Nach 7 Monaten platzte endlich der Knoten

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Ich würde gerne mit unserer Stillgeschichte anderen Müttern etwas Mut machen und zeigen, dass es sich lohnt, Hilfe zu suchen.

Nachdem es hieß, dass ich keine Kinder bekommen könnte und ich dann doch endlich schwanger wurde, wollte ich natürlich nur das Beste für meinen Sohn! Dazu gehörte für mich auch das Stillen.

Die Schwangerschaft war unkompliziert, bis auf einen Nierenstau im letzten Drittel.

Die Geburt war lang und ich musste auch noch ausgeschabt werden. Leider hatte ich so viel Blut verloren, dass mein kleines Wunder und ich die ersten beiden Stunden unseres Lebens getrennt waren.

Die Schwestern im Krankenhaus waren aber sehr auf die Mutter-Kind-Bindung bedacht und legten mit den Zwerg direkt auf die Brust, sobald ich auf meinem Zimmer war.

Die ersten Stillversuche waren sehr holprig, da wir beide von der Geburt enorm geschwächt waren und der kleine Schatz kaum Kraft hatte an der Brust zu saugen.

Mir wurden Stillhütchen gebracht und es klappte anfänglich auch sehr gut. Leider nahm mein Sohn nur spärlich zu, deswegen musste ich ihn die ersten zwei Wochen alle zwei Stunden zum Stillen wecken.

Leider kommen Stillhütchen oft schon sehr früh zum Einsatz, wenn das Anlegen nicht gelingen will. Manchmal bereiten sie keine Probleme und das Baby bekommt auch trotz der Stillhütchen genug Muttermilch. Aber in manchem Fällen läuft es genauso wie hier beschrieben, das Baby nimmt nicht genug Gewicht zu.
~ R. Gresens

Ich war mit den Nerven am Ende und entschied die Stillhütchen abzuschaffen. Das klappte ganz wunderbar!

Drei Tage später lag ich mit über 40 Grad Fieber wieder im Krankenhaus und niemand wusste, wo das Fieber herkam.

Nach 2 Tagen zeigte sich schließlich der Übeltäter in Form einer Brustentzündung. Also, wurde abgepumpt, Quark und Kohlblätter aufgelegt und ich war wieder am Ende mit meinen Nerven. Beim Abpumpen kam so gut wie nichts raus und ich war kurz davor abzustillen.

Nach zwei Wochen ließ dann die Brustentzündung nach und ich war wieder frohen Mutes.

Leider waren die Schmerzen immer noch da… Sie waren teilweise unerträglich. Wie oft weinte ich vor Verzweiflung und vor Schmerzen…

Abstillen oder Abpumpen waren keine Option, da mein Sohn jede Flasche und jede Ersatzmilch ablehnte.

Nach vielen Arztbesuchen, Stillberatungen und Internetrecherchen kam ich endlich auf die Ursache für die Schmerzen: Gefäßkrämpfe.

Ich suchte mir Hilfe in der Homöopathie und nach 7 Monaten schmerzhaftem Stillen platzte endlich der Knoten!

Und das meine ich wortwörtlich. Es war, als würde etwas in meiner Brust platzen und ich hatte von jetzt auf gleich keine Schmerzen mehr beim Stillen.

Wir haben dann noch 7 wundervolle Monate weitergestillt!

Ich habe es bis heute nicht bereut und bin stolz auf mich und meinen Sohn, dass wir nicht aufgegeben haben.

Und außerdem bin ich meinem Mann und meiner Mutter sehr dankbar, dass sie mir in dieser Zeit beigestanden und mich unterstützt haben.

Auch mein Bruder war bei der Geburt im Krankenhaus und hat sich während meiner Abwesenheit um meinen Mann und mein Kind gekümmert. Ohne sie hätte ich es nicht geschafft!

Ganz liebe Grüße Anna und Jonathan (mittlerweile 18 Monate)

Originalbericht einer Mutter, Oktober 2018
Foto: Anna

 

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Veröffentlicht von: Regine Gresens

Hallo, ich bin Regine - Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Ich helfe Dir, als Mutter Dir selbst und Deinem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und Euren eigenen Weg zu gehen. Du findest mich auch auf Facebook, Pinterest und Youtube.

3 Kommentare

  1. Mich würde auch sehr interessieren, was im Endeffekt gegen die Gefäßkrämpfe geholfen hat. Ich hatte das gleiche Problem und könnte nur durch die Einnahme von Blutdrucksenkern schmerzfrei stillen, was ich sehr gerne bei einem nächsten mal vermeiden würde…

    • Liebe Tina,
      vielen Dank für Dein Feedback.
      Über das Stillen mit Anderen zu sprechen – auch über das lange Stillen – und in der Öffentlichkeit zu stillen, ist das was jede einzelne Stillende in ihrem eigenen Umfeld machen kann, um sich dafür einzusetzen, dass es normaler wird.
      Wenn Du gerne andere Mütter beim Stillen auch direkt unterstützen möchtest, kannst Du eine Ausbildung zur Stillberaterin bei der AFS, der La Leche Liga oder dem
      DAIS machen, auch wenn Du keinen Gesundheitsberuf gelernt hast.
      Liebe Grüße und viel Spaß dabei,
      Regine Gresens

  2. Oh das klingt so mutmachend! Was wurde denn homöopathisch gemacht? Warst du bei einer normalen Heilpraktikerin oder war diese spezialisiert? Ich selbst habe leider auch immer Schmerzen beim Stillen und einen sehr schmerzhaften Milchspendereflex… Wirklich helfen kann mir niemand, im Stilltreff wurde gesagt ich lege richtig an und soll es mit Kalzium und Magnesium probieren… Da das aber bisher nicht hilft ist die Hebamme auch ratlos… Der Arzt weiß nichts, weil ja nichts wund ist und auch sonst kann mir anscheinend niemand helfen… Ich hoffe so sehr das bei mir auch irgendwann ein „Knoten platzt“…

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