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Intuitives Stillen – leicht gemacht

Auch in der Stillzeit ist gute Begleitung wichtig

Auch in der Stillzeit ist gute Begleitung wichtig

1 Kommentar

Ich bin Mutter von 4 Kindern. Dass die Wahl der „richtigen“ Hebamme die Stillbeziehung hemmt oder fördert, ist mir erst bei dem letzten Kind klar geworden.

Drei Kinder habe ich mit der Hebamme meines Vertrauens bekommen und wurde in der Stillzeit von ihr begleitet.

Na ja, was heißt Stillzeit?

Bei dem 1. Kind waren es drei Wochen, bei dem 2. Kind drei Monate und bei dem 3. Kind zehn Monate, aber auch nur, weil ich sie nach dem 2. Wochenbettbesuch abbestellt habe, sonst wäre auch dieser Zeitraum kürzer…

Ich war „jung und unbelesen“…

Meine Hebamme war noch eine von der „alten Schule“: Alle 4 Stunden Stillen, Brei ab 3. Monat, Nuckel, um das Saugbedürfnis zu stillen, aber nicht die Brust dafür geben usw.

Bei den ersten beiden Kindern habe ich mich von ihr beeinflussen lassen: „Das Kind wird nicht satt an der Brust, füttere zu usw.

Ihr wisst ja selber, wie dieser Kreislauf zu Ende geht und so wurden sie Flaschenkinder…

Ich fühlte mich nie wohl dabei, denn ich hatte ja eigentlich genug Milch. Jedoch schaffte sie es, mich völlig zu beeinflussen…

Es kam der Tag, an dem ich mir überlegen musste, wer meine Hebamme beim 3. Kind sein sollte. Ich entschied mich wieder für sie.

Diesmal war ich aber bestens auf das Stillen vorbereitet, hatte mich viel belesen, viele Erfahrungswerte von anderen eingeholt. Also dachte ich mir, dass sie nur die Geburt begleiten sollte und das Wochenbett…

Als wir nach der Geburt wieder Zuhause waren, berichtete ich ihr bei ihrem ersten Besuch, dass alles super läuft, Milcheinschuss vorhanden, gestillt wird nach Bedarf. Da sah ich schon ihre Augen rollen.

Naja, dachte ich mir, egal was sie sagt, ich nicke einfach, denn eine Diskussion bringt nix.

Ich sagte ihr noch, dass ich denke, Brustsoor zu haben, weil ich Schmerzen beim Stillen habe.

Auch das wurde runtergespielt und gemeint: „Ist ja klar, das Kind hängt ja nur an der Brust und daher die Schmerzen, deine Brust kann sich ja gar nicht erholen…

„Hä?!“ sagte ich nur, „Meine Brustwarze/-hof „pickelt“ in allen Farben, schmerzt unnormal, beim Kind sind Blasen im Mund und der Po ist wund und das soll kein Soor sein?!“

Sie verabschiedete sich mit den Worten: „Längere Stillpause von 4 Stunden, abpumpen, Milch verwerfen, Zufüttern mit der Flasche…

Diesmal habe ich mich auf mein Bauchgefühl und mein Wissen verlassen und nichts gemacht, was sie sagte.

Ich telefonierte mit meiner Frauenärztin. Diese meinte, ich soll sofort in ihre Sprechstunde kommen.

Ich zeigte ihr meine Brust, schilderte meine Schmerzen und ohne, dass ich zu Ende erzählen könnte, sagte sie: „Der Pilz sitzt aber schon in den Milchgängen.

Sie gab mir ein Rezept für Tabletten mit, die den Pilz in den Milchgängen abtöten, eine Creme für die Brust und fürs Kind einen Saft und eine Po-Creme und meinte: „Stillen Sie weiter…

Dann kam meine Hebamme wieder. Ich erzählte ihr von meinen Frauenarztbesuch.

Schon angenervt redete sie auf mich ein und da beschloss ich, ihr zu sagen, dass ich ihre Betreuung nicht weiter in Anspruch nehmen möchte.

Ich teilte ihr höflich, aber bestimmt, mit, wie ich mich während der Zeit auch mit den anderen Kindern in ihren Händen gefühlt hatte und dass wir auf keinen gemeinsamen Weg mehr zusammen gehen werden…

Sie packte ihre Tasche und ging und mir ging es super…

Ich stillte das 3. Kind zehn Monate lang. Dann stillte es sich langsam ab und hatte kein Interesse mehr an der Brust…

Nun ja, mittlerweile stille ich unser 4. Kind sechs Monate voll. Mit einer anderen Hebamme mit den richtigen Ansichten, bildet sich fort usw.

Und ich bin selbst wütend auf mich, warum ich nicht gleich beim 2. Kind die Hebamme gewechselt hab.

Ich will damit sagen, dass es wichtig ist, eine gute Hebamme zu haben, nicht nur für die Geburt, sondern auch für die Wochenbettzeit und danach, die ernsthaft meine/ihre Einstellung auch „lebt“…

Kind Nr. 4 wird auch heute noch mindestens alle 2 Std. gestillt, Tag und Nacht.

An Beikost denke ich noch gar nicht. Zufüttern kommt auch nicht in Frage. Brustprobleme hatte ich mit ihr schnell in den Griff bekommen.

Schade, dass es noch Hebammen gibt, die ihre „alte Schule“ weitergeben.

Holt Euch in einer schwierigen Stillzeit mehrere Erfahrungen ein und vertraut auf Euch und Euer Kind!

Originalbericht einer Mutter, März 2015
Foto: 2014-11-13 20.20.52 via photopin (license)

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Veröffentlicht von: Regine Gresens

Hallo, ich bin Regine - Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Ich helfe Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, dann kannst Du mir über Facebook, Twitter, Pinterest, Youtube, Google+ und natürlich hier auf dem Blog folgen.

Ein Kommentar

  1. Nach meinem ersten Kind, teile ich deine Meinung. Meine Hebamme hat zwar viel geredet, aber gut aufgehoben, habe ich mich bei ihr nicht gefühlt. Was dazu führte, dass ich meine Probleme selber in den Griff bekommen musste. Dank Stillkinder.de ist es mir auch gelungen.
    Das Traurige ist leider, dass es gar nicht so einfach ist, überhaupt eine Hebamme zu finden. Ich habe eine lange Liste mit Hebammen abtelefonieren müssen, bis sich eine bereit erklärt hat, mich aufzunehmen. Sie sind Monate lang im Voraus ausgebucht. Ich war da im fünften Monat schwanger. Also eigentlich genug Zeit…
    Dieser Beruf ist so wichtig, schade dass, das Gesundheitsystem es den Hebammen so schwer macht ihren Beruf besser und leichter auszuüben.
    Bei meinem zweiten Kind werde ich mich besser informieren und mich früher um eine Hebamme kümmern.

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