicht mehr gereicht. Ich rief im Kinderzimmer an und man erlaubte mir, die abgepumpte Milch nun zu geben. Das war vielleicht ein Akt…

Nach einem Verbandswechsel konnte ich meinen Keks dann mittags ganz normal wieder an die operierte Brust anlegen. Es lief alles super!!!!!

Am vierten Tag im Krankenhaus wurde mir die Lasche gezogen, am fünften Tag durften wir nach Hause!

Jedoch musste ich alle zwei Tage ins Krankenhaus zum Spülen und Verbandwechseln.

Die Milch lief noch lange wie Hulle aus dem Loch, war nervig und nicht öffentlichkeitstauglich, aber sonst hatte ich keine Beschwerden!

Die ganzen Tage über hatte ich eine super Betreuung durch die Stillschwestern im Kinderzimmer.

In den letzten 20 Jahren war ich wohl erst die zweite, die nach so einer OP weiterstillt. Dementsprechend kannte jeder sofort meinen Namen. Ich wurde wie ein VIP-Gast behandelt. Alle waren lieb und nett. Bis zum Schluss hatte ich beim Verbandswechsel null Wartezeit, egal wie voll die Ambulanz war.

Es wurde der Verband gewechselt und die Wunde gespült. Ich hatte oben und unten eine Öffnung in der Brust, also einen durchgängigen Kanal einmal durch die ganze Brust. Oben wurde die Spülflüssigkeit reingelassen und unten aufgefangen. Zum Schluss wurde die Wunde mit einer Algen-Tamponade verschlossen.

So eine Abszedierung muss offen heilen, wird also nicht zugenäht. Es muss von Innen nach Außen eigenständig zuwachsen. Es war wirklich sehr faszinierend und auch in der Ambulanz holte man immer junge Ärzte um zu demonstrieren, wie die Milch aus der Wunde rausläuft.

Ach ja, laut Lothrop* heilt die Wunde schneller und besser, wenn man stillt (klar, die Milch, die rausläuft, spült sie ja die ganze Zeit durch).

Im Krankenhaus sagte man mir, dass es 6 – 8, wohl eher aber 8 Wochen dauern wird, bis die Wunde zu ist, da der Abszess so groß war.

Nach fast 4 Wochen war ich zum letzten Mal im Krankenhaus, die Wunde war fast komplett geschlossen!

Es hat sich also für mich bestätigt, Stillen ist ganz natürlich und klappt einfach, auch mit Steinen auf dem Weg… und einer liebevollen Begleitung <3 Danke, liebe LLL-Stillberaterin Kathi. PS: Heute ist mein Sohn 5 Jahre und 4 Monate und stillt noch. Gemeinsam mit seinem Bruder, 19 Monate… Was für ein Geschenk! Originalbericht einer Mutter, Dezember 2014
Foto: Ania i Artur Nowaccy via photopin cc

 

* Affiliate-Link: Stillkinder.de erhält eine kleine Provision, wenn Du dieses Produkt über den Link kaufst, für Dich entstehen dabei keine höheren Kosten. Ich empfehle hier nur, was ich selber getestet oder gelesen habe und für gut und sinnvoll halte.

 

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Veröffentlicht von: Regine Gresens

Hallo, ich bin Regine - Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Ich helfe Dir, als Mutter Dir selbst und Deinem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und Euren eigenen Weg zu gehen. Du findest mich auch auf Facebook, Twitter, Pinterest, Youtube und Google+.

9 Kommentare

  1. Hallo,
    ich möchte dir für deinen Bericht danken. Vieles davon ist mir sehr bekannt vorgekommen, ich hatte am Tag 8 eine Entzündung und in weiterer Folge einen Abszess, auch ich habe immer weitergestillt, allerdings hatte ich keine OP, sondern bin insgesamt 8 mal punktiert worden unter antibiotischer Therapie. Ich stille nun, meine Tochter ist jetzt drei Monate alt, hauptsächlich mit der anderen Brust, da mir die entzündete durch das vorübergehende Stillen mit Hütchen nach und nach immer weniger geworden ist… Bis jetzt klappt es gut und ich hoffe, noch länger stillen zu können!

  2. Ich bin grad so dankbar und erleichtert von deinem Bericht. Seit 2 Wochen kämpfe ich mit einer Brustentzündung, die ganze letzte Woche war ich bei der Stillberaterin unseres Krankenhauses, die mir beim Ausstreichen geholfen hat und mich auch sonst so gut wie möglich beraten und unterstützt hat. Heute hat die Oberärztin dann geschallt und gesagt, dass das wohl ein Abszess ist, den man nicht mehr mit Ausstreichen raus bekommt, also steht noch heute eine OP an. Ich lieg hier also wartend und hab Angst vor dem danach und dein Bericht hat mir grad richtig Mut gemacht. Ich war die letzte Woche abends immer wieder fertig, die Schmerzen gehen mir auf die Nerven, ich komme zu nichts im Haushalt und habe das Gefühl, Mann und Kind im Stich zu lassen. Und jetzt mit der OP hatte ich richtig Angst, dass es danach quasi genauso weitergehen wird, nur dass ich stattdessen im Krankenhaus liege. Aber du schreibst, dass du nach der OP schmerzfrei warst und schon am zweiten Tag wieder mit der operierten Seite stillen konntest. Die Ärzte und Schwestern machen mir hier Mut zum Weiterstillen und die Stillberaterin hat auch gesagt, dass ich keine abgepumpte Milch wegschmeißen muss. Danke für deinen Bericht!

    • Hallo Crumbles,
      ich wünsche Dir alles Gute für die Operation und eine baldige angenehme weitere Stillzeit.
      Liebe Grüße,
      Regine

      • Ich will kurz schreiben, wie es weitergegangen ist.
        Die OP hatte ich erst am Folgetag (das OP-Team war noch zu lange mit einem Notfall beschäftigt), das war in mehrfacher Hinsicht gut:
        1. Ich hatte den Tag über Zeit, um etwas Milch für die Dauer der OP und Aufwachphase abzupumpen, so brauchte meine Tochter in der Zeit nicht zu warten und verzichten. (Die OP dauert wohl nicht lang, 10 Minuten hat man mir gesagt, aber das Aufwachen aus der Vollnarkose brauchte ca. 2 Stunden? Bin mir da im Nachhinein nicht sicher.)
        2. Hat der Chefarzt noch draufgeschaut und einen anderen Vorschlag gemacht, wie geschnitten werden könnte, was mir persönlich sehr viel praktischer erschien: statt einen Schnitt oberhalb der Brustwarze und einen drunter mit Kanal durch, wurde der zweite Schnitt seitlich angesetzt, so konnte immer noch alles abfließen, aber das intakte Gewebe unten wurde nicht geschnitten.
        Die OP verlief dann reibungslos, mein Mann hat unsere Tochter während der Zeit dann betreut und auch mit der abgepumpten Milch gefüttert. Ich konnte direkt nach der OP schmerzfrei abpumpen und am Folgetag hab ich auch schmerzfrei gestillt (vorher hab ich mich nicht getraut, die Stillberaterin des Krankenhauses hat mich aber dazu ermutigt).
        3 Tage habe ich IV Antibiotika bekommen (und musste noch ein paar Tage Antibiotika in Tablettenform nehmen), am 4. Tag durfte ich aus dem Krankenhaus, als beim Wunde-ausspülen soweit alles gut aussah. Dieses Spülen hat am meisten weh getan, aber hauptsächlich, weil ich darauf nicht vorbereitet war (hat halt beim ersten Mal sehr gebrannt, beim zweiten Mal noch ein wenig, beim dritten Mal fast gar nicht und dann musste ich auch nicht mehr). Antibiotika musste ich noch ’ne Weile nehmen und noch einmal zur Wundkontrolle hin ansonsten war alles super. Noch einige Tage floss immer wieder Milch/Flüssigkeit aus der offenen Stelle und dann ist es langsam zugewachsen.
        Jetzt, 2 Monate später, kann ich immer noch die verhärteten Stellen in der Brust spüren, aber sie sind viel weicher geworden (man sagte mir, es würde sehr lange dauern, bis die weggehen). Das Stillen klappt aber einwandfrei. Ich achte aber auch mehr auf mich. Wenn mir Situationen zu stressig werden, dann versuche ich Termine abzusagen, Feiern früher zu verlassen, Aufgaben abzugeben usw. Meiner Meinung nach war es nämlich gerade der Stress, der zu Milchstau, Brustentzündung und Abszess geführt hat.

        • Hallo,
          Ich hatte ähnliche Erfahrungen und wollte fragen, wie geht es ihnen jetzt? Wie lange hatten sie noch verhärtete Stelle? Und wie lange hat es gedauert, dass die Wunde nicht mehr offen war?
          Entschuldigung, dass mein Deutsch so schlecht ist 🙂

          Vielen Dank

          Mila

  3. Auch ich habe nach knapp 3 Wochen Stillen eine Brustentzündung bekommen, auch bei mir hat sich ein Abszess gebildet, der dann eingeschmolzen ist. Zum Glück hatte ich Unterstützung von meinem tollen Frauenarzt, meiner Hebamme sowie meinem Mann und meiner Mutter, die mich alle ermuntert haben weiter zu stillen. Mein Arzt sagte sogar Abstillen wäre kontraproduktiv, weil es dadurch zu einem erneuten Milchstau kommen könnte. Nach fast 2 Wochen schmerzhaften Stillen wurde der Abszess in einer ambulanten OP mit lokaler Betäubung durch Vereisungsspray entfernt. Das Resultat war ein ca. 2cm großes, 2cm tiefes Loch, das jetzt fast wieder vollständig verheilt ist (offene Wundheilung). Es war eins der härtesten Dinge, die ich je durchmachen musste, aber das Wissen meiner Tochter das Beste zu geben, hat mich durchhalten lassen und ihr milchtrunkenes Lächeln nach jedem Stillen hat mich für jeden Schmerz entschädigt. Seit einer Woche nach der OP stille ich schmerzfrei, das Stillen half mir sogar den Juckreiz, der durch die Heilung bis in die Brustwarzen ausstrahlt, zu heilen. Heute ist meine Maus 3 Monate alt und wir stillen problemfrei und hoffentlich noch sehr lange!

  4. Ich habe eine Frage zu deinem Bericht. Ist bei dir auch Milch aus der Wunde geflossen, weil der Milchkanal gekappt war? Dies ist nämlich bei mir aktuell der Fall und ich frage mich, ob ich weiterstillen kann, auch wenn wieder alles verheilt ist oder ob sich dann genau dort an der Stelle die Milch staut???

    • Ihre Sorge kann ich gut nachvollziehen.
      Aber trotzdem, ja, Sie können weiterstillen.
      Es ist sehr unwahrscheinlich, dass tatsächlich ein Milchkanal durchtrennt wurde und es dort später einen Milchstau geben wird.
      Selbst wenn es so wäre und die Milch nicht mehr abfließen kann, würde Ihre Brust darauf reagieren und die Milchproduktion in den Bereichen, die nicht mehr entleert werden können, einstellen. Aber wie gesagt, das wäre eher unwahrscheinlich.
      Tatsächlich ist es so, dass die ausfließende Milch Ihre Wunde reinigt und die Wundheilung sogar noch unterstützt.
      Alles Gute für Sie,
      liebe Grüße,
      Regine Gresens

  5. Wie cool bist du denn!!! Ich finds großartig, was du zu berichten hast, ich war richtig aufgeregt und glücklich beim Lesen. Deine Geschichte bestätigt wieder einmal, dass die intuitiven Kräfte einer Mutter nicht so schnell zur Neige gehen, vor allem nicht, wenn man daran glaubt, was man tut. Stillen ist ein Geschenk! Ich wünschte, dass jede Frau diese Überzeugung nach der Geburt in sich spüren könnte… Ich erkenne mich auf jeden Fall in dir wieder und hätte ebenso alles daran gesetzt mit meinem Kind weiter zu stillen!
    Besten Gruß aus Potsdam von Lissy

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