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Das Anlegen kann anfangs schwierig sein

Anfangsprobleme

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Mein Sohn Moritz kam am 13.04.2005 zur Welt. Alles verlief prima, eine schnelle spontane Geburt brachte einen echten Pfundskerl zur Welt (über 10 Pfund!). Direkt nach der Geburt wurde er mir an die Brust gelegt. Das Stillen klappte da noch nicht so richtig, ich kann mich gar nicht erinnern, ob er überhaupt gesaugt hat oder ob er zu müde war.

Die ersten Tage im Krankenhaus waren anstrengend. Ich habe es einfach nicht geschafft, den kleinen Moritz allein an meine Brust anzulegen. Er hatte ein Problem mit meiner Brustwarze – jedenfalls wenn ich ihn anlegen wollte. Mit Hilfe einer Schwester hat es immer geklappt.

Schließlich legte mir eine Kinderschwester aber nahe, es doch mit einem Brusthütchen zu versuchen, da ich mich ja nicht immer auf die Hilfe einer Schwester verlassen kann. Das habe ich dann auch gemacht und es war schrecklich. Erstens wurde mein Sohn nicht richtig satt und war nach dem Stillen unzufrieden. Und auch brachte mir das Stillen nicht das Erlebnis, was es ohne Hütchen war. Also rief ich weiterhin zu jeder Stillmahlzeit eine Schwester und ließ mir Moritz an die Brust anlegen. Es war wirklich schwierig.

Die Angst kam dann natürlich zu Hause: Klappt es auch ohne Hilfe? Das Stillhütchen hatte ich griffbereit auf dem Nachtschrank, doch schon am ersten Abend zu Hause klappte das Stillen wunderbar und es wurde so wunderschön, wie ich es mir in der Schwangerschaft ausgemalt hatte.

Ich möchte damit eigentlich nur sagen, dass man sich bei Stillproblemen auf seinen Instinkt verlassen sollte und solange versuchen sollte, das Kind zum Trinken zu bringen, wie man nur kann – es klappt garantiert irgendwann. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass es nur ganz ganz wenige Frauen gibt, die nicht stillen KÖNNEN. Wer wirklich stillen möchte, der kann es auch!

Für alle werdenden Mütter:
Stillen ist eins der wunderbarsten Dinge auf der Welt.

Schade, dass in Deutschland so wenig Frauen richtig lang ihre Kinder stillen.
Juni 2005

Originalbericht von Moritz‘ Mutter

 

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Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Still- & Laktationsberaterin IBCLC, Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) und Autorin. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Youtube und Google+.

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