Home > Erfahrungen > Philipp - Stillhütchen
Philipp - Schlechtes Gedeihen durch Stillhütchen
Erfahrungsbericht von Sabine N.
nach langer Zeit möchte ich mich nun auf diesem Wege bei Ihnen bedanken.
Sie kamen 3 Wochen nach der Geburt unseres Sohnes zu uns. Ich stillte bis dahin mit einem Stillhütchen, der Kleine hatte Bauchweh beim Trinken, sein Geburtsgewicht hatte er gerade so mit Mühe und Not erreicht und ich hatte mittler-weile zu wenig Milch.
In der Theorie sah alles so einfach aus. Der Kleine wollte weiterhin morgens und abends stundenlang gestillt werden. Selten fand ich die Zeit, um für jede zugefütterte Flasche extra abzupumpen. Meist weinte ich bei jeder Zufütterung, hatte ich doch wieder "versagt" und immer noch nicht genug Milch. Und da heißt es so schön, machen Sie sich keinen Streß.
Ich trank jeden Tag 1 L Stilltee und nach 3 Wochen blieb die übliche zusätzliche Flasche am Abend weg. Siehe da, es ging auch ohne, er schlief 7 Stunden durch. Seit der Zeit hatte ich nie wieder das Gefühl "ich hätte zu wenig Milch". Irgendwann war er so kräftig, dass er eine Brust in 6-7 Minuten leer trinken konnte und dann reichte ihm einige Tage später sogar eine Brust, um satt zu werden. Nun trinkt er mal eine Seite leer, mal beide, mal in 6-7 Minuten, mal in 15 Minuten und auch die Abstände können unter 3 Stunden liegen. Nachts schläft er manchmal durch und dann mal wieder mit 1- 2 Nachtmalzeiten.
Dank Ihnen haben wir das Stillproblem bewältigt und dabei war ich jede Woche kurz davor aufzugeben. Nun habe ich gar keine Probleme mehr, ich habe jederzeit und überall (auf der Wiese, im Himbeerfeld) genug für unseren Sohn zu trinken.
Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, die Hebammen, die für die Nachsor-ge zuständig sind besser auf die Stillprobleme vorzubereiten? Ohne meine Freundin, die mich zum Weiterstillen überredete und mir nahe legte, wie hilfreich eine Stillhebammme sei, hätte ich vermutlich heute gar keine Milch mehr und dabei habe ich genau das getan, was mir meine Hebamme gesagt hat. Die Milch abpumpen und mit der Flasche zu trinken geben (da er so krampfte beim Trinken und ich dadurch zu sehr genervt und verunsichert war), wenn ich zu wenig habe, könne ich ja zufüttern. Zufüttern ohne nochmals die Brust zu stimulieren, führt aber zum Abstillen.
Auf dem Foto (oben) ist er 12 Wochen alt und wog ca. 13 Pfund. Er gedeiht prächtig und dafür möchte ich Ihnen danken. Falls sich dieser Brief dafür eignet auch anderen Frauen Mut zu machen, so gebe ich ihn dafür frei.
Mit freundlichen Grüßen
Sabine N.
