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Bekommt mein Baby genug Muttermilch?

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Die Brust hat keine Anzeige der getrunkenen Milliliter, so wie eine Säuglingsflasche. Daher sind stillende Mütter manchmal unsicher, ob ihr Baby an der Brust genug Muttermilch bekommt.

Früher wurde dann oft die Trinkmenge mit einer sogenannten Wiegeprobe überprüft, indem das Baby mit Kleidung und Windel vor und nach dem Stillen gewogen wurde. Dies ist jedoch nicht notwendig.

Hier sind 6 Zeichen, mit denen Sie auch ohne Milliliteranzeige oder Wiegeprobe sicher sein können, dass Ihr Baby genug Muttermilch bekommt.

1. Hörbares Schlucken während des Saugens an der Brust

Wenn Sie Ihr Baby angelegt haben, macht es in den ersten Sekunden bis Minuten zunächst kurze, schnelle Saugbewegungen ohne Pausen, um Ihren Milchspendereflex auszulösen.

Sobald die Milch anfängt zu fließen, was Sie auch an der zweiten Brust spüren können, werden die Saugbewegungen des Babys größer und langsamer.

Nach dem Öffnen der Kiefer macht es jeweils eine kleine Pause, während der sich der Mund mit Muttermilch füllt. Dann schließt es wieder die Kiefer und schluckt nun die Milch.

Dieses Schlucken ist in einer ruhigen Umgebung meistens gut hörbar. Es klingt wie ein gehauchtes „K“.

Während die Muttermilch reichlich fließt, schluckt das Baby nach jedem 1. – 2. Saugvorgang. Zwischendurch legt es ab und an eine kleine Verschnaufpause ein, um gleich darauf wieder weiter zu saugen und dabei zu schlucken.

Wenn Ihre Brust leerer wird und weniger Milch fließt, schluckt es noch nach etwa jedem 4. – 5. Saugvorgang.

Wenn Sie bei einer Stillmahlzeit dieses „Öffnen-Pause-Schließen-Schlucken“-Muster für insgesamt etwa 10 Minuten gehört haben, können Sie davon ausgehen, dass Ihr Baby eine ausreichende Menge Muttermilch bekommen hat. Die kleinen Verschnaufpausen dürfen Sie dabei natürlich nicht mitzählen.

Neugeborene trinken meist länger und machen mehr Pausen, während ältere Babys auch schon einmal nach 5 Minuten eifrigem Schlucken fertig sein können.

Sie können die großen, langsamen Bewegungen des Unterkiefers auch sehen, aber entscheidend ist, dass Sie auch das „K“-Schluckgeräusch regelmäßig dabei hören.

Also hören Sie hin!

2. Entspannte Händchen und Zufriedenheit nach dem Stillen

Hungrige Babys machen kleine Geräusche, sind unruhig und angespannt. Sie nehmen die Fäustchen in den Mund und beginnen daran zu saugen.

Mit zunehmendem Hunger wird ihre Unruhe und Anspannung immer stärker und aus den kleinen Geräuschen wird ungeduldiges Schreien.

Warten Sie nicht bis das Baby vor Hunger schreit, sondern legen Sie es schon bei den allerersten kleinen Hungerzeichen an!

Wenn es dann an Ihrer Brust liegt und die Milch gut fließt, können Sie auch an den sich immer mehr öffnenden Fäustchen Ihres Babys erkennen, wie der Bauch sich langsam mit der warmen Muttermilch füllt und der Hunger nachlässt.

Satte Babys lassen dann oft von selbst die Brust los, haben eine rosige Hautfarbe und sind entspannt und zufrieden.

Manchmal schlafen sie auch zunächst an der Brust ein bisschen ein, wachen dann vielleicht nach einiger Zeit wieder auf und sind auch ohne Brust im Mund zufrieden oder aktiv und aufmerksam.

Allerdings benötigen sie dazu meistens weiter den Körperkontakt mit der Mutter, denn sie gehören, so wie kleine Affenbabys, zu den Traglingen unter den Säugetierjungen. Aber dazu mehr in einem anderen Artikel.

3. Weichere Brust nach dem Stillen

Direkt nach der Geburt sind Ihre Brüste relativ weich, da die Vormilch (Kolostrum) nur in kleinen Mengen vorhanden ist.

Aus diesem Grund bemerken Sie wahrscheinlich auch noch keine großen Veränderungen, wenn Ihr Baby an Ihrer Brust getrunken hat.

Legen Sie trotzdem in dieser Zeit sehr häufig an, die kleinen Mengen Vormilch sind sehr wertvoll für Ihr Baby und die weichen Brüste ermöglichen Ihnen beiden das Anlegen schnell und einfach zu erlernen.

Während des Milcheinschusses, etwa am 3. Tag nach der Geburt, fühlen sich Ihre Brüste möglicherweise heiß, vergrößert und sehr gespannt an.

Allerdings entsteht diese Gespanntheit der Brüste nicht allein durch die nun zunehmende Milchmenge, sondern es handelt sich zunächst vor allem noch um eine Mehrdurchblutung, Wassereinlagerungen (Ödeme) und gestaute Lymphe.

Daher ist auch jetzt der Unterschied vor und nach dem Stillen nicht allzu deutlich.

Legen Sie sich flach auf den Rücken und kühlen Sie Ihre Brüste zwischen den Stillvorgängen mit Weißkohl, das reduziert die Schwellung.

Aber legen Sie weiter so oft wie möglich an beide Brüste, damit Ihr Baby Ihre Milch bekommt und Ihre Brüste gut entleert werden.

Ist der Milcheinschuss wieder abgeklungen, fühlen sich Ihre Brüste in den ersten Wochen nach dem Stillen deutlich weicher an als vorher, wenn Ihr Baby gut angelegt war und ausreichend geschluckt hat.

Legen Sie Ihr Baby immer zuerst an die vollere Brust an und lassen Sie es dort trinken, solange es mag.

Es sollte die erste Brust gut austrinken können. Denn mit zunehmender Entleerung der Brust steigt der Fettgehalt der Muttermilch immer weiter an und sie wird somit immer kalorienhaltiger und sättigender.

Die zweite Brust kann es anschließend noch bekommen, muss es aber nicht.

Etwa nach 6 Wochen fühlen sich Ihre Brüste insgesamt wieder weicher und entspannter an. Dies ist ein Zeichen dafür, dass Ihr Körper sich auf die Trinkmenge Ihres Babys jetzt gut eingestellt hat.

Gespannt und prall werden Ihre Brüste nun erst dann, wenn das letzte Stillen schon sehr lange her ist.

Lassen Sie es möglichst nicht dazu kommen, sondern stillen Sie so oft wie möglich und bieten Sie Ihrem Baby die Brust schon bei den ersten Hungerzeichen an.

Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihr Baby an manchen Tagen oder zu bestimmten Tageszeiten, z.B. Nachmittags oder Abends, sehr häufig an Ihre Brust möchte.

Dieses sogenannte Clusterfeeding, auch „Lagerfeuer-Stillen“, „Mehr-Gänge-Menü-Stillen“ oder „Marathon-Stillen“ genannt, ist ein normales Verhalten von Babys und kein Zeichen für zu wenig Milch.

4. Urinwindeln

An den ersten 3 Lebenstagen bekommt Ihr Neugeborenes nur kleine Mengen Vormilch und hat auch nur wenig Urin, der aber täglich mehr wird.

Am 4. – 6. Lebenstag zeigen 3 – 4 schwere Einmalwindeln oder 4 – 5 nasse Stoffwindeln in 24 Stunden, dass Ihre Milchmenge nun zunimmt und das Baby genug Übergangsmilch bekommt.

Ab dem 7. Lebenstag hat Ihr Baby mindestens 4 – 5 schwere Einmalwindeln oder 6 – 8 nasse Stoffwindeln in 24 Stunden. Der Urin eines gesunden Babys ist klar und geruchlos.

Wenn Sie wissen möchten, wie sich eine schwere Einmalwindel anfühlt, gießen Sie einfach einmal 6 Esslöffel Wasser auf eine trockene Einmalwindel.

Nun nehmen Sie die mit Wasser gefüllte Einmalwindel in eine Hand und eine weitere trockene Einmalwindel in die andere Hand und vergleichen Sie das Gewicht und die Konsistenz der beiden Windeln.
Können Sie den Unterschied fühlen?

5. Stuhlgang

In den ersten 3 Lebenstagen scheidet Ihr Neugeborenes das dunkelgrün bis schwarz gefärbte, zäh-klebrige Kindspech (Mekonium) aus.

Am 4. – 6. Lebenstag wird der Stuhlgang häufiger, heller und breiig.

Ab dem 7. Lebenstag hat der Stuhlgang eine ockergelbe Farbe, breiige bis flüssige Konsistenz, enthält kleine Eiweißklümpchen und riecht angenehm quark- oder obstartig.

Ihr Baby setzt in den ersten 4 Lebenswochen bei oder kurz nach beinahe jedem Stillvorgang eine etwa eurostückgroße Menge gelben Stuhl ab, wenigstens 3 – 5mal in 24 Stunden.

Nach der 4. Lebenswoche variiert die Häufigkeit der Stuhlgänge.

Manche voll gestillten Babys haben dann nur noch selten Stuhlgang, die Spannbreite reicht von mehrmals täglich bis zu einmal in 10 – 14 Tagen oder noch seltener.

Dies ist normal, solange Ihr Baby dabei zufrieden ist, gut gedeiht und weiter reichlich klaren Urin in die Windeln macht.

Dieser seltene Stuhlgang ist kein Zeichen für Verstopfung, sondern für eine bessere Verwertungs- und Speicherfähigkeit des kindlichen Darms.
Versuchen Sie daher nicht, den Stuhlgang künstlich herbei zu führen. Sondern warten Sie einfach ab!

Sie werden sehen, wenn er kommt, ist er breiig bis flüssig und REICHLICH….

6. Gewichtszunahme und Wachstum

In den ersten 2 – 3 Lebenstagen verlieren die meisten Babys etwas Gewicht, da sie zunächst nur kleine Mengen Vormilch erhalten, aber große Mengen Kindspech ausscheiden.

Diese Gewichtsabnahme sollte jedoch nicht mehr als 7 % des Geburtsgewichts betragen.

Größere Abnahmen sind Hinweise auf ein Problem und sollten dazu führen, das Stillen zu überprüfen und ggf. zu verändern.

Nach dem Milcheinschuss steigt das Gewicht Ihres Babys wieder kontinuierlich an.

Spätestens am 14. Lebenstag sollte es sein Geburtsgewicht wieder erreicht haben.

Bis zum Wiedererreichen des Geburtsgewichts sollte das Baby einmal täglich gewogen werden, danach bis es etwa 6 Wochen alt ist, einmal in der Woche und dann bis es 6 Monate alt ist, etwa einmal im Monat.

Um die Gewichtszunahme des älteren Säuglings grob zu überprüfen, können Sie sich zuhause auf Ihrer Personenwaage einmal mit und einmal ohne Ihr unbekleidetes Baby selbst wiegen.
Die Differenz der Ergebnisse vergleichen Sie dann mit dem Gewicht des Babys vom letzten Wiegen.

Durchschnittlich nehmen gesunde, reifgeborene, voll gestillte Babys in den ersten zwei Monaten 170 – 330 g in der Woche zu. Sie sollten in dieser Zeit wöchentlich mindestens 140 g zunehmen.

Im 3. und 4. Monat beträgt die wöchentliche Zunahme durchschnittlich 110 – 330 g.

Im 5. und 6. Monat sind es durchschnittlich 70 – 140 g und vom 7. – 12. Monat 40 – 110 g in der Woche.

Mit 3 – 4 (spätestens 6) Monaten hat ein gut gedeihendes Stillbaby somit sein Geburtsgewicht verdoppelt und mit ca. 1 Jahr verdreifacht.

Nach einigen Wochen können Sie dies auch an den zunehmenden Speckröllchen deutlich erkennen.

An den zu „klein werdenden“ Kleidungsstücken und Mützen Ihres Babys können Sie zudem auch ohne Maßband feststellen, dass es in die Länge wächst und sein Kopfumfang zunimmt.

Regine Gresens, IBCLC, Dezember 2012
Foto: Magnet67 via photopin cc

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Youtube und Google+.

18 Kommentare

  1. Pingback: ᐅ Hab ich zu wenig Milch? Antworten auf eine entscheidende Frage

  2. Hallo Frau Gresens,
    mein Sohn ist siebeneinhalb Monate alt und wurde von mir sechs Monate lang voll gestillt. Mit Einführen der Beikost hatte er immer wieder mit Verstopfung zu kämpfen. Wasser trinkt er leider kaum. Und zum Essen hat er verständlicherweise gerade auch kaum noch Lust.
    Ich möchte ihn auch nicht drängen und bin dazu übergegangen wieder mehr zu stillen. Leider merke ich, dass nicht mehr so viel Milch wie in den ersten sechs Monaten da ist. Es dauert insbesondere abends und nachts länger bis der Milchspendereflex ausgelöst wird. (Ich merke ihn immer sehr deutlich als Ziehen in den Brüsten.) Manchmal muss er richtig Geduld haben und trinkt dann auch nicht sehr lang. Auch ist mein Kleiner wesentlich schlanker geworden und nahm im letzten Monat nur 200g zu. Er wiegt jetzt 8400g und hatte vor einem Monat noch 8200 g.
    Ich mache mir Sorgen und frage mich, ob ich meine Milchmenge auch jetzt noch steigern kann? Wenn ja wie? Ich möchte sehr gern noch lange weiter stillen und ärgere mich, dass ich aufgrund der Beikost und Druck von Verwandten wahrscheinlich zu früh eine Milchmahlzeit weggelassen habe.
    Ich würde mich sehr über Ihre Hilfe freuen.
    Herzlichen Gruß
    PS: Ich lese immer begeistert auf Ihrer Website. Sie hat mir bei zwischenzeitlichen Problemen immer sehr weiter geholfen und Mut gemacht! Vielen Dank!

  3. Hallöchen,
    wir stillen erfolgreich seit einem Jahr, nun werde ich skeptisch da meine Kleine nachts etwas bockig wird. Selten, dass sie den Milchspendereflex auslöst und immer sehr zickig eben, nur beim nächtlichen Stillen.. Nun hab ich überlegt, was wohl die Alternative wäre oder ob es dazu eine Lösung gibt? Wird sie vielleicht nicht mehr satt? Ich kann mir das zwar schlecht vorstellen, allerdings macht man sich dann auch so seine Gedanken, wenn man es oft zu hören bekommt.

  4. Hallo! Mein Sohn ist 14 Wochen und nimmt bisher auch gut zu. Jetzt hat er allerdings eine Phase in der er immer nur kurz aber auch oft stillt. Ich habe die Befürchtung das er auch immer nur die vormilch bekommt denn er hat in den letzten 9 Tagen auch nichts zugenommen. Was kann ich tun? Oder ist das ok?

  5. Hallo!
    Meine Tochter ist 20 Wochen alt und wiegt lediglich 5600g. Sie kam bei 36+5 mit einem Gewicht von 2880g und 51cm zur Welt. Die ersten beiden Monate hat sie sehr gut (circa 300g pro Woche) zugenommen. Dann hätte sie einen Darm-Infekt und das Gewicht ist stagniert. Seitdem nimmt sie sehr schlecht zu.
    Was ein Problem ist, ist dass ich einen sehr starken MSR habe und sie sich dadurch schon sehr verschluckt hat. Auf jeden Fall schreit sie meine Brust an. Ich habe schon mit ihr gebadet und auch sonst alles dafür getan, dass sie meine Brust als positiv kennenlernt. Ich habe vor dem Stillen abgepumpt, aber nichts hat geholfen.
    Wenn sie dann trinkt, dann immer nur sehr kurz. Ihr Stuhl ist eigentlich immer grün, woraus ich schließe, dass sie zu viel Vormilch bekommt. Sie trinkt nie eine Brust leer. Meine Milch ist mittlerweile schon deutlich zurückgegangen.
    Stilltee habe ich jetzt keinen mehr getrunken, weil ich das Gefühl hatte, dass der MSR ohne Tee schwächer wird.
    Ich komme teilweise auf 17 mal stillen am Tag, ich lege sie beim kleinsten Anzeichen sofort an. Sie schreit und will nicht trinken auch wenn sie ganz eindeutig hungrig ist.
    Manchmal klappt es aber auch richtig gut und ich weiß nicht warum.
    Sie hat in letzter Zeit oft leichte Blähungen, ohne jammern und macht immer ein Bäuerchen. Zusätzlich kommen viele Milchspuckis aus ihr heraus.
    Helfen konnte mir bis jetzt keiner, auch keine Stillberaterin.
    Ich würde sehr gerne weiterstillen, auch wenn es mich sehr viel Kraft kostet. Der Stress fördert die Situation natürlich auch nicht.
    Die Kleine nimmt keinen Schnuller und verweigert die Flasche.
    Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Mache mir schon Sorgen, ob ihr Magen zu klein sein könnte.
    Haben Sie vielleicht eine Idee was unser Problem bessern könnte?

  6. Hallo
    Mein Tochter ist 3 Monate und 8 Tage alt. Heute hatten wir Kinderarztbesuch! Sie wiegt 4.500 und hat eine Größe von 58. Sie ist sehr zierlich. Ich bin immer noch beim Vollstillen, aber mache mir sehr große Sorgen, dass sie zu wenig bekommt und nicht schnell zunimmt:( da ich sehr gerne stille und schmerzhaften Weg vor mir hatte, möchte ich nicht Zusatznahrung geben. Was kann ich besser machen..

  7. Ach ja, ich wollte noch fragen, soll ich meine Milch vor dem Stillen etwas abpumpen, damit meine Tochter auch an die fettreiche Hintermilch kommt, ich habe nämlich zu viel Milch und das Gefühl, dass sie nur die fettarme Vormilch trinkt, weil sie ja nur ganz kurz trinkt und die Brüste fühlen sich danach nicht leer an. Sie hat auch meistens grünen und sehr wenig Stuhl. Zugenommen hat sie in letzter Zeit auch nicht sehr viel. Aber sonst ist sie total gesund.

    Danke schön, freue mich schon auf die Antworten.

  8. Guten Abend, sehr interessant Ihre Artikel. Ich habe eine Frage, meine Tochter ist 13 Wochen alt. Sie wird voll gestillt. Tagsüber möchte sie meist alle 2-3 Stunden gestillt werden, dabei trinkt sie meist nur 10 Minuten. Aber Abends vor dem Schlafengehen trinkt sie 1 Stunde lang. Da sind die Brüste meist auch sehr weich und fühlen sich leer an. Meine Frage wäre: Trinkt sie abends deshalb so lange, weil zu wenig Milch zur Verfügung steht und sie nicht so satt wird oder haben die leeren Brüste nichts zu sagen? Ich möchte noch erwähnen, sie wird nachts auch alle 3 Stunden gestillt. Es kann also nicht sein, dass sie für die Nacht volltankt oder so.
    Vielen Dank schonmal für die Antwort.

    Liebe Grüße

    Hülya

    • Liebe Hülya,
      ich kann Ihnen nicht sagen, warum sich Ihre Tochter so verhält, ohne sie beide beim Stillen gesehen zu haben und noch viel mehr über Sie beide zu wissen.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Regine Gresens

  9. Guten Abend!

    Seit einiger Zeit schaue ich regelmäßig auf Ihre Seite und nun habe ich eine Frage bezüglich des Stillens.
    In mehreren Artikeln habe ich vom Vitalitätsverlust beim Säugling gelesen, wenn er zuwenig an der BRust trinkt. Wie macht sich so einer denn bemerkbar?
    Lotta

    • Hallo Lotta,
      ein gesundes Kind ist vital, d.h. aktiv, munter, neugierig, zufrieden, rosig, aber natürlich auch mal müde, hungrig oder schlecht drauf.
      Wenn es seine Vitalität verliert, ist es matt, schlapp, trinkt schlecht, schläft viel, zeigt wenig Reaktionen und wirkt insgesamt irgendwie unglücklich.
      Solltest Du Dir Sorgen um die Vitalität Deines Baby machen, würde ich Dir empfehlen, Dich unbedingt zur Abklärung an Deine Hebamme und/oder Deinen Kinderarzt zu wenden.
      Vielleicht sind Deine Sorgen ja ganz unbegründet. Falls nicht, ist es auch besser, baldmöglichst zu wissen, was ist und etwas dagegen zu unternehmen.
      Ich wünsche Euch alles Gute.
      Herzliche Grüße,
      Regine

  10. Vielen Dank für den ausführlichen Artikel! Vor allem für den Hinweis, dass voll gestillte Babys gerne mal einige Zeit keinen Stuhlgang haben – das wissen viele nicht und auch in vielen Ratgebern steht es anders, so dass ich erst mal sehr beunruhigt war, als „es“ plötzlich aussetzte.

    Einen Hinweis würde ich gerne geben: Sie schreiben, wenn ein Baby noch Hunger hat, schreit es nach dem Stillen und steckt sich sein Fäustchen in den Mund. Auch das steht leider in vielen Ratgebern.
    Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass Schreien und Unruhe nach dem Stillen auch Blähungen oder Spucken bzw. einfach Verdauungsschwierigkeiten ankündigen können. Als mein Baby damit anfang, dachte ich auch, der hat Hunger und hätte fast mit Zufüttern angefangen, bis die Hebamme aufgrund von Gewichts- und Stillbeurteilung ganz klar gesagt hat, der hat keinen Hunger, den drückt es und wenn man ihn in eine bestimmte Lage gebracht hat (Flieger etc.) hat er meistens auch gespuckt, gebäuert etc. Und dann war alles gut und er die nächsten Stunden zufrieden.
    Ich glaube, dass sich viele jungen Mütter durch solche Situationen verunsichern lassen und das ggf. zu vorschnell zu zufüttern etc. führen kann, was ja nur weitere Probleme verursacht.

    • Das stimmt, Schreien ist kein typisches Hungerzeichen, so habe ich es ja auch geschrieben. Erst wenn die frühen Hungerzeichen nicht beantwortet werden, fangen Babys irgendwann an vor Hunger zu schreien.
      Das Schreien kann auch andere Gründe haben, jedenfalls signalisiert das Baby damit, dass es in Not ist, weil etwas nicht in Ordnung ist und geändert werden sollte.

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