„Gut Anlegen“ – Der Video-Online-Kurs für stillende Mütter und für Schwangere, die sich auf das Stillen vorbereiten möchten

„Gut Anlegen“ – Der Video-Online-Kurs für stillende Mütter und für Schwangere, die sich auf das Stillen vorbereiten möchten

Ab wann spielt sich der Still-Rhythmus ein?

Wann spielen sich die Stillabstände ein? Wie ist der normale Stillrhythmus bei Babys? Was ist ein Stillintervall? Und was kann ich tun, damit sich das Stillen einpendelt?

Welcher Rhythmus ist normal?

Viele Mütter haben die Erwartung, dass sich das Stillen nach einiger Zeit mit einem festen Rhythmus eingespielt hat. Nach einigen Wochen wird erwartet, dass sich das Baby vielleicht acht Mal in 24 Stunden – also etwa alle drei Stunden – meldet, um gestillt zu werden und dann jeweils für etwa 20 – 30 Minuten die Brust oder beide Brüste bekommt.

Fakt ist aber, dass es zwar Babys gibt, die das so machen. Die meisten Babys haben aber einen anderen Rhythmus. Und manche haben auch den Rhythmus, dass sie gar keinen haben.

Wann hat das Baby einen Rhythmus?

Dein Baby hat einen Rhythmus, nicht wenn es sich immer in festen Abständen meldet, sondern wenn du beobachten kannst, dass die Tage ähnlich verlaufen. Dass es also nachts und morgens größere Abstände hat und am Nachmittag kleinere und zum Abend noch kleinere Abstände hat – also eine Phase des Marathon-Stillens oder Clusterfeedings stattfindet.

Die meisten Babys trinken nachts und vormittags seltener, d.h. in größeren Abständen, und nachmittags und abends werden diese Abstände immer kleiner.

Von einem Still-Intervall spricht man übrigens – oder den Abstand zwischen den Still-Mahlzeiten – rechnen wir von Beginn einer Still-Sitzung bis zum Beginn der nächsten Still-Sitzung. Wenn du also sagst, mein Kind trinkt alle soundsoviel Stunden, dann ist damit nicht die Pause gemeint, also die Stunden, in denen es nicht an der Brust ist, sondern das Intervall oder der Abstand wird immer von Beginn der einen Mahlzeit bis zum Beginn der anderen Mahlzeit angegeben.

Den Rhythmus des Babys verändern?

Wenn die Tage ähnlich verlaufen, wie oben erwähnt, dann ist das ein normaler Rhythmus. Und dann musst und kannst du daran auch nichts ändern.

Vielleicht ändert sich der Rhythmus deines Babys irgendwann von ganz alleine, wenn es älter wird. Vielleicht aber auch nicht.

Oft wird auch erwartet, dass die Babys, wenn sie größer werden, seltener an die Brust wollen. Das ist auch nicht immer der Fall. Es gibt auch Babys, die verlangen sogar häufiger nach der Brust, wenn sie älter werden.

Also, du musst und kannst da wenig ändern. 

Deshalb, hör auf dein Baby!

Still es nach seinem Bedarf und auch nach deinem Bedarf! 

Wenn wir von “Stillen nach Bedarf” sprechen, meint dies natürlich immer “Stillen nach Bedarf des Babys UND nach dem Bedarf der Mama”.

Und stelle vor allem deine Tagesplanung nach Möglichkeit auf den Rhythmus deines Babys ein, um euch allen möglichst viel Stress zu ersparen.

Wenn du Termine oder Aufgaben hast, für die du ein bisschen Zeit und Ruhe benötigst, dann versuche, diese eher auf den Vormittag zu legen. Bereite zum Beispiel auch vormittags schon das Abendessen vor, wenn das etwas ist, was normalerweise ein bisschen aufwendiger ist und wofür du dir gerne auch ein bisschen mehr Zeit nimmst. 

Und für die Abendzeit oder die Zeiten, wo dein Baby oft an die Brust möchte, nimm dir am besten nichts anderes vor. Sondern stell dich einfach darauf ein!

Bereite dir alles schön vor, was du brauchst, um eben diese Stillzeiten oder auch dieses lange Stillen beim Clusterfeeding oder Marathon-Stillen am Abend gut zu überstehen. Dass du eben wirklich alles da hast, was du vielleicht brauchst, um dieses lange Stillen gut aushalten zu können.

Und stell dich auch darauf ein, dass sich der Rhythmus auch zwischendurch immer mal wieder ändern kann. Zum Beispiel, wenn dein Baby einen Entwicklungsschub hat oder wenn es krank wird oder gerade krank ist. Dann wollen Babys häufig sehr, sehr oft gestillt werden und am liebsten die ganze Zeit im Körperkontakt sein. Aber das legt sich dann auch wieder, wenn diese Erkrankung oder der Entwicklungsschub überstanden ist.

Und vergiss auch nicht, dass Stillen auch mehr ist als Ernährung. Es wird nicht nur der Magen gefüllt, sondern es werden auch ganz viele andere Bedürfnisse deines Babys beim Stillen erfüllt.

Schreibe doch gerne mal in die Kommentare, wie sich bei Dir und Deinem Baby die Abstände zwischen den Stillsitzungen entwickelt haben!

Regine Gresens, IBCLC, Mai 2022
Foto: Canva  

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Eine Mama mit Baby vor einer Uhr

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Regine Gresens

Regine Gresens

Hebamme, Berufspädagogin, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG), Autorin und Mutter. Ich helfe Dir dabei, Deinem Baby und Dir selbst zu vertrauen und Euren eigenen Weg zu gehen.
Regine Gresens

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