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Jedes Kind ist anders

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Vor 2 1/2 Jahren kam mein erstes Kind zur Welt und, trotz vielen Lesens aller möglichen Lektüren über das Stillen, fing es leider alles andere als gut an.

Schon am dritten Tag nach dem Milcheinschuss gingen die Probleme los.

Mein Sohn öffnete seinen Mund nicht weit genug und so musste ich bei jedem Stillen eine Hebamme aus dem Krankenhaus zur Hilfe holen.

Die hat ihn dann einfach an mich „angedockt“, ohne jegliche Erklärung. Hauptsache, er war dann eben dran und bekam seine Milch.

Die Schmerzen wurden stärker, und dann begannen auch noch die Brustwarzen zu bluten – bei jedem Stillen.

Dadurch wurden die Schmerzen noch mehr und ich hätte bei jedem Stillen heulen können.

Ich war der Verzweiflung nahe und mir wurden Stillhütchen empfohlen, durch die der Schmerz auch kaum erträglicher wurde.

Mit meinen mittlerweile schon sehr wunden Brustwarzen habe ich mich nochmals an eine der Hebammen gewandt, die mir dann empfahl, es mit Abpumpen zu probieren.

Die Pumpe bereitete mir weitaus weniger Schmerzen und so begann ich, alle paar Stunden die Milch abzupumpen – und das erstmal über mehrere Wochen.

Nach einiger Zeit versuchte ich dann immer wieder mit meiner Nachsorge-Hebamme, meinen Sohn anzulegen. Er nahm die Brust, was mich schon mal sehr erleichterte. Allerdings nur mit Stillhütchen.

Nach ca. 3 Monaten wurden die Schmerzen langsam eträglicher und nach ca. 4 Monaten konnte ich ihn endlich wieder komplett stillen, ohne lästiges Abpumpen.

Dann mit 8 Monaten nahm mein Sohn die Brust auch endlich ohne Stillhütchen.

Bis zum Alter von 13 Monaten habe ich ihn dann gestillt, dann hat er sich von alleine abgestillt, auch wenn ich durchaus gerne noch länger gestillt hätte, jetzt, wo es doch so gut klappte.

Nach 2 1/2 Jahren kam seine Schwester zur Welt, mit der alles ein wenig anders – vor allem besser – verlief.

Nach ein paar Tagen kam wieder der Milcheinschuss, auch hier begannen die Brustwarzen etwas zu bluten.

Doch die Wunden waren diesmal nicht so groß, und nach ca. 2 Wochen wurde das Stillen viel angenehmer.

Jetzt ist meine Tochter 8 Wochen alt und ich stille sie leidenschaftlich gerne, ohne ein einziges Mal wegen Schmerzen abgepumpt zu haben.

Ich bin einfach so dankbar, dass es dieses Mal so viel besser und stressfreier geklappt hat.

Die Kleine würde am liebsten den ganzen Tag die Nähe beim Stillen genießen, was mich umso mehr freut, denn endlich geht es auch ohne Schmerzen.

Ich möchte mit meinem Stillbericht gerne allen Mamis Mut machen, die auch Stillschwierigkeiten bei ihrem ersten Kind hatten und nun vielleicht Angst haben, dass es beim nächsten Kind genauso verlaufen könnte.

Doch jedes Kind ist anders, und auch als Mutter haben wir beim ersten Kind Stillerfahrungen gemacht, die uns niemand mehr nehmen kann.

Liebe Grüße
Simone B.

Originalbericht einer Mutter, Dezember 2016
Foto: AJ Batac Mother and Child via photopin (license)

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Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Stillberaterin IBCLC und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Google+ und Youtube.

Ein Kommentar

  1. Ich hatte beim ersten Kind auch Startschwierigkeiten und häufige Entzündungen. Die ersten 10 Wochen waren nicht schön. Dann wurden daraus 2 1/2 Jahre. Jetzt bei Kind Nr. 2 überhaupt keine Probleme. Es klappte sofort. Jedes Kind und jede Geburtsgeschichte ist anders. Daher sollte man nie den Mut verlieren.

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