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Anstrengendes Baby

Ein anstrengendes Baby

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Siri – 18.10.2005, 52 cm, 3280 g

Liebe Frau Gresens, ich bin durch Zufall auf Ihre Internetseite gestoßen. Da meine erste Tochter ein sehr anstrengendes Baby war, das sehr viel geweint hat, kaum zufrieden war und viel gequengelt hat, möchte ich Ihnen kurz meine Erfahrungen schildern:

Nach einer schönen Geburt musste meine Tochter Siri leider für eine Woche auf eine Kinderintensivstation zur Behandlung, und wir wurden auf zwei verschiedenen Stationen untergebracht. Glücklicherweise war das Krankenhauspersonal sehr „stillfreundlich“, und so klappte es mit dem Stillen schon recht gut, als wir nach einer Woche – gottseidank mittlerweile ganz gesund – nach Hause gingen.

Und dann begann das, was sich schon in der ersten Woche abgezeichnet hatte: Siri schlief kaum einmal länger als eine halbe Stunde am Stück und hatte von Anfang an lange Wachphasen, in denen sie nicht gerade zufrieden war, sondern ziemlich viel schrie, und des nachts war es nicht viel besser.
Ich lernte in jeder nur denkbaren Position ein Nickerchen mit meinem Kind zu machen, um wenigstens etwas Schlaf ab zu bekommen. Aufrecht gehalten hat mich oft nur die Aussage meiner – sehr netten – Hebamme, dass der Schlaf einer stillenden Mutter um einiges erholsamer sei als bei einer nicht-stillenden (4 Std. = 6 Std. oder so ähnlich)!

Meine Rettung kam in Form von zwei Tragetüchern, die ich mir glücklicherweise schon vor der Geburt bestellt hatte. Siri bezog ihre „Babywohnung“- und wohnte im ersten Lebensjahr wirklich im Tragetuch. Durch die vielen verschiedenen Tragevarianten konnte ich sie eigentlich ständig tragen und sie genoss das sehr. Im Tragetuch war sie mit Abstand am zufriedensten und ich konnte so den Haushalt auch noch schaffen! Sie war ein eher leichtes Baby und daher war das viele Tragen für mich auch körperlich zu schaffen.

Was mir neben dem Tragen noch sehr geholfen hat, waren natürlich die hilfreichen Hände von Vater und Großeltern, ohne die ich das erste Jahr wohl nicht so gut geschafft hätte!

Worauf ich im Laufe der Zeit auch sehr geachtet habe, war, mein Baby nicht zu vielen Reizen auszusetzen. Auch wenn andere Mütter mit ihren Babys problemlos ständig mit dem Auto unterwegs waren oder viele Besuche machten. Siri war am ausgeglichensten, wenn sie nicht zu vielen Veränderungen ausgesetzt war, und so haben wir versucht, ihr einen möglichst ruhigen gleichmäßigen Tagesablauf zu verschaffen und nach Unternehmungen, Besuchen, Familienfesten usw. wieder viel Ruhe folgen zu lassen. Und das haben wir dann eigentlich die ersten zwei, drei Jahre so gehalten.

Was mir noch sehr geholfen hat, mein Kind zu verstehen, war z.B. das Buch „Schlafen und Wachen“ von Dr. William Sears (La Leche Liga), in dem er Babys „mit starken Bedürfnissen“ ein ganzes Kapitel widmet, und der Austausch mit anderen Müttern (Stillgruppe!)… und: nicht vergleichen! In diese Falle bin ich auch des Öfteren getappt, aber das eigene Kind mit anderen (pflegeleichteren?) Kindern zu vergleichen, macht nur unzufrieden und verstellt den Blick auf die Fortschritte, die das eigene Kind macht, und auf die Freude, die es bringt!

(Liebe Fr. Gresens,  wenn Sie meinen Bericht veröffentlichen möchten, können Sie das gerne tun, es freut mich, wenn ich ein paar Erfahrungen weitergeben kann!)

Originalbericht von Siris Mutter

 

Haben Sie selbst eine schwierige Situation mit Ihrem Baby erfolgreich bewältigt?
Und möchten Sie Ihre Erfahrungen gerne hier mit Anderen teilen?
Dann schreiben Sie mir doch Ihren eigenen Bericht!

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Youtube und Google+.

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