Zufüttern mit Stillhilfe

Mit Stillhilfe zufüttern: Wozu dieser Umstand?

3 Kommentare

Autorin: Diane Wiessinger, IBCLC
Eine Stillhilfe kann das Stillen insgesamt befriedigender machen. Weil Dein Baby damit seine benötigte Nahrung vollständig an Deiner Brust erhält, wird es wahrscheinlich zufriedener daran saugen.

Saugen an der Brust kann nämlich sehr frustrierend für ein Baby sein, wenn es bisher reichlich Nahrung aus der Flasche bekommen hat, aber noch nie genug Milch aus der Brust bekommen hat.

Vielleicht hat Dein Baby gelernt, dass es sich nicht lohnt, sich beim Stillen anzustrengen oder es hat damit begonnen, die Brust hauptsächlich als Nuckel zum Schlummern zu benutzen.

Eine Stillhilfe (z.B. ein Brusternährungsset*) kann all das vom ersten Gebrauch an verändern.

Eine Stillhilfe kann das Saugen verbessern

Wenn Deine Milch gut und reichlich fließt, beginnt das Baby mit einem gleichmäßigen Saug-Schluck-Rhythmus an Deiner Brust zu trinken.

Dieser gleichmäßige Rhythmus bringt ihm bei, wie Stillen sein sollte, und zieht Deine Brust tiefer in seinen Mund, so dass es Deine Brust tatsächlich besser „melken“ kann.

Jedes Saugen Deines Babys stimuliert Deine Brüste mehr Milch zu produzieren

Deine Brüste bilden nur dann mehr Milch, wenn auch mehr Milch daraus entleert wird.

Die Zeit, die Dein Baby mit dem Trinken an der Flasche verbringt, hilft nicht dabei Deine Milchmenge zu erhöhen.

Und wenn es dann an Deiner Brust nicht mehr kräftig saugt, trägt diese Zeit an der Brust ebenfalls nicht dazu bei Deine Milchmenge zu steigern.

Eine Stillhilfe spart Zeit

Anstatt Dein Baby erst zu stillen und ihm anschließend noch die Flasche zu geben, wird es nun vollständig an Deiner Brust gefüttert.

Normalerweise kannst Du so auch schneller zum Stillen ohne Zufütterung zurückkehren.

Dein Baby verlässt Deine Brust mit einem vollen Magen

Und macht so eine wohlige Erfahrung an Deiner Brust, was zugleich eine schöne Erfahrung für Euch beide ist.

Du machst Dir vielleicht weniger Sorgen um Deine Milchmenge

Mit der Gewissheit, dass Dein Baby bei jedem Stillen eine ordentliche Mahlzeit erhält, kannst Du Dich in dieser ganzen Situation wahrscheinlich besser entspannen.

Eine Stillhilfe wurde entwickelt, um das Stillen zu erhalten

Flaschen und Sauger wurden entwickelt, um das Stillen zu ersetzen. Jedes Hilfsmittel funktioniert in der Regel auf die Art und Weise, für die es auch entwickelt wurde.

Jedes Hilfsmittel hat auch Nachteile. Eine Stillhilfe an der Brust ist vielleicht für Dich nicht das Richtige. Aber sie wurde von Tausenden anderen Müttern erfolgreich angewendet.

Also gib Dir ein paar Tage Zeit, um sie zu testen und damit zu üben. Wenn nötig, verwende sie nur in den Situationen, wenn Ihr beide geduldig sind, bis Du Dich damit wohler fühlst.

Glaube mir, eine Stillhilfe* ist kein kompliziertes Hilfsmittel und hat keine beweglichen Teile; für jegliche Probleme gibt es höchstwahrscheinlich einfache Lösungen. Suche Dir dabei Unterstützung.

Und denke daran, dass etwas Übung einen großen Unterschied machen kann.

Original: „Using a Feeding Tube Device: Why Bother?“ von Diane Wiessinger, IBCLC, 2001
Übersetzung: Regine Gresens, IBCLC, 2004
Foto: Regine Gresens
 

Die wichtigsten praktischen Hinweise, um mit dem Brusternährungsset während des Stillens zuzufüttern

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Zufütterung mit einer Stillhilfe

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Veröffentlicht von: Regine Gresens

Hallo, ich bin Regine - Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Ich helfe Dir, als Mutter Dir selbst und Deinem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und Euren eigenen Weg zu gehen. Du findest mich auch auf Facebook, Pinterest und Youtube.

3 Kommentare

  1. Wir stillen seit mittlerweile 7 Wochen 2-3 Stillmahlzeiten am Tag mit Brusternährungsset und sind so die Flasche losgeworden. Vom Zufüttern kommen wir wohl nicht mehr ganz weg, aber wir stillen und genießen das unheimlich! Schade, dass ich nicht schon von Anfang an von diesem Hilfsmittel gewusst habe!

    • Wir haben mit dem Brusternährungsset zwar erst spät begonnen mit ca 4 Monaten und haben es damit tatsächlich geschafft zum Vollstillen zu kommen, dabei waren wir zwischenzeitlich so weit weg vom stillen und brauchten viel Fertignilch. Ich bin die glücklichste stillende Mama auf der Welt 🙂

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