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Siri - Ein sehr anstrendendes Baby
Originalbericht von Siris MutterSiri -
Liebe Fr. Gresens,
bin durch Zufall auf Ihre Internetseite gestossen.
Da meine erste Tochter ein sehr anstrengendes Baby war, das sehr viel geweint hat, kaum zufrieden war und viel gequengelt hat, möchte ich Ihnen kurz meine Erfahrungen schildern:
Nach einer schönen Geburt musste meine Tochter Siri leider für eine Woche auf eine Kinderintensivstation zur Behandlung, und wir wurden auf zwei verschiedenen Stationen untergebracht. Glücklicherweise war das Krankenhauspersonal sehr "stillfreundlich", und so klappte es mit dem Stillen schon recht gut, als wir nach einer Woche -gottseidank mittlerweile ganz gesund- nach Hause gingen.
Und dann begann das, was sich schon in der ersten Woche abgezeich-net hatte: Siri schlief kaum einmal länger als eine halbe Stunde am Stück und hatte von Anfang an lange Wachphasen, in denen sie nicht gerade zufrieden war, sondern ziemlich viel schrie, und des nachts war es nicht viel besser.
Ich lernte, in jeder nur denkbaren Position ein Nickerchen mit meinem Kind zu machen, um wenigstens etwas Schlaf abzubekommen. Aufrecht gehalten hat mich oft nur die Aussage meiner -sehr netten- Hebamme, dass der Schlaf einer stillenden Mutter um einiges erhol-samer sei als bei einer nichtstillenden (4 Std. = 6 Std. oder so ähnlich)!
Meine Rettung kam in Form von zwei Tragetüchern, die ich mir glück-licherweise schon vor der Geburt bestellt hatte. Siri bezog ihre "Baby-wohnung"- und wohnte im ersten Lebensjahr wirklich im Tragetuch. Durch die vielen verschiedenen Tragevarianten konnte ich sie eigent-lich ständig tragen und sie genoß das sehr, im Tragetuch war sie mit Abstand am zufriedensten und ich konnte so den Haushalt auch noch schaffen! Sie war ein eher leichtes Baby und daher war das viele Tragen für mich auch körperlich zu schaffen.
Was mir neben dem Tragen noch sehr geholfen hat, waren natürlich die hilfreichen Hände von Vater und Großeltern, ohne die ich das erste Jahr wohl nicht so gut geschafft hätte!
Worauf ich im Laufe der Zeit auch sehr geachtetet habe, war, mein Baby nicht zu vielen Reizen auszusetzen. Auch wenn andere Mütter mit ihren Babies problemlos ständig mit dem Auto unterwegs waren oder viele Besuche machten. Siri war am ausgeglichensten, wenn sie nicht zu vielen Veränderungen ausgesetzt war, und so haben wir versucht, ihr einen möglichst ruhigen gleichmäßigen Tagesablauf zu verschaffen und nach Unternehmungen, Besuchen, Familienfesten usw. wieder viel Ruhe folgen zu lassen. Und das haben wir dann eigentlich die ersten zwei, drei Jahre so gehalten.
Was mir noch sehr geholfen hat, mein Kind zu verstehen, war z.B. das Buch "Schlafen und Wachen" von W.Sears (La Leche Liga), in dem er Babies "mit starken Bedürfnissen" ein ganzes Kapitel widmet, und der Austausch mit anderen Müttern (Stillgruppe!)... und: nicht vergleichen! In diese Falle bin ich auch des öfteren getappt, aber das eigene Kind mit anderen (pflegeleichteren?) Kindern zu vergleichen macht nur unzufrieden und verstellt den Blick auf die Fortschritte, die das eigene Kind macht, und auf die Freude, die es bringt!
(Liebe Fr. Gresens,
wenn Sie meinen Bericht veröffentlichen möchten, können Sie das gerne tun, es freut mich, wenn ich ein paar Erfahrungen weitergeben kann!)
