„Gut Anlegen“ – Der Video-Online-Kurs für stillende Mütter und für Schwangere, die sich auf das Stillen vorbereiten möchten

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Bleib dran – es lohnt sich!

Von Sarah |
Hallo, mein Name ist Sarah, ich bin 41 Jahre alt, Buchhändlerin, verheiratet und habe ein Kind (gegenwärtig 1 Jahr und 8 Monate).

„Bleib dran – es lohnt sich!“ – Durchhalteparolen, wie diese, waren es, die mir über den doch sehr schweren Anfang geholfen haben. Nach der Entbindung blieb ich noch – bis heute – mit den Müttern des Geburtsvorbereitungskurses verbunden. Ich war die letzte in der Gruppe, die ihr Kind bekam, und so waren mir die Anderen um einiges voraus.

Trotz aller Unterschiedlichkeit in der Entwicklung und persönlichen Vorlieben und Familienkonstellationen war und ist die moralische Unterstützung (wenn auch meist nur per WhatsApp) sehr wichtig und hilfreich. Und sei es nur, dass es bei den Anderen auch nicht alles rund läuft.

Auch wenn man in der glücklichen Situation ist, einen Partner und Vater des Kindes zu haben, der einen voll und ganz zur Seite steht und auch das Stillen absolut befürwortet, kann man sich doch ziemlich alleine fühlen am Anfang.

Am Ende sind da Dein Kind, Deine Brust und Du – ihr drei lernt euch erst kennen (Du Deine Brust ganz neu) und ihr müsst miteinander lernen. Das war für mich schon mal eine wichtige Grunderkenntnis. Es geht nicht darum, die beste Anlegetechnik einfach zu kapieren und durchzuziehen – es muss alles geübt werden, immer wieder. Das persönliche Tempo ist unterschiedlich, aber die wenigsten beherrschen die Kunst auf Anhieb.

Dass Stillen die allerbeste Ernährung für mein Kind bedeutet, wusste ich längst (immer wieder auch weit vor der Schwangerschaft gelesen/gehört) und wollte ihm das mindestens 6 Monate „gönnen“. Weiterführende Informationen übers Stillen habe ich aus diversen Büchern, dem Internet und Vorgesprächen mit meiner Hebamme bekommen.

Ich würde jetzt jedoch sagen, dass die Vorbereitung mir nichts gebracht hat: Sie hat im Gegenteil dazu geführt, dass ich mich noch mehr als Versager gefühlt habe zu Beginn. So viel Wissen – aber nichts konnte ich umsetzen.

Ich denke jetzt, dass der feste Entschluss, das Mittragen dieses Entschlusses und Wunsches durch den Partner und eine situationsgerechte Unterstützung durch eine Hebamme oder Stillberaterin ausreichen.

Meine Mutter hatte mich drei Monate gestillt – mit permanenten Schmerzen und angeblich zu wenig Milch. „Ich musste dir immer noch eine Flasche machen, ich hatte zu wenig Milch“ – klassischer Irrtum. Meine Mutter hatte keine bzw. zu wenig Unterstützung und nicht mal eine Hebamme, ich werfe ihr das also nicht vor und bin im Gegenteil dankbar, dass sie dann überhaupt drei Monate durchgehalten hat.

Für mich war es demotivierend und schmerzlich, dass die ersten Kommentare durch die Schwestern und Ärztinnen in der Geburtsklinik für meine Bemühungen waren: „Man hat es Ihnen doch schon gezeigt?!“ – sollte wohl heißen: „Was stellen Sie sich immer noch so an?“. Das war an Tag zwei auf der Wöchnerinnenstation der Entbindungsklinik. Schon zwei Tage Mutter und noch immer nicht kapiert!

Auch die Bemerkung über meine schmerzenden, dunkelrot unterlaufenen Brustwarzen: „Wenn sie nicht bluten, dann sind sie auch nicht wund!“, war unsensibel und grob und höhlte mein Selbstbewusstsein nur noch mehr aus. Und auch meine Angabe, wegen Schmerzen kaum aufstehen zu können, fand man seltsam. Ich hielt es aber für normal, Schmerzen nach einer Geburt zu haben.

☹️ Unfassbar!! Traurig, solche Äußerungen auf einer Wochenstation… 😢
~ R. Gresens

Es ist eine statistische Wahrheit, dass die allermeisten Frauen stillen können, wenn sie es möchten. Aber die Statistik sagt damit nicht aus, wie lange es gebraucht hat, bis das Stillen 1. funktioniert hat im Sinne von Ernähren, 2. nicht mehr schmerzhaft war, 3. sogar schön wurde für Kind UND Mutter. Gerade der letzte Punkt hat bei mir doch ziemlich lange gedauert. Und dennoch sage ich nun aus vollem Herzen: Es ist wahr, es lohnt sich, gib nicht zu schnell auf!

Unser Start war in mehrfacher Hinsicht holprig. Das Geburtserlebnis und die Tage in der Klinik waren nicht zuletzt durch Corona (Januar 2022) furchtbar. Ich hatte durch die Hygienebestimmungen im Krankenhaus kaum Unterstützung, da Familienzimmer nicht erlaubt waren und Besuche nur eine Stunde pro Tag. Ich traute mich nicht, zu oft um Hilfe zu bitten, d.h. nach einer Schwester zu klingeln, und wenn ich es doch tat – siehe oben.

Vollkommen übernächtigt und mit wunden Brustwarzen kam ich, wie nach einer Spontangeburt üblich, nach drei Tagen nach Hause. Übernächtigt war ich durch eine schlaflose Nacht vor der Geburt (ich wusste, dass am nächsten Tag eingeleitet werden sollte) und den schlaflosen Nächten in der Klinik: allein mit dem Kind in der Nacht zu sein, hat mich überfordert. Ich habe permanent entweder probiert zu stillen oder gesungen und war nur verzweifelt.

Eine sehr nette Schwester (die gab es auch) hat mir mein Kind in der letzten Nacht für ein paar Stunden abgenommen und es mit zu sich ins Schwesternzimmer genommen, damit ich mal entspannen konnte. Mein Kind wurde rausgefahren – und es war mir nur recht. Mein Kind hat dann Pre-Milch bekommen, auch damit war ich sehr einverstanden. Das war richtig und pragmatisch in der Situation.

Das Kolostrum hatte mein Kind bekommen und es war auch direkt nach der Geburt angelegt worden, Haut an Haut (mit dem Kreißsaal-Team war ich sehr zufrieden). Diese Schwester war mütterlich und herzlich zu mir, ich bin ihr noch immer sehr dankbar.

Wie gut, dass es auch diese positive Erfahrung gab. 🥰
~ R. Gresens

Zuhause begann dann eine engmaschige Betreuung durch eine Hebamme. Sie mag fähig gewesen sein, aber sie erzeugte leider auch ein Klima der Angst. Das Kind nahm nicht zu. Das Stillen genügte nicht. „Alle zwei Stunden – aber mindestens!“.

Nach wieder absolvierter Nacht- und Tagschicht, wenn sie kam und mein Kind wog und ich mal voller Hoffnung war: nein, zu wenig. „Du musst öfter stillen! Du musst mehr trinken! Du musst mehr essen! Es genügt nicht. Anlegen funktioniert nicht? Stell Dich doch in den Vierfüßlerstand!“

Warum es nicht gut lief, weiß ich nicht genau. Vermutlich war es eine Kombination aus vielem: Das Kissen funktionierte für mich nicht, ich war weiterhin quasi schlaflos und entsprechend kraftlos und zu keinem klaren Gedanken in der Lage, Nacken- und Schulterschmerzen, ständiges Einschlafen des Kindes, weiterhin Blutungen und Schmerzen. Verzweiflungskreislauf. Kurz nuckeln – und wieder weg und eingeschlafen.

Warum in den Vierfüßler-Stand? Das war vielleicht von ihr so dahin gesagt, da ich mit normalen Haltungen ja nicht klar kam. Wenn das Kind endlich gut lag und angedockt hatte, war meine Rückenhaltung noch falsch. Ich war froh, dass immerhin das Kind trank, auch wenn der Hinweis auf meinen Rücken sicher richtig und wichtig war.

Das Geburtsgewicht war 3550 g. Mein Kind hatte gar nicht viel abgenommen; die 14-Tage-Frist, die es nach der Geburt und der normalen Gewichtsabnahme direkt danach zum Zunehmen hatte, wurde lediglich weniger und meine Hebamme konnte keine Trendwende erkennen. Und dass das Zunehmen hätte schneller von statten gehen müssen.

Es gab auch mal Gewichtsveränderungen in die „falsche Richtung“ um 20 oder 40 g oder so. Sie hat uns dann auch zum Zufüttern mit Pre-Milch geraten. Es war für alle eine Tortur. Wir haben das Kind gestresst – das Kind war glaube ich einfach zu müde zum Essen, weil es ja ständig stillen sollte. Es wurde aber nicht wacher, weil es ohne Stillen auch entkräftet war. Ein nicht aufzulösender Widerspruch.

Gegen die wunden Brustwarzen bekam ich Lanolinsalbe und Schafswolle (auch als Donut in den BH gelegt). Die Brustwarzen waren relativ schnell in Ordnung, auch wenn das Stillen noch eine Weile wehtat.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Stillen auch eine Frage des Selbstbewusstseins ist. Oh, das war etwas für mich! Demoralisiert wie ich war und in großer Sorge um mein Kind, brauchte es eine grundlegende Änderung. Wir erreichten sie kurz vor Ablauf der 14-Tage-Frist zur Wiedererlangung des Geburtsgewichts, durch eine zweite Meinung durch einen Kinderarzt „Ihr Kind ist gesund und völlig normal entwickelt, bisschen Gewicht fehlt noch, aber Sie haben ja auch noch Zeit! Und alle drei Stunden würden mir da auch genügen. Schlafen Sie mal!“.

Und durch das Aussetzen der Hebammenbesuche. Fachlich mag ich sie gar nicht abwerten, aber menschlich passte sie einfach nicht zu uns. Wir mussten unseren eigenen Weg finden und konnten das dann auch. Auf uns gestellt, nahm das Selbstbewusstsein wieder zu. Wir schauten unser Kind an und konnten bald sehen, ob es ihm gut geht, oder nicht. Wir wussten es.

Die Regel lautet eigentlich: Nach 14 Tagen SOLLTE das Kind sein Geburtsgewicht wieder erlangt haben und nach 3 Wochen MUSS es sein Geburtsgewicht wieder erlangt haben.
~ R. Gresens

Stillen war aber noch immer ein ziemlicher Akt. Ich stillte erst nur im Bett sitzend, später aufs Sofa wechselnd (härterer Untergrund, man sackte nicht so weg). Ich persönlich komme mit dem wohl meistverkauften großen Stillkissen* (labberige große Wurst) gar nicht zurecht und fühlt mich mal wieder sehr unfähig. Es war immer so ein Akt, dieses blöde Kissen zu positionieren. Vielleicht war das Kissen das Hauptproblem. Wie gesagt, ich war nicht mehr zu fähig zu denken.

Ich habe oft im Bett im Liegen gestillt mit Stützkissen zwischen den Beinen und im Rücken. Das war aber auch schmerzhaft durch den viel zu hoch erhobenen Arm, der dem Kind Platz geben muss. Da wurden die Nackenschmerzen dann zementiert.

Aber da half dann schlicht, mal in ein kompaktes, festes, formstabiles Stillkissen zu investieren. Wem das wie eine Kleinigkeit erscheint oder meint, dass Frauen ja eigentlich gar kein Kissen brauchen – wie schön. Ich brauchte es dringend, denn ich fühlte mich so schwach, dauermüde, hatte Nackenschmerzen und Kopfschmerzen und wollte jede Hilfe annehmen.

Das lange genutzte Kissen* hatte die Form eines Vanillekipferls, das funktionierte prima für mich. Bis ich das entdeckt hatte, habe ich oft im Liegen auf der Seite gestillt und auch gegessen – kleine Brothäppchen, die mir mein Mann geschmiert hatte.

Ich glaube, ich bin schon etwas leidensfähig, vor allem bin ich vermutlich etwas umständlich, habe ein geringes Selbstvertrauen, gebe schnell auf und neige zu vernichtenden Selbstanklagen. Aber dennoch: Ich wollte das hinkriegen! „Bleib dran, es lohnt sich“, sagte ich mir immer wieder.

Geholfen hat mir übrigens das „Reinrollen“ der Brustwarze in den Mund meines Kindes. Also nicht zielen und „ran“, sondern so reinfluppen lassen. Davon habe ich über Deine Webseite erfahren. 🙂 Das hat praktisch sofort geklappt und hat es mir so viel leichter gemacht. Klingt banal, war für uns aber ein sehr guter Tipp.

Das freut mich sehr! 🥰
~ R. Gresens

Es hätte einfacher sein können. Ein Kind, das nicht mit Untergewicht kämpft, von Anfang an das richtige Kissen und eine Hebamme, mit der man sich gut versteht auf der persönlichen Ebene, hätten es sicher leichter gemacht. Aber das ist nun mal unsere Geschichte. Dazu gehören auch viele wirklich verzweifelte Nächte, in denen wir mittels Spritze und Schläuchlein zusätzlich zu den Stillmahlzeiten Premilch in unser Kind einflösten – das war noch vor der zweiten Meinung.

Ich habe den schlimmen Anfang so ausführlich beschrieben, da ich mittlerweile mit großer Freude, mit Leichtigkeit, längstens schmerzfrei und ohne angepeiltes Ende, d.h. Abstillen, weiterstille. Ein Kissen brauchen wir auch schon lange nicht mehr, da mein Kind einfach frontal und aufrecht auf meinem Schoß sitzt und trinkt.

Ein Kleinkind wird gestillt

Ich werde nun hin und wieder bewundert (und auch mal kritisiert), dass ich immer noch stille. Man hält mich gar für eine Heldin, dass ich noch immer durchhalte. Es ist jetzt keine Heldentat mehr, das war es aber gewiss am Anfang und ich bin stolz, dass ich den Anfang (und mich selbst, meinen kleinen Mut) überwunden habe. Mittlerweile sind die Stillmahlzeiten natürlich viel seltener, seit die Beikost nicht nur eingeführt ist, sondern unser Kind längst gewaltige Mengen von so ziemlich allem vertilgt.

Stillen bedeutet Zuflucht, Wärme, und Trost alltags und bei Krankheiten. Stillen bringt mein Kind jeden Abend ins Bett. Stillen kann ich mittlerweile auch überall und dank der aufrechten Sitzhaltung ist das schnell arrangiert und ganz schmerzfrei.

Stillen ist der Trost und die Akku-bitte-einmal-voll-Ladung, die ich immer dabei habe und gerne und ohne Mühe zur Verfügung stellen kann. Nach einem langen Spaziergang ausgehungert nach Hause kommen? Komma her, zack, wir stillen noch im Flur und danach kann man entspannt zuhause ankommen. Wir möchten es entspannt haben, wir alle drei. Stillen hilft immens dabei.

Ein paar Wahrheiten:

Untergewicht:
Es gibt zu wenig Untersuchungen darüber scheint mir, mehr anekdotisches Wissen und hier nun auch nur mein persönliches: Ich habe nach der Geburt zu viel Gewicht verloren (5 kg) und kriege sie auch nicht mehr drauf, trotz Extramahlzeiten, Nüssen etc. Der Hausarzt sagt: Das wird dann schon wieder. Das passiert den wenigsten, aber schon manchen Frauen.

Sex:
Laut Frauenarzt liegt eine gewisse Empfindungsstörung bis hin zu Schmerz in der Scheide am Stillen bzw. an den entsprechenden Hormonen. Das werde sich dann mit Abstillen wieder geben, heißt es. Aufgrund der Schmerzen findet hier kein penetrativer Sex statt, was für uns aber kein Problem darstellt. Dass Sex insgesamt zu kurz kommt, liegt ja nicht in der Entscheidung für oder gegen das Stillen begründet und ist ein ganz anderes Thema. Ich kann damit gut leben, bzw. mein Mann und ich, aber für manche Paare mag das ein Problem sein.

Periode:
Noch immer habe ich nicht meine Periode wieder. Ich empfinde das persönlich aber eher als klaren Vorteil 😉

Einschlafstillen:
Auch das hat nur anekdotischen Wert, aber auch bei uns, wie bei vielen ist es so, dass unser Stillkind immer noch ziemlich oft wach wird. Ich schlafe neben unserem Kind, mein Mann schläft in einem anderen Raum. Das ist unser beider Wunsch und funktioniert so am besten, was nicht heißt, dass es ideal ist. Ziemlich oft wach bedeutet: in guten Nächten stille ich nur zwei bis drei mal, in ganz heftigen schon mal acht mal oder so. Aber das sind dann kurze Snacks und die allermeisten Nächte sind mittlerweile so, dass ich sage: damit kann ich arbeiten – im Wortsinn. Es gab immer wieder Momente, wo ich morgens um vier über das Abstillen nachgedacht habe, aber nun ist Abstillen ja auch kein Garant für durchschlafene Nächte bei allen Beteiligten. 

Brüste:
Tiptop, keine „Abnutzungserscheinungen“ und nicht mehr so fürchterlich empfindlich wie vorher das ganze Leben. Werden jetzt auch gerne als Stressball genutzt von meinem Kind, darüber sind wir uns nicht immer so ganz einig, ob das sein muss!

Arbeiten und Stillen, Kita und Stillen:
Ich war besorgt, wie mein Kind UND wie mein Körper das wohl mitmacht, wenn die Stillmahlzeiten nun längere Zeit (etwa 7 Stunden) mal ausgesetzt werden oder sehr unregelmäßig erfolgen. Daher habe ich mir für den Wiedereinstieg in die Arbeit, als mein Kind ein Jahr und fünf Monate alt war, eine kleine elektrische Pumpe mitgenommen und diese mal schnell genutzt in der Pause. Das bisschen, was ich abgepumpt habe, diente nur der Brustentlastung und ich habe es weggeschüttet.

Mein Kind hat ja mittlerweile gut gegessen und brauchte nicht mehr jeden Tropfen. Meine Sorge galt vor allem einem Milchstau, aber da habe ich mich von einer Stillberaterin beruhigen lassen: weniger die Milchmenge führe zu einem Stau, als Anspannung und Stress. Die Menge können nun schon mal auslaufen, aber zu einem Stau werde es bei Überfüllung eher nicht kommen.

Mittlerweile pumpe ich nicht mal mehr ab. Ich spüre die Milch kommen, ich weiß, dass meine Brust sie hält (und trage trotzdem sicherheitshalber ein gutes Brustpad) und mache gar nichts. Wenn es sehr spannt, streiche ich schnell ein bisschen aus über dem Waschbecken und denke: puh, wie cool ich geworden bin!

Mein Kind ist eh flexibel: ob wir am Wochenende mal vier mal stillen oder an Wochentagen nur einmal, ist ihm gleich. Es liegt an der Verfügbarkeit und Stimmungslage und natürlich an Gesundheit oder Krankheit, ob wir mehr oder weniger stillen. Wenn es gerade wieder nötiger ist, denke ich so oft: wie schön, dass wir das beide noch haben!!

Mein Fazit oder Tipp für Mütter in einer ähnlichen Situation:
Ich dachte erst, dass ich darauf keine Antwort geben kann, da die Situation doch für jede Mutter und Famile anders aussieht – aber vielleicht liegt darin gerade die Antwort. Tipps sind gut, sollten aber nicht als Anleitung oder gar Anweisung verstanden werden. Jede Mutter und jede Familie muss und wird ihren eigenen Weg finden. Ich würde dazu raten, wirklich vieles zu auszuprobieren. Auch mal das eigene Gefühl 😉

Mein Bericht soll daher auch kein richtiges Vorgehen nach einer Reihe fehlgeschlagener Versuche darstellen, sondern illustrieren, dass man, auch wenn man, wie ich sehr ängstlich, verkopft, umständlich, mit geringem Selbstwertgefühl und sicher einem Hang zur Hypochondrie versehen ist, am Ende ganz prima stillen kann. So, dass es dann aussieht wie die tatsächlich natürlichste und einfachste Sache der Welt, die praktisch jede Frau kann. Ich weiß, dass ich mit meiner Mimosenhaftigkeit und Empfindsamkeit nicht allein auf der Welt bin. An diese Frauen möchte ich mich wenden, wenn sie nachts googelnd wach liegen.

Liebe Grüße!

Sarah

Originalbericht einer Mutter, September 2023
Beitragsbild: Nestea06 via Canva Pro
Foto: Sarah

Liebe Sarah,
herzlichen Dank für Deinen tollen Stillbericht. Dem eigenen Körper, dem eigenen Gefühl und dem eigenen Baby zu vertrauen und sich nicht von Anderen verunsichern zu lassen, ist tatsächlich eine der größten Herausforderungen für neue Mütter. Schön, dass Du es geschafft hast und darüber so ehrlich berichtest.
Alles Liebe für Euch und eine angenehme weitere Stillzeit, solange wie es sich für EUCH gut und richtig anfühlt, Regine Gresens


* = Affiliate-Link: Diese Seite enthält Affiliate-Links. Wenn Du darauf klickst und das Produkt oder auch irgendein ein anderes Produkt kaufst, bekomme ich vom Händler dafür eine kleine Vergütung – ohne höhere Kosten für Dich. Ich freue mich und danke Dir, wenn Du damit meine Arbeit für Stillkinder.de unterstützt!

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Regine Gresens

Regine Gresens

Hebamme, Berufspädagogin, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG), Autorin und Mutter. Ich helfe Dir dabei, Deinem Baby und Dir selbst zu vertrauen und Euren eigenen Weg zu gehen.
Regine Gresens

Regine Gresens

Hebamme, Berufspädagogin, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG), Autorin und Mutter. Ich helfe Dir dabei, Deinem Baby und Dir selbst zu vertrauen und Euren eigenen Weg zu gehen.

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