Mamamilch

Mamamilch

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Ich habe dich gerade in den Schlaf gestillt,
Dein Bäuchlein mit der süßen Mamamilch gefüllt.
Nun liegst du neben mir und atmest leis und sacht
Und ich freu mich drauf, bei dir zu sein die ganze Nacht,
Dann schlaf ich ein und weiss, dass du hier sicher bist,
Denn du bist bei mir und trinkst die Milch, die so gut für dich ist.

So lob ich mir die Muttermilch, die den Hunger stillt,
Die immer warm genug ist und das Bäuchlein füllt,
Und die keine Zubereitung nötig hat, die schlaucht,
Und wo immer ganz genau das drin ist, was mein Baby braucht,
Halt die Milch, die es nur bei der Mama gibt,
Meinetwegen auch mal alle zehn Minuten wenn’s beliebt,
Das tut gut und funktioniert immer und überall,
Auch am Ende der Welt, bei Nacht und Stromausfall.

Wenn du dich mal krank fühlst und nicht spielen magst,
Oder über Halsweh oder Bauchweh klagst,
Wenn du einmal hinfällst und das Knie anstößt,
Oder dir was Unbekanntes Angst einflößt,
Dann bin ich da und weiss, dass du nicht weinen musst,
Denn ich nehm‘ dich einfach in den Arm und leg dich an die Brust.

So lob ich mir die Muttermilch, die den Hunger stillt,
Die immer warm genug ist und das Bäuchlein füllt,
Und die keine Zubereitung nötig hat, die schlaucht,
Und wo immer ganz genau das drin ist, was mein Baby braucht,
Halt die Milch, die es nur bei der Mama gibt,
Meinetwegen auch mal alle zehn Minuten wenn’s beliebt,
Das tut gut und funktioniert immer und überall,
Auch am Ende der Welt, bei Nacht und Stromausfall.

Und wenn mein Baby unterwegs mal Hunger hat,
Dann ist das kein Problem, es wird ja immer satt,
Ich setze dich ins Tragetuch, dann geh’n wir los,
Wie machen das die Mamas, die nicht stillen, bloß?
Denn die Tasche mit der Flasche und dem Pulver drin,
Die brauchen wir ja nicht, weil ich eine Stillmama bin!

So lob ich mir die Muttermilch, die den Hunger stillt,
Die immer warm genug ist und das Bäuchlein füllt,
Und die keine Zubereitung nötig hat, die schlaucht,
Und wo immer ganz genau das drin ist, was mein Baby braucht,
Halt die Milch, die es nur bei der Mama gibt,
Meinetwegen auch mal alle zehn Minuten wenn’s beliebt,
Das tut gut und funktioniert immer und überall,
Auch am Ende der Welt, bei Nacht und Stromausfall.

(Wer möchte, kann das Gedicht auch singen, z.B. nach der Melodie von Reinhard Meys „Ein Stück Musik von Hand gemacht„.)

Autorin: Margarete Schebesch, 2008
Foto: c r z via photopin cc

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Hallo, ich bin Regine - Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Ich helfe Dir, als Mutter Dir selbst und Deinem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und Euren eigenen Weg zu gehen. Du findest mich auch auf Pinterest, Facebook, Twitter, Youtube und Google+.

4 Kommentare

  1. Das ist mal ein süßes Gedicht 🙂
    Mein Zwerg ist jetzt 4,5 Monate jung und ich stille (leider nicht voll)
    Anfangs hat er zu wenig zugenommen und mir wurde PRE-Nahrung für ihn aufgezwungen.
    Ohhh, wie ich damals geweint hab.
    Ich fühlte mich als hätte ich versagt bei der wichtigsten Aufgabe im Leben.
    Das lag aber nicht an mir.
    Der Streß, den mir keiner abgenommen hatte, war deutlich zu spüren.
    Ein fauler Mann, zwei unausgelastete Hunde, ein unerzogenes Stiefkind, der Haushalt und das Baby waren etwas zu viel für mich 🙁
    Aber dann kamen sie alle mit den Vorurteilen und Redereien „Hab ich mir gleich gedacht, dass du zufüttern musst“ (Schwiegermonster höchstpersönlich)
    Auf meine Frage, wie sie auf sowas kommt, kam natürlich keine Antwort, nur ein dummer, beschämter Blick…
    Ich wusste natürlich auf was sie hinaus wollte (wie andere auch)
    Weil ich kein Fleisch esse!
    Ich ernähre mich fleischlos, aber gesund.
    Die Hebamme sagte, dass das nichts zu sagen hatte und ich da gar nicht groß drauf achten oder gekränkt sein soll.
    Mein Mann ist der Meinung, dass Stillen unnötig ist, da das Baby ja durch diese supertolle Packerlnahrung alles bekommt, was es braucht…
    Wenn ich das nur höre, könnte ich kotzen!
    So wie er die Meinung vertritt, dass man das Baby schreien lassen soll.
    Das kann und werde ich nicht tun.
    Er ist sooo klein auf die Welt gekommen, er weint und schreit ja nicht grundlos.
    Wenn, dann braucht er mich/uns ja.
    Ich habe, noch bevor der Zwerg auf der Welt war, unsere Beziehung nur mehr halbherzig wollen und mittlerweile kann ich sagen, will ich sie überhaupt nicht mehr.
    Ich möchte die Entscheidungen selber treffen und alleine für den Zwerg mein Bestes geben.
    Ich möchte nicht mit 6 Monaten abstillen, weil er der Meinung ist, es wäre pervers oder unwichtig sein Kind länger zu stillen.
    Jetzt hab ich euch mal vollgelabert mit meinen Problemen :/
    Sorry, aber ich bin zur Zeit etwas durcheinander und die Hormone toben sich aus 🙂

    • Hi,

      ich wünsche dir ganz viel Kraft! Du triffst nicht nur für dich eine Entscheidung, sondern auch für deinen kleinen Mann. Auch wenn es alleine mit ihm sicherlich nicht leicht werden wird, so wird er merken, dass es dir ohne einen faulen Mann, unausgelastete Hunde und einem ungezogenen Stiefkind sicherlich langfristig besser geht. Toitoitoi

  2. Ich finde das Gedicht schön!
    Mein Mäuschen ist 20 Monate und wird zum Einschlafen gestillt. Ihr Bett steht direkt neben meinem. So schlafen wir alle zusammen und ruhig. Inkl. Papa und Hund (hat seine eigene Matratze am Boden)
    Ich mache das sehr gerne für meine Tochter, sie freut sich aufs Schlafen gehen und das ist unsere Zeit. Nur sie und ich. Wir genießen es, so lange sie will.
    PS: von Haus aus entscheiden nicht zu stillen, ohne medizinischen Grund finde ich nicht richtig. Es ist natürlich und gesund! Oder will man lieber saufen, feiern, das Baby abschieben,…? Dann hast du nicht verdient, dass dich jemand Mama nennt! Wer sich für ein Kind entscheidet, entscheidet sich nicht nur für die Dinge, die einem persönlich als angenehm sind.
    Stillen ist sehr schön und sollte versucht werden.

  3. Was ist aber mit denen, die das Stillen von vornherein ablehnen?
    Es stand für mich von Anfang an fest nicht stillen zu wollen.
    Und die ganzen Vorurteile kann man doch auch gleich vergessen.

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