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Ihr Enkelkind wird gestillt

2 Kommentare

Autorin: Diane Wiessinger, IBCLC, 2000
Schlechte Nachrichten und gute Nachrichten.

Schlechte Nachricht:
Sie werden oft den Hinterkopf des Babys sehen. Gestillte Neugeborene stillen sehr häufig.
Wie eine erfahrene Mutter es sagte, sie scheinen Stunde um Stunde … für eine Stunde zu stillen.

Gute Nachricht:
Da die neue Mutter zu Beginn so viel Zeit mit Stillen verbringt, ist es das größte Geschenk, das Sie ihr machen können, wenn Sie das Kochen und Saubermachen übernehmen – das wäre ein willkommenes Geschenk, an das sie sich immer erinnern wird.
Und wenn Sie das Baby doch einmal halten dürfen, werden Sie nur reinen Babygeruch riechen, selbst wenn die Windel voll ist. Gestillte Babys riechen gut.

Schlechte Nachricht:
Wenn Ihre eigenen Kinder nicht gestillt wurden, merken Sie vielleicht, dass Sie nicht wissen, wie Sie die Mutter bei dieser fremden, neuen Mutteraufgabe beraten sollen.
Sie beobachten vielleicht, dass Sie manche Dinge macht, über die Ihnen damals gesagt wurde, sie wären unklug oder sogar unsicher, wie z.B. das Baby anzulegen ohne auf die Uhr zu schauen oder mit dem Baby im Bett zu schlafen.
Heute wissen wir, dass diese Dinge gut für Babys sind.
Wir haben viel gelernt, seit der Zeit als Ihre Kinder geboren wurden.

Gute Nachricht:
Sie wird erfreut sein, ihre wachsende Erfahrung mit Ihnen zu teilen.
Fragen Sie, ob Sie ihre Bücher anschauen dürfen oder mit zu einem Treffen der Stillgruppe gehen können.
Einige der Dinge, die Sie entdecken werden, fühlen sich für Sie vielleicht überraschend richtig an.
Eine Großmutter sagte, „Ich hatte immer das Gefühl, irgendetwas hat mir mit meinen Babys gefehlt. Ich glaube, das war es.“

Schlechte Nachricht:
Sie werden vielleicht keine Gelegenheit bekommen eine Flasche oder einen Brei zu füttern.
Stillende Mütter warten gewöhnlich wenigstens einen Monat bis sie eine Flasche anbieten oder geben vielleicht niemals eine; und sie warten mit Brei bis etwa um 6 Monate herum, wenn das Baby bereits sitzen kann und sich selbst bedient.

Gute Nachricht:
Dieses Kleine wird wahrscheinlich weniger schlafen, als Ihre es getan haben und es wird kaum krank sein.
Ein waches, gesundes Baby macht allen mehr Freude und hat mehr Zeit und Begeisterung zum Spielen.

Schlechte Nachricht:
Nun, es gibt eigentlich keine weiteren schlechten Nachrichten.

Gute Nachricht:
Dies wird ein Baby auf das Sie stolz sein können.
Gestillte Babys werden meist sehr intelligent, lernen früh laufen, bleiben gesund, fühlen sich gut an und sehen rosig aus.
Und auch wenn es am Anfang scheint, als ob Ihr Enkelkind klammert, nach einiger Zeit wird das Klammern zu einem sicheren Gefühl der Unabhängigkeit erblühen.
Dies wird ein Kind, das es liebt, im Haus der Oma zu sein!
Aber jetzt im Moment, braucht es Ihre Hilfe und Ihre Unterstützung nicht. Seine Mutter braucht sie.

Indem Sie sie ermutigen, ihre neue Rolle zu genießen und ihr helfen, die Informationen und die Unterstützung zu finden, die sie benötigt, damit das Stillen gut funktioniert, machen Sie eine goldene Investition in die Zukunft Ihres Enkelkinds.

Könnte es bessere Nachrichten geben?

Original: Your Grandchild is Breastfed? Bad News and Good News von Diane Wiessinger, MS, IBCLC, 2000
Übersetzung: Regine Gresens, IBCLC, Dezember 2004
Foto: José Murilo Junior

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin.
Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht.
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2 Kommentare

  1. Auf meine Mutter passt das auch nicht. Ich bin Anfang der 90er geboren und meine Schwester Anfang der 80er. Wir wurden beide gestillt. Ich 9 Monate und sie 4 oder 5.
    Auch meine Mutter wurde gestillt. Sogar ein Jahr. Ebenso ihr Bruder. Beide Ende 50, Anfang 60er geboren. Gerade meine Oma ist begeistert vom Stillen!

    Ganz anders ist da meine Schwiegermutter. Bei keinem ihrer 3 Kinder konnte sie voll stillen. Ebenso ihre Mutter bei 6 Kindern. Da bekomme ich von der Uroma oft zu hören, dass meine Milch ja zu dünn sein muss, wenn er so oft kommt oder aber nach 6 Monaten wird sich gewundert, dass ich noch immer genug Milch habe. Das kann ja gar nicht sein.

  2. hmmm, vor knapp 2 Monaten bin ich selbst Nani geworden.
    Und irgendwie finde ich den post jetzt nicht gerade so passend für Nanis meiner Generation.
    Uns wurde sehr wohl gesagt dass man seine Kinder stillt, auf der Wöchnerinnen-Station gab es bei meiner Grossen zwar noch das Reglement mit Wiegen vor und nach dem Stillen, aber man durfte nach Bedarf stillen, man sollte halt davor und danach wiegen ;o) .
    Mein zweites Kind war dann schon ein Rooming-in Baby, wie auch die weiteren die ich bekommen habe, allerdings die ersten vier nur deswegen, weil ich auf der Entbindungsstation gearbeitet habe ;o) Später war das dann ja gängige Praxis.

    Der Artikel würde eher auf die Generation meiner Mutter zutreffen, also auf die Urgrossmütter. Denn in den 60ern/70ern war es verpönt zu stillen. Deswegen hat meine Mutter damals abgepumpt und mir ihre Mumi mit der Flasche gegeben.

    Meine Tochter ist ein Kind der 80er, und da wurde, wie schon gesagt, das Stillen schon gefördert und gerne gesehen. Ich habe sie neun Monate voll gestillt, danach noch teilweise, bis wir uns beide dann vom Stillen gemeinsam verabschiedet haben.

    Aber da es zu jeder Zeit Mamis gibt, die als Baby selbst nicht gestillt worden sind, ist der Artikel trotzdem wichtig :o)

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