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Marie - Kein pflegeleichtes Baby

Originalbericht der Mutter
 
Hallo Frau Gresens,
 
ich bin zufällig auf Ihre Homepage gestoßen, als ich im Internet nach den WHO-Wachstumskurven gesucht habe. Der Name der Homepage hat mein Interesse geweckt und ich habe mich ein bisschen umge- sehen. So viel interessantes und informatives Lesematerial - sowohl von Ihnen, als auch die Erfahrungsberichte von anderen Müttern. Ich habe die meisten Artikel quasi verschlungen.
 
Besonders interessant war für mich tatsächlich das sogenannte Lang- zeitstillen. Mein Sohn ist jetzt 3 1/2 Monate alt. Ich wusste von Anfang an, dass ich, zumindest bis die ersten Zähnchen kommen, voll stillen wollte (soweit möglich). Der Kontakt zu anderen Müttern und die Nach- fragen von meinem Mann, wann denn (endlich) mit der Beikost begon- nen wird, haben mich erstaunt. Wie kann man planen, mit 4-6 Monaten mit der Beikost zu beginnen? Und wieso wird die Einführung der Bei- kost quasi mit dem Abstillen gleichgestellt?
 
Ich frage mich, warum man nicht abwarten kann, wie das Kind auf die Nahrung der Erwachsenen reagiert, anstatt zu planen, wann es sich da- für zu interessieren hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass mein Sohn in einem Monat bereit für "feste" Nahrung ist.
Ich befürchte jedoch, dass ich mich demnächst auf Fragen bezüglich des (Ab-)Stillverhaltens einstellen kann. Ich hoffe auch, dass mein Mann einsieht, dass es nicht eilig ist, abzustillen bzw. Beikost einzu- führen, obwohl viele andere Mütter das vielleicht tun.
 
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Mir hat auch der Erfahrungsbericht über "Siri - Ein sehr anstrengendes Baby" gut gefallen. Mein Sohn ist auch kein "pflegeleichtes" Baby. Er schrie uns direkt nach der Geburt eine halbe Ewigkeit lautstark an und so ging es erstmal weiter. Die ersten 6 Wochen waren sehr anstren- gend und er hat viel geweint.
 
Da ich als frischgebackene Mami auch keine Erfahrung hatte und mich nicht auf die Tipps aus meinem Umfeld verlassen wollte ("Der hat doch Blähungen; Du hast bestimmt etwas Falsches gegessen; Fang bloß nicht an, ihn zu schaukeln, dann musst Du es immer machen; ..."), habe ich viel in Büchern gelesen (wenn mein Kleiner schlief oder stillte). Ich war von Anfang an so verunsichert durch die vielen Infor- mationen/Ratschläge von überall, dass ich mich gar nicht auf meinen Mutterinstinkt verlassen habe. Ich habe mich dabei oft schlecht gefühlt.
 
Das begann damit, dass die Schwestern im Krankenhaus den Kleinen unter lautstarkem Gebrüll einkleideten. In mir zog sich alles zusam- men. Da ich aber dachte, sie würden schon wissen, was sie tun, ließ ich sie das machen. Im Nachhinein denke ich, das hätte auch echt noch Zeit gehabt, bis er etwas ruhiger ist...
 
Dann habe ich ihn schon im Krankenhaus nachts in meinem Bett schla- fen lassen - zu Hause hatte ich plötzlich ein schlechtes Gewissen wegen den Warnungen vor dem plötzlichen Kindstod. Auch das Stillen nach Plan störte mich von Anfang an. Ich dachte, der Kleine wird schon kommen, wenn er Hunger hat. Aber da ich anfangs auch Hilfe beim Anlegen brauchte, war die Kontrolle durch die Schwestern da. Ich war froh, als ich das alleine machen konnte. Dann hatte ich so einen hef- tigen Milcheinschuss schon am 2. Tag, dass ich schon gerötete Stellen hatte und eine Schwester half mir beim Ausmassieren der Knötchen.
 
Im Nachhinein denke ich, dass eine bessere Stillberatung dieses hätte verhindern können und meine Haut vielleicht nicht so aufgerissen wä- re... Zuhause hat mich meine Hebamme dann auch darüber aufgeklärt, dass das beidseitige jeweils 10-minütige Anlegen die Milchproduktion anregt. So wurde es mir immer im Krankenhaus gesagt. Und der Klei- ne war auch nie richtig zufrieden, hatte ich den Eindruck. Erst die Tipps der Hebamme, darauf zu vertrauen, dass der Kleine schon weiß, wie er an die Milch rankommt und wieviel er braucht und einfach mal eine Brust leer trinken zu lassen - haben mir geholfen, mich wieder auf "Mut- ter Natur" und meinen Instinkt zu verlassen. Dafür bin ich meiner Hebamme sehr dankbar.
 
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In den ersten Wochen schlief mein Sohn oft auf meinem Bauch - so- wohl tags als auch nachts. Ich fand das in Ordnung - bis eines Tages meine Schwiegermutter sagte: "Fang das bloß nicht an - sonst musst Du das immer tun!" Das hat mich wieder so verunsichert, dass ich mich ohrfeigen könnte. Ich habe es trotzdem weiter gemacht. Aber mit einem blöden Gefühl im Bauch. Verschiedene Bücher und auch Erfah- rungsberichte im Internet haben mir gezeigt, dass es schon ok und richtig ist. Und was ist jetzt (nach nur ein paar Wochen)?
Er will das gar nicht mehr. Er schläft jetzt neben mir. Auf dem Bauch oder auf der Seite.
 
Auf dem Rücken schläft er gar nicht. Das war auch ein Grund zur Sor- ge für mich. Mein Mann bestärkte mich Gott sei Dank, indem er immer meinte: "Na und? Soll er halt auf dem Bauch schlafen!" Und im Auto o- der Kinderwagen wollte der Kleine anfangs auch gar nicht sein. Dabei hieß es doch immer, dass das Schaukeln und Brummeln für Babies so beruhigend sei. Inzwischen ist es das auch für ihn - aber anfangs halt nicht.
 
Und nackig wollte er auch nicht sein und massiert werden fand er auch nicht toll. Obwohl das doch alle Babies mögen... Ich ließ mich immer von diesen blöden Normen verunsichern.
 
Dank diesen ganzen Erfahrungen und Ihrer Internetseite fühle ich mich darin bestärkt, das zu tun, was für MEIN Kind das Richtige ist - und nicht das, was vermeintlich alle Anderen für richtig halten.
Deshalb vielen Dank für die tollen Artikel!
 
Liebe Grüße,
Marie
 
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Lesen Sie mehr zum Thema Schreien auf Stillkinder.de:
Siri - Ein anstrengendes Baby
Informationen zum Schreien
 
Hier finden Sie meine Buchtipps zum Schreien von Babys: Buchtipps
 
Und hier weitere externe Links zum Weinen: Weinen
 


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