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Besser als Eiscreme

Besser als Eiscreme!

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Autorin: Diane Wiessinger, IBCLC, 2007
Muttermilch schmeckt so, wie die Milch vom Boden einer Schüssel, die vorher mit süßem Müsli gefüllt war.
Hier sind ein paar weitere schmackhafte Leckerbissen über Muttermilch und Stillen.

  • Unsere Galaxie, die Milchstraße, wurde benannt nach einem Milchstrahl der göttlichen Hera, der Gemahlin des mächtigsten olympischen Gottes der griechischen Mythologie.
    Der antiken Legende nach, spritzte Heras Milch in den Himmel, als sie Herakles (auch Herkules genannt), den unehelichen Sohn von Zeus, von sich stieß. Der kleine Herakles war ihr heimlich, während sie schlief, an die Brust gelegt worden, um göttliche Kräfte zu erhalten. Sein Saugen war jedoch so schmerzhaft, dass sie davon aufwachte und ihn erschrocken von ihrer Brust stieß.
    Aus den Muttermilchtropfen, die dabei auf die Erde herabfielen, sollen Lilien entstanden sein.
  • Frauenmilch tötet im Labor Krebszellen, was die Milch von anderen Tieren offenbar nicht kann und sie tötet sie auf eine Weise, die gesunde Zellen absolut nicht beeinträchtigt.
  • Muttermilch wird zunehmend sahniger und reicher an Abwehrstoffen, je älter das Stillkind wird.
  • Mit künstlicher Säuglingsnahrung ernährte Kleinkinder tendieren dazu, später beim Essen wählerischer zu sein, weil sie über Monate jeden Tag die gleiche Nahrung erhalten haben.
    Dies ist bei (ehemals) gestillten Kleinkindern anders, da sie immer einen leichten Geschmack von dem kennenlernen, was Mama zuvor gegessen hat.
  • Muttermilch enthält viel Laktose (Milchzucker), die eine wichtige „Gehirn-Nahrung“ ist. Es ist außerordentlich selten, dass ein Baby eine echte Laktose-Intoleranz hat. Und Babys sind nie allergisch auf die Milch ihrer Mutter.
  • Menschliche Neugeborene können genau wie alle anderen neugeborenen Säugetiere, selber die Brust finden, wenn sie auf dem Arm sind und gegen eine Schulter gehalten werden.
    Und was ist die instinktive Reaktion einer Mama, wenn ihr Baby weint?
    Es gegen ihre Schulter zu halten! Das ist das „Fütter-das-Baby-Duett“.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt ausschließliches Stillen für etwa 6 Monate und danach neben der Beikost weiterhin teilweises Stillen bis zum 2. Geburtstag oder länger.
  • Muttermilch ins Auge des Babys hilft Augeninfektionen vorzubeugen und zu behandeln. Dies funktioniert übrigens auch bei größeren Kindern und bei Erwachsenen.
  • Der Intelligenzquotient (IQ) tendiert dazu, höher auszufallen, je länger ein Baby gestillt wurde.
  • Stillende Mütter bilden nicht immer mehr und mehr Milch, wenn ihr Baby größer wird. Sondern das Stillkind nutzt die Milch einfach immer effizienter aus, wenn es älter wird.
  • Das Wort „Mammalia“ (lateinisch: Säugetiere) ist wahrscheinlich aus der lateinischen Babysprache für „Brust“ entstanden. Auch heutzutage ist Kindern die Brust und die Beziehung immer noch wichtiger als die Milch an sich.
  • Babys, die niemals gestillt wurden, haben statistisch eine etwa 25 % höhere Wahrscheinlichkeit im Alter von 1 – 12 Monaten zu sterben, im Vergleich zu Babys, die wenigsten ein bisschen Muttermilch bekommen haben.
  • Muttermilch schmeckt wunderbar und kann die verschiedensten großartigen Dinge für das Kind bewirken, das sie bekommt…
    aber es lässt sich kein sonderlich guter Joghurt aus ihr machen.

 

Original: Better Than Ice Cream! von Diane Wiessinger, IBCLC, 2007
Übersetzung: Regine Gresens, IBCLC, Juli 2014
Foto: Steven Wilke via photopin cc

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Youtube und Google+.

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