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Der Wille meines Sohnes ließ mich durchhalten

Der Wille meines Sohnes ließ mich durchhalten

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Oft las ich, dass Mütter nach anfänglichen Schwierigkeiten froh waren, durchgehalten zu haben und eine schöne Stillbeziehung hatten. Oder wie mega-wunderschön das Stillen doch ist.

Hmm.. Irgendwie konnte ich mir das für mich nicht vorstellen.

Und siehe da, nach fast einem halben Jahr kommt das Gefühl auf, dass ich doch endlich Frieden mit dem Stillen geschlossen habe.

Das tut so gut. Auch wenn ich ohne den Willen meines Sohnes wohl nicht durchgehalten hätte.

Wir hatten so manches.. Stillhütchen mit 1.5h Stillzeit und vielen Blähungen, danach durchs Abgewöhnen der Hütchen wochenlang Schmerzen durch wunde Brustwarzen.

Wir mussten es beide erst lernen, wie es richtig geht. Dabei hat mir Stillkinder.de so sehr geholfen.

Dann ordentlich Milchstau, dann kam das Brüllen an der Brust (das sind so Schmerzen im Herz), vormittags kaum trinken bzw. zu wenig zunehmen wegen dem Einschießen der Zähne. Zu wenig Milch, dann zu viel Milch. Und tagsüber nie 4 Stunden Abstand.

Dazu kommt der monatelange Schlafmangel. Mal 2, mal 3, mal 4 Stunden. Weit weg vom Durchschlafen.

Wäre Stillen doch nur kinderleicht.

Doch unser Sohn wusste, was er braucht und wollte nichts anderes. Keine Flasche und auch keinen Schnuller bis heute, egal wie und mit was.

Auch noch kein Brei. Heute bin ich so froh darüber.

Er hat sich für mich – fürs Stillen und nichts anderes entschieden.

Und recht hat er. Es ist sein gutes Recht sogar.

Nun haben wir es endlich leichter und viel dazugelernt. Weniger Verkopftsein und mehr Gelassenheit und Vertrauen.

Irgendwann wird unsere Stillzeit einmal vorbei sein. Das ist dann zwar auch gut so, aber ich werde die guten und schönen Momente und diese einmalige Nähe vermissen.

Mal sehen, wie lange er seine Mamamilch möchte und wann er richtig mitessen wird.

Es ist auf jeden Fall ein Wunder, wie er wächst und gedeiht, alles nur durchs Stillen. Und ich mache es endlich wieder gern.

Eine Mutti

Originalbericht einer Mutter, Juli 2016
Foto: SB

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Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Youtube und Google+.

Ein Kommentar

  1. Soooo wahr! Wie bei uns! Heute liebe ich es… wenn er dabei meinen Finger festhält…

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