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Tragen tut Babys gut

Kurzinformationen über Kinder und Mütter

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Autor: Gabor von Varga

  1. Schreien lassen stärkt nicht die Lungen, sondern schwächt den Geist (Liedloff, Montagu).
  2. Je länger Kinder bei der Mutter am Körper sind, um so mehr selbständig und vertrauensvoll werden sie später. Um so mehr können sie später.
  3. Ein Kind, das laufend (aber nur nebenbei) bei der Mutter am Körper ist, gibt ihr mehr Freiheit zum Tun, als wenn es im Nebenzimmer sich müde weint.
  4. Mütter, die mit ihren Kindern sofort nach der Geburt zusammenkommen und auch zusammen bleiben, werden nicht traurig nach der Geburt und haben mehr Energie (auch für sich selbst).
  5. Da Kinder kein Zeitgefühl haben und darauf eingerichtet sind, eine Welt zu erwarten, wo sie körperlich gehalten werden, bis sie selber weg wollen oder krabbeln können, fühlen sich für immer verlassen und gefährdet, sobald sie keinen Körper spüren können.
  6. Es ist das natürliche Menschenrecht jeder Mutter und jedes Kindes, sich einen Ort auszusuchen zur Geburt, wo sie nicht brutalisiert werden, d.h. zusammen bleiben können. Die Evolution ist wesentlich älter als Krankenhausregeln, die bestimmen, was Mutter und Kind tun dürfen.
    Es gibt auch schon einige fortschrittliche Krankenhäuser, wo es selbstverständlich ist, dass Mutter und Kind nur für kurze Zeit voneinander getrennt sind und dass das Kind halt dann bei einer anderen Person auf dem Arm ist.
  7. Bei Frühgeburten, wo es tatsächlich medizinisch notwendig ist, das Kind im Brutkasten zu haben, ist es besonders wichtig, dass Mutter und Kind schnell und oft Kontakt haben und dass die Mutter mit dem Kind redet und es auch berührt. Sie kann sich genauso steril anziehen wie die Schwester (Klaus/Kennell, Maternal Infant Bonding 1976).
  8. Die Liebe zu Kindern geht nicht durch den Magen, sondern durch Berührung, Augenkontakt und reden. Sie verstehen die Musik hinter der Sprache sofort und manche erinnern sich sogar daran.
  9. Kinder, die einfach am Körper getragen werden (ohne viel Trara, aber dafür die ganze Zeit), haben sehr selten Kolik, brauchen keinen Lutscher oder ein Surrogat-Liebesobjekt, wie einen Teddybär, und werden früh selbständig.
  10. Mütter, die das ausprobiert haben, sagen, es ist weniger Arbeit, das Kind die ganze Zeit bei sich zu haben, als nur manchmal.
  11. Noch nie hat eine Mutter, die nicht betäubt war, ihr Kind im Schlaf erdrückt.
  12. Berühren fühlt sich auch später gut an und enthält die Botschaft: Du bist OK. Für manche Leute (auch Erwachsene) ist sie unerlässlich dafür, dass sie sich wohlfühlen.

Autor: Gabor von Varga
Foto: HoboMama via photopin cc

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Youtube und Google+.

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