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Mehr als Ernährung mit der Brust!
Originaltext: "Better Than Breast Feeding!" von Diane Wiessinger, MS, IBCLCWenn Sie erst seit kurzem Mutter sind, werden Sie vielleicht der Mei-nung sein, dass Sie Ihr Baby in den ersten Wochen "mit der Brust er-nähren" und dabei Ihre Brust eher als eine mit Haut überzogene Flasche betrachten. Vielleicht machen Sie sich Sorgen, weil Sie die Milliliter nicht ablesen können und fragen sich, ob Ihr Baby auch wirk-lich genug bekommt. Sie werden feststellen, dass Sie selbst sagen: "Sie kann noch nicht wieder hungrig sein, sie hat gerade erst etwas getrunken!". Sie werden davon überzeugt sein, dass eine Uhr ein essentieller Bestandteil der "Brusternährungs-Ausstattung" ist, und wenn Sie so sind, wie einige von uns, dann führen Sie ein Tagebuch über die "Fütterungen" und nehmen die Zeit mit einer Stoppuhr!
Nach einiger Zeit kann es passieren, dass Sie sich nicht mehr erinnern können, wann sie zuletzt "getrunken" hat oder für wie lange; und es macht Ihnen nichts aus. Sie werden nicht mehr wissen, wie oft sie in der Nacht wach wurde, weil Sie sich einfach nur zu ihr umgedreht Ihre Brust angeboten haben und dann wieder eingeschlafen sind. Sie wer-den keine Ahnung haben, wie oft Sie Ihr Baby jeden Tag an die Brust legen. Es ist einfach die leichteste Art Mutter zu sein. Sie "ernähren es nicht mehr mit der Brust"; Sie bemuttern Ihr Baby an Ihrer Brust.
Sie stillen!
Eine Stillbeziehung ist eine kurze, nicht wiederkehrende Zeit in Ihrem Leben. Nach den ersten paar Wochen des Kennen lernen dieses klei-nen Fremden und des Gewöhnen an die Mutterschaft, werden Sie fest-stellen, dass Sie glücklicher sind, wenn Ihr Baby bei Ihnen ist, als wenn es nicht bei Ihnen ist und dass Ihr Bedürfnis "raus zu kommen" mehr ein Bedürfnis nach Unterhaltung ist, als von Ihrem Baby zu ent-fliehen. Da es gestillt wird, ist es einfach mit ihm unterwegs zu sein - keine extra Flaschen, keine baumelnden Schnuller, kein Flaschen-kühler, damit die künstliche Säuglingsnahrung nicht sauer wird. Sie werden merken, dass es wunderbar auf Ihre Hüfte passt oder in ein Tragetuch und Sie werden herausfinden, dass es viel weniger schreit, wenn es in Ihren Armen ist.
Sie können entdecken, dass sich zum Stillen hinzusetzen, Ihnen hilft einen schlechten Tag "abzumildern". Das liegt nicht nur daran, weil Sie dafür eine Pause einlegen. Die Hormone, die beim Stillen produziert werden, helfen Ihnen tatsächlich mit Stress besser zurecht zu kommen.
Sie werden sehen, dass Sie beide so viele gute Gründe zum Stillen ha-ben - einen Schmerz oder Schrecken zu lindern, es behutsam in den Schlaf zu begleiten, es zu beschäftigen, während Sie telefonieren - und Ihr Baby ist dadurch fast nie wirklich hungrig und hat einen Grund we-niger zum Schreien.
Nach ein paar Monaten wird Ihr Baby Sie anlächeln, wenn Sie stillen, und vielleicht dabei Ihr Gesicht streicheln. Aber wenn es lächelt, läuft ihm die Milch aus dem Mundwinkel heraus und es wird sich wieder an die Arbeit machen müssen. Ihre frühesten Spiele miteinander sind vielleicht beim Stillen - "Kuckuck-Spielen" hinter Ihrer Bluse oder "Babys-Zehen-in-Ihren-Mund-Stecken". Eines Tages werden Sie es anschauen, wie es gerade in Ihren Armen an der Brust eingeschlafen ist und Sie werden wissen, dass Sie ihm eine der größten Kostbar-keiten des Lebens geben.
Wenn Sie beide lange genug stillen, kann es Ihnen sogar sagen, wie wunderbar es ist: "Mama, deine Mimis sind Gutsten auf der Welt!". Schließlich wird es für Ihr Kleines Zeit für andere Dinge, aber wie einmal ein gerade abgestilltes Kind seiner Mutter befriedigt sagte: "Mami, deine Milch reicht mir bis in alle Ewigkeit."
"Brust-Ernährung"? Nein, Stillen!
Übersetzung: Regine Gresens IBCLC, Juli 2004
