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Intuitives Stillen – leicht gemacht

Zufüttern mit Stillhilfe

Mit Stillhilfe zufüttern: Wozu dieser Umstand?

4 Kommentare

Autorin: Diane Wiessinger, IBCLC, 2001
Eine Stillhilfe kann das Stillen insgesamt befriedigender machen. Weil Ihr Baby damit seine benötigte Nahrung vollständig an Ihrer Brust erhält, wird es wahrscheinlich zufriedener daran saugen.

Saugen an der Brust kann nämlich sehr frustrierend für ein Baby sein, wenn es bisher reichlich Nahrung aus der Flasche bekommen hat, aber noch nie genug Milch aus der Brust bekommen hat.

Vielleicht hat Ihr Baby gelernt, dass es sich nicht lohnt, sich beim Stillen anzustrengen oder es hat damit begonnen, die Brust hauptsächlich als Nuckel zum Schlummern zu benutzen.

Eine Stillhilfe (z.B. ein Brusternährungsset*) kann all das vom ersten Gebrauch an verändern.

Eine Stillhilfe kann das Saugen verbessern

Wenn Ihre Milch gut und reichlich fließt, beginnt das Baby mit einem gleichmäßigen Saug-Schluck-Rhythmus an Ihrer Brust zu trinken. Dieser gleichmäßige Rhythmus bringt ihm bei, wie Stillen sein sollte, und zieht Ihre Brust tiefer in seinen Mund, so dass es Ihre Brust tatsächlich besser „melken“ kann.

Jedes Saugen Ihres Babys stimuliert Ihre Brüste mehr Milch zu produzieren

Ihre Brüste bilden nur dann mehr Milch, wenn auch mehr Milch daraus entleert wird. Die Zeit, die Ihr Baby mit dem Trinken an der Flasche verbringt, hilft nicht dabei Ihre Milchmenge zu erhöhen. Und wenn es dann an Ihrer Brust nicht mehr kräftig saugt, trägt diese Zeit an der Brust ebenfalls nicht dazu bei Ihre Milchmenge zu steigern.

Eine Stillhilfe spart Zeit

Anstatt Ihr Baby erst zu stillen und ihm anschließend noch die Flasche zu geben, wird es nun vollständig an Ihrer Brust gefüttert. Normalerweise können Sie so auch schneller zum Stillen ohne Zufütterung zurückkehren.

Ihr Baby verlässt Ihre Brust mit einem vollen Magen

Und macht so eine wohlige Erfahrung an Ihrer Brust, was zugleich eine schöne Erfahrung für Sie beide ist.

Sie machen sich vielleicht weniger Sorgen um Ihre Milchmenge

Mit der Gewissheit, dass Ihr Baby bei jedem Stillen eine ordentliche Mahlzeit erhält, können Sie sich in dieser ganzen Situation wahrscheinlich besser entspannen.

Eine Stillhilfe wurde entwickelt, um das Stillen zu erhalten

Flaschen und Sauger wurden entwickelt, um das Stillen zu ersetzen. Jedes Hilfsmittel funktioniert in der Regel auf die Art und Weise, für die es auch entwickelt wurde.

Jedes Hilfsmittel hat auch Nachteile. Eine Stillhilfe an der Brust ist vielleicht für Sie nicht das Richtige. Aber sie wurde von Tausenden anderen Müttern erfolgreich angewendet.

Also geben Sie sich ein paar Tage Zeit, um sie zu testen und damit zu üben. Wenn nötig, verwenden Sie sie nur in den Situationen, wenn Sie beide geduldig sind, bis Sie sich damit wohler fühlen.

Glauben Sie mir, eine Stillhilfe* ist kein kompliziertes Hilfsmittel und hat keine beweglichen Teile; für jegliche Probleme gibt es höchstwahrscheinlich einfache Lösungen. Suchen Sie sich dabei Unterstützung.

Und denken Sie daran, dass etwas Übung einen großen Unterschied machen kann.

Original: „Using a Feeding Tube Device: Why Bother?“ von Diane Wiessinger, IBCLC, 2001
Übersetzung: Regine Gresens, IBCLC, 2004
Foto: Regine Gresens
 

Die wichtigsten praktischen Hinweise, um mit dem Brusternährungsset während des Stillens zuzufüttern

* Affiliate-Link: Stillkinder.de erhält eine kleine Provision, wenn Du dieses Produkt über den Link kaufst, für Dich entstehen dabei keine höheren Kosten. Ich empfehle hier nur, was ich selber getestet oder gelesen habe und für gut und sinnvoll halte.

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Hallo, ich bin Regine - Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Ich helfe Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, dann kannst Du mir über Facebook, Twitter, Pinterest, Youtube, Google+ und natürlich hier auf dem Blog folgen.

4 Kommentare

  1. Pingback: 5 Dinge, die jede Neu-Mama braucht – WONNEPROPPIG.DE

  2. Wir stillen seit mittlerweile 7 Wochen 2-3 Stillmahlzeiten am Tag mit Brusternährungsset und sind so die Flasche losgeworden. Vom Zufüttern kommen wir wohl nicht mehr ganz weg, aber wir stillen und genießen das unheimlich! Schade, dass ich nicht schon von Anfang an von diesem Hilfsmittel gewusst habe!

    • Wir haben mit dem Brusternährungsset zwar erst spät begonnen mit ca 4 Monaten und haben es damit tatsächlich geschafft zum Vollstillen zu kommen, dabei waren wir zwischenzeitlich so weit weg vom stillen und brauchten viel Fertignilch. Ich bin die glücklichste stillende Mama auf der Welt 🙂

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