Dies ist unser Weg

Dies ist unser Weg!

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Mein kleiner Maximilian ist jetzt fast 8 Monate alt. Was anfangs noch „hingenommen“ wurde, seitens Familien- und Bekanntenkreis, wurde und wird, vor allem seit etwa zwei Monaten, verstärkt als Spleen und Verwöhnen angesehen:

Das Stillen, Tragen und Familienbetten…

Seit er 6 Monate alt ist, wurden die Stimmen lauter:
“Still doch ab!“
“Darf der überhaupt irgendwann ‚mal was Anderes essen?“
“Der schläft nie allein.“
“Der hat dich aber im Griff.“
“Lass den ‚mal schreien!“
“Gib dem ‚mal was Anständiges zu essen!“

Oftmals war auch (vor allem am Anfang) mein Partner sehr verunsichert, liess sich von Einigen ganz schreckliche Ratschläge geben, über feste Stillzeiten (wenn ich schon darauf bestünde, das arme Kind ausschließlich mit Stillen zu ernähren, dann zu festen Zeiten), Abpumpen (damit ich ihn auch mal loswerden würde), schreien lassen (um ihn nicht zu VERZIEHEN), eigenes Bett, (damit er lernt allein zu schlafen), etc.

Manchmal war das, auch wenn ich mir immer sicher war, dass ich es für uns richtig mache, sehr anstrengend… In langen, ausgiebigen Gesprächen, könnte ich ihn überzeugen, dass, das, was früher war, nicht gut war, nur weil es immer so gehandhabt wurde…

Das hat mich viel Zeit und Energie gekostet… einige Tränen, viele Nerven. Ich habe mich oft gefragt, warum man uns nicht einfach in Ruhe lässt… Warum sehen sie nicht, dass dies eben unser Weg ist?

Auch jetzt noch, mit fast 8 Monaten, hören wir oft Kommentare, zum Stillen, zum Baby Led Weaning (BLW), zum Familienbett, zum Tragen.

Doch mittlerweile haben wir auf alles Antwort!
Warum tun wir das?
Weil es uns glücklich macht 🙂

Körperkontakt, Stillen, gemeinsam Schlafen, bedürfnisorientierter Umgang mit meinem Baby, all das macht mich glücklich, weil ich weiß, dass es auch meinem Baby sooo gut tut.

Ich habe in den letzten Monaten gelernt, auf mein Herz zu hören, darauf, was es mir sagt.

Auch wenn ich oft genervt bin von Nachfragen, wieso ich so oft stille, warum in der Öffentlichkeit, wieso ich trage, warum kein Brei, wie viele Mahlzeiten wir schon ersetzt haben, wann ich endlich abstille und von Erklärungsversuchen, um die Leute zum Umdenken zu bewegen oder von sturen und dummen Menschen, die nicht begreifen, dass etwas nicht gut ist, weil es immer so war, dass auch etwas, was wir gewohnt sind, falsch sein kann, dass eigenes Nachdenken, Umdenken nötig ist, zum Wohl der Kinder.

Und jeder Blick in die Augen meines Kindes bestätigt das, was mein Gefühl mir sagt.
Dass es richtig ist. Dass dies unser Weg ist, unser Weg, der uns an unser Ziel führt.

Wir gehen weiter unseren Weg und Jeder, den ich mit der öffentlichen Zurschaustellung meiner Überzeugung zum Nachdenken bringe, ist eine Person mehr, die ihren eigenen Weg finden kann.

Wir werden weiter – Stillen – Tragen – Familienbetten
Denn wir lieben es.
Und nur das allein zählt.

Originalbericht einer Mutter, Dezember 2014
Foto: HoboMama via photopin cc
 

Haben Sie selbst eine schwierige Situation mit Ihrem Baby erfolgreich bewältigt?
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Dann schicken Sie mir doch Ihren eigenen Bericht!

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Hallo, ich bin Regine - Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Ich helfe Dir, als Mutter Dir selbst und Deinem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und Euren eigenen Weg zu gehen. Du findest mich auch auf Pinterest, Facebook, Twitter, Youtube und Google+.

26 Kommentare

  1. Meine Tochter wird nächste Woche sieben Monate alt und bei uns hat sich jetzt schon vieles gut eingestellt. Ich hatte es am Anfang auch nicht einfach beim Stillen, da sie immer eingeschlafen ist und recht wenig zugenommen hat. Noch dazu hat sie sich sehr oft übergeben und das hat sich erst jetzt gebessert, aber ist immer noch nicht vorbei. Ich musste mir auch vieles anhören, obwohl ich niemanden um eine Meinung bzw. Ratschlag gefragt habe. Ich habe ab dem ersten Tag ein zufriedenes Baby im Arm gehabt und mein Gefühl hat mir gesagt, dass ich alles richtig mache. Denn sonst würde sie ja weinen müssen und das war nicht der Fall, außer natürlich als sie Hunger hatte. Ich habe auch anfangs ewig gestillt bis sie endlich satt war und danach kam so viel davon wieder hoch, aber sie wollte nicht mehr trinken. Also wartete ich einfach bis sie sich meldete. Für mich war es nicht so einfach, weil meine Schwiegermutter mir jeden Tag in den Ohren lag und immer wiederholte, wie zart sie denn ist und ob meine Milch denn gut wäre. Obwohl sie kilometerweit weg wohnt, hat sie mich ständig angerufen und mich genervt. Aber ich dachte mir immer wieder: rede du nur, ich mache es richtig! Meine Kleine war immer glücklich und entwickelte sich gut. Sie hat früh angefangen nach meinem Essen zu greifen und wollte unbedingt „richtiges“ Essen haben. Deshalb habe ich mit der Beikost kurz nach dem 4. Monat begonnen und dazu immer weiter gestillt. Wir hatten nie fixe Stillzeiten, denn ich habe mich nach ihrem Hunger gerichtet. Da passierte es auch, dass sie mitten in der Stadt Hunger bekam und ich einfach vor all den Menschen auf einer Bank gestillt habe. Ist am Anfang nicht leicht, da man sich doch ein bisschen schämt. Aber wenn das Baby hungrig ist, dann muss gehandelt werden und mit der Zeit wurde ich viel entspannter. Mein Mann stand immer hinter mir und hat mich einfach machen lassen. Denn er sagt immer, die Mutter weiß am besten, was gut für das Baby ist. Und das ist wirklich so! Man liebt sein Kind über alles und natürlich macht man es richtig!
    Auch was das Einschlafen und Schlafen angeht. Meine Schwiegereltern haben uns kurz nach der Geburt besucht und mir verboten, mein Baby bei mir im Bett schlafen zu lassen. Es muss im eigenen Bett schlafen. Hallo??! Was habt ihr denn für einen Vogel? – das war mein Gedanke, den ich natürlich für mich behielt. Ich sagte nur, dass das mein Baby entscheidet, wo es schlafen will. Das gefiel ihnen gar nicht und dann versuchten sie meine Eltern zu überreden, dass die mich überreden sollen. Ich stand nur erstaunt da und dachte mir – ihr geht ja bald wieder nach Hause. Und natürlich hat unser Baby in unserem Bett geschlafen. Warum denn auch nicht? Und es war wundervoll. Wir haben bekuschelt und friedlich geschlafen. Mein Mann hat am Anfang ein wenig Angst gehabt, dass er sie nicht verletzte beim Umdrehen, aber mit jedem Mal wurde er entspannter. Es gab Zeiten, da wollte sie tagelang alleine in ihrem Bett schlafen, welches neben unserem steht. Einschlafen will sie am liebsten in meinen Armen, wenn ich durch das Zimmer mit ihr spaziere. Es ist zwar nicht so prickelnd für mich, da sie doch immer schwerer wird, aber wenn sie so schneller einschläft, warum nicht? Auch da musste ich mir anhören, dass ich sie verwöhne und sie lernen muss alleine im Bett einzuschlafen, auch wenn sie weint. Vom weinen werde sie schneller müde. Hallo?! Was für ein Blödsinn!!
    Ich habe nie jemanden um Rat gefragt, weil immer alles gut funktioniert hat, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich habe immer auf mein Baby gehört. Und wenn ich jeden Tag in dieses wunderschöne Lächeln blicke, weiß ich, dass wir ein gutes Team sind. Meine Mama sagte immer: du weißt, was gut für euch ist. Meine Mama hat das gleiche Problem gehabt vor Jahren und hat auch auf die Bedürfnisse ihrer Kinder geachtet und wir hatten es super!
    An alle Mamis: Mama, Papa und Baby sollen glücklich sein und nicht der Rest der Welt 😉

  2. Vielen Dank für den Artikel! Besser kann man das nicht beschreiben. 🙂

    Ich konnte mir ab dem fünften Monat auch regelmäßig Kommentare anhören, ob ich die kleine noch bis zum dritten Jahr ausschließlich zu stillen gedenke (von meiner eigenen Mutter!).
    Entsprechend der Empfehlung der WHO, haben wir dann um den sechsten Monat herum angefangen sie an B(r)eikost zu gewöhnen. Das klappte mal gut, aber meistens gar nicht. Heute, mit 9 1/2 Monaten ist es so, dass sobald ein Löffel auch nur ansatzweise in ihre Nähe kommt, der Mund gar nicht mehr aufgeht, es sei denn, sie hat sich den Löffel selber erobert. Mittlerweile sind mir die Kommentare herzlich egal. Die Maus nimmt sich die Sachen, die ich ihr auf den Tisch lege selber und steckt sie sich in den Mund. 90 % davon landen auf dem Fußboden, aber das ist dann eben so. Hauptsache ist doch, dass sie keinen (Eisen-)Mangel hat und das hat der Kinderarzt erst vor kurzem überprüft.

    Da ich in einem Monat wieder arbeiten gehe, muss ich sie jetzt gezwungenermaßen an die Flasche gewöhnen und auch das ist nicht einfach, aber mittlerweile klappt es.
    Ich möchte trotzdem noch weiterstillen und bin froh, dass ich eine tolle Stillberaterin in meiner Nähe habe, die uns dabei hilft, den für uns richtigen Weg zu finden – mit Tragetuch, ohne Schlaftraining (ich hoffe, das bleibt auch so, wenn ich wieder arbeiten gehe) und bei Bedarf auch im Familienbett.

    😉

    P.s.: Was die Impfgegner hier angeht, versteh ich nicht so ganz, warum ausgerechnet auf dieser Seite so heiß diskutiert wird. Es ist nicht schön zu den Terminen zu gehen und die kleinen Würmer vor Schmerzen aufschreien zu hören. Aber ich finde es schlimmer, wenn die Kleine mehrere Tage/Wochen an einer Erkrankung leidet und ich nichts für sie tun kann und so lange sich die Nebenwirkungen in Grenzen halten, ist so eine vorbeugende Impfung doch allemal der Krankheit vorzuziehen.

  3. Danke für Deine Worte!!

  4. Unsere kleine Maus ist ein Schreibaby. Wir haben alles versucht – Tragen, Familienbett etc. Wir haben so viel durchgemacht. Die ersten vier Monate waren eine sehr harte Zeit für uns drei. Aber wir sind nun endlich langsam auf dem Weg der Besserung mit Beginn des fünften Monats. Das Stillen klappt endlich reibungslos. Bis dahin war es ein harter Weg: eitrige, blutige Brustwarzen, Stillhütchen, Schreien und Unruhe, angeblich zu wenig Gewicht, Hunger?, deshalb Pre-Nahrung, keine Veränderung, weiter Schreien mehrere Stunden täglich. Ich habe Greta nachher im Gehen gestillt, damit sie sich beruhigt und trinkt, weil ich sie sonst nicht an die Brust bekommen habe. Mahlzeit für Mahlzeit, Tag für Tag. Die Pfunde purzelten nur so. Ich wusste, wir schaffen das. Ich habe mich von allen so sehr verunsichern lassen. Ich wusste nur , dass ich unbedingt stillen wollte. Und es hat geklappt und seit ungefähr 2 Wochen ist es wunderschön für uns beide. Auch wenn Greta nach wie vor unruhig ist.
    Mittlerweile ist das Stillen unser kleinstes Problem und deshalb möchte auch ich über den 6. Monat hinaus stillen, da für mich die schöne Zeit jetzt erst beginnt. Voher war es nur Stress, jede einzelne Minute.
    Damit werde icb besonders im Familienkreis auf Kritik stoßen, aber das bin ich nicht anders gewohnt, da ich mich vor der Geburt gegen das Impfen entschieden habe. Auch da unendlich viel Kritik. Aber wer sich mit der Thematik eingehend beschäftigt, so wie ich es getan habe, wird feststellen, dass nur die Pharmaindustrie davon profitiert und niemand sonst. Eine erschreckende Feststellung!
    Wenn ein sensibles Kind, wie meines es ist, geimpft wird, will ich gar nicht wissen, was passiert. Sie erschrickt, wenn ich niese. Und dann dieses kleine Wesen mit Aluminium, Formaldehyd, körperfremdem Eiweiß von Hühnerembryonen vollpumpen? Nein, danke!
    Aber Menschen, die in dieser toleranten Gesellschaft nicht das machen, was alle machen, werden verurteilt. Das hat nichts mit Toleranz zu tun.
    In dieser Gesellschaft wird es nicht gern gesehen, wenn man selbstständig denkt und handelt. Traurig, aber wahr.
    Ich könnte noch weitere Beispiele anbringen, aber da schreit die kleine Maus.
    Alles Gute
    Lena

    • Sorry, aber nicht impfen geht garnicht! Und diese ganzen hartnäckigen Gerüchte über irgendwelche Chemikalien in den Impfstoffen, tut mir leid, aber Du scheinst Dich nicht wirklich informiert zu haben, außer bei Impfgegnern!
      Ich hoffe für dein Kind, dass es sich nie irgendwo mit Masern etc ansteckt und für alle anderen, die nicht impfen dürfen, dass dein Kind niemals jemanden ansteckt.
      Vielleicht liest Du nochmal in den richtigen Büchern oder sprichst mit Eltern, deren Kind an einer Maserninfektion gestorben ist. Kann ich Dir gerne vermitteln.
      Und das kann man wirklich nicht mit Stillen über 6 Monate oder im Familienbett schlafen vergleichen, daran stirbt niemand! Am Nichtimpfen schon!
      Ich bin selbst Mutter und für die Einführung einer Impfpflicht!
      Ich hoffe inständig, Du änderst Deine Meinung.
      Alles Gute für euch?

      • Kannst du mir dann bitte verraten, was Impf(hilfs)stoffe im Gehirn unsrer Kleinen verloren haben sollen? (Stichwort Blut-Hirn-Schranke, die ist erst ab ca 3 Jahren zu, vorher kommt JEDER Stoff, der in den Blutkreislauf gelangt, auch ungehindert bis ins Gehirn!) Ich will nicht verantworten müssen, dass meine Süße durch Aluminium und Co in den Impfmixturen nachhaltige Schäden davonträgt!

        Viele der Krankheiten, gegen die aus purer Angst heraus noch geimpft wird, wurden übrigens maßgeblich durch deutlich verbesserte Hygienestandards zurückgedrängt!

  5. Ich werde mir jetzt wahrscheinlich den Hass der kompletten Leserinnen dieser Seite einhandeln, aber mir brennt da so einiges unter den Nägeln, wenn ich hier so manche Texte und Kommentare lese.

    Ich bin mittlerweile Mutter zweier Gott sei Dank gesunder Kinder.
    Meine Tochter ist mittlerweile 5 Jahre alt und mein Sohn wird bald 6 Monate sein.
    Ich habe beide Kinder nur sehr kurz gestillt. Nicht, weil ich es so wollte, sondern weil ich einfach zu wenig Milch hatte.
    Ja klar, man kann da schnell sagen:“Faule Ausrede! Nur 2 % der Frauen haben zu wenig Milch!“
    Aha.
    Bei meiner Tochter hab ich nach 5 Wochen aufgegeben. Vielleicht zu früh. Sie war nur am Weinen, tagsüber. Einen Milcheinschuss einfach hab ich nie gespürt. Erst die Flasche brachte die Erlösung, die dann immer häufiger gegeben wurde.
    Bei meinem Sohn wollte ich es besser machen. Die ersten zwei Tage liefen super. Aber dann war ich am Dauerstillen. 24 Stunden am Stück. Die Hebammen im Krankenhaus machten mich nach 3 Tagen darauf Aufmerksam, dass der Kleine noch keine nasse Windel hatte. Nach 3 Tagen !!!!
    Meine Brustwarzen waren total verschorft. Eine Hebamme hatte Gnade, gab mir ein Fläschchen. Falls der Kleine dann keine nasse Windel hätte, wäre die Wahrscheinlichkeit gross, dass er organische Probleme hat.
    Lange Rede….er hatte endlich die erste nasse Windel, nahm auch zu und weinte viel weniger. Ich hab ihn immer angelegt und dann nach 40 Minuten die Flasche nachgegeben. Die Flaschen wurden immer größer und irgendwann hab ich das Stillen komplett aufgegeben.
    Seitdem geht es mir besser und ich würde sagen , dem Kleinen auch.
    Hab ich eine schlechte Bindung zu meinen Kindern? Auf gar keinen Fall.
    Meine Tochter und ich sind mega eng, sie will mich sogar heiraten.

    Meine Kinder haben von Anfang an erst im Stubenwagen bei uns und mit 4 Monaten in ihrem Zimmer geschlafen, ohne Protest. Wenn es nötig ist, steht unser Bett zum Kuscheln und trösten offen. Aber nicht jede Nacht.
    Sie schlafen abends ein, ohne großes Hick Hack. Wir lieben beide abgöttisch….

    aber, wir lieben auch uns. Wir brauchen unseren Freiraum. Und darauf haben Eltern auch ihr Recht.

    Wir haben unseren Kindern alle Impfungen gegeben. Wenn ich Kommentare lese, in denen man Stolz ist, sein zweijähriges Kind noch nicht geimpft zu haben, sträuben sich mir die Nackenhaare. Da wäre anlässlich der geassierenden Masernepedemie ein Gespräch mit den Eltern von Babies, die durch ungeimpfte Kinder angesteckt wurden mal interessant.

    Ich bin auch nicht für das Abstillen mit 6 Monaten. Aber warum dann gar kein „anständiges“ Essen eingeführt wird, versteh ich nicht.
    Genauso wenig kann ich dieses ewige Stillen nachvollziehen. Hat man mit 18 Monaten nicht auch mal Lust, dem Kind die Freiheit zur Abnabelung zu geben und auch selbst wieder freier zu sein?

  6. Meine Tochter ist knapp 8 Monate alt und ich bin auch nur noch genervt von den Kommentaren anderer Leute. Mittlerweile bekommt sie 3 mal täglich Brei, die größte Menge an Nahrung nimmt sie aber noch durch das Stillen zu sich, und so soll es auch erst einmal bleiben. Mittlerweile wirft man mir also nicht mehr vor, dass ich dem Kind nichts „anständiges“ zu essen gebe, aber dass ich zusätzlich weiterhin stille, ist auch nicht in Ordnung! Scheinbar gilt für die meisten Menschen in meinem Umfeld: Beikosteinführung = nicht mehr Stillen = schnell Pulvermilch kaufen! Schon drei Tage nach dem ersten Brei kam die Frage, ob es denn jetzt auch die Flasche gibt. Dass ich mein Kind tatsächlich noch stillen möchte, ist für die meisten eine unglaubliche Vorstellung. Warum das so ist, werde ich wohl nie verstehen.
    (Übrigens ein toller Beitrag von Elly :-))

  7. Oh ja, die Sprüche. „Was? Du stillst noch?“ Na klar, so viel, so oft und richtig gern!
    Unsere Tochter ist 10 Monate und wärmt gerade das Familienbett an 🙂

  8. Sehr trauriger Artikel zum Thema impfen!

  9. Was du beschreibst, erleben wir eins zu eins mit unserer Tochter (bald 7 Monate). Es gibt nichts schöneres als diese wundervolle Stillzeit. Verglichen mit dem ganzen restlichen Leben, das wir mit unseren Kindern führen werden und selber als Kinder geführt haben, ist diese einzigartige Zeit der Nähe zwischen Mutter und Kind doch viel zu schnell vorbei. Ich sehe nicht ein, warum man sich und seinem Kind das vorzeitig nehmen lassen sollte oder sich durch übergriffige Kommentare verunsichern lassen muss. Oft hatte ich deswegen schon Bauchschmerzen, zum Glück noch keinen Milchstau! Es ist traurig, dass das Wohl der Kinder und ihren Familien so verkannt wird – umso schöner, dass unsere Liga dennoch zu wachsen scheint! In diesem Sinne viel Spaß beim Kuscheln, Stillen, Tragen

  10. Hallo,
    vielen Dank für diesen Erfahrungsbericht.
    Jetzt bin ich froh, dass ich nicht die Einzige bin, deren Mann sich von den „erfahrenen“ Müttern (Schwiegermutter inklusive) hat beeinflussen lassen. Das waren für mich die schwersten Momente, weil mein Fels in dieser Flut von guten Ratschlägen plötzlich anfing zu wandern… Mein kleiner Großer ist jetzt 1 1/2, wurde insgesamt 12 Monate gestillt, getragen und schläft immer noch die halbe Nacht bei uns, so wie er es braucht und es ihm gut tut. Als Frühchen geboren, jetzt ein Rabauke wie im Bilderbuch…

  11. Hallo, ich finde es gut so und habe es auch so gemacht. Das Resultat ist eine enge Bindung mit meiner mittlerweile 12jährigen Tochter die noch immer gerne kuscheln kommt. Ich habe sie immer als vollwertiges, mitspracheberechtigtes (altersbedingt) Familienmitglied behandelt und tue es auch heute noch. Habe sie lange getragen und dann auch geschoben und alle sagten „sie kann doch laufen, ist doch schon 3“. Ja klar, sie kann den ganzen Tag laufen sicher! Mädels lasst euch nicht beirren. Schade, dass es damals nicht mehr von Euch gab.

  12. Mein Sohn ist gerade zwei geworden. Als er anfing zu laufen mit 18 Monaten, hat er selbst bestimmt, dass er nicht mehr getragen werden moechte. Seit er mit rund 12 Monaten das Essen fuer sich entdeckt hat, moechte er nur noch zum Mittagsschlaf und nachts gestillt werden. In unserem Schlafzimmer stehen zwei Betten nebeneinander. Wir teilen uns zu dritt drei Meter, damit jeder quer liegen kann. Jeder Versuch den Buggy, das Abstillen und das Alleinschlafen wegen Druck von aussen durchzusetzen, haben frueher beim Kind zu Traenen und bei mir zu Frustration und Schlafmangel gefuehrt. Jedes Kind ist anders, jeder Mensch hat seine eigenen Beduerfnisse. Hoert auf Euren Bauch, liebe Mamas. Ihr macht alles richtig!

  13. In einem Punkt haben die Leute recht : das, was schon immer so gemacht wurde, ist gut. Die Kinder werden seit tausenden von Jahren gestillt, getragen und schlafen im Familienbett. Die Kinderwagen, so wie wir sie kennen, gibt es erst seit ca 160 Jahren, Pulvermilch erst seit dem 20. Jahrhundert. Genug Platz, damit das Kind im eigenen Zimmer schlafen kann, gibt es vermutlich auch erst seit dem Wirtschaftswunder in den 50 er Jahren. Und in weiten Teilen der Welt gibt es eben keine befestigten Straßen, keine Pulvermilch und kein eigenes Zimmer fürs Kind. Was macht man dort? Genau, stillen, tragen, Familienbett. Könnten wir die Kinder dadurch verziehen, wäre die Menschheit wohl schon ausgestorben.

  14. Es tut gut zu lesen, dass es noch mehr Mamas gibt, die sich wegen ihrer „Kindverwöhnaktionen“ 😉 ständig rechtfertigen müssen. Manchmal hatte ich das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen, weil mein Sohn (6 1/2 Monate) fast jede Nacht bei uns schläft und ich gern so lang wie möglich weiterstillen möchte, trotzdem wir schon mit Beikost angefangen haben.
    Ich höre dann immer: „Jaaa, aber ZIEL ist es doch, dass das Kind nachts durchschläft und nicht mehr deine Milch will, gib ihm nachts nur Wasser, dann weiss er, dass er nix anderes kriegt und gewöhnt sich dran.“
    „Nimm ihn nicht zu dir ins Bett, dann hast du nie wieder Ruhe.“
    Die alle werden wohl nie in das zufriedene, schlafende Gesicht ihres Babys, das neben dir liegt und im Traum immer wieder kichert, schauen können nachts. Ich möchte das nicht missen.

  15. Hach, ihr sprecht mir aus der Seele. Mittlerweile hab ich noch nicht mal mehr Lust mit irgendwem zu debattieren (meine Kleine ist gerade mal 2 Monate alt & ich werde jetzt schon gefragt, wie lange ich stillen möchte bzw. wenn ich antworte, so lange wir möchten und uns dabei wohl fühlen, bekommen ich zu hören: „Na, aber doch nicht mehr, wenn sie schon laufen und sprechen kann!“. Auch wenn sich der- oder diejenige 2 Minuten vorher noch riesig für uns gefreut hat, dass das Stillen „so gut klappt“…) Ich werde meinen bzw. werden wir unseren Weg gehen & ich hab auch keine Lust mehr mit anderen darüber zu sprechen, wenn ich keine Aussicht auf Verständnis habe. Ein weiteres „schönes“ Thema, was für mich wunderbar mit in diese „Aneck-Kategorie“ fällt, ist das Impfen! 😉

    • Mein 2jaehriger ist noch nicht geimpft, hat keine Vitamine bekommen, wird immer noch gestillt und ist kerngesund. Ausser uns und dem Kinderarzt weiss das aber keiner 🙂

  16. Hallo!
    Wir machen es genauso und es gut so wie es ist.
    Tragen: aber irgendwann ist sie doch viel zu schwer. Nein, ich kann sie ja auch auf den Rücken nehmen.
    Stillen: sie wird immer so dünn bleiben und denk mal an die Eisenwerte! (Mein Kinderarzt )

    Ich kann das noch unendlich weiterführen, aber unsere Tochter ist ein 7 Monate altes glückliches, gesundes Kind . Und nur das zählt. 🙂

  17. Hallo,

    und je älter das Kind ist, umso penetranter und mehr werden die Bemerkungen. MiniFlo ist jetzt ein Jahr alt und ja, er wird noch gestillt, soviel er möchte, schläft bei uns im Bett und wird auch noch getragen. Vor allem, wenn die Kommentare aus der eigenen Familie (Mutter) kommen, finde ich es schwierig darauf zu reagieren. Eigentlich hilft es wirklich nur zu sagen, wir sind damit alle glücklich, und dann die Ohren zuzumachen. Aber es nervt trotzdem.

    LG Verena

    • Irgendwann werden die Kommentare aber auch wieder weniger. Vor allem, wenn man einfach nicht diskutiert, sonder nur die eigene Meinung darstellt.
      Mit 12 Monaten bekam ich noch Kommentare wie: „Na, ob das wohl klappt mit dem Abstillen?“ oder „Oh man, Dein Rücken. Also ich würde mir nicht für mein Kind den Rücken ruinieren.“ oder “ Schläft der immer noch bei Euch?! “ oder “ Willst Du nicht langsam mal wieder was trinken?“
      Jetzt mit 15 Monate, sagt interessanterweise fast niemand mehr was.
      Ich habe dann mal zurückgefragt: „Und, wie oft bekommt sie noch die Flasche?“ ( das Gespräch ging dann in etwa so weiter ….Auch nachts? Ach Mensch, ja dann musst Du immer aufstehen und ins andere Zimmer laufen. Das tut mir leid für Dich. Ja, dass ist wohl so, wenn man einmal richtig wach ist, dann kann man schlecht wieder einschlafen. Und im Moment isst sie so schlecht wegen der Zähne? Trinkt fast nur. Ja, dass kenn ich. Und das Pulver ist so teuer? Ja? Ach ja. Nee, da kenn ich mich nicht mit aus. Mein Gott, da wär ich auch echt mit überfordert mich für eins entscheiden zu müssen. Ja, stimmt wohl. Irgendwie ist das mit dem Bett und dem Stillen schon praktisch. Nee, ich hab das nicht geplant. Ist einfach so passiert. Fühlt(e) sich halt für uns richtig an. Ihr hattet schon ein Kinderzimmer gekauft. Ja. Ach so, dann will man das auch nutzen… Nee, Du, sorry ganz ehrlich, das kann ich nicht verstehen. Is mir auch egal was meine Schwiegermutter denkt. Sie hat das Zimmer bezahlt? Ja und!? Und deswegen bestimmt sie? … )
      Ach ja, das Leben kann so schön entspannt sein!

  18. Anfangs haben auch manche versucht uns etwas einzureden, aber dank dieser Website und auch anderen wurde ich in meiner Einstellung gestärkt und konnte auch direkt mit guten Argumenten und langen Erklärungen antworten, warum ich das so mache. Es hat dann nicht lange gedauert und jeder wusste, dass mir niemand reinreden kann, weil ich einfach so vehement meine Meinung vertreten habe. Auch mein Mann war dann bald derselben Meinung bzw. hat einfach mitgemacht. 😉

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