Oma mit Neugeborenem

Dein Enkelkind wird gestillt

5 Kommentare

Autorin: Diane Wiessinger, IBCLC
Dann gibt es für Dich schlechte Nachrichten und gute Nachrichten…

Schlechte Nachricht:
Du wirst oft den Hinterkopf des Babys sehen. Gestillte Neugeborene stillen sehr häufig.
Wie eine erfahrene Mutter es sagte: sie scheinen Stunde um Stunde … für eine Stunde zu stillen.

Gute Nachricht:
Da die neue Mutter zu Beginn so viel Zeit mit Stillen verbringt, ist es das größte Geschenk, das Du ihr machen kannst, wenn Du das Kochen und Saubermachen übernimmst – das wäre ein willkommenes Geschenk, an das sie sich immer erinnern wird.

Und wenn Du das Baby doch einmal halten darfst, wirst Du nur reinen Babygeruch riechen, selbst wenn die Windel voll ist. Gestillte Babys riechen gut.

Schlechte Nachricht:
Wenn Deine eigenen Kinder nicht gestillt wurden, merkst Du vielleicht, dass Du nicht weißt, wie Du die Mutter bei dieser fremden, neuen Mutteraufgabe beraten sollst.

Du beobachtest vielleicht, dass sie manche Dinge macht, über die Dir damals gesagt wurde, sie wären unklug oder sogar unsicher, wie zum Beispiel das Baby anzulegen, ohne auf die Uhr zu schauen oder mit dem Baby im Bett zu schlafen.

Heute wissen wir, dass diese Dinge gut für Babys sind.

Wir haben viel gelernt, seit der Zeit als Deine Kinder geboren wurden.

Gute Nachricht:
Sie wird erfreut sein, ihre wachsende Erfahrung mit Dir zu teilen.

Frage sie, ob Du ihre Bücher anschauen darfst oder mit zu einem Treffen der Stillgruppe gehen kannst.

Einige der Dinge, die Du entdecken wirst, fühlen sich für Dich vielleicht überraschend richtig an.

Eine Großmutter sagte, „Ich hatte immer das Gefühl, irgendetwas hat mir mit meinen Babys gefehlt. Ich glaube, das war es.“

Schlechte Nachricht:
Du wirst vielleicht keine Gelegenheit bekommen, eine Flasche oder einen Brei zu füttern.

Stillende Mütter warten gewöhnlich wenigstens einen Monat, bis sie eine Flasche anbieten oder geben vielleicht niemals eine; und sie warten mit Brei bis etwa um 6 Monate herum, wenn das Baby bereits sitzen kann und sich selbst bedient.

Gute Nachricht:
Dieses Kleine wird wahrscheinlich weniger schlafen, als Deine es getan haben und es wird kaum krank sein.

Ein waches, gesundes Baby macht allen mehr Freude und hat mehr Zeit und Begeisterung zum Spielen.

Schlechte Nachricht:
Nun, es gibt eigentlich keine weiteren schlechten Nachrichten.

Gute Nachricht:
Dies wird ein Baby, auf das Du stolz sein kannst.

Gestillte Babys werden meist sehr intelligent, lernen früh laufen, bleiben gesund, fühlen sich gut an und sehen rosig aus.

Und auch wenn es am Anfang scheint, als ob Dein Enkelkind klammert, nach einiger Zeit wird das Klammern zu einem sicheren Gefühl der Unabhängigkeit erblühen.

Dies wird ein Kind, das es liebt, im Haus der Oma zu sein!

Aber jetzt im Moment, braucht es Deine Hilfe und Deine Unterstützung nicht. Seine Mutter braucht sie.

Indem Du sie ermutigst, ihre neue Rolle zu genießen und ihr hilfst, die Informationen und die Unterstützung zu finden, die sie benötigt, damit das Stillen gut funktioniert, machst Du eine goldene Investition in die Zukunft Deines Enkelkindes.

Könnte es bessere Nachrichten geben?

Original: „Your Grandchild is Breastfed? Bad News and Good News“ von Diane Wiessinger, MS, IBCLC, 2000
Übersetzung: Regine Gresens, IBCLC, Dezember 2004
Foto: pattigee09 Mom holding sleeping infant Joe via photopin (license)

 

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Oma mit neugeborenem Enkelkind

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Veröffentlicht von: Regine Gresens

Hallo, ich bin Regine - Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Ich helfe Dir, als Mutter Dir selbst und Deinem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und Euren eigenen Weg zu gehen. Du findest mich auch auf Facebook, Pinterest und Youtube.

5 Kommentare

  1. Ich finde den Artikel super! Und absolut Oma tauglich! 🙂

  2. Meine Schwiegermutter hat zwar nicht gestillt und nervt ab und an mit ihren Kommentaren, aber der Artikel ist in einem dämlichen herabwürdigenden Tonfall geschrieben, als würde man mit jmd. Sprechen, der etwas minderbemittelt ist. Wenn sich in 20 Jahren was ändert in Sachen Kindererziehung, hätten sie dann Lust sich an die Ratschläge eines solchen Artikels zu halten?!?

    • Da kann ich nur zustimmen. Als ob früher alle Mamas alles gleich gemacht und nix hinterfragt hätten …
      Abgesehen davon, dass es mich inzwischen echt stört, dass man als nichtstillende Mama total von oben herab behandelt wird, OHNE die Hintergründe zu kennen!!! Ich selbst habe drei Kinder, bei den ersten beiden habe ich total gekämpft und konnte nach unzähligen Besuchen in der Stillambulanz, Abpumpen und so weiter einmal 8 Monate und einmal 4 Monate stillen. Jetzt, bei meinem Jüngsten, kam trotz Massagen, Pumpen, Stilltee etc. gar nix, nach vier Tagen musste meinem Sohn PRE Milch gegeben werden, da er schon so abgenommen hatte.
      Hebamme, Stillschwestern und Frauenarzt haben mir total gut zugeredet und mir versichert, dass Fläschchennahrung auch gut ist und LIEBE NICHT durch den Busen fließt. Ich war dennoch traurig, mache mir aber weder Druck noch Schuldgefühle. Meinem Kleinen geht es gut, mir geht es gut und das mit dem Stillen, tja, das sollte diesmal eben nicht sein. Artikel wie der hier aber lassen mich wirklich auch mit einem seltsamen Gefühl zurück …

  3. Auf meine Mutter passt das auch nicht. Ich bin Anfang der 90er geboren und meine Schwester Anfang der 80er. Wir wurden beide gestillt. Ich 9 Monate und sie 4 oder 5.
    Auch meine Mutter wurde gestillt. Sogar ein Jahr. Ebenso ihr Bruder. Beide Ende 50, Anfang 60er geboren. Gerade meine Oma ist begeistert vom Stillen!

    Ganz anders ist da meine Schwiegermutter. Bei keinem ihrer 3 Kinder konnte sie voll stillen. Ebenso ihre Mutter bei 6 Kindern. Da bekomme ich von der Uroma oft zu hören, dass meine Milch ja zu dünn sein muss, wenn er so oft kommt oder aber nach 6 Monaten wird sich gewundert, dass ich noch immer genug Milch habe. Das kann ja gar nicht sein.

  4. hmmm, vor knapp 2 Monaten bin ich selbst Nani geworden.
    Und irgendwie finde ich den post jetzt nicht gerade so passend für Nanis meiner Generation.
    Uns wurde sehr wohl gesagt dass man seine Kinder stillt, auf der Wöchnerinnen-Station gab es bei meiner Grossen zwar noch das Reglement mit Wiegen vor und nach dem Stillen, aber man durfte nach Bedarf stillen, man sollte halt davor und danach wiegen ;o) .
    Mein zweites Kind war dann schon ein Rooming-in Baby, wie auch die weiteren die ich bekommen habe, allerdings die ersten vier nur deswegen, weil ich auf der Entbindungsstation gearbeitet habe ;o) Später war das dann ja gängige Praxis.

    Der Artikel würde eher auf die Generation meiner Mutter zutreffen, also auf die Urgrossmütter. Denn in den 60ern/70ern war es verpönt zu stillen. Deswegen hat meine Mutter damals abgepumpt und mir ihre Mumi mit der Flasche gegeben.

    Meine Tochter ist ein Kind der 80er, und da wurde, wie schon gesagt, das Stillen schon gefördert und gerne gesehen. Ich habe sie neun Monate voll gestillt, danach noch teilweise, bis wir uns beide dann vom Stillen gemeinsam verabschiedet haben.

    Aber da es zu jeder Zeit Mamis gibt, die als Baby selbst nicht gestillt worden sind, ist der Artikel trotzdem wichtig :o)

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