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Intuitives Stillen – leicht gemacht

Ein Offener Brief an Flaschenmütter

Ein offener Brief an Mütter, die Flaschennahrung füttern

32 Kommentare

Liebe Flaschennahrung fütternde Mütter,
Mütter, die pro Stillen sind, denken nicht, dass ihr schuld seid.

  • Wir denken nicht, dass ihr versagt habt; wir denken, ihr wurdet im Stich gelassen.
  • Wir denken nicht, ihr habt euch nicht ausreichend informiert; wir denken, euer medizinisches Unterstützungsteam hat sich nicht ausreichend informiert.
  • Wir denken nicht, ihr habt aufgegeben; wir denken, die Gesellschaft hat aufgegeben.

Mütter, die pro Stillen sind, sind nicht gegen euch.

  • Wir sind nicht gegen Säuglingsnahrung; wir sind gegen die Säuglingsnahrungs-Hersteller.
  • Wir sind gegen ihre falschen Marketingstrategien, mit denen sie Frauen dazu bringen, ihre eigenen Fähigkeiten anzuzweifeln.
  • Wir sind dagegen, dass die Gesellschaft uns dazu gebracht hat zu glauben, unser Körper sei nur zum Anschauen da und nicht für seinen natürlichen Zweck Leben zu nähren.

Mütter, die pro Stillen sind, sind wütend, aber nicht auf euch.

  • Wir sind WÜTEND, dass die Gesellschaft uns unsere Mutterschaft weggenommen hat.
  • Wir sind WÜTEND, dass der gesetzliche Mutterschutz ein besch……. Scherz ist.
  • Wir hassen es, dass wir unser Leben lang glauben gemacht wurden, wir müssten alles tun, um erfolgreich zu sein.
  • Wir sind WÜTEND, dass die Gesellschaft meint, Stillen hätte etwas sexuelles.

Wir werden von der Gesellschaft konditioniert zu glauben, der einzige Zweck unserer Brüste ist auf unsere Partner gerichtet.

Obwohl es in Wahrheit zwei Funktionen gibt: einen Mann anzuziehen UND den Nachwuchs zu ernähren, den ihr beide miteinander erzeugt.

Es ist traurig, dass uns beigebracht wurde, unsere Körper würden uns im Stich lassen und wir seien nicht genug.

Wir sind verärgert, dass uns gesagt wurde, Säuglingsnahrung sei für unsere Babys so gut wie oder sogar besser als Muttermilch.

Es ist erschütternd, dass Frauen gesagt wird der Umgang mit Flaschennahrung sei einfacher als Stillen; dabei wird dem Schwierigkeitsgrad Priorität gegeben statt dem, was tatsächlich gesünder ist.

Uns wird gesagt, dass man bei Flaschennahrung weiß, wie viel das Baby trinkt und beim Stillen nicht; so dass wir anfangen zu denken, wir werden unsere Kleinen durch Stillen hungern lassen.

Es ist nicht alles oder nichts.

Ammenmärchen sind KEINE Tatsachen.

Wir sind WÜTEND, sofern jemand deinen Körper in Besitz genommen hat, was es dir schwierig macht dein Kind zu stillen.

Wir HASSEN es, dass Leute denken, wenn wir pro Stillen sind, sind wir gegen Mütter, die Flaschennahrung geben.

Wir glauben an den Satz: „Mehr wissen – besser handeln.“

Wir möchten das Wissen verbreiten, die Mythen zerstören und jeden wissen lassen, dass es da draußen Unterstützung gibt.

Wenn wir sagen „Ja, also eigentlich…“ oder „Wusstest Du…“, versuchen wir NICHT euch herunterzuputzen oder euch das Gefühl zu vermitteln, dass ihr versagt habt.

Wir versuchen nur zu helfen und richtig zu informieren.

Es macht mich so betroffen, wenn Mütter mir sagen, „Aber mein Arzt hat gesagt…“ und ihr Arzt Unrecht hatte.

Es schmerzt mich, wenn sie sagen, „Ich konnte nicht genug produzieren…“, obwohl es in der Realität in 99% der Fälle eine andere, zu Grunde liegende Ursache gab, die nie adressiert wurde.

Ich bin jedoch dankbar, dass wir Säuglingsnahrung haben – für Situationen, in denen sie tatsächlich nötig ist.
In diesen Fällen rettet sie in der Tat Leben. Manchmal benötigen wir sie wirklich.

Manche Mütter möchten nicht stillen. Das ist ihre Entscheidung und das ist auch in Ordnung.

Aber meine Hoffnung ist, dass für Mütter, die stillen wollen, Flaschennahrung die letzte Option ist.
Diese Frauen haben eine Chance länger zu stillen.

Wenn das Stillen nicht funktioniert, sollten mehr Mütter Zugang zu gespendeter Frauenmilch haben können.

Denn die Wahrheit ist, dass Stillen der natürlich Prozess Leben zu nähren und die gesündeste Wahl für die Mutter und das Kind ist.

Stillen tut so viele erstaunliche Dinge, die die Wissenschaft niemals ersetzen kann.

Also, liebe Flaschennahrung gebende Mütter, bitte seid sicher, wir denken nicht, dass ihr schlechte Mütter seid.

Flaschennahrung zu geben, macht NIEMANDEN zu schlechten Eltern.

Wir denken, wir machen alle das Beste, was wir können, mit dem, was die Gesellschaft uns gegeben hat.

Wir sind nicht da, um euch zu nerven.

Wir sind da, um Frauen überall zu helfen, um die Einstellung der Gesellschaft zu verändern und uns unsere Körper zurück zu holen.

Bitte seid euch dessen gewiss, wenn wir hart dafür arbeiten, das Stillen wieder zu normalisieren und wir sind nicht gegen euch.

Es geht nicht um wir gegen euch, keine Seite ist hier der Gegner.

Es geht um wir gegen die Gesellschaft, die uns als Frauen durchfallen lässt.

Die Gesellschaft hat uns im Stich gelassen, nicht nur das Stillen und allgemeine Meinungen über das Muttersein betreffend, sondern auf so vielen Ebenen.

Lasst uns zusammen daran arbeiten, informiert und besser zu leben.

Nach den Angaben der Gesundheitsbehörde, nimmt der Anteil der stillenden Frauen in den USA seit Jahren stetig zu. Hier ist eine grafische Darstellung:

Lasst uns fortfahren andere zu informieren und diese Zahlen weiter zu erhöhen!

Mit meiner ganzen Liebe und Unterstützung!

XOXOXO

Rebecca

P.S. – Als Antwort auf einige Kommentare, die ich erhalten habe, möchte ich einige Dinge klarstellen.

Es ist ein trauriger Umstand, dass ganz gleich, was ich schreibe, jemand wird sich darüber aufregen.

Dieser Brief ist an alle Mütter, die, wenn jemand über Stillen spricht, das Gefühl haben, dass damit automatisch Flaschennahrung angegriffen wird.

JA, jede kann ihre eigene Entscheidung treffen. Ja, du ernährst dein Baby. Das ist wichtig.

Wenn du nie gestillt hast und vom ersten Tag an Flaschennahrung gegeben hast, in Ordnung.

Wenn du gestillt hast und dabei gemerkt hast, dass es für dich nicht richtig ist, toll, dass du es probiert hast.

Dieser Brief ist für die Mütter, die stillen wollten und bei denen es nicht wie geplant lief.

Er ist für die Mütter, die keine Informationen über das Stillen hatten und Angst bekamen.

Er ist für die Mütter, deren Familien ihnen sagten, es sei sonderbar oder widerlich, so dass sie es nicht einmal versucht haben. Diese Liste könnte noch endlos weitergehen.

Du kannst zu all meinen Punkten anderer Meinung sein. Das ist dein Recht.

Ich habe ein ebensolches Recht meine Gedanken auszudrücken.

Ich weiß ganz sicher, dass uns Flaschennahrung seit fast 150 Jahren vermarktet wird, auf schreckliche Art und Weise.

Ich weiß ganz sicher, dass die Medien jungen Mädchen ein gestörtes Körperbild beibringen.

Ich weiß ganz sicher, dass Sklaverei eine riesige Rolle bei den Stillraten in der afro-amerikanischen Gemeinschaft gespielt hat.

Ich weiß auch ganz sicher, dass Ärzte nicht viel über Stillen wissen, und ich habe es viele Male persönlich erfahren.

Es ist tatsächlich die Gesellschaft, die Frauen im Stich lässt.

Du empfindest es vielleicht nicht so, und das ist in Ordnung.

Du siehst es vielleicht anders, und das ist auch in Ordnung, aber das bedeutet nicht, dass es nicht so geschieht.

Das ist kein neues Problem, darum ist es schwierig für zu erkennen, aber es bleibt ein Problem.

Du musst nicht stillen, wenn du es nicht möchtest.

Versteh einfach nur, wenn wir die erstaunlichen Dinge feiern, die unsere Körper tun, und uns bemühen Bewusstsein für das Stillen zu wecken, IST DAS KEIN ANGRIFF AUF MÜTTER, DIE FLASCHENNAHRUNG GEBEN!

Original: My Open Letter to Moms Using Formula von Rebecca Marie Piper, November 2015
Übersetzung: Regine Gresens, IBCLC, November 2015, aktualisiert Januar 2018
Foto: pand0ra23 via photopin cc

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Hallo, ich bin Regine - Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Ich helfe Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, dann kannst Du mir über Facebook, Twitter, Pinterest, Youtube, Google+ und natürlich hier auf dem Blog folgen.

32 Kommentare

  1. Bei mir wurde in der 18. SSW Brustkrebs festgestellt, und ich musste noch während der Schwangerschaft eine Chemotherapie machen, nach der Hälfte dieser habe ich meine Tochter vier Wochen vor ET per geplantem Kaiserschnitt bekommen, und direkt danach die Chemo fortgesetzt.
    Es stand in meinem Fall frühzeitig fest, dass Stillen nicht möglich sein wird, da die Chemomedikamente die Plazentaschranke nicht überwinden können, was bei der Muttermilch nicht der Fall sein würde und diese somit Gift für meine Kleine gewesen wäre. Sie hat noch nicht einmal das Kolostrum bekommen können.
    Was mir in meinem Fall gefehlt hat, war eine kompetente Beratung zum Thema Flaschenernährung – welche Sauger, welche Milch, welche Position, wie oft, wie viel, etc. Als nicht-stillende Mama ist man vollkommen auf sich allein gestellt und muss selbst herausfinden, was am besten funktioniert. Eine Still- und Laktationsberaterin hat zuerst versucht, mir irgendwelche Wege vorzuschlagen, doch noch zu stillen (Chemotherapie unterbrechen…) und dann meinte sogar, ich solle statt Flaschenmilch eher versuchen, an gespendete Muttermilch zu kommen, alles andere wäre keine gute Lösung.
    Es ist traurig – man lebt mit dem Stigma einer Flaschenmama, hat im Vergleich zu stillenden Müttern kaum Zugang zu Beratungsangeboten oder Gruppen, und es bleibt nach dem Lesen eines Textes wie diesem „offenen Brief“ der fade Beigeschmack, seinem Kind nicht nur nicht „das Beste“ zu geben, sondern ihm womöglich sogar zu schaden.
    Ich habe in den letzten fünf Monaten mit meiner Tochter gelernt, dass auch die Flasche ihre Vorteile hat, die nicht von der Hand zu weisen sind. Meine Tochter ist nicht nur kerngesund und prächtig entwickelt, sie ist auch das ausgeglichenste Baby, das ich kenne. Sie schreit nur, wenn sie Hunger hat (sie wird nach Bedarf gefüttert), schläft seit sie 6 Wochen alt ist durch, und ist der reinste Sonnenschein. Keines der (zum allergrößten Teil vollgestillten) Babys in unserem Freundes-, Bekannten- und Krabbelgruppenkreis ist so angenehm im Umgang. Vielleicht liegt es ja daran, dass sowohl mein Mann und ich seit Tag 1 jeweils unsere 8 Stunden Schlaf bekommen haben, da wir uns beide abwechselnd um die Kleine kümmern konnten? Dass wir bis heute sagen „Wir warten noch darauf, dass es anstrengend wird!“? Ich habe bei einigen Babys miterlebt, wie sich die Kombination aus Schlafmangel, Stress, Unentspanntheit, Druck und dem Gefühl des „ans Kind gefesselt-Seins“ bei deren stillenden Müttern auf ihre Babys übertragen hat und diese dann dadurch unausgeglichener wurden, was bei den Müttern wiederum noch mehr Stress ausgelöst hat. Es folgten Monate des Geschreis und des Weinens, bei Mutter und Kind. Ob das für beide Parteien dann das gesündeste war, sei dahingestellt.
    Ich glaube, dass es mehrere Wege gibt, ein Kind gesund großzuziehen, und dass man Mütter unvoreingenommen beraten und sie dann in ihrer Entscheidung unterstützen sollte, egal wie diese letztendlich individuell ausfällt.
    Ich hatte keine Wahl (jedenfalls keine, die ich überlebt hätte) und wünsche mir für die Zukunft, dass es allen Frauen, die aus welchen aus Gründen auch immer zur Flasche greifen müssen, nicht so wahnsinnig schwer gemacht wird wie mir.

  2. Briefe wie dieser lassen bei mir wieder Erinnerungen an meine Schuldgefühle gegenüber meiner großen Tochter aufkommen. Es bleibt das Beigeschmäckle, ich als Flaschenmama habe versagt.
    Heute als zweifache Mama, (die große nach kurzer Zeit ein Flaschenkind, die kleine von Beginn an ein gut gedeihendes Stillkind) kann ich ganz genau sagen, was wann warum nicht funktioniert hat. Weiß ich, dass zwischen mir und der Großen die Welt genauso in Ordnung ist und unsere Beziehung genauso wertvoll ist wie zwischen der Kleinen und mir. Aber der Weg dorthin war lang, hat mich viel Kraft und Tränen gekostet.

    Mamas, die sich bewusst und freiwillig für die Flasche entscheiden, streitet dieser Brief meiner Meinung nach ihre Entscheidungsreife ab. Und die Mamas, die unfreiwillig zur Flaschenmama geworden sind, für die ist dieser Brief keine Hilfe.

    Warum gibt es nicht einen offenen Brief an die Krankenhäuser, an die Kinderärzte, (Ausnahmen bestätigen die Regel), was sie zu tun und zu lassen haben, wie sie Still-willige wirklich unterstützen könnten?

    Wir Mütter sollten aufhören uns gegenseitig zu zerfleischen,anzufeinden oder zu kritisieren. Am Ende des Tages schwächen wir uns damit nur gegenseitig, obwohl unsere Tage anstrengend genug sind und jede Mama für ihren Quakfrosch nur das Beste will.

    Auf meinem Weg als Mama/zur Mama bin ich irgendwann zu der Erkenntnis gekommen, dass was zu mir und meinen „Babys“ passt und sich richtig anfühlt, ist die Richtschnur unseres Handelns. Der Rest bleibt „draußen“.

  3. Ich bin der Meinung das der Text nicht stillende Mütter völlig an den Pranger stellt. Damit wird man sicher nicht motiviert sondern runter gezogen und unter Druck gesetzt. Ich habe es in meinen vier Monaten (teil) stillerfahrung nie erlebt das man schief angeschaut wird wenn man stillt. Und ja ich stille recht häufig in der Öffentlichkeit, weil es sich zum einen kaum vermeiden lässt und zum anderen ich keinen Grund sehe warum man es nicht machen sollte. Alle mit denen ich je über das stillen gesprochen habe, Muttis und nicht Muttis, waren immer der Meinung das stillen richtig ist und sie es nicht anders machen würden… Ja es gab auch oft die Aussage „wenn es möglich ist“ weil es einen oft vermittelt wird das stillen häufig nicht möglich ist, was ja nicht stimmt aber auch nicht ausgeschlossen ist. Des weiteren selbst die Blicke beim stillen in der Öffentlichkeit sind im schlimmsten Fall ehr verdutzt weil es unbekannt ist aber niemals anklagend gewesen, dies trifft auf Blicke von Männern und Frauen zu. Im großen und ganzen bemerken die meisten Menschen das aber gar nicht was für Menschen mit einem villt nicht so ausgeprägten Selbstbewusstsein Wissens wert ist. So nun zur anderen Seite… wie ich erwähnte teilstillen. Heißt also ich gebe auch die Flasche. Dabei gab es in direkten Gesprächen ehr Kritik was ja beim stillen ausblieb bzw. Mitleid bekundungen dass es nicht mit dem vollstillen klappen will. Das zeigt meiner Meinung nach genau das Gegenteil, nämlich das sich die Gesellschaft zur heutigen Zeit eben für die natürliche Ernährung eines Babys ausspricht. Also woher kommt die Meinung das man als Mutter dazu verleitet wird das fläschen zu geben? Trotz der Klagen gegen das fläschen nutze ich es dennoch und nein nicht weil es bei mir ausgeschlossen wäre voll zu stillen sondern weil es bei mir zu einem entspannteren Umgang mit meinen kleinen Spatz führt. Auch wenn es immer heißt stillen ist das schönste was es für Mutter und Kind gibt stimmt das einfach nicht. Es kann häufig einfach stressig sein weil es eben seine Zeit braucht und man dazu auch noch entspannt sein muss, was halt nicht immer so leicht machbar ist. Das fing schon nach der Geburt an das mein kleiner eben einfach nicht Trinken wollte und am dritten Tag die Brust dann doch entdeckte allerdings ging von da an auch nichts ohne einen halbstündlichen schreianfall bis er die Brustwarze auch fassen konnte. Natürlich habe ich da noch lange nicht daran gedacht die Flasche zu geben. Das kam dann als das mit dem trinken sich erstmal eingependelt hatte und den kleinen dann alle 1,5 Wochen die Trink Menge nicht mehr reichte und jede Stunde ankam und schrie als gäbe es kein Morgen mehr bis sich das dann wieder einspielte. Was mich irgendwann aber sehr belastet hat. Nun Frage ich mich ob es besser ist das eine Frau immer im totalen Stress verfällt weil das Kind vor Hunger schreit oder das man ein fläschen zubereitet und somit den Tag mit dem kleinen Spatz viel besser genießen kann. Ist man dann eine schlechte Mutter nur weil man sich für die Flasche entscheidet weil man sich selbst nicht ganz aus den Augen verlieren möchte?
    Ich halte weder mich noch andere Mütter für schlechte Mütter, nur weil sie die Flasche geben. Denn auch wir lieben unsere kleinen über alles und wollen dass es ihnen gut geht! Wir sind keine Opfer von irgendjemanden oder irgendetwas! Wir brauchen auch kein Mitleid sondern nur Menschen die die Dinge auch aus anderen Blickwinkeln betrachten können!

    Also zusammenfassend… besser entspannt teilstillen oder fläschen geben als sein Kind irgendwann als störfaktor wahr zu nehmen.

  4. Schade, ich hatte auf motivierende Worte im Dschungel der bösen Blicke von stillenden Frauen gehofft, wenn ich nach dem Stillen unterwegs das Brusternährungsset rausholen muss.
    Ich bin seit 3 Monaten in der Stillberatung (nicht bei Frau Gresens) und es geht bis heute nicht ohne zufüttern mit PreNahrung. Mein Spatz nimmt sehr schlecht zu. Dabei vergehen keine 1-1,5 Stunden tagsüber ohne anzulegen oder abzupumpen. Dabei ist er immer 1h mind an der Brust. Ich komme zu nichts anderem mehr und bin hin und hergerissen das Handtuch zu schmeißen oder weiter den Kampf mit beidem – ohne die Vorteile des jeweils einen oder anderen genießen zu können – weiter aufrecht zu erhalten. Dieser Text führt nur dazu , dass ich mich, egal wie ich mich entscheide, wie eine schlechte Mutter fühle.

    • Liebe Jana,
      es tut mir sehr leid, wenn Sie böse Blicke von stillenden Müttern erhalten haben. Ich glaube, dass ist nicht die Regel, sondern eher die Ausnahme. Die meisten Menschen sind eher erstaunt, dass es möglich ist, mit einem Brusternährungsset an der Brust zuzufüttern.
      Jedenfalls sollten Sie sich diese Blicke auf keinen Fall zu Herzen nehmen und sich schon gar nicht wie eine schlechte Mutter fühlen! Denn in Wahrheit sind Ihre Anstrengungen (häufiges anlegen, abpumpen, mit Brusternährungsset zufüttern), um Ihrem Kind weiterhin die Muttermilch und die Nähe an der Brust zu geben, absolut außerordentlich und bewundernswert. Mehr geht ja fast gar nicht mehr!
      Wenn andere Menschen dies nicht würdigen und wertschätzen, kümmern Sie sich nicht weiter darum.
      Sie haben getan und tun es noch, was für Sie möglich war und ist. Dafür dürfen Sie sich selbst ganz kräftig auf die Schulter klopfen und fest in den Arm nehmen.
      Manchmal ist es leider aus organischen, hormonellen oder anderen Gründen trotz aller Bemühungen nicht möglich auf eine 100%ige Muttermilchernährung zu kommen.
      Eine schlechte Mutter sind Sie deshalb aber ganz bestimmt nicht. Im Gegenteil, Sie können und sollten wirklich stolz auf sich sein.
      Ich wünsche Ihnen alles Gute.

  5. Nach dem Lesen tun mir die leid, die mit der Flasche füttern müssen. Ich kenne persönlich niemanden, der nicht stillt. Mir scheint, dass stillen heute sehr gefördert und verbreitet ist. Das ist fein und zu begrüßen. In meiner eig. Kindheit war das anders. Damals (DDR) wurde Müttern schnell zur Flasche geraten, soweit die Erzählung meiner eigenen „Flaschenmutter“… jedenfalls kommt es mir vor, dass stillen heute viel mehr Lobby hat, als damals. Ja, ist gut so und ich stille selbst, eben weil es das einfachste und natürlichste fürs Kind ist, aber ich muss auch sagen, ich bin froh dass es einigermaßen klappt. Würde es das nicht, würde ich mir selbst schon genug den Kopf zerbrechen und mich schlecht fühlen um des Wohls des Kindes wegen. Lediglich fühle ich mich selbst beim Lesen der ganzen Flaschenkritik ein wenig, als wäre ich in früher Kindheit durch die Flasche vergiftet worden. Und letztendlich ist das sicher nicht so, und auch heute werden die Kinder nicht durch die Flasche geschädigt bzw. gibt es sicher echte Gründe, warum jemand zufüttert und es wäre schön, dies genauso zu respektieren… also Frieden und Respekt für die mit der Flasche fütternden Mütter.

  6. Bin auf die Seite gestoßen während ich mich über Fläschchen informiert habe. Weiß Gott warum und wie ich hier rausgekommen bin. Und ganz ehrlich. Es ist eine wirklich schöne Seite.

    Aber dieser Text macht mich grad wütend. Er signalisiert unterschwellig, dass Fläschchen geben etwas Schlechtes ist.

    Natürlich ist Stillen das Natürliche, das Ursprüngliche, das Gesündere (bei einer gesunden Ernährung natürlich). Und wenn es nicht klappt – soll die Frau sich als Versagerin fühlen? Schon mal dran gedacht, dass es manchmal nicht klappt und es ist einfach so. Niemand ist schuld dran?

    Wo ist die Subjektivität?

    Auch Stillen kann schädlich sein, z.B. wenn die Mutter raucht oder trinkt?

    Und wozu Fläschchen verteufeln? Schon mal darüber geschrieben, dass es auch mal vorkommt, dass Babys stundenlang schreien, Hunger haben aber die Brust nicht nehmen? Und dann? Dem schreienden Baby sagen „So – entweder du trinkst Brust oder du bleibst hungrig?“

    Aber nein. Jede Frau kann stillen, sie braucht nur die richtige Beratung. Aber schon mal davon gehört, dass Frau mit mehreren Stillberatern nicht weiter kommt, das Baby ständig Hunger hat, ständig weint und nie satt wird?

    Mutter, die Flasche gibt ist auch eine Mutter!

    • Aber das sagt der Text doch in keinster Weise aus. Es geht um den Umgang mit Stillen und dem Bild von Frauen und Müttern in unserer Gesellschaft.

  7. Ein schöner Text der aber nur Text bleibt. Es gibt durchaus Mütter die aus berechtigten Gründen nicht stillen oder einfach Babys die nicht stillfreundlich sind… Wenn es zu etlichen Komplikationen kommt muss man erst einmal nach dem Hormonchaos die Kraft haben den Kampf anzugehen. Ich habe zu dieser Thematik auch einen Beitrag verfasst. Schaut gerne rein. UNUMSTRITTEN IST STILLEN EINFACH WAS WUNDERBARES aber das macht Flaschenmütter nicht zu minder guten Mamas. Liebe Grüße

  8. Also…ich verstehe, warum viele von euch wütend sind. Aber auf der anderen Seite, der Artikel ist richtig und sehr gut gemeint… Es gibt heutzutage sehr viele Frauen, die einfach nicht stillen wollen…., weil die Brüste dann nicht mehr schön bleiben, weil sie mehr Freiheit und Unabhängigkeit haben möchten oder keine Lust haben, sich richtig zu informieren und sie machen sich einfach nicht so viele Gedanken, nur weil „die Mode“ so ist und “ alle die Flasche geben“…. für die Frauen ist der Artikel sehr gut gemeint…. für die anderen, die echte Probleme haben ist er beleidigend…

  9. Ich finde die Message dieses Textes so schön, richtig und wichtig!!
    Der Tonfall ist für dieses emotionsgeladene Thema wohl leider nicht ganz der richtige… Vielleicht ist Überarbeiten oder noch ein paar Sätze hinzuzufügen eine Option. Damit die Aussage ankommt.

  10. Danke dafür! Wer sich auf einer PRO Stillen Seite aufregt dass sie pro stillen ist, dem kann echt keiner helfen. Getroffene Hunde bellen?!?

    Stillen ist das beste fürs Baby. Die Flasche ist und bleibt eine Kopie. Auch wenn sie natürlich hilfreich ist wenn es aus irgendwelchen Gründen nicht klappt.

    Meines Erachtens liegt das oftmals an vollkommen falscher oder fehlender Beratung bzw. fehlender Kenntnisse der Muttis was erfolgreiches Stillen ausmacht und an mangelnder Intuition. Die wird einem ja überall aberzogen.

    Wir haben uns durchgekämpft und dank Seiten wie dieser eine schon fast ein jährige Stillbeziehung erarbeitet ?

  11. Dieser „offene Brief“ ist nicht nur anmaßend, er ist auch realitätsfremd.

    Kurz zu meiner Situation: Ich bin im neunten Monat schwanger (mein erstes Kind) und auch ich möchte stillen. Warum? Weil auch ich glaube, dass Muttermilch und Stillen das Beste ist.

    Wenn jedoch eine Mutter ihr Baby nicht stillt, ist das ganz allein ihre Sache. Egal, welche Gründe sie dafür hat!

    Die im Brief verteufelte „Gesellschaft“ ist heutzutage absolut pro Stillen. Von meinen Freundinnen und Bekannten, die Kinder haben, hat wirklich JEDE gesagt, sie will ihr Kind stillen. Die meisten Ärzte und alle Hebammen weisen darauf hin, wie gesund Stillen ist.

    Auch das öffentliche Stillen ist heutzutage kein Problem mehr.
    Davon das Stillen als „sexuelle Aktivität“ wahrgenommen wird und Brüste ausschließlich als „erotische Zone“ gesehen werden, kann heutzutage auch nicht mehr die Rede sein, zumindest nicht bei der breiten Masse!

    Ich finde die „pro Stillen-Einstellung“ gut. Dass sich allerdings Mütter, die nicht stillen können oder nicht stillen wollen, rechtfertigen und ein schlechtes Gewissen einreden lassen müssen, finde ich überhaupt nicht gut.

    PS: Ich glaube kaum, dass eine „Fläschchenmama“ auf die Idee käme, den Stillmamas einen offenen Brief zu schreiben, indem sie deren Entscheidung anprangert.

    • Die Gesellschaft ist leider nicht so stillfreundlich, könnte jetzt viele Bsp benennen

    • Liebe Kathrin,
      ich wollte eigentlich selber eine Antwort schreibe, aber du sprichst mir so aus der Seele, dass das gar nicht mehr nötig ist.
      Liebe Grüße,
      Felia

  12. Dieser offene Brief spricht sehr dafür, dass er von einer unerfahrenen Mutter geschrieben wurde. Es gibt immer wieder Mütter, die beim ersten Kind optimale Vorraussetzungen haben und alles läuft wunderbar. Es alleine darauf zurückzuführen, dass man alles richtig gemacht hat ist aber ein Trugschluss. Das Leben und somit auch die Kinder sind vielfältig und nicht für jede Situation gibt es eine perfekte Lösung. Manchmal hat man Glück und manchmal nicht! Die Situation so anzunehmen wie sie ist und für die eigene Familie das beste daraus zu machen ist die wahre Kunst!
    Das ist meine Erfahrung als vierfache Mutter mit viel Stillerfahrung, bei 2 Kindern aber auch mit teilweiser Flaschenernährung (ein Kind mit Chromosomendefekt und ein Kind, bei dem ich nach 8 Wochen wieder gearbeitet habe).
    Bitte etwas mehr Toleranz und weniger Selbstgerechtigkeit!

  13. Frau Gresens helfe Müttern entspannt …zu stillen, …auch wenn die Welt es ihnen schwermacht… So der Text im Profil. Mit diesem offenen Brief hat sie den Müttern die Probleme beim Stillen habe ( und das ist sicher der Großteil derer, die diese Seite besuchen) ….diesen Müttern hat sie nun durch den gönnerhaften und mitleidigen Text das Leben selbst noch schwerer gemacht. Bislang fand ich die Informationen auf Stillkinder.de interessant und sehr hilfreich. Dieser Text mit seiner unkonstruktiven und stolzen Überheblichkeit passt nicht dazu, ich wäre froh, wenn er wieder heraus genommen würde. So ein Schreiben dient nur der Selbstbeweihrächerung.

  14. Mit so nem Artikel, auch wenn er nett und gut gemeint ist, wird wieder Druck auf die Mütter aufgebaut, „es doch nochmal zu probieren“, auch wenn’s nicht klappt. Bei Schreikindern ist Stillen manchmal schlichtweg nicht möglich, auch wenn einem es wohlmeinende andere Mütter, bei denen es ja so gut geklappt hat, einreden wollen, es sei möglich „jedes“ Kind zu stillen. Solche Artikel sind belastend für Mütter, bei denen es nicht klappt, obwohl Milch genug da wäre, aber das Kind einfach nicht gut trinkt. Bevor sich eine Mutter damit nur noch stresst, ist Flaschenmilch eindeutig die bessere Alternative für die seelische Gesundheit beider. Das Gepumpe und die verzweifelten Versuche, dem Kind doch noch Muttermilch einzuflößen, nachdem man entnervt gepumpt hat, ist auch nicht besser. Sagt eine Mama, die eines ihrer Kinder voll stillen konnte und eines leider überhaupt nicht, kann also beides beurteilen. Im Übrigen war ich auch ein Flaschenkind und leide, wie auch viele unabhängige Studien bestätigen, deshalb nicht mehr an Allergien oder bin kränker als andere. Lasst den Frauen ihre Wahl! Stillen ist natürlich generell besser, aber nicht, wenn es in Stress ausartet oder man, wie so manch andere Mutter, die ich kenne, sich ständig mit Brustentzündungen plagt.

  15. Wenn ich das lese, wird mir so sehr bewusst, wie dankbar ich meiner bzw. unserer Hebamme bin. Danke Antje!!!

  16. Entschuldige aber die Arroganz in diesem Artikel ist kaum topbar.

    Ehrlich gesagt fehlen mir die Worte-ich würde gerne mehr schreiben,aber dieser Artikel macht mich so wütend und enttäuscht mich zugleich. Die Art hier Mitleidig über Fkascgenmamas zu schreiben,bedient das Klischee der Sriklterroristen.

  17. Warum muss denn in der heutigen Zeit so etwas überhaupt noch Thema sein? Wir sind doch in der glücklichen Situation, dass jede Mutter genau das kann, was für Ihr Baby das beste ist. Du trägst dein Kind? Super. Du nimmst einen Kinderwagen für dein Kind? Klasse. Du stillst? Hervorragend. Du gibst die Flasche? Auch hervorragend. Brei, BLW, Zucker, kein Zucker, Stoffwindeln, Einwegwindeln, Pekip, Delphi, Bio, nicht Bio, Gläschen, frisch gekocht,… Ich glaube, keine Mutter muss der anderen Mutter leid tun.Wir können alle unsere Kinder, also warum können wir nicht endlich über solche Diskussionen hinwegkommen. Wenn ich Hilfe brauche, dann suche ich sie mir. Aber ich möchte nicht bemitleidet werden. Denn ich denke, jede Mutter hat irgendetwas mit Ihrem Kind, was eine andere Mutter als Schwachstelle empfindet. Aber ich gehe ja auch nicht auf der Straße zu einer Mutter mit Kinderwagen, und sage dass Sie mir leid tut, weil sie nicht trägt. Oder schreibe ihr einen offenen Brief. Oh, übrigens, keine Flaschenmutter hat ein schlechtes Gewissen, bis ihr eine stillende Mutter wie du begegnet, die sie belehren und bekehren möchte

    • Das ist genau das Problem. Heute kann jeder alles.
      Es wird auch angeblich alles toleriert.
      Aber vor lauter Informationsflut gehen die eigenen Instinkte verloren.
      Und in einer Situation wie dem Stillen gehen viele Frauen/Eltern nicht raus und fragen so lange, bis sie gute Hilfe erhalten haben.
      Leider treten auch die sog. Helfer sehr vehement auf und lassen keine Luft für eigene Entscheidungen. Sie erklären ihre Sicht der Dinge als richtig. Die gibt es aber beim Stillen so nicht.
      Ich empfehle gerne allen, die stillen wollen, die Broschüre des Hebammenverbandes, sie ist kurz und sehr informativ. Manchmal muss man auch die Hebamme wechseln, wenn man nicht angenommen/verstanden wird. (Was aber im Zuge des Mangels an Hebammen, dem wir entgegengehen, schwierig wird!)
      Ich habe meine drei Kinder voll gestillt, mit allen „up and downs“ die es geben kann.

  18. Ich bin eine absoute Stillverfechterin. Obwohl mein Großer und ich anfangs Probleme hatten, ich blutige Brustwarzen und ein ununterbrochen nuckeln wollendes, kieferzusammenpressendes Kind hatte, habe ich ihn voll gestillt und bin stolz darauf.

    Diesen offenen Brief empfinde ich denonoch als arrogant und anmaßend, nimmt er doch den Frauen, die sich – aus welchen Gründen auch immer – für die Flasche entschieden haben ihre Entscheidungskompetenz. Der Tonfall ist bemitleidend und herablassend, auch wenn (oder gerade weil) die Autorin sich große Mühe gibt, gönnerhaft herauszustellen, dass die armen Flaschenfütterinnen sich von bösen Dritten haben vom rechten Weg abbringen lassen.

    Die vielfach suggerierten Botschaften der Milchpulverindustrie, trotz der gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise auf den Wert der Muttermilch, erzeugen ein Bild von „gesundem“ Milchersatz auch für tatsächlich wenig gesunde Produkte, das anzuprangern ich richtig finde.

    Indirekt zu lamentieren, dass Flaschenmütter nicht verständig genug sind, sich nicht richtig informiert haben, manipuliert wurden halte ich für den falschen Weg.

    Das Ziel sollte doch sein, jeder Mutter auf Basis einer guten und neutralen Beratung die Möglichkeit zu geben, die für sich und ihr Kind richtige Entscheidung zu treffen.

    Das kann für eine alleinerziehende Mutter, die schnell wieder in den Beruf einsteigen muss auch die Flasche sein. Oder für eine Mutter mit Erkrankung. Oder oder oder. Es gibt viele Umstände, unter denen Muttermilch vielleicht die gesündeste, aber keine ohne große Opfer realisierbare Option darstellen und nicht auf Fehlinformationen durch Dritte beruht.

  19. Der offene Brief hat mich zum Nachdenken gebracht und ich habe lange überlegt, überhaupt einen Kommentar zu hinterlassen. Ehrlich gesagt finde ich es manchmal sehr schwierig überhaupt über das Stillen zu reden. Ich selbst bin Mama von 2 Kindern und stille noch beide! Es macht uns glücklich und passt in unsere Familie.
    Leider konnte ich mir neben dem Tandemstillen schon so einige Dinge anhören und unsere Stillgeschichte ist mit sehr vielen Höhen und Tiefen gepflastert. Wo ich gerade dabei bin alles einmal aufzuschreiben, denn es ist so viel und ich hoffe meinen Kopf bald frei zu bekommen. Welchen Weg man einschlägt, ob Kuhmilch oder Muttermilch, es ist doch schwierig, die passende Wortwahl bei hilfreichen Tipps zu finden bei Stillproblemen.
    Bei uns in der Gegend fehlt es absolut an ordentlicher Stillberatung.
    Ich denke die Einstellung zum Stillen fängt schon im Kindesalter an. Es wird immer davon gesprochen “ ja, ich möchte gerne stillen. Mal schauen, ob es klappt!“ Da fängt es leider doch schon an, meiner Meinung. Warum stellt man es in Frage?
    Als ich beim ersten Kind im Vorbereitungskurs war und wir einen Abend übers Stillen gesprochen haben, wurde jede der Schwangeren gefragt, ob sie stillen möchte. Wir waren 9 Frauen und alle, bis auf mich, haben geantwortet „wenn es klappt, möchte ich gerne stillen.“ Damals war ich die EINZIGE, die sagte „ich werde stillen!“ Danach war kurz Ruhe und eine Frau sagte mir, ich solle doch erst mal schauen, ob es überhaupt klappt. Das wäre ja gar nicht so selbstverständlich. Das Stillen habe ich nie in Frage gestellt, aber fast wurde es mir eingetrichtert. Wirklich schade! Genauso wie man nicht über die Nicht-Stillende urteilen sollte, sollte man es auch nicht über Stillende tun! Und davon könnte ich ein Buch schreiben.

    Liebe Grüsse von der Tandem-stillenden Mami

  20. Beim letzten Kommentar platzt mir der Kragen, warum tun wir „Flaschenmamas“ dir leid, Lisa??? Meine beiden haben die erste Muttermilch bekommen und dann beide Flasche. Bei der Ersten hab ich ewig gepumpt, 8 Wochen! Und es kam so gut wie nix. Völliger Schwachsinn, dass es das in 99% der Fälle nicht gibt, dass man zu wenig Milch hat. Ich kenne genug, wo es nachgewiesen so ist, einschließlich mir. Solche Texte machen wütend, weil ihr uns hinstellt, dass wir kein eigenes Körperbewusstsein haben etc. Dieser Text stellt uns als unwissend und am Ende unfähig da. Das finde ich das allerletzte. Ich habe bewusst abgestillt, aus freiem Willen ohne Einfluss von Hebamme oder Arzt. Und ich bereue keine Sekunde. Meine beiden sind gesund, haben keine Allergien, sind kaum krank und beide sehr fit im Kopf. Und das als Flaschenkinder. Welch ein Wunder. Und doch, Flaschenmamas werden von Stillmamas schief angeguckt. Ich hab mich oft den Vorurteilen stellen müssen und ich habe mich nie dafür gerechtfertigt, ich wüsste auch nicht wozu.

  21. liebe frau gresens,
    ihr brief macht mich wütend.
    ich bin keine ausschließliche flaschenmama, sondern eine teilzeit-flaschenmama. ich hatte tatsächlich nicht genug milch, überprüft von diversen ärzten, meiner hebamme – mit der ausbildung zur stillberaterin, einer la lèche liga-beraterin.
    ich habe sechs monate lang 3/4 gestillt, den rest mit einem brusternährungsset zugefüttert. es wurde mir immer suggeriert, dass das ja ein irrtum sei, nicht genug milch haben, das sei ja so selten. dennoch HATTE ich nicht genug milch. diese ständigen ereiferungen, uns frauen würde das nur eingeredet, machen mich im nachhinein ärgerlich. denn: woran könnte es nur liegen, dass die milch nicht floss? ich hatte endlose diskussionen mit meiner hebamme, von der ich mich falsch verstanden fühlte. dabei weiß ich jetzt: mit dem vorschlag, zuzufüttern, wollte sie am ende nur mich schützen. meine seele, die so verletzt war bei dem gedanken daran, mein baby nicht ausreichend ernähren zu können.
    dass die industrie für babynahrung verurteilt gehört, dem stimme ich zu. aber ich war und bin sehr dankbar, dass meinem kind etwas zur verfügung stand, das auf dem höchsten stand der wissenschaft gut war.
    aber bitte, ihr stillmamas, die ihr doch genauso neigt, in schubladen zu denken: ihr könnt euch nicht hineinversetzen in nicht stillende mütter. ein bisschen mehr vorsicht fände ich schön.
    danke und grüße, e.

  22. Entschuldigt bitte, aber ist dieser offene Brief nicht sehr heuchlerisch? Ihr wollt den Müttern, die Probleme beim stillen haben helfen und das auf einer Internetseite bei der sie auch erst einmal schön Blechen sollen bevor sie von euch Hilfe bekommen?!?

    • Hallo Diana,
      es gibt auf dieser Website seit vielen Jahren unzählige hilfreiche Tipps und Infos, die kostenfrei sind, z.B. in den Rubriken
      So geht’s und Probleme lösen und anderswo.
      Darüberhinaus gibt es hier, wie es im Online-Business heute allgemein üblich ist, zwei Premium-Angebote: meine persönliche Einzelberatung und den Video-Online-Kurs.
      Daran kann ich nun wirklich nichts heuchlerisches oder verwerfliches finden, denn schließlich muss auch ich ja meinen Lebensunterhalt verdienen, zumal ich hier auch bewusst auf das Schalten von kommerzieller Werbung verzichte.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Regine Gresens

  23. Ich hatte zu wenig Milch…

    aber ich weiß auch, dass es eine Kopfsache war bzw. die schlechte Aufklärung

    Am Anfang der Schwangerschaft habe ich mir gedacht, ich versuche zu stillen und wenn es klappt – gut, wenn nicht – auch gut

    Dann haben sehr viele gesagt, jeder kann stillen und stillen ist das Beste, aber niemand hat mir gesagt, das es Zeiten gibt, in denen das Baby öfters angelegt werden muss und es normal ist an manchen Tagen jede Stunde zu stillen.

    Mein Baby wurde dann nicht mehr satt, nahm nicht an Gewicht zu und ich sollte lt. Hebamme eine Gewichtskontrolle vor-und nach jedem Stillen durchführen.

    Letztendlich habe ich mir selbst so einen Druck aufgebaut (du musst stillen – oh Gott ich will aber nicht in der Öffentlichkeit stillen – wie soll ich unterwegs das Gewicht kontrollieren – ich kann nicht so oft stillen – du musst aber – stillen ist das Beste) das ich sm Ende nicht mehr ein noch aus wusste und das stillen auf einmal kompliziert wurde

    und ich leider abgestillt habe

    aber ich würde beim nächsten Kind auf jeden Fall versuchen, wieder zu stillen und hoffen dass ich kompetentere Ansprechpartner habe und mich vorher noch besser informiere und mich nicht so schnell verunsichern lasse

    LG

  24. Wieso maßt sich überhaupt jemand an, in irgendeiner Weise darüber zu urteilen, ob ich Flasche gebe oder nicht! Ich finde das eine Frechheit und möchte nicht als “ Flaschenmutter“ abgestempelt werden! Schon der Begriff beinhaltet eine Beleidigung-du Flasche….Ich habe drei Kinder, meinen Sohn habe ich gerne gestillt, aber dieses Jahr habe ich Zwillinge 11 Wochen zu früh geboren und habe lange abgepumpt und nur Muttermilch mit Fläschchen gefüttert. Zunächst mussten sie aber mit Pulvermilch ernährt werden und stillen konnte ich sie auch nicht-ich war in sehr großem Stress aufgrund der Belastung und sehr erleichtert, als ich endgültig auf Milchpulver umsteigen könnte! Leider wurde mir aber sehr lange ein schlechtes Gewissen gemacht-bewusst und unterschwellig! Es kennt doch keiner die Umstände, warum eine Frau die Flasche gibt! Ich glaube, dass dies heutzutage niemand leichtfertig und aus den oben genannten Gründen tut! ÜBERALL wird man darauf hingewiesen, dass “ Muttermilch das beste für das Kind“ ist. Es intelligenter, gesünder etc. macht. Bitte seid doch einfach ruhig, überlegt oder fragt nach, bevor ihr darüber urteilt, warum jemand das Fläschchen gibt!!! Ich finde, dass es ein Segen ist, dass es Pulvermilch gibt-sonst wären meine beiden Töchter vielleicht tot!

  25. Ein wahre Streitschrift, gefällt mir sehr gut, werde es direkt teilen, ich bin oft in der situation wo sich frauen die flasche füttern vor mir anfangen zu rechtfertigen wenn ich mein baby stille und diese frauen tun mir so leid …

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