„Gut Anlegen“ – Der Video-Online-Kurs für stillende Mütter und für Schwangere, die sich auf das Stillen vorbereiten möchten

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Unser Weg zum Frühchenstillen – ohne Flasche

Von Lois |
Mein Name ist Lois, ich bin 37 Jahre alt und lebe mit meinem Mann, zwei Kindern, Hund, Schafen, Hühnern und Katzen hinterm Elbdeich eine Stunde von Hamburg entfernt.

Im Januar vor einem Jahr kam ganz unerwartet in der 28. Schwangerschaftswoche mein Sohn zur Welt.

Seit drei Wochen hatte ich Nachts regelmäßig leichte Wehen gehabt. Bei einem Routinebesuch stellte die Hebamme fest, dass mein Muttermund zweifingerbreit geöffnet ist.

Wir fuhren umgehend in ein Universitätsklinikum. Dort gab es Entwarnung. Durch Ultraschall wurde festgestellt: Gebärmutterhals lang, Muttermund geschlossen. Die Wehen, die ich beim CTG hatte und nicht aufgezeichnet wurden, waren anscheinend nicht stark genug, sonst wären sie ja aufgezeichnet worden.

Drei Tage später wachte ich Nachts wieder mit Wehen auf. Ich stand auf, ging ins Bad, guckte auf meinen Bauch und sagte zu ihm, dass ich nicht wüsste, wie lange ich ihn noch halten könne. Ich legte mich wieder in Bett und schlief wieder ein.

Wenige Stunden später, in den frühen Morgenstunden, wurde ich von einem Knall und einem großen Schwall Fruchtwasser geweckt. Es war die Fruchtblase, die geplatzt ist. Obwohl eigentlich wieder eine Hausgeburt geplant war, war mir in dem Moment gar nicht mehr danach, und es ging mit dem Rettungswagen ins nächste Krankenhaus mit Neonatologie.

Mein Baby war schon einige Wochen in Querlage. Als mir das einfiel, waren wir alle im RTW beruhigt, dass das Baby nicht im Wagen auf die Welt kommt. Im Krankenhaus angekommen, gaben sie mir eine Lungenreifespritze. Sie wollten versuchen das Baby noch gerne zwei Tage im Bauch zu lassen, um eine bessere Lungenreifung zu erzielen.

Aber unsere Körper waren anderer Meinung: Die Wehen gingen weiter, trotz Wehenhemmern, und die Herztöne vom Baby wurden schlechter.

Da das Baby immer noch quer lag, wurde ein Kaiserschnitt gemacht. Die Querlage war bedingt durch einen Uterus Septus (Scheidewand in der Gebärmutter), wie ich in der OP erfragte. Und die Wehen und das Platzen der Fruchtblase wurden durch eine unbemerkte Eihautentzündung (die Eihaut ist ein Teil der Fruchtblase, sie wird weder von Mutter noch vom Kind mit Blut versorgt und ist somit auch nicht durch Antibiose zu behandeln) ausgelöst.

Nach dem anfänglichen Schock hat er uns trotz seines jungen Alters keine Sorgen bereitet. Trotz der Infektion in mir, ging mein Kleiner infektionsfrei aus. Er brüllte gleich los, nachdem er mir rausgeschnitten wurde – ich war beruhigt. Auch ohne ausreichende Lungenreife-Therapie war seine Lunge reif. Die Wehen zuvor hatten ihren Sinn erfüllt – mein Kleiner bekam nur in den ersten Minuten etwas Sauerstoff zusätzlich. Sein Startgewicht lag bei guten 1.350 Gramm.

Mir wurde direkt nach dem Kaiserschnitt eine elektrische Milchpumpe zur Verfügung gestellt und wider Erwarten klappte das Abpumpen ohne Probleme. Recht schnell – etwa mit dem 10. Tag – hatte ich einen Liter Milch täglich. Meinem Freund schrieb ich 16 Tage nach der Geburt, dass ich insgesamt schon 11 Liter abgepumpt habe. Mein Kleiner brauchte nur einen Bruchteil davon. Trotzdem sollte ich die Milchmenge so hoch halten.

Auch wenn so ein kleines Frühchen noch nicht viel Milch benötigt, ist es wichtig für das spätere Stillen, dass mit dem regelmäßigen, gründlichen Entleeren der Brüste mit einer elektrischen Klinik-Milchpumpe so früh wie möglich (idealerweise innerhalb der ersten Stunde) nach der Geburt begonnen wird. Dies führt zu einem früheren “Milcheinschuss” (initiale Brustdrüsenschwellung) und einer höheren Milchmenge drei Wochen nach der Geburt. Häufiges, doppelseitiges Abpumpen (8-12 mal in 24 Stunden) innerhalb der ersten 8-10 Tage kann die Milchbildung auf die Menge bringen, die das Frühgeborene benötigt, wenn es später den Bedarf eines reif geborenen Babys erreicht, das sind 750-1000 ml/Tag. Am effektivsten ist übrigens das Abpumpen mit Handentleerung zu kombinieren.
~ R. Gresens

Nach der Geburt wurde festgestellt, dass ich den Cytomegalievirus in mir trage (wie auch 1/4 aller Frauen). Deshalb musste meine Muttermilch vor dem Füttern eingefroren werden, da sich so der Virus nur bei 13 % auf den Säugling überträgt. Der Virus ist bei Frühgeborenen über der 32. Woche keine Gefahr mehr, doch bei kleineren Frühchen kann er zu einer Infektion mit schwerwiegenden Folgen führen.

Das ist richtig. Sehr kleine Frühgeborene <32 Wochen von HCMV-seropositiven Müttern sollten nicht gestillt werden. Die Viren können aber durch Pasteurisieren der Muttermilch komplett eliminiert werden. Einfrieren der frischen Muttermilch bei ca. -20″C für 12-24 Stunden reduziert die Viruslast um 90% und erhält aber, im Unterschied zur Pasteurisation, noch die antiinfektiösen Inhaltsstoffe der Muttermilch, die eine nachgewiesene Prophylaxe für die nekrotisierende Enterokolitis bei Frühgeborenen darstellen.
~ R. Gresens

Mein Kleiner bekam nun also von Anfang an meine Muttermilch von mir über die Sonde verabreicht. Ich glaube, ab der 32. SS-Woche erzählten mir die Schwestern stolz, dass mein Kleiner in der Nacht das erste Mal aus der Flasche getrunken hat.

Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich mir noch keine Gedanken über das Stillen gemacht (ich glaube, da es für mich zu selbstverständlich war). Also gab ich meinem Kleinen nun auch eine Flasche. Ich stutzte, irgendwas in mir widerstrebte sich. Es fühlte sich nicht gut an.

Ich versuchte es ein zweites Mal, er wirkte überfordert und gestresst. Ich hatte nur ein Bauchgefühl und ging damit auf die Suche ins Internet. Warum fühlte es sich so schlecht an, dem kleinen Wurm die Flasche zu geben?!

Ich brauchte fachliche Informationen zu meinem Bauchgefühl und fand das Buch „Muttermilchernährung bei Frühgeborenen“*, leider war das Buch zu der Zeit nicht zu kaufen.

Ich fragte also im Team nach dem Fachbuch. Eine Stillberaterin (es gibt zwei, in einem Team von 45 Schwestern) stellte es mir zur Verfügung und betonte dreimal, dass dies ja ein Fachbuch sei und nicht für Mütter geschrieben. Warum betonten sie so oft, dass dies ein Fachbuch sei? Hielten sie mich für zu inkompetent oder wollten sie keine wissenden Mütter haben?

Es war ein gutes Buch und ich verschlang es regelrecht. Ganz besonders den Teil über das Stillen. Bevor ich mit dem Frühchen im Krankenhaus war, wusste ich gar nicht, dass man Muttermilch und Stillen so voneinander trennen kann. Für mich war es eins gewesen. 

Muttermilch sehen die Ärzte und Schwestern inzwischen als Medizin an, die sie nicht selber herstellen können (deswegen werden die Mütter schnell an die Milchpumpe herangeführt). Das Stillen lehnen sie nicht mit einem Wort ab, aber es wird auch nicht gefördert.

Ich wusste, dass es nicht einfach werden würde, wenn ich sage, dass ich meinem Kind nicht die Flasche geben werde. Habe ich die Energie mich gegen ein ganzes Team zu stellen? Gehe ich den leichteren Weg und sage nichts?

Ich habe es daher erstmal gar nicht kommuniziert, sondern mich informiert und dann nur auf Aussagen und Anregungen vom Team (ablehnend) reagiert. Nach gründlichem Belesen auch irgendwann diskutiert.

Mein Kleiner lag beim Sondieren bisher immer nur an meiner Brust und schmatzte sie an, aber er konnte sie einfach noch überhaupt nicht greifen. Der Mund war viel zu klein, mein Nippel viel zu groß.

Was mache ich jetzt? Auf der einen Seite stehen die Schwestern mit der Flasche und auf der anderen Seite ist mein Kleiner, der aber die Brust noch nicht zu fassen bekommt.

Ich versuchte mich am Stillhütchen. Es war für mich ein Kompromiss, um nicht die Flasche geben zu müssen. Es klappte, er trank wenige Milliliter aus meiner Brust.

Für Frühgeborene, die noch nicht in der Lage sind, die Brust gut zu erfassen, zu halten und zu entleeren, können Stillhütchen in der Größe S* tatsächlich vorübergehend eine Hilfe sein, mehr Milch aus der Brust zu gewinnen, als ohne Hütchen. Es ist aber günstig, das Abgewöhnen der Hütchen immer wieder zu versuchen und ggf. zusätzlich zu pumpen, damit eine gute Milchbildung aufrechterhalten werden kann.
~ R. Gresens

Nun begann das Wiegen, Stillen, Wiegen, um zu sehen, wie viel er aus der Brust getrunken hat. ‚Na, er hat nur 10ml aus der Brust?! Dann geben Sie ihm jetzt noch die Flasche!‘
Ich antwortete trocken:‘ Wenn er zu müde zum Trinken ist, ist er zu müde zum Trinken!‘ und zog die restliche Menge an Milch in die Spritze zum Sondieren.

Ich empfand die Sonde nicht als Feind, den ich schnell loswerden muss, sondern eher als Freund. Sie half mir mein Kind satt zu bekommen, wenn es zu müde zum Trinken war.

Ich wollte, dass mein Kind in seinem Tempo das Trinken lernt und zwar ohne Stress. Ich hatte im Krankenhaus das Gefühl, dass der Fokus auf der Flasche liegt und nicht beim Kind.

Da ich mich aber nicht zu sehr unter Druck setzen wollte, dass das mit dem Stillen ab sofort und super klappen muss, sagte ich dem Arzt, dass ich tagsüber ausschließlich stillen und sondieren werde und was sie nachts machen, möchte ich nicht wissen. Er fand dies nicht gut, konnte es aber auch nicht ändern.

Und so hielten wir es dann.
Ab 5 Wochen nach der Geburt, also 33+0 SSW, war ich nur noch wenige Stunden nachts zum Schlafen nicht bei ihm, damit er möglichst wenig Mahlzeiten von den Schwestern erhielt. Tagsüber stillte ich ihn, wenn er wach war, und ich sondierte ihn, wenn er schlief.

Übrigens, die Klinik kannte das Buch – auch der Arzt – und in dem Kapitel übers Stillen stehen viele Argumente, warum es hinderlich ist, die Flasche zu geben, wenn die Mutter stillen möchte.

Aber es gab auch einen Absatz, der besagte, dass Kinder, die die Flasche bekommen, 10 Tage eher die Klinik verlassen. Und darauf bezog sich der Arzt. ‚Sie wollen doch auch so schnell wie möglich raus aus dem Krankenhaus‘. Klar wollte ich das, aber ich wollte auch, dass mein Kind stressfrei das Trinken lernt.

Es hieß, dass wir frühestens entlassen werden, wenn das Baby mindestens die 35. SSW erreicht hat und ausreichend alleine trinken kann (also die Sonde nicht mehr braucht). Am liebsten hätte ich die Sonde mit nach Hause genommen, aber das war keine Option. Also wog, stillte und wog und sondierte ich fleißig weiter.

Er sollte pro Tag 360 ml (180 ml in 12 Std.) trinken, das hieß also: alle 3 Std. eine Mahlzeit á 45 ml (8 x in 24 Stunden).

Hier ist mein Stillprotokoll aus dieser Zeit:
1. Tag: 25 ml
2. Tag: 20 ml + 20 ml + etwas Brust ohne Hütchen
3. Tag: 25 ml + 15 ml + 10 ml
4. Tag: 17 ml + 25 ml + 30 ml + 20 ml
5. Tag: 20 ml + 17 ml + 30 ml + 40 ml + 20 ml
6. Tag: 38 ml + 10 ml + 45 ml
7. Tag: 45 ml + 39 ml + 39 ml
8. Tag: 10 ml + 39 ml + 33 ml
9. Tag: 22 ml + 35 ml + 42 ml + 42 ml
10.Tag: 35 ml + 45 ml + 57 ml + 65 ml + 30 ml
11.Tag: 63 ml + 40 ml + 62 ml + 54 ml + Sonde entfernt

Von Tag zu Tag trank er mehr und dann ging es auf einmal ganz schnell. Er trank die Menge, die er sollte, aus der Brust. Was für eine Freude!
Er war gerade in der 35. SSW angekommen und ich ernährte ihn komplett aus der Brust (okay, mit Hütchen).

Damit ich ihn auch Nachts stillen konnte, zogen wir aus der Frühchenstation (Neonatologie) aus und schliefen die zwei ersten gemeinsamen(!!) Nächte auf der Kinderstation. Als auch das klappte, durften wir in der 35+2. SSW das Krankenhaus vollstillend verlassen.
Es war viel Arbeit und einige Diskussionen mit Schwestern und Ärzten, aber es hat sich gelohnt!

Ich glaube, es gibt zwei Aspekte, warum die Klinik die Flasche priorisiert. Frühgeborene bekommen zur Muttermilch noch ein Energiepulver (Muttermilchverstärker) hinzu, das kann man aber nur mit der Flasche (bzw. Sonde) verabreichen und nicht mit der Brust.

Und zweitens; die haben es schon immer so gemacht! Die Flasche ist planbarer und passt somit einfacher in den Klinikablauf. Zudem gibt es nur wenige Erfahrungswerte bei vollgestillten, frühen Frühgeborenen.

Beim Abschlussgespräch wies mich der Arzt noch mal darauf hin, dass mein Kind jetzt ja ‚nur‘ noch Muttermilch bekommt und dass es passieren kann, dass mein Kleiner noch mal etwas an Gewicht verlieren kann. Das tat er nicht. Er wog bei der Entlassung 2400 Gramm.

Zu Hause angekommen, schlich ich relativ schnell die Milchpumpe aus und mein Kleiner regelte alleine seinen Bedarf mit meiner Brust. Die nächsten Wochen war das Stillen nicht so leicht und unbeschwert wie bei meiner Großen (bei ihr war es von Anfang an ein Selbstläufer).

In der Klinik hatte ich mich noch an deren 3-Stunden-Rhythmus gehalten, da er nach dem Stillen ja noch sondiert wurde. Zu Hause fing ich an ihn nach Bedarf zu stillen und wog ihn die ersten (1-2) Wochen nur noch 1x täglich morgens. Da aber auch das stresste, wanderte die Waage wieder zurück zur Apotheke und das Wiegen fand nur noch bei Bedarf mit der Hebamme statt.

Ich stillte ihn immer sobald er wach wurde. Er war und ist nie ein Dauernuckler. Wir trugen und tragen ihn ausschließlich mit uns herum, ablegt werden wollte er nicht.

Es war anstrengend, sehr anstrengend. Wir waren zu Hause und er hatte keine Sonde mehr, die ihn ernährte, wenn er zu müde zum Trinken war. Er war noch immer sehr jung und zart. Es war ein Balanceakt zwischen Schlafbedürfnis und Nahrungsaufnahme.

Ich wusste nicht, wie bekomme ich mein Kind satt, wenn es zu müde zum Trinken ist. Ich hatte eine tolle Hebamme an meiner Seite, die uns immer wieder unterstützte, uns Mut machte und half, wie sie nur konnte.

Nach wenigen Wochen war ich so weit, dass mich das Stillhütchen nervte. Es war etwas zwischen mir und meinem Kind, was da nicht hin gehörte. Es gab eine Nacht, in der er weder mit noch ohne Hütchen trinken konnte. Ich wollte Fingerfeeden, um nicht zur Flasche greifen zu müssen, doch das klappte auch nicht.

Ich lies dann alles komplett weg (Schnuller, Hütchen, Flasche). Ich brachte mir online bei, wie man die Brustwarze von unten in den Mund des Kindes schnippen kann und langsam kam Ruhe rein.

Hier ist wohl eher die Flipple-Technik von oben in den Mund des Kindes gemeint.
Eine Technik, bei der die Brustwarze von unten in den Mund geschnippt wird, ist mir jedenfalls nicht bekannt. 🤔
~ R. Gresens

Mit der Technik gelangt es ihm die Brust besser zu fassen. Trotzdem dauerte es noch, bis das Stillen zum Selbstläufer wurde. Zwischendurch verweigerte er die Brust und schrie sie an. Wir brauchten viel Geduld.

Rückblickend würde ich sagen, dass die ersten drei Monate ziemlich anstrengend waren, aber es hat sich gelohnt!

Wir stillen noch immer und genießen es sehr! Inzwischen ist mein Kleiner ein Jahr alt geworden und immer noch ein zartes Persönchen, aber er hat immer zugenommen und nie abgenommen und die Kinderärztin ist stets begeistert von seiner Entwicklung gewesen. Und das Stillen ist ein Selbstläufer geworden 🙂

Ich hoffe, ich kann deutlich machen, dass es geht. Es war kein leichter Weg, aber ich würde ihn immer wieder gehen. Flasche war für mich einfach nie eine Option.

Ich glaube, würde man auch in der Klinik mehr Unterstützung erfahren, wäre der Weg (auch zu Hause) nicht ganz so steinig gewesen.

Meine Tipps für andere Mütter von einem Frühchen:
Versucht so viel wie möglich bei eurem Kind zu sein und kuschelt so viel wie nur möglich. Euer Kind weiß nicht, dass ihr da seid, wenn ihr neben ihm sitzt. Hört auf euren Bauch und setzt euch dafür ein!

Lois

Originalbericht einer Mutter, Januar 2022
Foto: Shelly T.

Liebe Lois,
ganz herzlichen Dank, dass Du diese motivierende Stillgeschichte hier geteilt hast. Nach einer frühen Frühgeburt zum vollen Stillen zu gelangen, ist in der Tat ein langer Weg, der über viele Stufen führt und sehr viel Kraft und Ausdauer erfordert.
Ich wünsche Euch noch eine glückliche weitere Stillzeit, so lange wie es sich für Euch beide gut und richtig anfühlt.
Liebe Grüße, Regine Gresens

 
Mehr Infos zum Stillen von Frühgeborenen: Linktipps – Stillen von Frühgeborenen
 
Welche Erfahrungen hast Du mit dem Stillen eines Frühchen gemacht?
Schreib es gerne in die Kommentare!

 

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Regine Gresens

Regine Gresens

Hebamme, Berufspädagogin, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG), Autorin und Mutter. Ich helfe Dir dabei, Deinem Baby und Dir selbst zu vertrauen und Euren eigenen Weg zu gehen.
Regine Gresens

Regine Gresens

Hebamme, Berufspädagogin, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG), Autorin und Mutter. Ich helfe Dir dabei, Deinem Baby und Dir selbst zu vertrauen und Euren eigenen Weg zu gehen.

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3 Kommentare

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  1. Liebe Lois,
    ich habe mein zweites Baby zum Entbindungstermin entbunden, musste mit ihr wegen des Verdachts auf eine Neugeboreninfektion auf die Neugeborenstation. Ich war in der glücklichen Lage sofort stillen zu können (ohne Probleme).
    Auf der Neugeborenstation waren Frühchen und Babies mit anderen Herausforderungen. Ich war 24 Stunden an der Seite meiner Tochter und habe erlebt, wie Schwestern/Pfleger mit den Babies zum Thema “Flasche” umgehen.
    Und ich hatte, wie du, den Eindruck, dass das Flaschenthema schon immer so gemacht wurde und es für das Personal am einfachsten ist. Denn alle 3 oder 4 Stunden (nach deren Plan) gibt es was zu essen. Die Babies sind dann gesättigt und geben (jedenfalls meist) Ruhe.
    Ich habe eine Konversation zwischen Schwestern gehört, wo nach die eine sagte: “Das Baby hat Hunger. Lass uns der Mutter Bescheid sagen, dass sie zum Stillen kommen kann.” (Die Mutter war noch auf einer anderen Station untergebracht und unweit entfernt).
    Die andere Schwester meinte: “Nein, das Baby bekommt die Flasche.”
    Ich war fassungslos und geschockt.

    Ich habe bei meinem ersten Kind zwei Monate gekämpft, dass das Stillen klappt. Daher weiß ich genau, was für eine Herausforderung und Anstrengung es ist, anzulegen, Milch abzupumpen, das Stillhütchen weg zu lassen, etc.

    Ich habe auch durchgehalten und die ersten zwei Monate waren sehr hart. Ich habe jede Hebamme im Umkreis besucht, um noch “besser” anzulegen.
    Letztlich hat mir das Stillvideo von Regine am meisten geholfen, “richtig” anzulegen.
    Meine Anstrengungen haben sich gelohnt – ich habe fast zwei Jahre gestillt.

    Alles Gute für euch, liebe Lois!

  2. Die Geschichte ist so schön und ähnelt unserer sehr. Unser Kleiner kam in der 34.Ssw zur Welt und bei uns war es genauso, wiegen stillen wiegen, Rest mit der Flasche zufüttern, so dass man gefühlt dauergestresst war.
    Letztlich habe ich auf mein Bauchgefühl gehört, die Flaschen weggelassen und ihn nach Bedarf gestillt.
    Nun läuft alles rund und ich bin froh, dass ich auf mich und mein Bauchgefühl gehört habe.
    Liebe Grüße Sandra

    1. Wir hatten auch ein Frühchen, bei uns war 28+2 SSW und ebenso ein Kaiserschnitt.
      Stillen wird frühestens in der 32. Woche probiert, aber unser Kind war immer zu schwach dazu. Wir hatten weiterhin eine Sonde und wir mussten mit ihr nach Hause gehen und das für das erste halbe Jahr.
      Ich habe auch nach der Krankenhauszeit fast bis zum korrigierten 6. Monat – also insgesamt fast 9 Monate – ausschließlich abgepumpt, da unser Sohn mit dem Stillen nichts anfangen konnte. (Es kam ihm immer zu viel Milch.)
      Ich hätte in dieser Zeit sehr viel gegeben, wenn wir ohne Sonde nach Hause gegangen wären. Wir haben uns jedes Mal gefreut wenn sie auf 5-10ml aus der Flasche gekommen sind. Der Aufwand der hinter einer Sonde steht und dazu noch das Abpumpen ist Zuhause allein fast nicht zu schaffen. Alle 3h Sondieren, wie im Krankenhaus, dazwischen noch Abpumpen und dann wieder alles waschen und sterilisieren, ist fast unmenschlich. Man kommt im besten Fall auf 1,5h Schlaf je Futterzeit bis die Nächste ansteht.
      Stillen mag sehr schön sein, Abpumpen ist technisch und alles andere als schön und Sondieren ist noch technischer und künstlicher.
      Dank Corona haben die wenigsten in unseren Kinderwagen geschaut, aber all jene, die es haben, waren schockiert, weil eine Sonde sehr befremdlich aussehen kann.
      Was ich damit sagen möchte: Eine Flasche ist also nicht immer ein Feind.
      Toll, dass ihr es mit Stillen geschafft habt, das schaffen die wenigsten Frühchen-Mütter. Ich würde aber niemanden empfehlen, die Sonde länger als notwendig zu verwenden und auf keinen Fall damit nach Hause zu gehen, hätte ich eine Wahl.

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