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Intuitives Stillen – leicht gemacht

Eine Checkliste für das Anlegen

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Autorin: Diane Wiessinger, IBCLC, 2000
Baby ist interessiert, auch wenn es noch sehr schläfrig ist: es bewegt sich leicht, führt seine Händchen zum Mund, bewegt den Mund.

Kleidung aus dem Weg – Ihre und die des Babys!

Machen Sie es sich bequem, während Sie den Kopf des Babys auf der natürlichen Höhe Ihrer Brustwarze halten.

Hocker für die Füße? Rückenlehne? Armstützen? Falls Sie ein Kissen auf dem Schoß benutzen, sollte es Ihren Arm stützen, nicht das Baby.

Stützen Sie Ihr Baby

  • Das Gewicht Ihres Babys sollte überwiegend auf Ihrem Oberkörper und Ihrem Arm liegen, nicht auf Ihrem Schoß.
  • Baby liegt horizontal, Kopf, Brust, Nabel und Knie sind zu Ihnen gerichtet.
  • Sein Kinn ist nicht eingezogen; die Nase des Babys ist in der Nähe der Brustwarze, nicht das Kinn in der Nähe der Brustwarze.
  • Ihre Hand stützt die Basis des Hinterkopfes. Ihre Finger berühren nicht die Wangen oder drücken auf den Hinterkopf.
  • Der Unterkörper des Babys „klebt“ an Ihnen, Körper an Körper.

Stabilisieren Sie Ihre Brust

  • Hand und Finger flach am Brustkorb, Zeigefinger in der Beuge unter Ihrer Brust.
  • Drehen Sie Ihre Hand, so dass die Brust in dem „U“ zwischen Daumen und Zeigefinger liegt – Daumen und Finger zeigen Richtung Zimmerdecke.
  • Legen Sie Ihre Finger nur auf die Brust, wenn dies zur Stabilisierung nötig ist.
  • Drücken Sie die Brust etwas zusammen, so dass Sie ein „Sandwich“-Oval formen, das quer gut in den Mund des Babys passt.
  • Daumen und Finger sind weit vom Warzenhof entfernt.

Der Beginn des Anlegens

  • Richten Sie die Brustwarze vom Mund des Babys weg, so dass sein Mund der inneren (rechten) Seite der Brust gegenüberliegt, nicht der Brustwarze.
  • Berühren Sie mit seiner Unterlippe die Brust weit entfernt von der Brustwarze, weiter entfernt als sie am Schluss liegen wird.
  • Wenn das Baby seinen Mund nicht von selbst öffnet, betupfen Sie ihn leicht mit der Innenseite der Brust.  

Das eigentliche Anlegen

  • Benutzen Sie ihre Brust, um den Mund des Babys weiter zu öffnen, rollen Sie die Brust auf die Zunge, statt gegen die Zunge zu drücken.
  • Bewegen Sie die Brust oder das Baby so, dass seine Oberlippe „um die Ecke“ Ihrer Brustwarze geht.
  • Ziehen Sie die Schultern des Babys sehr dicht an sich. (Drücken Sie nicht gegen den Kopf. Ziehen Sie die Schultern heran, der Kopf wird folgen.)

Alles in Ordnung?

  • Falls nicht, drücken Sie die Brust entlang der Unterlippe, um die Sandwichform im Bereich des Unterkiefers zu verstärken.
  • ODER nehmen Sie das Baby von der Brust (indem Sie einen Finger im Mundwinkel zwischen die Zahnleisten des Babys schieben) und fangen Sie noch mal von vorne an.
  • Die Wangen des Babys sollten die Brust berühren, so dass sein Mund nicht sichtbar ist.
  • Der Mundwinkel des Babys, falls Sie ihn sehen könnten, ist sehr weit geöffnet, etwa 140 , nicht nur 90°.
  • Die Unterlippe des Babys, falls Sie sie sehen könnten, ist zum Kinn ausgestülpt.
  • Die Unterlippe, falls Sie sie sehen könnten, ist weiter von der Brustwarze entfernt als die Oberlippe.
  • Wenn Sie ganz vorsichtig an der Ecke der Unterlippe ziehen, ist unter der Brust die muldende Zunge des Babys sichtbar.
  • Der Kopf des Babys ist leicht zurückgeneigt, etwa in die Position, die der Kopf beim Schnuppern einnimmt.
  • Das Kinn ist fest auf die Brust gesetzt, die Nase berührt normalerweise die Brust nur leicht oder überhaupt nicht.

Effektives Stillen?

  • Anfangs kurze, kauende Kieferbewegungen, um den Milchfluß auszulösen,
  • Danach: langsame, tiefe, regelmäßige Kieferbewegungen, etwa 1 pro Sekunde.
  • Pause der Kieferbewegung oder „hick“-Geräusch, wenn das Baby schluckt, gewöhnlich nach 1-3 Kieferbewegungen.
  • Gelegentlich Innehalten oder Rückkehr zu kurzen Bewegungen, gefolgt von weiteren tiefen, regelmäßigen Kieferbewegungen.
  • Bieten Sie die Brust nach dem Bedarf – des Babys oder auch der Mutter – an. Dies wird wahrscheinlich 10 – 12mal in 24 Stunden sein, alle 2-3 Stunden während des Tages, weniger häufig in der Nacht. Häufige, effektive Brustentleerung ist der Schlüssel für eine gute Milchbildung.

Original: „A latch-on checklist“ von Diane Wiessinger, MS, IBCLC, 2000
Übersetzung: Regine Gresens, IBCLC, Dezember 2000
Foto: Regine Gresens

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Hallo, ich bin Regine - Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Ich helfe Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, dann kannst Du mir über Facebook, Twitter, Pinterest, Youtube, Google+ und natürlich hier auf dem Blog folgen.

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