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Beim Stillen fühlte ich mich sehr allein gelassen

Mit dem Stillen fühlte ich mich sehr allein gelassen

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Raphael ist ein absolutes Wunschkind, wir haben 4 Jahre auf ihn gewartet. In der Schwangerschaft habe ich mir sehr viele Gedanken über die Geburt gemacht. Aber fast nie über das Stillen. Auch in der Geburtsvorbereitung kam es kaum vor.

Raphael kam dann am 04.01.13 nach fast 24 Stunden zur Welt.

Da im Krankenhaus keine Familienzimmer frei waren, sind wir nach ein paar Stunden nach Hause gefahren. Meine Hebamme hat uns dann besucht, auch meine Familie kam.

Der Anfang war sehr holprig. Raphael schlief immer ein, ich sollte darauf achten, immer beide Seiten trinken zu lassen und dazwischen zu wickeln. Oh man, was war das für ein Stress!

Ich konnte auch nur im Sitzen stillen. Also bin ich Nachts immer aufgestanden, ins Wohnzimmer, hingesetzt und gestillt…

Er nahm die ersten Tage ab, was ja ganz normal ist. Der Milcheinschuss kam erst Montags, meine Hebamme meinte dann auch, im Krankenhaus hätten sie jetzt schon zugefüttert.

Ich war sehr verzweifelt, hatte das Gefühl, ich kann mein Kind nicht ernähren. Wenn ich Nahrung und Flaschen Zuhause gehabt hätte, hätte ich wohl zugefüttert.

Zudem kam auch noch das Problem der wunden Brustwarzen durch falsches Anlegen. Ich fühlte mich mit dem Stillen doch sehr allein gelassen.

Zu unserem Glück gibt es das Internet, Ihre Seite und die Seite der La Leche Liga haben mir dann unendlich geholfen. Ich bekam Tipps für meine wunden Brustwarzen und auch Beruhigung wegen der Gewichtsabnahme.

Plötzlich nahm er dann zu! Ich war so glücklich!!

Meine Tante sagte dann: „Wäre ja toll, wenn Du es zwei Wochen durchhältst…“
Sie war dann sehr erstaunt, dass ich 6 Monate voll stillen wollte…

Ich hätte mir gewünscht, vorher schon zu wissen, dass es so etwas wie Stillberaterinnen gibt. Das hätte uns einiges erspart. Meine Hebamme hatte leider zu wenig Zeit und auch nicht immer die Ahnung.

Einige Wochen später konnte ich dann endlich im Liegen stillen.

Mittlerweile ist Raphael 28 Monate und er liebt sein „Akko“. Zum Einschlafen, Durchschlafen und manchmal auch noch tagsüber, wenn er fällt, Angst hat oder auch wenn ich arbeiten war.

Stillen ist für uns soviel mehr als Nahrung. Nähe, Wärme, Liebe!

So stillen wir also jetzt Langzeit… oder Normalzeit? Wie man es nimmt.

Zum Glück steht mein Mann voll hinter uns. Es wissen nicht mehr alle, dass wir noch stillen. Aber wer fragt, dem erzähle ich es auch.

Danke für Ihre tolle Seite und die Arbeit, die Sie leisten,

Sabine mit Raphael

Originalbericht einer Mutter, April 2015
Foto: Love-Bond via photopin (license)

 

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Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Youtube und Google+.

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