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Schmerzen können Depressionen auslösen

Schmerzen können Depressionen auslösen

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Hast Du gewusst, dass Schmerzen beim Stillen zu Wochenbettdepressionen führen können?

Nach neuen Erkenntnissen der Psychoneuroimmunologie (das Forschungsgebiet, das sich mit den Wechselwirkungen zwischen Psyche, Nervensystem und Immunsystem beschäftigt) ist eine durch Stress ausgelöste Entzündung die Ursache einer postpartalen Depression (PPD), wie auch jeder anderen Depression.

Die Stresshormone Noradrenalin, Adrenalin und Cortisol werden bei Belastung, Gefahr oder Schmerzen ausgeschüttet. Sie setzen die Abwehrkräfte herab und führen zu einer vermehrten Freisetzung proentzündlicher Zytokine.

Zytokine sind Eiweiße, die das Wachstum und die Spezialisierung von Körperzellen steuern. Sie verändern den Hirnstoffwechsel und lösen ein allgemeines Krankheitsgefühl aus. Gleichzeitig werden die Schmerzen durch die hohen Zytokinwerte verstärkt.

Mütter mit schmerzenden Brustwarzen hatten in einer Studie ein höheres Risiko für Depressionen als Mütter ohne Schmerzen (38% vs. 14%). Nachdem die Schmerzen aufgelöst wurden, normalisierten sich auch die Depressionswerte der Frauen.

Literatur:
Amir LH, et al (1996). Psychological aspects of nipple pain in lactating women. J Psychosom Obstet Gynecol, 17:1:53-58.

Autorin: Regine Gresens, IBCLC, Dezember 2012
Foto: mark sebastian via photopin cc

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Youtube und Google+.

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