Papa und Baby

Und der Papa?

3 Kommentare

Autorin: Diane Wiessinger, IBCLC
Seitdem es Babys gibt, gibt es auch Väter.  Aber kein Vater in der Geschichte der Menschheit hat jemals ein Baby gestillt.  

Wenn Vaterschaft nicht bedeutet, das Kind zu ernähren, was bedeutet es dann?
Alles Andere!

Väter sind anders als Mütter. Sie haben eine haarige Brust, tiefe Stimmen, große Hände, breite Schultern – Unterschiede, die Babys schätzen lernen.

„Ma-ma.“ „Na-na.“ Dies sind leise, bedürftige Töne – Rufe nach der Weichheit und Milch, die Hunger und Unruhe vertreiben. Tatsächlich war „Mama“ wohl schon in lateinischer Babysprache das Wort für „Brust“.

„Pa-pa!“ und „Da-da!“ sind fröhliche, verspielte Laute, die Babys überall auf der Welt machen.

Am Abend, wenn Mama und Baby völlig erschöpft sind, hat Papa vielleicht genau den anderen Geruch, das Gefühl, die Stimme und den Umgangsstil der Beide wieder aufbaut.

Trag Dein Baby in einem Tragetuch und geh mit ihm spazieren. Babys sind soziale Wesen und lieben es in der Regel, sich auf Augenhöhe mit dem Publikum zu bewegen und zu tanzen.

Lies Deinem Baby die Zeitung vor, oder halte ein Nickerchen mit ihm auf Deiner nackten Brust.

Erzähle ihm etwas von den Dingen in Eurem Haus; der tiefe Klang Deiner Stimme ist faszinierend.

Geh nach den ersten Wochen zusammen mit ihm in die Badewanne.

Wenn es lernt, dass es die sichere Basis „Mama“ jederzeit für einen Snack aufsuchen kann, wird es sich bei Dir mehr und mehr wohl fühlen.

Nimm Dein Baby für kuschelige, unkomplizierte Nächte und ein starkes Familiengefühl mit zu Euch ins Ehebett.

Der „Entspannungs-Tanz“ ist die Spezialität des Vaters.
Halte Dein unruhiges Baby, indem Du seinen Po in die Hand nimmst, so dass sein Bauch auf Deinem Unterarm liegt und sein Kopf nahe bei Deiner Ellenbeuge ruht und jeweils einer seiner Arme an den Seiten Deines Armes herabhängt.

Du kannst es auf diese Weise mit dem Blick nach vorne aufrecht halten oder horizontal mit Blick zum Boden.

Fast alle Babys entspannen sich in diesem „magischen Griff“, vor allem, wenn Du dabei umher gehst.

Oder schaukel Dein Baby seitlich hin und her. Denn Babys mögen es lieber seitlich hin und her bewegt zu werden, als vor und zurück, ob nun an einer Schulter oder in einem Autositz.
 

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Vater mit schlafendem Baby im Tragesack

Mach das Windeln wechseln zu einem sozialen Moment.
Nach den ersten Wochen wird das Windeln wechseln meistens zu einer beliebten Zeit für Spiel und Unterhaltung. Und Muttermilch-Windeln riechen angenehm: nach Popcorn, Buttermilch oder vielleicht Cheddarkäse.

Stillen und Mama sind der „Mittelpunkt der Welt“ eines neuen Babys. Stillen ist sein Beruf, sein Hobby, sein Bedürfnis.

Aber seine Welt wird immer größer werden und die erste Person, die es zu seiner Welt hinzufügt, bist Du.

Du bist DIE sichere Person, die nicht Mama ist und Dein sehr anderer Stil wird Deinem Baby allmählich beibringen, dass anders auch gut sein kann. In der Zwischenzeit …

Die Hauptaufgabe eines neuen Vaters ist, den einzigartigen weiblichen Prozess des Stillens zu unterstützen, nicht damit zu konkurrieren, und wie lang Dein Kind gestillt wird, hängt stärker von Dir ab, als von irgend einer anderen Person.

Eine „Beruhigungsflasche“ anzubieten scheint vielleicht hilfreich, aber in den ersten Wochen ist es wahrscheinlicher, dass dies zusätzliche Probleme verursacht: wunde Brustwarzen, Brustverweigerung, zusätzliche Arbeit und – wenn in der Flasche Säuglingsnahrung ist – gesundheitliche Probleme für Dein Kind.  

Sei Du stattdessen besser das Bollwerk Deiner Partnerin gegen Kritik.

Sorge dafür, dass sie sich gut ernährt.

Hilf ihr, kompetente und positive Hilfe zu finden.

Kümmere Dich um sie, so dass sie sich um Dein Kind kümmern kann.

Eure beiden unterschiedlichen Aufgaben werden sich dazu verbinden, ein starkes, sicheres Sicherheitsnetz für das beste Baby der Welt zu bilden.

Original: What about Dad? von Diane Wiessinger, MS, IBCLC, 2000
Übersetzung: Regine Gresens, IBCLC, Dezember 2004
Foto: HoboMama via photopin cc

 
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Veröffentlicht von: Regine Gresens

Hallo, ich bin Regine - Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Ich helfe Dir, als Mutter Dir selbst und Deinem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und Euren eigenen Weg zu gehen. Du findest mich auch auf Facebook, Pinterest und Youtube.

3 Kommentare

  1. Nun, es gibt Väter, die stillen. Viele Männer haben etwas Drüsengewebe in der Brust und nur der richtigen Stimulation können da auch ein paar Tropfen Milch rauskommen. Hab ich selbst gesehen. Ist super zum beruhigen, wenn Mama nicht da ist.

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