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Später Stillerfolg nach Frühgeburt

Später Stillerfolg

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Maja – 27.08.2006, 43 cm, 2555 g
Ich dachte schon, ich kann nicht stillen! Meine Tochter Maja wurde 5 Wochen zu früh geboren.

Nach der Geburt wurde sie gleich ins Kinderkrankenhaus verlegt, wo ich dann 2 Tage später auch einzog.
Im Kinderkrankenhaus wurde ich zweimal gefragt, ob wir das Stillen mal versuchen sollen. Haben wir, hat auch etwas geklappt. Aber es wurde nicht nachgehakt, ob wir es öfter probieren. Meine Hebamme sagte dann, wir üben das zu Hause. Da war ich erstmal beruhigt, denn im Kinderkrankenhaus sagte die eine Mutter dies, die andere Schwester das, ich war total verunsichert. Übrigens ist Maja mein erstes Kind, ich hatte also überhaupt keine Ahnung.

Nach 10 Tagen wurden wir entlassen. Zu Hause kam dann die Hebamme nach einigen Tagen, da haben wir angefangen, das Stillen zu üben, was auch immer geklappt hat, wenn die Hebamme da war, vielleicht auch noch zur nächsten Stillmahlzeit, aber dann irgendwann nicht mehr.

Ich war verzweifelt. Maja hat prima getrunken, nur habe ich sie nicht an die Brust rangekriegt, und wenn ich es dann geschafft habe, hat es immer sehr weh getan. Das ging nur mit Hebamme gut.

Auf der Suche im Internet nach Stillgruppen bin ich auf der Seite „Stillkinder.de“ gelandet. Da war eine Stellung für Frühchen beschrieben. Als ich das las, sah mir mein Mann über die Schulter und sagte, das sollen wir mal ausprobieren. Haben wir, hat funktioniert, aber beim nächsten Mal wieder nicht. Ich bin fast durchgedreht. Nun war Maja schon 4 Wochen alt und ich dachte: ‚Mist, sie ist schon zu alt, um es noch zu lernen, an der Brust zu trinken.‘

Mein Mann konnte mein Leid nicht mehr mitansehen und hat einen Termin mit Frau Gresens gemacht. Ich wollte eigentlich nicht, weil ich dachte, es ist ja doch zwecklos. In der Woche hatte ich auch noch Milchstau in beiden Seiten und die Milch ist soweit zurückgegangen, dass ich dachte, so das war’s, und wir auf Fertignahrung ausweichen mussten.

Nun kam Frau Gresens 2 Tage bevor Maja 5 Wochen alt wurde zu uns nach Hause und hat mich befragt, meine Tochter getestet, ob sie bereit ist, an der Brust zu saugen und uns noch eine andere Stillposition gezeigt, die am einfachsten sein soll. Hat auch wunderbar funktioniert. Als wir dann wieder alleine waren, hat es wieder nicht geklappt. Wir haben es aber weiterversucht. Bis es am nächsten Tag dann endlich nach einer Stunde Versuchen ging, Maja richtig an die Brust zu bekommen.

Nach dem Stillen habe ich immer noch abgepumpt. Bis vor einigen Tagen, da habe ich aufgehört zu pumpen und es klappt alles wie eine Eins. Letzte Nacht wollte sie nicht mal Milch aus der Flasche trinken. Ich denke, wir haben es geschafft. Durch die Hilfe von Frau Gresens, einigem Zusammenreißen und nicht zuletzt durch meinen Mann, der alles erst ins Rollen brachte.

Ich wünsche allen, die in ähnlichen Situationen sind, ein wunderbares Kind, das alle Hindernisse hinter sich lässt, und einen verständnisvollen Partner, auf den man sich 100 % verlassen kann und der einen unterstützt, wo er nur kann. Und auch, wo er nicht kann!

Anke

PS: Nochmals vielen Dank
Originalbericht von Majas Mutter

 

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Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Youtube und Google+.

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