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Reflexe bringen das Baby zur Brust

Reflexe bringen das Baby zur Brust

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Dieses wunderschöne Video zeigt, wie Babys mit ihren angeborenen Suchreflexen ohne Hilfe den Weg zur Brust finden und selbstständig korrekt andocken.

Diese Reflexe werden in den ersten Wochen und Monaten durch die Berührungen an der gesamten Körpervorderseite des Babys ausgelöst, wenn es in einer ruhigen Verfassung und leicht hungrig ist.

Selbst, wenn das Stillen bisher bei Euch nur unter großen Mühen und Stress oder nur mit Stillhütchen oder aber noch gar nicht geklappt hat, kannst Du beim intuitiven Stillen oder auch „Laid Back Nursing“ bzw. „Biological Nurturing“ Dein Baby unterstützen, mit dem instinktiven „Breast Crawl„, (d.h. dem Kriechen oder Robben zur Brust) eigenständig Deine Brust zu finden und gut daran anzudocken.

So geht’s:

  • Vertraue dazu auf Deine Intuition und Deinen Instinkt und die angeborenen Reflexe Deines Babys.
  • Der beste Zeitpunkt mit dem intuitiven Stillen zu beginnen, ist, wenn Dein Baby in einem ruhigen Wachzustand ist. Ist es gerade sehr aufgeregt oder schreit sogar, versuche erst es ein wenig zu beruhigen.
  • Nimm eine bequeme, zurückgelehnte Position auf dem Bett, Sofa oder Sessel ein. Lehn Dich soweit zurück, dass Dein Gewicht nicht mehr auf Deinen Sitzbeinhöckern, sondern auf Deinem Kreuzbein lastet. Stütze Deinen Kopf, Nacken, Schultern, oberen Rücken und Arme mit vielen Kissen gut ab, damit Du Dich völlig entspannen kannst.
  • Für die ersten Male ist es hilfreich, wenn Du Dein Oberteil und Deinen BH ausziehst, damit Ihr möglichst viel Hautkontakt haben könnt. Ziehe dazu auch Dein Baby bis auf Windel und Body aus. Vor allem seine Füßchen und Unterschenkel sollte nackig sein, denn dort werden seine Suchreflexe ausgelöst. Sobald Ihr ein eingespieltes Stillteam geworden sind, spielt der Hautkontakt nicht mehr so eine große Rolle. Trotzdem könnt Ihr ihn natürlich auch beim Stillen weiterhin genießen, so oft Ihr mögt.
  • Leg Dir Dein Baby bäuchlings auf Deinen Bauch, so dass sein Kopf nah bei Deinen Brüsten ist und es sich mit seinen Armen auf Dir abstützen kann. Lege eine Hand locker auf seinen Po oder streichle seine Füßchen.
  • Entspanne Dich und warte einfach ab, was Dein Baby macht. Wenn es hungrig ist, wird es nach einiger Zeit anfangen, Deine Brust zu suchen.
  • Sprich ruhig mit ihm und lobe es für seine Anstrengungen. Deine Aufgabe ist vor allem, Dein Baby ruhig zu halten und aufzupassen, dass es nicht herunterfällt.
  • Allerdings musst Du auch nicht völlig passiv bleiben. Wenn Du irgendeinen Impuls hast, kannst Du Deinem Baby ruhig etwas helfen. Vielleicht möchtest Du es etwas weiter nach oben oder zur Seite schieben, dann tue es! Aber Du musst es nicht an Deine Brust anlegen, so wie in anderen Stillpositionen. Dein Baby dockt sich selbst an und benötigt viel weniger Hilfe von Dir.
  • Wenn Dein Baby die Brust gut erfasst hat, hast Du keine Schmerzen in der Brustwarze. Bald nach dem Beginn des Saugens fängt es an deutlich hörbar zu schlucken. Nun kannst Du Deinen Arm locker um Dein Baby legen, so dass es sein Köpfchen daran lehnen kann.
  • Ist seine Nase zu dicht an Deiner Brust, drück seinen Po dichter an Dich heran oder ziehe es ein wenig nach unten, so dass sein Kopf etwas mehr zur Brust gestreckt ist.
  • Verbringe in den nächsten Tagen viel Zeit mit Deinem Baby auf Deiner Brust, stille auch weiterhin oft in dieser bequemen zurückgelehnten Position und genieße es.

Ich wünsche Euch viel Freude beim entspannten Stillen.

Ganz herzliche Grüße,
Regine

Mehr dazu gibt es auch hier, sowie hier und im Video-Kurs „Gut Anlegen“.

Autorin: Regine Gresens, IBCLC, September 2015

Wenn Du magst, schreib mir doch mal von Deinen Erfahrungen beim intuitiven Stillen, gleich hier unten als Kommentar oder auch gerne in einer persönlichen Email.

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Youtube und Google+.

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