„Gut Anlegen“ – Der Video-Online-Kurs für stillende Mütter und für Schwangere, die sich auf das Stillen vorbereiten möchten

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Schluckauf bei Babys

Frage:
Mein Sohn hat fast täglich mal Schluckauf, aber unabhängig von kalten Händen oder Füssen und egal wie viel ich ihn trage. Woher kann der sonst noch kommen? Meist geht der Schluckauf erst weg, wenn ich ihn stille. Das mach ich, wenn ich das Gefühl habe, der Schluckauf stört ihn, also wenn er quengelig wird.
LG, Carlotta

Antwort:
Liebe Carlotta,
Schluckauf bei Babys – auch täglich – ist nichts ungewöhnliches und hört meist von alleine auf. Beim Schluckauf (Singultus) kommt es zu einem wiederholten, plötzlichen, reflexartigen Zusammenziehen des Zwerchfells – wie zum Einatmen.

Ein Fötus im Mutterleib kann schon ab der neunten Schwangerschaftswoche Schluckauf haben. Die meisten Schwangeren bemerken dies an einem regelmäßigen, leichten Zucken des ganzen Babys im Bauch. Im letzten Drittel der Schwangerschaft hat das Ungeborene sogar jeden Tag insgesamt etwa 15 Minuten lang einen Schluckauf.

Das wiederholte Zusammenziehen des Zwerchfells wird durch eine Reizung des Zwerchfellnervs (Nervus Phrenicus) ausgelöst. Nach der Geburt wird der dabei entstehende Luftstrom in die Lunge allerdings durch das plötzliche Verschließen der Stimmritzen blockiert. Dadurch entsteht das typische Schluckauf-Geräusch, das Hicksen.

Warum Feten und Babys so oft Schluckauf haben, wusste man lange nicht. Forscher vermuten nun, dass das Gehirn der Babys beim Schluckauf lernt, verschiedene sensorische Eindrücke zu verarbeiten und miteinander in Verbindung zu bringen. So lernen Babys wahrscheinlich nach und nach durch den Schluckauf, ihre Atemmuskulatur wahrzunehmen und bewusst zu kontrollieren, indem sie das Zwerchfell auf und ab bewegen.
Hier gibt es einen guten Bericht über die neue Studie zu Schluckauf bei Babys.

Schluckauf kann auch durch eine vorübergehende Überdehnung des Magens, zum Beispiel nach einer zu großen Mahlzeit, zu hastigem Essen bzw. Trinken oder zu viel geschluckter Luft, ausgelöst werden. Eine weitere Ursache kann eine Reizung der Speiseröhre durch Reflux oder auch psychische Aufregung oder Stress sein.

Wenn eine Überdehnung des Magens durch eine zu große oder hastige Mahlzeit die Ursache für den Schluckauf sein könnte, ist ein erneutes Stillen nicht unbedingt ratsam, jedenfalls nicht an einer vollen Brust.

An einer eher leeren Brust zu saugen oder es in einer Tragehilfe zu tragen und an Deinem Körper zu wärmen, könnte Deinem Baby vielleicht helfen sich zu entspannen, wenn es von dem Schluckauf gestört wird.

Ist das Baby insgesamt gesund und gedeiht gut, besteht aber auch bei täglichem Schluckauf kein Anlass zur Sorge.

Falls der Schluckauf jedoch über Stunden anhält oder das Baby andere Krankheitssymptome hat, sollte es umgehend vom Kinder- und Jugendarzt untersucht werden.

Regine Gresens, IBCLC, Juni 2020
Foto: cchana 

 

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Regine Gresens

Regine Gresens

Hebamme, Berufspädagogin, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG), Autorin und Mutter. Ich helfe Dir dabei, Deinem Baby und Dir selbst zu vertrauen und Euren eigenen Weg zu gehen.
Regine Gresens

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