„Gut Anlegen“ – Der Video-Online-Kurs für stillende Mütter und für Schwangere, die sich auf das Stillen vorbereiten möchten

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So holt sich das Baby die Milch aus der Brust

In diesem animierten Video siehst Du sehr schön, wie ein Baby die Milch mit seiner Zunge aus der Brust „melkt“ und sie anschließend schluckt.

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Der Mundraum des Babys ist gut mit dem Brustgewebe gefüllt, der Warzenhof (Areola) wird dabei etwas in die Länge gezogen und die Brustwarze (Mamille) liegt weit hinten im hinteren Mundraum.

Das Baby schließt den Unterkiefer und drückt dabei den Warzenhof mit seinem Zungenrücken gegen seinen harten Gaumen. Die Zungenspitze bewegt sich dabei (auf der unteren Zahnleiste liegend) ganz leicht vor und zurück.

Es saugt nun nicht etwa – wie eine Milchpumpe – die Milch aus der Brust heraus, sondern massiert oder „streicht“ die Milch mit einer melkenden Kontraktion der Zunge, die wellenartig von der Zungenspitze aus zum hinteren Zungenrücken läuft, aus dem komprimierten Warzenhof in seinen hinteren Mundraum.

Hat es dabei einen Milchspendereflex ausgelöst, durch den nun die Milch reichlich fließt, schluckt es meistens gut hörbar bei jeder Kieferbewegung und „Zungenwelle“.

Wenn gerade nur wenig Milch fließt, wiederholt das Baby die Schließbewegungen des Unterkiefers und die Wellenbewegungen der Zunge. So sammelt es die Milchtropfen im hinteren Mundraum, bis genug zum Schlucken vorhanden ist.

Außerdem ist in der Animation gut zu sehen, wie sich bei jedem Schlucken der Rachen (Pharynx) öffnet. Dabei wird der weiche Gaumen (auch Gaumensegel genannt) angespannt und angehoben und verschließt dadurch die oberen Luftwege des Nasenraums (Nasopharynx).

Gleichzeitig wird der Kehldeckel (Epiglottis) durch den Zungengrund abgesenkt, klappt nach unten und verschließt die Luftröhre (Trachea).

So wird gesichert, dass sich das Baby nicht verschluckt beziehungsweise Milch in seine Luftröhre gerät, sondern die Milch nur in die Speiseröhre (Ösophagus) gelangt, die hinter der Luftröhre liegt.

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Auch bei älteren Kindern und Erwachsenen ist diese nach hinten gerichtete wellenförmige Bewegung der Zunge vorhanden. Sie befördert nämlich den durch das Kauen zerkleinerten Nahrungsbrei in den Rachenraum, um dort einen Schluckvorgang auszulösen.

Hier ist zum Beispiel ein Video von einem schlafenden Kleinkind. In seinem geöffnetem Mund ist die melkende Zungenbewegung noch einmal gut von vorne zu sehen.

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Autorin: Regine Gresens, IBCLC, November 2019
Foto: rabello_ Lucas Gabriel via photopin


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Ein Baby an der Brust

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Regine Gresens

Regine Gresens

Hebamme, Berufspädagogin, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG), Autorin und Mutter. Ich helfe Dir dabei, Deinem Baby und Dir selbst zu vertrauen und Euren eigenen Weg zu gehen.
Regine Gresens

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2 Kommentare

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  1. Hi, mein Sohn ist jetzt 3 Wochen alt und uns wurde gesagt er hat ein extrem verkürztes Zungenbändchen. Wir haben es an Tag 6 schneiden lassen und haben vom Osteopathen Übungen zum Zungentraining bekommen. Leider hat alles nichts gebracht. Eine Stillberaterin hat ihn sich nun nochmal angeschaut und meinte er kann die Zunge immer noch nicht richtig nutzen weil entweder wieder angewachsen oder nicht genügend durchtrennt. Sie rät wieder zum Schneiden. Ein befreundeter Kinderarzt meinte jedoch er rät vom Durchtrennen ab weil es nichts bringt. Jetzt sind wir total verunsichert. Zudem habe ich bei der Nachgeburt 3 Liter Blut verloren und muss meine Milchproduktion mühsam wieder aufbauen. Er legt jedoch immer noch nicht richtig an und nuckelt nur an der Brust ohne zu saugen und schläft sofort ein. Durch Corona ist eine direkte Beratung zudem extrem schwierig. Wäre dankbar für Rat oder ähnliche Erfahrungen.

    1. Hallo Lea,
      ja, es kommt vor, dass ein Zungenbändchen nicht weit genug durchtrennt wird oder wieder (teilweise) angewachsen ist.

      Wenn die Stillberaterin Dein Kind gesehen und dabei ein verkürztes Zungenbändchen festgestellt hat, wird es wohl auch so sein.
      Schau mal hier:

      Dass Dein Baby nicht richtig an der Brust trinkt und schnell dabei einschläft, wird aber auch an der geringen Milchmenge liegen. Das alleinige erneute Durchtrennen des Zungenbändchens wird vermutlich nicht ausreichen, sondern Du müsstest sehr wahrscheinlich auch noch zusätzlich einiges tun, um die Milchbildung stimulieren. Deine Hebamme oder die Stillberaterin kann Dir sicher helfen, die für Dich passenden Maßnahmen zu ergreifen, um Deine Milchproduktion anzuregen.
      Lies dazu hier: Wie wir Milch bilden

      Für die Erfahrungen von Anderen gib einfach hier auf der Seite im Suchfeld das Wort „Zungenbändchen“ ein!
      Dann werden Dir diverse Erfahrungsberichte von Müttern mit geringer Milchmenge und einem verkürzten Zungenbändchen angezeigt.

      Alles Gute und liebe Grüße,
      Regine Gresens

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