„Gut Anlegen“ – Der Video-Online-Kurs für stillende Mütter und für Schwangere, die sich auf das Stillen vorbereiten möchten

„Gut Anlegen“ – Der Video-Online-Kurs für stillende Mütter und für Schwangere, die sich auf das Stillen vorbereiten möchten

Sieh hier, wie Du die Brust tief in den Babymund bekommst

Etwas großes Weiches durch eine kleine, feste Öffnung in einen kleinen Behälter zu stecken, ist schwierig oder sogar unmöglich…

Denk einfach mal daran, wie fummelig es jedes Mal ist, beispielsweise beim Zelten morgens den großen, weichen Daunenschlafsack durch die kleine Öffnung in den kleinen Transportbeutel zu packen. Das ist gar nicht so einfach.

Den kleinen Beutel über den Schlafsack zu stülpen oder den Schlafsack einfach so hineinzustecken, klappt nicht.

Du kannst den Schlafsack höchstens nach und nach in den Beutel hineinstopfen.

Schneller und einfacher geht es aber, wenn Du den Umfang des Schlafsacks verringerst, indem Du ihn fest zusammenrollst, und diese Rolle in den Beutel hineindrückst.

Warum ich das hier beschreibe?

Nun, ganz ähnlich verhält es sich auch mit der großen, weichen Brust und dem kleinen Mund des Babys. Die Brust ist eigentlich zu groß für den Babymund.

Anleitungen zum Anlegen lauten jedoch oft:
Mit der Brustwarze die Lippen des Babys berühren, warten bis es den Mund weit öffnet und es dann mit offenem Mund schnell an die Brust heranziehen!

Damit wird dann quasi „der Babymund über oder auf die Brust(warze) gestülpt“.

Viele Mütter bewegen sich auch mit dem Oberkörper zu ihrem Baby hin und versuchen so „die Brust(warze) mittig in den Mund zu stecken“, was dann oft auch noch zu einer unbequemen Körperhaltung beim Stillen und auf Dauer zu Verspannungen der Schultern führt.

Beide „Techniken“ führen meistens nicht zum erwünschten Ergebnis – einem schmerzfreien, guten Anlegen, sondern häufig zu einem suboptimal angelegtem Baby mit wenig Brust im Mund, was in vielen Fällen mit schmerzenden, wunden Brustwarzen und ineffektiver Entleerung der Brüste einhergeht.

Ich habe hier schon oft erwähnt, dass Schmerzen zum Stillen nicht dazugehören und die asymmetrische Anlegetechnik beschrieben – als einfachen Weg, um den Mund voll Brust und die Brustwarze tief in den kleinen Babymund zu bekommen.

Nun habe ich noch ein paar Youtube-Videos herausgesucht, die Du Dir ansehen solltest, wenn Du noch keinen Weg gefunden hast, Dein Baby schmerzfrei anzulegen.

Sie zeigen das asymmetrische Anlegen, bei dem die Brust nicht mit der Brustwarze voran zentral in den Mund gesteckt wird.

Stattdessen wird die große Brust parallel zu den Lippen des Babys in der Hand oder zwischen zwei Fingern komprimiert und der Mund des Babys mit der ihm zugewandten Seite der Brust berührt, so dass die Brustwarze zur Nase des Babys zeigt.

Wenn das Baby nun den Mund öffnet, wird es mit der Unterlippe zuerst an die Brust herangebracht und die Brust von der Nase her kommend mit dem Finger in seinen Mund gerollt bzw. leicht hineingedrückt.

Hört sich kompliziert an? Eigentlich ist es aber ganz einfach…

Schau es Dir in diesen Videos an!

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Hier siehst Du das Ganze noch einmal von oben aus der Perspektive der Mutter.

Auf Englisch wird diese Bewegung auch flipple-technique oder deep, extended bzw. exaggerated latch genannt (dt.: tiefes, ausgedehntes oder übertriebenes Anlegen), weil so viel mehr Brust tief in den Mund gelangt.

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Noch ein weiteres Video, von oben aufgenommen. Die Mutter hält dabei den Kopf des Babys an der Schädelbasis, um ihn besser an die Brust bringen zu können.

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Probier es doch einmal aus!

Flip Deinen Nippel einfach in den Mund, anstatt die Brust in den Babymund zu stecken oder zu versuchen, ihn über Deine Brust zu stülpen!

Und berichte sehr gerne im Kommentar von Deinen Erfahrungen!

In dem Video-Online-Kurs „Gut Anlegen“ bekommst Du weitere Tipps und hilfreiche Infos zum Anlegen in verschiedenen Positionen.

Mehr erfahren!

Autorin: Regine Gresens, IBCLC, Oktober 2018
Foto: Regine Gresens, IBCLC

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Brustwarze zeigt zur Nase nicht zum Mund des Babys

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Regine Gresens

Regine Gresens

Hebamme, Berufspädagogin, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG), Autorin und Mutter. Ich helfe Dir dabei, Deinem Baby und Dir selbst zu vertrauen und Euren eigenen Weg zu gehen.
Regine Gresens

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Hebamme, Berufspädagogin, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG), Autorin und Mutter. Ich helfe Dir dabei, Deinem Baby und Dir selbst zu vertrauen und Euren eigenen Weg zu gehen.

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21 Kommentare

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  1. Hallo,

    die Technik hört sich sehr interessant an. Meine Kleine schreit nur immer unablässig, wenn sie die Brust nicht gleich richtig erwischt. Leider auch, wenn sie müde ist oder noch nicht hungrig 🙁 Gibt es hierfür einen Tipp?

      1. Danke sehr für den tipp und die rasche Antwort! ich werde es mir gleich durchlesen. Beim Schreien ist leider der Mund nicht weit genug auf, sodass sie nur die Brustwarze zu fassen bekommt – ein Abwärtskreislauf leider 🙁 ich habe das Gefühl, dass sie den Reflex, den Mund auf Berührung weit aufzumachen nach 6 Wochen Stillhütchen verlernt hat 🙁

          1. Vielen Dank! Das werde ich versuchen. Vielleicht „lernt“ sie das richtige Andocken ja wieder. Ich hoffe es! Danke für diese Seite und die tollen Tipps!

  2. Ich fand die Videos wirklich klasse!
    Schön wenn man so große ordentlich geformte Brustwarzen hat, da schaut das wirklich sehr leicht für beide aus.

    Haben Sie noch einen Tipp für Schlupfwarzen? ?

  3. Hallo, ich habe das erste Kind relativ easy gestillt und extrem viel Milch gehabt. Jetzt ist es bei Baby Nummer 2 so, dass 1. der Mund relativ klein ist, ich sehr große Brustwarzen habe und die Brust meist übervoll und richtig hart ist, was das korrekte Anlegen, wie es hier gezeigt wird, erschwert. Finde ich in dem Video vielleicht etwas zu diesen Schwerpunkten?
    Meine Tochter ist ja auch erst 5 Tage alt, Milcheinschuss war schon am 2. Tag, wann reguliert sich denn die Produktion in etwa? Und was mache ich, wenn Sie spuckt und direkt wieder nach der Brust verlangt? Nochmal stillen?

  4. Hallo, ich brauche dringend Hilfe … nach der Geburt meines ersten Kindes, haben die Hebammen gleich ein Stillhütchen gebracht und behauptet dass meine Brustwarze zu klein wäre.
    Da ich nicht mal gewusst habe, dass es sowas gibt und ich starke Nebenwirkungen von der ungeplanten und spontanen PDA (Kaiserschnitt) hatte, lies ich es über mich ergehen.
    In den ersten Wochen stand ich neben mir und habe nicht weiter drüber nachgedacht und mit dem Stullhüttchen gestillt.
    Nach einem Monat kam ich zur Besinnung und wollte das Stillhütchen weglassen…. tja… mittlerweile ist meine Tochter Dreieinhalb Monate und ich habe es nicht geschafft es ihr abzugewöhnen.
    Es gab aber einige Male, da hat sie die Brust ohne wenn und aber genommen, aber immer nur die ersten paar Minuten, wenn sie dann für eine Pause sie Brust losgelassen hat, hat sie sie ohne das Hütchen nicht wieder in den Mund genommen. Ich habe schon alles mögliche probiert… Müdigkeit ausgenutzt… während dem stillen bzw in der Pause das Hütchen schnell wegziehen …
    Was kann ich noch tun? Ich verliere langsam die Hoffnung

    1. Hallo Elena,
      ich kann leider keine individuellen Tipps geben, ohne euch zu sehen. Dafür hast Du bestimmt Verständnis. Lies doch mal hier:
      Wie das Stillhütchen wieder abgewöhnen.
      Gute Stillposition und gutes Anlegen sind entscheidend. Aber es kann natürlich auch noch andere Ursachen geben.
      Und je länger die Stillhütchen in Gebrauch sind, desto schwieriger wird es oft, das Kind davon wieder zu entwöhnen.
      Falls Du nicht weiterkommst, wende Dich für einen persönlichen Termin an eine Stillberaterin in Deiner Nähe.
      Hier findest Du Links für die Suche.
      Viel Erfolg und herzliche Grüße,
      Regine Gresens

  5. Liebe Regine,
    Ich stille nun mein 3. Kind. Es ist 1 Woche alt. Ich habe bereits bei meinem 1. Kind die Technik versucht, allerdings scheitere ich an meiner zu vielen Milchmenge und grossen Brustwarze. Ich kann die Brust nicht zum Sandwich formen und kriege so nur die Brustwarze rein. Auch klappt so das Stillen im Liegen mit Baby auf dem Bauch nicht gut, da meine Brust prall in die Höhe steht und der Kleine gar nicht schön an die Brust rankommt, obwohl ich ihn etwas hochschiebe/runterschiebe, je nachdem wie er positioniert ist.
    Auch das Stillen quer vor der Brust in halbliegender oder aufrechter Position klappt gar nicht. Er hat dann immer seine Hände im Weg und wie schon gesagt, ich kann die Brust nicht komprimieren.
    Ich streiche zwar vor dem Stillen aus, mache bereits Blockstillen 4h, aber erfahrungsgemäss wird meine Brust erst um die 6.-8. Woche nach Geburt weicher. Aber bis dahin sind meine Warzen bereits blutig. 🙁
    Hättest du mir noch einen Tipp?
    Danke vielmals!

    1. Liebe Melanie,
      ohne Dich und Dein Baby beim Anlegen zu sehen, kann ich Dir leider keine Empfehlungen für Deine individuelle Situation geben. Bitte habe dafür Verständnis.
      Vielleicht hilft Dir dies weiter: Die 7 häufigsten Fehler beim Anlegen.
      Weitere Tipps für die Reduktion der Milchmenge findest Du hier: Zu viel Muttermilch – was tun?. Manchmal sind die Zeitblöcke von 4 Std. noch zu kurz und müssen verlängert werden.
      Du kannst Dich auch für eine persönliche Beratung an eine Still- und Laktationsberaterin IBCLC in Deiner Nähe wenden, wenn Du nicht weiterkommst.
      Hier findest Du die Kontaktdaten:
      http://www.bdl-stillen.de/stillberatungsuche.html
      https://www.stillen.de/laktationsberatung-finden/
      https://verzeichnis.still-lexikon.de/

      Und hier findest Du Stillgruppen und ehrenamtliche Stillberaterinnen in Deiner Nähe:
      https://www.lalecheliga.de/stillberatung/lll-stillberaterinnen
      https://www.afs-stillen.de/fuer-muetter/eine-stillberaterin-finden/
      Herzliche Grüße,
      Regine Gresens

  6. Liebe Frau Gresens, vielen Dank für diesen Artikel. Das asymmetrische Anlegen hat mir beim Stillbeginn sehr gut geholfen und ich empfehle jeder Mutter dies so auszuprobieren. Meine wunden Brustwarzen sind mit dieser Technik schnell verheilt.
    Nun stille ich meinen Sohn schon seit fast 23 Monaten. Ihre Website hat mich in dieser Zeit immer wieder bestärkt weiter zu stillen. Herzlichen Dank dafür!

  7. Ich habe von dieser Technik auch bisher nichts gehört. Aber ich werde sie auf jeden Fall ab Januar probieren, wenn das Baby da ist. Bei meinem ersten Sohn hatte ich auch so sehr Schmerzen, dass ich das Stillen beendet und dann abgepumpt habe. So schade.

    Geht diese Technik denn mit allen Brustwarzentypen? Da bin ich noch unsicher.

  8. Diese Technik beschreiben Sie auch in Ihrem Video und in einem anderen Artikel.
    Nach 6 Wochen Stillen unter Tränen und Schmerzen und mit Stillhütchen hat mir diese Technik innerhalb von 2 Tagen geholfen, meinen inzwischen 3-jährigen Sohn schmerzfrei und noch monatelang glücklich zu stillen.
    Ich war damals am verzweifeln, weil ich nicht aufhören wollte zu stillen, aber es so unbeschreiblich geschmerzt hat.

    Meinen kleinen Sohn, jetzt 13 Wochen alt, stille ich seit dem ersten Tag ohne Schmerzen, ohne Stillhütchen, mit viel Genuss für uns beide und mit dieser Technik!!!

    Vielen, vielen, vielen Dank!!!

    1. Liebe Elisabeth, das freut mich!! Ja, ich empfehle und lehre diese Technik schon seit vielen Jahren – mit besten Erfolgen. Aber es gibt leider immer noch viel zu viele, die davon noch nie etwas gehört haben.

  9. auch mir hat diese Technik erst eine dauerhafte und glückliche Stillbeziehung möglich gemacht. ich bin jeden Tag dankbar

  10. Diese Technik hat meine Stillbeziehung gerettet! Dank dieser Technik ist es mir endlich möglich das Stillen meines Sohnes zu genießen, da ich sicher weiß, dass er genug Brust im Mund hat und auch richtig angelegt ist! Vielen lieben Dank!!!

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