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Stillen – Aus Kindermund

2 Kommentare

Autorin: Diane Wiessinger, IBCLC, 2002
Eine der schönsten Seiten, ein Kind zu stillen, das schon sprechen kann, sind die Einsichten, die wir in seine Welt gewinnen.
Hier sind einige Kommentare und Gesten von kleinen gestillten (und ehemals gestillten) Persönchen:

Größerer Bruder zu seiner Mutter, die begonnen hatte, die Stillzeiten seines kleinen Bruders hinaus zu zögern: „Oh, Mama, ich glaube es ist dumm, aber ich denke, wenn er es möchte, solltest du ihn lassen.“

Beim Überqueren des Parkplatzes vom Supermarkt sagt der Zweijährige im Einkaufswagen beiläufig zu seiner Mutter: „Mami, deine Busis sind schöner als von niemand Anders!“

Ein 18 Monate altes Mädchen reagiert mit wildem Applaudieren und Jubel, als die Brüste ihrer Mutter aus der Badewanne auftauchen.

Sagt ein Vierjähriger, dessen Kodewort für Stillen „issen“ war, fertig fürs Zubettgehen, im Schlafanzug, mit geputzten Zähnen, zu seiner Mutter: „Da bin ich zum offiziellen iss… Was heißt ‚offiziellen‘?“

Eine Dreijährige, die wusste, dass nicht Jeder verständnisvoll war, fragte ihre Mutter bei verschiedenen Treffen flüsternd: „Mama, sind dies La Letsch Lieg-Leute?“ Wenn die Antwort „Nein“ war, dies wären keine La Leche Liga-Leute, nickte sie und ging wieder. Wenn die Antwort „Ja“ war, kletterte sie auf Mamas Schoß um zu nuckeln und zu kuscheln.

Ein Zweieinhalbjähriger brachte seiner Mutter voller Vertrauen einen toten Wurm zum Stillen, und war schwer enttäuscht, dass ein paar Sekunden Wurm-unter-dem-Pulli den Wurm nicht wieder zum Leben erweckten.

Eine Einjährige machte ihren ersten Witz, indem sie so tat, als wollte sie an der Brust saugen und dann schnell lachend zurückwich, wobei sie die Hälfte ihres gesamten Wortschatzes einsetzte: „Heiss!“

Ein Vierjähriger beim Planen seiner Zukunft: „Wenn ich groß bin, werde ich Feuerwehrmann. Dann wohne ich in dem Feuerwehrhaus am Ende der Straße. Aber zum Stillen komme ich nach Hause.“

Lustiges Spiel an der Brust mit einem 18 Monate alten Jungen, der bei jeder Antwort auf eine Frage die Brust loslässt und lächelt, um dann schnell weiter zu stillen: „Möchtest du … spazieren gehen?“ „Bab-bab“. „Möchtest du … ein Buch anschauen?“ „Bab-bab“. „Möchtest du … schwimmen gehen?“ „Bab-bab“.

Empörte Reaktion eines Zehnjährigen, als ein Psychologe im Radio sagte, „Wenn Sie das Baby mit in Ihr Bett nehmen, werden Sie es nie wieder raus kriegen.“: „Das ist gelogen!“ Als er gefragt wurde, warum er irgendwann aufgehört hat, zu seinen Eltern ins Bett zu kommen, antwortete er gut überlegt, „Nun, wisst ihr, das ist eine komische Sache. Als ich klein war, bin ich jedes Mal aufgewacht, wenn ich euch gebraucht habe. Aber dann habe ich aufgehört euch zu brauchen und deswegen bin ich auch nicht mehr aufgewacht.“

Zur Mutter nach dem letzten Stillen mit etwa viereinhalb Jahren: „Mami, deine Milch reicht mir für immer.“

Original: From the Mouths of Babes von Diane Wiessinger, MS, IBCLC, 2002
Übersetzung: Regine Gresens, IBCLC, Februar  2005
Foto: Brimley via photopin cc

Hat Ihr Kind zum, beim oder über das Stillen auch etwas gesagt, über das Sie schmunzeln oder sogar laut lachen mussten?
Und möchten Sie es gerne mit Anderen teilen?

Dann würde ich mich sehr freuen, wenn Sie mir kurz davon berichten.
Vielen Dank!

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Youtube und Google+.

2 Kommentare

  1. Mein Sohn ist jetzt 16 Monate alt und wird noch gestillt. Ich gehe an 3 Tagen in der Woche arbeiten und wenn ich nicht da bin, dann ist das für ihn kein Problem. Wir stillen noch Abends, Nachts, Morgens oder beim Mittagspfus. Wenn wir daheim sind, kommt er auch manchmal. Wir geniessen es beide sehr. Wenn er einen ganzen Tag nicht trinken konnte, ist er dann ganz aufgeregt und wenn ich ihm meine Brust gebe, lacht er ganz laut und erleichtert. Er guckt mich dann an, trinkt und lächelt unter der Brust vor. 🙂
    Meine Umwelt fragt sehr oft: Hast du jetzt endlich abgestillt?
    Mir geht das sowas von auf den Geist. Man wird richtig abgestempelt. Eine Freundin hat mir sogar Tips zum Abstillen geschickt. So was von frech. Hmmmm, ich stille weiter und warte, bis sich mein Kleiner selbst abstillen wird. 🙂
    Sein zufriedenes und glückliches Gesicht sagt mir, dass ich es richtig mache.

  2. Ich stille nun seit 4 Jahren, davon 2 Jahre Tandem. Obwohl es nicht immer leicht ist und nicht immer gleich viel Spaß macht ;-), würde ich es nie mehr anders machen und ich finde diese Seite super. Es bestärkt mich darin eine richtige Entscheidung getroffen zu haben, denn obwohl es die normalste Sache der Welt ist und seit Menschenbeginn nie anders gewesen ist, finden es doch alle (viele) abartig und sogar unnormal. Was sehr schade ist. Drum Daumen hoch an Ihre Seite, die tollen Inhalte und an alle Mamas da draußen. glg

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