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Gegen jede Regel – Unser Familienbett

15 Kommentare

Vito – 22.03.2005, 51 cm, 3150 g
Es begann eigentlich direkt nach der Geburt
Ich lag mit Vito im Arm im Ruheraum, der müde Papa an meiner Seite.
Da kam die Schwester: „Wir bringen Sie jetzt auf Ihr Zimmer. Den Kleinen nimmt ihr Mann, sonst fällt er noch aus dem Bett, wenn wir Sie fahren. Sie bekommen ihn gleich wieder.“

Ich war noch ein wenig „high“ von der Geburt, aber ich weiß noch, wie unwohl ich mich dabei fühlte, ihn wegzugeben – wenn auch nur an den Papa. Und ich fand die Vorstellung, dass ich meinen Sohn so einfach fallen lassen würde, total absurd. Den ganzen Weg über war ich am Schauen, wo mein Sohn ist.

Als sie ihn mir dann angezogen ins Zimmer brachten, lag er in einem „Plastikbettchen zum Schieben“. Da sollte er drin schlafen und den Tag verbringen… Ich fand das schrecklich – ich wollte ihn halten und spüren und nahm ihn heraus. Ich legte ihn ständig an die Brust, damit wir beide Übung bekamen und kuscheln konnten.

Dann kam die Nacht und Vito war wach, da er den ganzen Nachmittag mehr oder weniger geschlafen hatte. Der Papa musste um 20 Uhr das Krankenhaus verlassen. Von den Schwestern wurde mir geraten, ihn im Babyzimmer abzugeben. Sie kümmern sich um ihn und ich könne schlafen. Aber das wollte ich nicht. Alles wehrte sich in mir dagegen. Mein Bett war immer noch zum Sitzen eingestellt. Vito schlief an meiner Brust ein und ich schlummerte auch ein wenig weg…

Bis die Nachtschwester hereinkam:
„Der Kleine darf aber nicht in ihrem Bett schlafen. Er kann herunterfallen. Außerdem ist es besser, wenn er gleich merkt, dass Nacht ist und er sich an sein eigenes Bett gewöhnt!“
Ich dachte: „Ja klar. Er soll sich nach 12 Stunden auf dieser Welt gleich mal dran gewöhnen, dass Nacht ist – und dass er allein auf der Welt ist!“
Meine Antwort: „Ich stille ihn gerade, danach leg ich ihn natürlich wieder rein.“
Sie kam nicht noch einmal und wir verbrachten die ganze Nacht so.

Die zweite Nacht begann ähnlich, da Vito den ganzen Tag seelenruhig auf meinem Arm geschlafen hatte. (Tagsüber durfte er das ja anscheinend…)

Die Nachtschwester kam als Vito gerade am Weinen war und ich ihn an die Brust legte: „Am besten Sie geben ihn mir mit. Ich geb ihm eine Flasche und er bleibt im Babyzimmer und Sie können in Ruhe schlafen“. Als ich ihr sagte, dass ich ihn doch stille und er keine Flasche bekommen soll, meinte sie: „Dann geben Sie ihm wenigstens einen Nuckel, damit er sich beruhigen kann!“ Und sie zauberte *schwupps* einen eingeschweißten Nuk-Nuckel aus der Tasche. Ich erwiderte etwas von Saugverwirrung und sie ließ den Nuckel auf meinem Schränkchen liegen und verschwand eingeschnappt.

Da beschloss ich, dass ich nach Hause will! Hier wird mir nicht geholfen – zu Hause ist wenigstens noch der Papa.

Leider musste ich noch eine Nacht dort verbringen – wieder schlief ich sitzend im Bett mit Vito im Arm…

Die erste Nacht zu Hause

Wir hatten Vitos Bett ganz nah an unserem stehen. Ich legte ihn dort ganz früh hinein, nachdem er beim Stillen eingeschlafen war und versuchte auch zu schlafen… Aber ich kam nicht zur Ruhe… Nach kurzer Zeit, fing Vito an zu weinen. Der Papa wollte ihn beruhigen, damit ich schlafen kann. Aber auch das ging nicht: ich konnte nicht schlafen, wenn er ihn im anderen Raum weinen hörte. Also nahm ich ihn wieder zu mir ins Bett, setze mich bequem hin und er schlief an der Brust ein… und ich wieder halb sitzend schlummerte auch weg.

Am Tag versuchte ich ihn dann mal anders anzulegen, damit meine Brust sich nicht entzündet. Die Warzen waren schon ein wenig wund.

Ich versuchte ihn seitwärts liegend zu stillen und das klappte recht gut. Auch so schlief Vito dann ein und ich konnte aufstehen, ohne dass er wach wurde. Am Tag war das okay so.

In der Nacht traute ich mich nicht, ihn so zu stillen, weil ich Angst hatte, dass ich auch einschlafe und mich auf ihn lege…

Und von allen Seiten bekam ich schon gute Ratschläge:
„Er muss doch in seinem Bettchen schlafen! Wenn er eingeschlafen ist, leg ihn rüber.“
„Du musst ihn wach in sein Bett legen, damit er allein lernt sich zu beruhigen.“
„Der Papa muss ihn nachts nehmen und beruhigen.“

Ich schaltete irgendwann auf Durchzug, da sich ja sogar die Ratschläge widersprachen.
Im Internet fand ich einige Seiten zum Thema Familienbett und war froh, dass ich nicht allein war mit meiner Entscheidung. Das machte es mir leichter.

Und dann schlich sich das so langsam ein. Abends stillte ich ihn in den Schlaf und legte ihn dann in sein Bettchen – nach spätestens 2 Stunden hatte er wieder Durst. Ich holte ihn rüber und schlief dann auch mit ein – irgendwann dann auch, wenn wir seitwärts stillten.

Wir haben dann noch mal drüber geredet und der Papa hatte immer noch Angst, dass er sich auf ihn legen würde in der Nacht – also hab ich ein Kissen zwischen ihn und Vito gelegt – so legt er sich höchstens auf das Kissen 😉

Mir war es dann einfach egal, was andere sagten und was „man tun soll“. Wir wollten das so und bekamen alle Drei genug Schlaf!

Nach kurzer Zeit hab ich ihn nicht mal mehr die erste Runde in sein Bett gelegt. Wir dachten uns: „Okay, die 6 Monate, die er gestillt wird, machen wir das eben so und dann müssen wir hart bleiben und ihn in sein Bett legen…“

Inzwischen ist Vito fast 10 Monate und ein Still-Ende ist nicht in Sicht.Vito stillt im Familienbett
Weder er, noch ich, werden wirklich wach, wenn er was trinkt und wir schlafen alle Drei sehr gut so. Und wenn mich jemand fragt, ob er durchschläft: „Ja, von 20 Uhr abends bis 7 Uhr morgens! Dazwischen trinkt er zwar einige Male, aber dabei werden wir nicht wach!“
Das Lustige: die Meisten hören nur den ersten Satz und verstehen den zweiten gar nicht 😉

Wann er in sein eigenes Bett kommt? Keine Ahnung – ich setz mir keine Ziele mehr in dem Zusammenhang.

Lasst euch nichts einreden und findet euren Weg!
Miriam

Und ein kleines P.S.:
Ich habe inzwischen von vielen Müttern hinter vorgehaltener Hand gehört, dass ihre Kinder auch bei ihnen schlafen bzw. geschlafen haben. Ich bin dadurch zu dem Entschluss gekommen, dass ich ganz offen damit umgehe – vielleicht können das andere Mütter dann auch…
Januar 2006
Originalbericht von Vitos Mutter

 

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Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Youtube und Google+.

15 Kommentare

  1. Wenige Wochen nach der Entbindung unseres Älteren war mir das nach Kaiserschnitt besonders mühsame und schmerzvolle Aufstehen, Baby aus Bettchen heben und Stillen im Stillsessel zu anstrengend. Im KH hatte ich schon das Baby, nach Vorbild meiner zweitgebärenden Zimmerkollegin, zu mir ins Bett genommen. So schön, mein Baby zu spüren. Und wir stellten zu Hause auf Familienbett um. Der Große ist 6, die Kleine 3,5. Ein bisschen eng manchmal, wenn sie quer liegen, aber so wunderbar kuschelig. Bald wollen sie ein eigenes Zimmer… Weiterer Vorteil: auf Reisen genügt ein DZ 😁😎

  2. Pingback: 5 Gründe, weshalb wir ein Familienbett empfehlen – BabyHübsch

  3. Ich bin Vater von zwei wunderbaren Söhne und bereits vor der Geburt meiner Söhne habe ich mich dran gesetzt, um mir und meiner Familie ein wunderschönes Familienbett zu bauen. Heute 5 Jahre später lieben wir das gemeinsame Träumen immer noch heiß und innig. Die Kinder werden so schnell groß, die Zeit muss man genießen, in der sie noch die Nähe ihrer Eltern suchen. Das hier ist übrigens unser Familienbett samt Bauanleitung:

    http://familienbetten.net/bauanleitung-familienbett-otto/

  4. Hallo,
    also meine 6-Jährige schläft bei mir genau wie mein Zwerg 10 Monate. Beide Kinderbetten sind nur Dekoration ?. Am meisten nervt das Reingequatsche von anderen. Meine 2 Großen schliefen auch sehr lange bei mir. Damals noch mit Lebenspartner im Bett. Mittlerweile bin ich seit der letzten SS alleinerziehend und Single und meine Kinder genießen die Nähe. Ich hab mir am Anfang Sorgen gemacht, dass die 6-Jährige sich auf ihn drauf legt, aber das ist bis heute nicht passiert. Mittlerweile liegt er auch mal in der Mitte ?, je nachdem welche Brust er gerade bevorzugt ?

  5. Meine Tochter ist jetzt 13 Monate und ich habe sie gerade abgestillt, weil es für mich irgendwie nicht mehr gepasst hat. Sie fand die Flasche gleich super und die Angst davor, dass sie jetzt nicht mehr einschlafen kann, da sie vorher die Brust zum Einschlafen hatte, war bei uns unbegründet. Dank des Familienbetts kuschelt sie sich an/auf mich und schlummert selig ein. Noch ist unser Familienbett ein 190 cm breites normales Bett mit einer seitlichen Absturzsicherung. Aber jetzt werde ich das Beistellbett wieder anhängen, da es so eh nur rum steht und keiner drin schläft…
    PS: Das große Baby (6 Jahre) liegt übrigens auch grad in besagtem Bett. Gut, dass Papa Nachtdienst hat, so finde ich auch noch ein Plätzchen. 😉 Morgen werde ich mal das Projekt „großes“ Familienbett in Angriff nehmen. Es gibt ja tolle Ideen im Netz, wie man das anstellen kann. Freue mich schon drauf…

  6. Toll zu lesen!!!
    Wir haben auch ein Familienbett, zu Viert. Es ist so gemütlich und wir genießen es einfach!

  7. Bei uns ist es so, dass wir in ’ner WG wohnen und daher meine Tochter (6 Monate) und ich uns unser Zimmer teilen. Dieses war bereits vor der Schwangerschaft nur mit dem Nötigsten eingerichtet und dabei schon ziemlich voll, da nicht sehr groß. Ergo war von Anfang an kein Platz mehr, weder für Baby- noch Beistellbett, noch Wickelkommode.
    Alle 3 Funktionen in einem erfüllt schlichtweg auch die große Matratze, auf der wir beide auch schlafen. Nachts Schlafstatt, bei Bedarf mit untern Popo geschobener wasserdichter Unterlage Wickelplatz und im Anschluß daran Spielfläche (Höhenunterschied zum Boden grad mal 10cm bei 2x2m Liegefläche).

    Meine Süße kam daheim in der Wanne zur Welt, direkt danach stapften wir Bauch an Bauch zum Bett und kuschelten uns dort zusammen ein (die U1 verschoben wir übrigens auf den nächsten Vormittag und abgenabelt haben wir erst nach ca. 30h, also alles so streßfrei wie nur ging. Die ersten Tage wickelte ich sie auch nur in Decken ein, um ihr den Streß mit Kleidung anziehen zu ersparen. Und sie ist superzufrieden).

    Zur Zeit hat sie eine Phase (die hoffentlich wieder vorübergeht), in der sie sich abends partout nicht im Bett ablegen lassen will. Sie ist’s gewöhnt, dass ich sie tagsüber nach dem Wickeln so oft wie möglich auf dem Bett liegen lasse und ein paar ungefährliche Dinge in die Nähe lege, die sie dann (unter Aufsicht versteht sich) in aller Ruhe beforscht. Wenn sie dann müde wird, hat sie’s bis vor ein paar Wochen problemlos geschafft, allein wieder einzuschlafen, so dass sie mich nur gerufen hat, wenn sie danach hungrig wieder aufwachte.
    Seit jedoch meine Mutter zu Besuch war, was leider sehr stressig für mich und meine Tochter war, ist ihr diese Fähigkeit leider spurlos abhanden gekommen, so dass ich sie draufhin tagsüber zum Schlafen wieder an meinen Bauch ins Tuch genommen hab. Wodurch sie sich nun jedoch auch Abends, selbst permanent im Arm gehalten, nicht mehr ohne großes Geschrei mit mir zusammen ins Bett legen lassen will (lege mich mit ihr gemeinsam hin, ohne sie dabei auch nur ein klitzekleines Bisschen loszulassen – doch sobald wir in der Waagrechten sind, geht das Geschrei los und sie lässt sich nur noch sehr schwer beruhigen…) Gestern dauerte es dadurch wieder geschlagene 1,5h, bis sie dann endlich schlief – nach mehreren Anläufen, auf meinem Arm – ich sitzend und wartend bis sie im Tiefschlaf war – so dass ich uns beide dann endlich ins Bett legen und ebenfalls einschlafen konnte (die Illusion sie abends ins Bett zu bringen und dann noch etwas Zeit für mich zu haben, hab ich vor diesem Hintergrund mittlerweile aufgegeben)…

    Geht es manchen von euch auch so – und wie sieht/sah eure Reaktion darauf aus?
    Ich hab leider die Befürchtung, dass das Urvertrauen meiner Tochter während des Besuchs meiner Mutter aufgrund deren Verhalten uns gegenüber gelitten hat… Ideen, wie ich das wieder gutmachen könnte?

    Gebt gut auf euch acht,

    Sarah

  8. Ich finde es ganz toll zu lesen, dass es auch noch andere Eltern gibt, die das Familienbett toll finden! Unsere Kleine (11 Monate) schläft von Geburt an bei uns im Familienbett und WIR LIEBEN es! Es war für mich von Anfang an kein Thema, wo unsere Kleine schläft! Natürlich bei Mama und Papa, wo sie sich sicher und geborgen fühlt und wo sie ganz viele Nähe bekommt! Die „gut gemeinten Ratschläge“ anderer von wegen das Kind soll lernen alleine zu schlafen usw. werden ganz einfach ignoriert! Wir kommen alle zu unserem erholsamen Schlaf und das von Anfang an! Wenn ich mein Kind morgens erlebe, wie glücklich und zufrieden sie ist und mich mit einem breiten Grinsen begrüßt, geht mein Herz auf und ich weiß, dass es richtig ist! Kinder werden so schnell groß und es wird auch der Tag kommen, an dem sie von selbst ihr eigenes Bett suchen werden! Aber bis dahin genießen wir unser Familienbett!!! Und ich kann es einfach nur anderen Familien weiterempfehlen! LG

  9. Meine Tochter kam 5 Wochen früher zur Welt und lag die erste Woche leider auch auf der Neo. Nach diesem turbulenten Start brauchte sie viel Nähe und schlief wochenlang nur auf meiner Brust. Dadurch entwickelte sich das Schlafen im Familienbett von ganz allein. Der Stubenwagen wurde kurzer Hand verkauft und ein Beistellbett besorgt- ein schön langes von Ikea, aber auch das diente von Anfang an mehr als Rausfallschutz. Ich liebe es, sie neben mir zu haben, muss aber zugeben, dass ich am Anfang sehr viel Angst hatte, dass ich mich auf sie drauf legen könnte oder es ihr im Schlafsack so dicht an mich gekuschelt doch zu warm wird… Der plötzliche Kindstod schwirrt immer im Kopf rum. Aber auch Babies lassen sich nicht einfach erdrücken… Sie schreien, wenn es zu eng wird. Nachdem ich das merkte, hatte ich schon mal die Angst verloren, dass ich mich versehentlich auf sie rauf legen könnte und auch die Angst vor dem Kindstod wird allmählich weniger.
    Sogar mein Mann – der ewige Skeptiker – mag unser Familienbett mittlerweile so sehr, dass er uns ein größeres bauen lassen wird, welches unseren Ansprüchen besser gerecht wird und auch für uns alle genug Platz bietet!
    Mittlerweile sage ich allen Kritikern dasselbe: „Du wünscht dir ja auch Nähe und schläfst Nachts nicht alleine, warum sollen es dann unsere Kinder tun?“
    Da denkt jeder automatisch mal drüber nach! 😉
    Ich freue mich darauf noch lange Zeit mit meinen Beiden im Bett zu kuscheln und gemeinsam zu schlafen!

  10. Hallo.
    Ich habe am Anfang auch viel darüber nachgedacht, ob Familienbett ja oder nein. Bei uns hat es sich auch langsam eingeschlichen. Anfangs lag mein Sohn immer noch im Beistellbett, aber irgendwann gab ich es auf, ihn da rein zu legen (ich glaube nach 10 Tagen). Er schlief sonst so unruhig und wir natürlich auch. Ich erkannte, dass er eindeutig meine Nähe braucht und ich gebe zu, ich auch seine. Seitdem schläft er bei uns im Bett. Sein Bett dient zum Schutz, damit er nicht rauspurzelt. Am Anfang war es noch nicht so entspannt für mich, da man ja schon im Krankenhaus eingetrichtert bekommt: eigenes Bett wegen plötzlichem Kindstod und von anderen erzählt bekommt, dass das Kind alleine schlafen lernen soll oder dass ihre Kinder alleine geschlafen haben oder dass man das Kind sonst zu sehr verwöhnt. Da macht man sich so seine Gedanken… Aber im Endeffekt ist es ja etwas ganz Natürliches und nur weil das heutige Denken in unserer Gesellschaft oftmals dahingeht, dass kleine Babys „richtig funktionieren“ sollen, soll ich mein Kind alleine schlafen lassen? Nein. Wir haben durch das Familienbett ruhige Nächte und fast nie ein schreiendes Kind. Es sei denn, es gibt einen Wachstumsschub oder das Kind ist krank, da sind auch unsere Nächte unruhig. Sicher gibt es auch Babys, die ohne Probleme alleine einschlafen, aber für die, welche kleine Zwerge Zuhause haben, die nur bei Mama einschlafen wollen oder bei Mama ruhig schlafen, traut euch das Familinbett zu nutzen. Es ist sooo schön, egal was andere sagen. Ein Baby kann nach 9 Monaten nicht einfach allein durch die große neue Welt gehen. Der natürliche Instinkt verlangt nach Nähe 🙂

  11. Hallo.
    Es ist schön zu hören, dass man nicht allein ist.
    Meine Tochter ist jetzt 14 Monate alt und schläft seit der Geburt im Familienbett.
    Ich muss sagen, dass bei mir die Schwestern im Krankenhaus schon gesagt haben, dass ich die Kleine mit ins Bett nehmen kann.
    Ich stille sie immer noch, trotz vieler Ratschläge und Kommentare, dass sie in ihrem Bettchen schlafen soll und schon groß genug ist um abgestillt zu werden.
    Nachts finde ich es schon manchmal anstrengend, weil sie früher beim Trinken weiter geschlafen hat und in letzter Zeit wird sie wach und es dauert, bis wir beide wieder schlafen.
    Wenn sie aber noch die Brust möchte, dann will ich sie ihr nicht einfach wegnehmen, das finde ich irgendwie falsch.
    Ich freue mich, diese Seite gefunden zu haben. Das gibt mir Mut und die Bestätigung, dass ich instinktiv doch alles richtig gemacht habe.
    Hab nämlich schon mit dem Gedanken immer wieder gespielt, ob ich abstillen soll.
    Gruß Tanja

  12. lach und bei uns kommt das erste Kind (3 Jahre) auch immer noch mit dazu. so schlafen ich und das Baby (6 Monate) auf der einen Matratze (90 cm breit) und der große teilt sich mit seinem Papa die andere Matratze. und was soll ich sagen? ich liebe es!!!! und morgens nach dem Aufwachen kuscheln unsere Kinder sogar noch ein wenig.

    was ihr noch gar nicht angesprochen habt, ist die Angst vor dem plötzlichen Kindstod.

    • Ja, die Angst vor dem plötzlichen Kindstod hält mit Sicherheit viele Eltern davon ab mit ihrem Baby in einem Bett zu schlafen.
      Ist auf jeden Fall ein wichtiges Thema, das hier noch einmal angesprochen werden sollte.
      Diese Anregung nehme ich gern auf, vielen Dank dafür.

  13. Meine Kleine wird bald 16 Monate und schläft auch direkt neben mir (auch fast seit ihrer Geburt). Das nächtliche Stillen passiert hier ebenfalls im Halbschlaf. Alles andere kommt für uns nicht in Frage, dafür ist es zu schön ^^.

  14. Hallo Miriam!
    Wie schön, deinem Bericht gelesen zu haben, mir ging es im Krankenhaus mit den lästigen Schwestern genauso! Und auch zu Hause schläft unsere kleine immer noch mit uns, es ist so am besten für Alle!

    Liebe Grüße

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