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Das 10-Nächte-Programm für besseres Schlafen im Familienbett

120 Kommentare

Autor: Jay Gordon, M.D.
Es gibt Dutzende von verwirrenden Büchern oder Zeitschriftenartikeln, die Eltern suggerieren, dass es einen schnellen und leichten Weg geben könnte, ihrem Kind beizubringen nachts durch zu schlafen oder nachts nicht mehr zu stillen.
Bisher habe ich noch keinen gelesen, der den Eltern die volle Wahrheit sagt: Es ist nicht leicht, es geht selten schnell und es ist in der Regel etwas lauter und herzzerreißend für einige Nächte… oder auch länger. Ich habe zu viele Eltern erlebt, die Hilfe brauchten und denen nur Vorschläge gemacht wurden, mit denen es ihnen überhaupt nicht gut ging.

Es muss eine 3. Alternative geben, zwischen Schreien lassen des Kindes oder sich selbst unterzuordnen und das Kind die ganze Nacht stillen zu lassen, und die gibt es tatsächlich. Babys wachen nachts auf, um sich die, aus ihrer Sicht, optimale Interaktion mit ihren Müttern zu holen: zurück in den Schlaf stillen. Wenn wir ihnen einige Nächte lang ein bisschen weniger als das Gewohnte anbieten und dann wieder ein bisschen weniger und dann für weitere Nächte noch ein bisschen weniger, bringen die vorsichtigen Verhaltensänderungen sie dazu, zu verstehen, dass es sich gewissermaßen nicht länger lohnt, an die „Tür eines geschlossenen Restaurants zu klopfen“.

Folgendes sind meine Empfehlungen (und bitte denken Sie daran, dass ich das, was Sie bisher gemacht haben, viel besser finde, als das, was ich nun darlegen werde, aber es ist mir lieber, Sie verändern das Schlafverhalten Ihres Kindes nach meinem Plan, als nach einem der typischen Pläne, bei denen man das Kind schreien lässt):

Erstens machen Sie dies nur, wenn Ihr Baby mindestens 12 Monate alt und bei bester Gesundheit ist. Bevor Sie etwas tun, überlegen Sie, ob es wirklich so ist, dass Sie es selbst auch so wollen. Wie schon gesagt, ändern Sie nichts an Ihrer Schlafsituation, weil eine Freundin, eine Verwandte oder ein Arzt findet, es müsse jetzt sein. Sie entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt ist.

Lesen Sie nur weiter, wenn Sie selbst meinen, das nächtliche Aufwachen muss aufhören.

Entscheiden Sie, welche 7 Schlafstunden für Sie selbst am wertvollsten sind. Ich persönlich bevorzuge die Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr, aber vielleicht ist es bei Ihnen anders.

Ändern Sie die Regeln während dieser Stunden und seien Sie beruhigt, dass die Seele eines Kindes, dessen Bedürfnisse bisher im Familienbett gut befriedigt wurden, es übersteht, wenn sich die Regeln nun verändern und es nicht mehr immer alles kriegt, was es möchte, … sondern nur noch fast immer. Fast immer, das ist das Wort, das wir dem Baby beibringen wollen. Es wäre schön, wenn wir ihm erklären könnten, dass „es mit müden Müttern und Vätern nicht so viel Spaß hat, wie mit ausgeschlafenen“. Wenn die Kinder diese Erklärung bereits vor dem 3. Geburtstag verstehen könnten (was leider nicht der Fall ist), würden sie sich einfach umdrehen und sagen: „Dann bis morgen!“ und uns soviel schlafen lassen, wie wir wollen.

Wir versuchen diese Veränderungen in Intervallen von 3 und 4 Nächten zu erreichen.
Ich gehe davon aus, dass beide Eltern sich einig sind – oder weitgehend einig sind -, dass dies der beste Weg ist. Das Allerwichtigste ist jedoch, dass Sie bereit sind, ihn bis zu Ihrem Ziel von 7 Stunden Schlaf durchzuhalten.

Letzteres ist wichtig, weil Sie sich selbst einige Schritte zurück werfen, wenn Ihr Baby merkt, dass Schreien, Jammern und Quengeln dazu führt, dass es doch gestillt wird. Diese Methode ist eine freundlichere Alternative als die anderen Methoden, bei denen man das Baby schreien lässt. Aber es ist bei weitem nicht leicht.

Ich warne Sie hiermit, denn, obwohl es mit dieser Methode gewöhnlich 10 Nächte dauert, um signifikante und anhaltende Veränderungen zu erreichen, ist es doch keine Zauberei und es kann auch länger dauern – in manchen Fällen eine weitere Woche oder noch länger. Was ich Ihnen gebe, ist eine Beschreibung, wie es typischerweise in zehn Nächten funktioniert.

Die Nächte 1 bis 3

Zuallererst: Ist es besser, dies im Familienbett, im Kinderbett im gleichen Raum oder im Kinderbett in einem anderen Raum umzusetzen? Ich bevorzuge das Familienbett weiterzuführen, auch wenn es zu Beginn härter erscheinen mag. Bei manchen Leuten klappt es besser, indem sie ein Kinderbett im Schlafzimmer aufstellen und das Baby rausnehmen und wieder hineinlegen. Dies kam mir immer härter vor, aber es könnte die Methode sein, die Sie wählen. Die ungünstigste Lösung ist, meiner Meinung nach, ein getrennter Schlafraum. Obwohl dies vielleicht auch die beste Lösung für Ihre Familie sein kann, wenn es sich richtig anfühlt.

Zu jedem Zeitpunkt vor 23 Uhr (auch 22:58 Uhr) stillen Sie Ihr Kind in den Schlaf, kuscheln Sie mit ihm und stillen es zurück in den Schlaf, wenn es aufwacht. Aber „verschließen Sie die Tür“ um 23 Uhr und stillen, kuscheln oder tragen Sie es nicht mehr herum, damit es wieder schläft.
Stattdessen: wenn Ihr Kind um Mitternacht oder zu irgendeinem Zeitpunkt nach 23 Uhr aufwacht, drücken Sie es, stillen Sie es kurz, aber achten Sie darauf, dass es nicht an der Brust einschläft. Legen Sie es wach hin, streicheln, klopfen oder drücken Sie es ein wenig bis es einschläft, aber legen Sie es nicht wieder an die Brust (oder geben ihm die Flasche, wenn Sie das bisher gemacht haben). Es soll in Ihrer Nähe alleine einschlafen.

Jetzt wird es Ihnen wahrscheinlich mitteilen, dass es ärgerlich ist und diese neue Routine ihm überhaupt nicht gefällt. Ich glaube ihm. Es wird auch versuchen, Ihnen mitzuteilen, dass es verängstigt ist. Ich glaube ihm, dass es ärgerlich ist. Aber ein Baby, das Hunderte von Nächten hintereinander gekuschelt hat, ist nicht verängstigt, wenn es mit Ihrer Hand auf seinem Rücken und Ihrer Stimme in seinem Ohr einschlafen soll. Wütend, ärgerlich, ja. Verängstigt, nein, nicht wirklich.

Während dieser ersten 3 Nächte, wiederholen Sie dieses Muster nur, wenn es geschlafen hat. Vielleicht schläft es nur eine Viertelstunde oder vielleicht 4 Stunden, aber es muss geschlafen haben und wieder aufwachen, um wieder gestillt und bekuschelt zu werden.
Das werden harte Nächte sein.

Vielleicht haben Sie sich überlegt, dass Sie doch noch nicht wirklich soweit sind, diesen Schritt zu machen. Das ist OK. Hören Sie auf und beginnen Sie in ein paar Monaten erneut, wenn Sie es möchten. Oder lassen Sie es ganz. Den richtigen Moment zu wählen, ist entscheidend!

Noch einmal, während dieser ersten 3 Nächte, zwischen 23 Uhr und 6 Uhr, stillen Sie kurz, kuscheln Sie kurz, legen Sie es wach wieder hin, klopfen, streicheln, sprechen Sie mit ihm, bis es einschläft und wiederholen Sie diesen Vorgang nur, wenn es geschlafen hat und wieder aufgewacht ist. Ab 6:01 Uhr machen Sie es so, wie auch immer Ihre Morgenroutine bisher ausgesehen hat und kümmern sich nicht mehr um das Muster der vorhergegangenen 7 Stunden. Einige Babys werden sich umdrehen, stillen und sich wieder in den Schlaf kuscheln und Ihnen noch eine oder mehrere Stunden Extra-Schlaf gönnen. Manche tun es nicht.

Für mich ist ein beruhigender Teil dieses „Schlafplans“ zu erleben, dass die Babys morgens gut gelaunt und glücklich aufwachen, ohne sich weiter über die Veränderung der Regeln zu beklagen. Sie werden merken, was ich hiermit meine, selbst wenn die ersten paar Minuten am Morgen nicht ganz genau so aussehen, wie sie bisher immer waren.

Die Nächte 4 bis 6

Wieder schließt sich die „Restaurant-Tür“ um 23 Uhr. Wenn Ihr Baby aufwacht, drücken und liebkosen Sie es für ein paar Minuten, aber geben Sie ihm nicht die Brust. Legen Sie es wach wieder hin. Das Hinlegen im wachen Zustand ist ein entscheidender Teil dieses ganzen Unternehmens, weil es dem Baby wirklich beibringt mit etwas weniger Kontakt einzuschlafen, und dann mit noch etwas weniger. Nicht mehr zu stillen ist die große Veränderung während dieser 3 Nächte. Ältere Babys können ohne Probleme 7 Stunden (oder länger) ohne Kalorien auskommen. Sie mögen es, während der Nacht kleine Mengen Nahrung zu sich zu nehmen, aber, rein körperlich gesehen, ist dies keine lange Zeit, um es ohne Nahrung auszuhalten.

Wenn ich meine Frau ein paar Mal in jeder Nacht aufwecken könnte, um sie zu bitten, mir ein bisschen frischen Orangensaft zu pressen (mein Lieblingsgetränk) und mir den Rücken zu massieren, während ich trinke, würde ich diese Routine nicht freiwillig aufgeben. Meine Frau hätte vielleicht etwas andere Vorstellungen und würde sich wünschen, dass sich daran etwas ändert. Babys geben ihre vertrauten Muster und Dinge – bei Tag oder bei Nacht – höchst selten auf, ohne zu protestieren und zu weinen.

Ich höre Babys wirklich nicht gerne weinen. Tatsächlich hasse ich es, Babys weinen zu hören. Im Unterschied zu ihnen, können wir Erwachsene jedoch eindeutig verstehen, welche Auswirkungen Schlafmangel auf eine Familie aus 3, 4 oder mehr Personen hat. Schlafmuster müssen manchmal verändert werden, aber die große Sicherheit und Geborgenheit, die das Familienbett bisher vermittelt hat und weiter vermittelt, bietet die besten Rahmenbedingungen und Platz, um diese Veränderungen durchzuführen.

Während dieser zweiten 3 Nächte werden manche Babys weinen und für 10 Minuten protestieren und manche sogar noch länger. Dies ist sehr schwer, aber es wird vorbeigehen. Ich bin sicher, dass ein gut gebundenes und geliebtes Baby nach einem Jahr oder länger im Familienbett, der größte Gewinner ist, wenn seine Eltern mehr Schlaf bekommen. Kein Zufall, auch die Eltern selbst profitieren davon.

Am Ende der 6. Nacht schläft Ihr Baby wieder ein, ohne gestillt oder gefüttert zu werden. Es schläft wieder ein, nachdem es liebevoll gedrückt und liebkost wurde, mit Ihrer Hand auf seinem Rücken und Ihrer Stimme im Ohr.

Die Nächte 7 bis 10

Nächte 7, 8, 9 und 10: Nehmen Sie es nicht hoch, drücken Sie es nicht mehr. Wenn es nach 23 Uhr aufwacht, sprechen Sie mit ihm, streicheln Sie es, sprechen Sie noch etwas mit ihm, aber nehmen Sie es nicht mehr hoch. Reiben und klopfen Sie nur. Stillen oder füttern Sie es auch nicht mehr. Es wird wieder einschlafen. Wiederholen Sie das Reiben und Sprechen, wenn es wieder aufwacht. Gegen Ende der 9. Nacht wird es wieder einschlafen, wenn Sie es ein wenig reiben und ruhig mit ihm sprechen, wenngleich manche Babys dies nur widerstrebend tun.

Danach

Nach diesen ersten 10 Nächten, fahren Sie fort am Abend zu kuscheln und in den Schlaf zu stillen, wenn Sie es möchten und das Baby es auch möchte, aber machen Sie nichts weiter, wenn es aufwacht, außer es kurz zu berühren und ein bisschen zu ihm zu sprechen. Dies kann noch für weitere 3 oder 4 Nächte, manchmal auch für eine weitere Woche oder länger, so weitergehen. Dann … hört es auf. Das Baby hat gelernt, dass es noch genauso geliebt wird und während des Tages nahezu alles bekommt, was es braucht und möchte, aber seinen Eltern und seiner Familie 7 Stunden Schlaf pro Nacht ermöglichen muss.

Was passiert, wenn Sie verreisen, das Baby krank ist oder irgendwelche anderen Umstände dazu führen, dass wieder mehr nächtliche Aktivität notwendig ist? Nichts. Sie machen das, was Sie machen müssen (kuscheln, stillen, herumtragen, mitten in der Nacht, so oft wie es nötig ist) und dann verbringen Sie eine Nacht oder zwei oder drei damit, wieder zurück zu dem Muster zu kommen, das Sie für Ihre Familie eingeführt hatten.

Nebenbei bemerkt, belohnen Sie das Baby! Stellen Sie sicher, dass es ihm wirklich eine Menge Vorteile bringt, wenn Sie besser schlafen können. Gehen Sie öfter auf den Spielplatz! Machen Sie all die Dinge mit ihm, die Sie ihm versprochen haben, wenn es Sie länger schlafen lässt! Erklären Sie ihm alles, während Sie mit ihm zusammen sind. Ihr Baby wird Sie immer besser verstehen und es wird damit zurechtkommen.

Quelle: „Good Nights“ von Jay Gordon M.D. und Maria Goodavage von Griffin  (Juli 2002)
Übersetzung: Regine Gresens, IBCLC, August 2007
Foto: doctorlizardo via photopin cc

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Stillberaterin IBCLC und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Google+ und Youtube.

120 Kommentare

  1. Mein Sohn wird jetzt bald 2 Jahre alt und ich stille immer noch gerne und auch viel. In der Nacht krabbelt er manchmal bis zu 4 Mal zu mir rüber und will gestillt werden. Mich stört das überhaupt nicht, da ich dabei beruhigt weiterschlafe. Und er kann dadurch auch einfach entspannt weiterschlafen ohne aufzuwachen. An manchen Tagen war es einfach zu stressig, so dass er nachts um so mehr meine Nähe und Geborgenheit sucht. Da kann er dann einfach besser schlafen, wenn er sich bei mir andocken kann. An manchen Tagen, war der Tag so aufregend, dass er keine Lust hatte, seine Zeit mit Essen zu verschwenden. Dafür bekommt er dann nachts Hunger und stillt sich eben satt. Manchmal zahnt er und will seine Schmerzen beruhigen, indem er stillt. Für mich ist das alles kein Problem und auch nicht störend, sondern einfach ganz natürlich. Ich werde in meinem Schlaf nicht gestört. Wir muckeln einfach Arm in Arm und stillen weiter.

  2. Hi.
    Dieses Beispiel für eine Vorgehensweise hat mir gefehlt.
    Mein kleiner geht bald zur TaMu, und damit er da auch ohne Probleme zum Mittag irgendwann einschläft, werde ich so wie beschrieben vorgehen.
    Des öfteren mag er (20 Monate) auch Kalorien in den heiligen 7 Std, diese werde ich mir zurückergattern.

    Was meinst du, sollte nach Erfolgseintritt mit eins von beiden angefangen oder
    Könnte ich beides zusammen ..also mittags komplett ohne Brust einschlafen, nachts ohne Brust einschlafen ..umstellen?

    Würde mich über ein Feedback freuen.
    LG Monique

    • Hallo Monique,
      Du kannst es so machen, wie Du denkst oder wie es sich für Dich richtig anfühlt. Es gibt keine Regel, die für alle passt. Probiere es einfach aus! Und wenn es auf die eine Art nicht geht, probierst Du es eben auf eine andere Weise.
      LG

  3. Hallo,
    mein Kleiner ist jetzt ein knappes Jahr und ich möchte in Kürze dann auch abstillen. Jetzt wird er nachts allerdings nie richtig wach, sondern fängt das Quengeln bis Schreien an, obwohl er scheinbar nicht richtig wach ist. Beruhigen lässt er sich letztendlich nur durch die Brust. Was kann ich da machen?

    • Hallo Lisa,
      ich kann dazu nicht viel sagen, ohne noch viel mehr über dein Kind und eure Gesamtsituation zu wissen.
      Vielleicht leidet er unter Nachtschreck?
      Oder er kann nur beim Saugen einschlafen?
      Dann hilft möglicherweise dies.
      Jedenfalls wünsche ich euch viel Erfolg und baldige ruhige Nächte.

  4. Ich bin Vater von zwei wunderbaren Söhne und bereits vor der Geburt meiner Söhne habe ich mich dran gesetzt, um mir und meiner Familie ein wunderschönes Familienbett zu bauen. Heute 5 Jahre später lieben wir das gemeinsame Träumen immer noch heiß und innig. Die Kinder werden so schnell groß, die Zeit muss man genießen, in der sie noch die Nähe ihrer Eltern suchen. Und es schläft sich wirklich wunderbar im Familienbett. Die Kinder spüren, dass ihre Eltern da sind und schlafen in Sicherheit und Geborgenheit. Einfach traumhaft. Hier ist übrigens unser Familienbett samt Bauanleitung:

    http://familienbetten.net/bauanleitung-familienbett-otto/

  5. Hallo Regine,

    Wir haben mit Interesse ihre Tipps und Hinweise zum Stillen und Schlafen gelesen.

    Das 10-Tage-Programm würden wir gerne probieren. Unser Sohn ist 13 Monate alt, wird aber noch voll gestillt, weil er gerade erst ganz langsam anfängt zu essen. Alles außer Muttermilch wurde bis 12 Monate einfach wieder hochgewürgt.
    Bisher wacht er alle 3 Stunden auf und trinkt. Damit meine Frau nicht laufend aufstehen muss, liegt er im Familienbett.

    Damit haben wir mehrere Baustellen: Alleine Einschlafen, nachts durchschlafen, eigenes Bett, Gewöhnung an das eigene Zimmer und feste Nahrung.

    Daher unsere Frage: Bezieht sich die Aussage „Ältere Babys können ohne Probleme 7 Stunden (oder länger) ohne Kalorien auskommen.“ auch auf Kinder die keine Zusatzmahlzeit zu sich nehmen?
    Im Artikel http://www.stillkinder.de/ohne-saugen-einschlafen-lernen/ steht auch „Und es wird auch weiterhin nächtliche Mahlzeiten benötigen. Die meisten Babys brauchen auch im 2. Lebensjahr noch 1 – 2 Mahlzeiten in der Nacht.“ Wie passt das zusammen bzw. wie können wir die Tipps sinnvoll kombinieren?

    Vielleicht haben Sie noch einen Hinweis, ob wir das 10-Tage programm direkt im Kinderzimmer vornehmen, damit er sich daran auch gewöhnt und Mama direkt dabei ist.

    Dass wir Anpassungen vornehmen müssen und schauen wie der kleine reagiert ist klar. Aber weil alles zusammenhängt und Auswirkungen hat, sind wir grade etwas verunsichert womit wir anfangen sollen. Gleichzeitig oder alles hintereinander?

    Liebe Grüße
    Mark

    • Hallo Mark,
      ich gebe hier grundsätzlich keine Empfehlungen für individuelle, komplexe Situationen (aus Gründen wie Haftung, Qualitätssicherung, Zeitbedarf), sondern nur allgemeine Tipps, die jeweils individuell auf die eigene Situation angepasst werden können und sollten. Für eine persönliche Beratung wären für mich noch viel mehr Informationen über Ihr Kind etc. nötig.
      Wie viele Mahlzeiten ein voll gestilltes Kind auch nachts benötigt, hängt z.B. von der Zahl der Mahlzeiten während des Tages ab und vor allem auch von der maximalen „Portionsgröße“, sprich von der mütterlichen Speicherkapazität in den Brüsten, die sich nicht an das Alter des Kindes anpasst, sondern durch die Anatomie der Mutter vorgegeben ist.
      Zu viele Veränderungen auf einen Schlag würde ich nicht vornehmen, sondern mit dem ohne Saugen einschlafen lernen beginnen. Eventuell werden dann die Nächte von alleine ruhiger und das 10-Nächte-Programm ist vielleicht gar nicht mehr nötig.
      Im Übrigen würde ich nur etwas an der Situation ändern, wenn eine Person darunter leidet. Ansonsten können Sie einfach auch so weitermachen, oder eben nach und nach kleine Veränderungen einführen.

  6. Hallo,
    meine Tochter ist 14 Monate und ich möchte nachts jetzt wirklich gerne abstillen. Ich habe auch schon mit dem 10-Nächte-Programm angefangen, hätte aber noch eine Frage und würde mich über eine Antwort sehr freuen.
    Meine Tochter schläft um ca. 18.30, spätestens 19 Uhr im Familienbett ein. Dann lege ich sie schlafend in ihr Babybett. Meist wird sie zwischen 21 Uhr und 2 Uhr nochmal wach. Ich habe sie dann bisher zu mir ins Bett geholt und sie nochmal gestillt. Danach ist sie bei mir geblieben und noch ca. 1-2 mal gekommen, nach dem Stillen aber immer wieder eingeschlafen. Insgesamt schläft sie ca. 12 Stunden (mit Stillunterbrechungen).
    Wenn ich sie jetzt zwischen 23 und 6 Uhr nicht mehr stille, kann es passieren, dass sie dann fast 12 Stunden nichts bekommt, je nachdem, wie früh sie zum ersten Mal wieder aufwacht. Das erscheint mir zu lang, oder? Deshalb habe ich das Zeitfenster bisher flexibler gehandhabt als Sie es vorschlagen. Ich stille sie nochmal, wenn sie zum ersten Mal wach wird und ich sie zu mir ins Bett hole, egal wie spät, und dann nicht mehr bis morgens. Ich weiß aber nicht, ob sie das versteht, oder ob ein fester Zeitrahmen besser wäre. Wie kann ich ihr klarmachen, dass es beim ersten Aufwachen noch was gibt, später aber nicht mehr?
    Herzlichen Dank für die guten Tipps und viele Grüße
    Vanessa

  7. Hallo!
    Ich finde diese Seite super interessant. Ich denke oft übers Abstillen nach. Meine Tochter ist jetzt 17 Monate. Allerdings scheitere ich schon an Tag 1, da ich das Problem habe, dass sie wach hinzulegen mit nur kurz Stillen leider unmöglich ist. Ich möchte sie nicht schreien lassen und das ist mein Problem. Sie quängelt oder beschwert sich nicht, sie schreit weint bitterlich und steigert sich soooo sehr rein, dass sie fix und fertig ist. Manchmal haben wir Tage, da still ich sie und wenn sie satt ist, legt sie sich von selbst neben mich und mit Singen und Streicheln schläft sie sanft ein, allerdings ist das eher die Ausnahme. Meistens schreit sie so, dass sie sich nicht beruhigen lässt, wenn ich bestimme, wie lang getrunken wird. Gibt es da auch einen Tipp für oder ist es möglich, dass meine Tochter einfach ihre Muttermilch noch zu sehr braucht und nicht drauf verzichten möchte. Ich weiß mittlerweile nicht mehr weiter. Wäre super, wenn sie mir weiterhelfen können.
    Vielen Dank schon mal.
    Und liebe Grüße

    • Hallo Jasmin,
      ich würde hier eine persönliche Beratung empfehlen, in der Eure individuelle Situation angeschaut und passende Lösungen überlegt werden können. Pauschale Tipps sind aus meiner Sicht für Euch wahrscheinlich nicht hilfreich. Denn für eine qualifizierte Beratung ist auch eine Diagnose und dafür erst einmal eine vernünftige Diagnostik und Anamnese nötig.
      Es gibt beim Stillen und im Leben mit Baby einfach zu viele Faktoren, die eine Rolle spielen können und beachtet werden müssen.
      Wende Dich deshalb am besten an eine examinierte Still- und Laktationsberaterin IBCLC in Deiner Nähe.
      Kontaktdaten findest Du hier:
      http://www.bdl-stillen.de/stillberatungsuche.html
      http://www.stillen.de/laktationsberatung-finden/
      Liebe Grüße,
      Regine

      • Vielen lieben Dank
        Ist es aber durchaus möglich, dass ein Kind mit 17 Monate die Muttermilch noch braucht?

        • Ja, es gibt Kinder, die im zweiten Lebensjahr noch 1 (bis 2) Stillmahlzeiten benötigen. Das ist aber sehr individuell, abhängig von der Reife des Kindes, Trinkverhalten während des Tages und der mütterlichen Milchmenge.

  8. Hallo

    Mein kleiner ist 10,5 Monate. Ich möchte nun auch Nachts abstillen, da er mir meine Brustwarzen blutig beißt und ich oft nur unter schmerzen stillen kann.

    Mir wurde geraten ihn einfach schreien zu lassen. Habe ihn zum einschlafen gestillt und danach “nur noch“ mit ihm gekuschelt, ihm was erzählt oder vorgesungen. Die zweite Nacht war nun schon viel besser. Kann ich das Programm auch schon bei ihm anwenden? Er kommt Nachts sehr oft und ist ohne Brust nie eingeschlafen.

    Danke

  9. Pingback: Mysterium Babyschlaf | gemeinsam wachsen (und) lernen

  10. Hallo,
    Vielen Dank für diesen Artikel. Mein Sohn ist erst 6 Monate, daher werde ich noch warten, bis ich dieses Programm evtl. mit ihm durchführe.
    Mir haben auch die Kommentare sehr viel geholfen. Mein Sohn wacht seit seiner Geburt alle 1-1,5 Stunden Nachts auf und wird dann gestillt. Ausgenommen von bestimmten Wachstumsphasen, schläft er dann auch schnell wieder an mich gekuschelt im Familienbett ein.
    Bisher habe ich wirklich von keiner der Mütter im Umfeld gehört, dass ihre Babys noch mehrfach Nachts gestillt werden.
    Alle schlafen schon seit Monaten durch oder wachen allerhöchstens 1-2 mal Nachts auf.
    Ich hatte schon das Gefühl, dass ich etwas falsch mache und meinem Sohn eine schlechte Gewohnheit beibringe, wobei ich das Gefühl habe, dass er die Nähe braucht.
    Es tut gut hier zu lesen, dass er doch nicht das einzige Baby ist, das noch so oft zum Kuscheln und Trinken/Nuckeln kommt.

  11. Danke für den Artikel…ich würde es gerne probieren aber ich hab 1 jährige Zwillinge,wie mach ich es da,ohne den schlafenden zu stören ???

  12. Danke für den Artikel – wir – Erik (12,5 Monate) und ich haben in Anlehnung an das Programm begonnen und bis jetzt läuft es sehr gut.
    Hoffentlich geht es weiter so 🙂

  13. Hallo,
    unsere Tochter ist knapp über einem Jahr. Wir haben damit begonnen, das nächtliche Stillen wegzulassen. Aktuell geht die Kleine zwischen halb 8 und halb 9 Uhr in ihr Bett, wacht gegen 22.30 Uhr nochmals auf, wird gestillt und danach wieder in ihr Bett zurück gelegt. Gegen 23.30 / 24.00 Uhr wacht sie erneut auf und ich hole sie zu uns ins Familienbett. Die ganze Nacht über wacht sie dann im 1-2 Stunden Takt auf. Wobei ich ihr lediglich den Schnuller gebe und sie ein bisschen zu mir her kuscheln lasse. So schaffen wir es seit 4 Nächten bis morgens um 6 Uhr ohne Stillen. Ich würde auch sagen, dass sie gar nicht mehr danach verlangt.

    Nun meine Frage: Die Kleine liegt bei uns und ich nehme sie nicht hoch, sondern gebe ihr lediglich den Schnuller und beruhige sie durch ein paar Streicheleinheiten. Muss ich nun als nächstes das Ganze ohne Schnuller bewerkstelligen oder sollten die Schlafeinheiten sich automatisch nach und nach verlängern?
    Für mich ist es schon ein großer Erfolg, sie ganz ohne Tränen und Schreien von der Brust entwöhnt zu haben. Zusätzlich finde ich es klasse, dass wir keine Flasche als Ersatz benötigen. Natürlich ist aber auch mehr Schlaf für mich ein Ziel. Sind wir auf dem richtigen Weg oder gewöhne ich ihr gerade das nächste Falsche an?

    Vielen Dank und Grüße
    Julia

  14. Hallo,
    unsere Tochter ist jetzt 9 Monate alt und schläft den zweiten Teil der Nacht fast nur an meiner Brust. Ich kann nicht mehr und muss diese Situation ändern. Was ist der Grund, dass dieses Programm erst mit 12 Monaten durchgeführt werden soll?

  15. Hallo,
    wir stillen nachts nur im Liegen.
    Ist es für dieses Programm erforderlich meine Tochter hoch zu nehmen und im sitzen zu stillen?

    • Hallo Jennifer,
      nein, das ist nicht nötig.
      LG, R. Gresens

      • Ok super, danke für die schnelle Antwort!
        In den Nächten 4-6 steht ja ein wichtiger Bestandteil des Programmes ist das Baby wach hinzulegen das fällt ja bei uns dann quasi raus…und in den Nächten 7-10 steht ja das Baby nicht mehr hoch zu nehmen…Also lasse ich sie in den Nächten 4-6 auch beim trösten (nach dem stillen)neben mir liegen also ohne sie hoch zu nehmen?
        LG

  16. Hallo Regine,

    Mein Sohn wird im Mai drei und ich stille ihn jeden Abend zum Einschlafen im Familienbett, in letzter Zeit auch einmal nachts und morgens. Ich möchte jetzt absolut abstillen, auch um ausgeruhter zu sein und habe zwei ältere Kinder, die nicht mehr wollen, dass ich stille. Ideal wäre der Kleine schläft alleine ein, und ich habe dann auch mehr Zeit für die Großen. Danke für Ihren Rat !!

    • Hallo Petra,
      vielleicht ist hier etwas für Sie dabei: 8 Tipps für liebevolles Abstillen nach dem 1. Lebensjahr Ansonsten könnten wir gerne einen individuellen Beratungstermin vereinbaren, da ich für einen individuellen Rat noch weitere Informationen über Sie und Ihr Kind und Ihre Geschichte und auch mehr Zeit brauche. Als Antwort auf einen Kommentar geht es jedenfalls nicht, so ist meine persönliche Erfahrung und alles andere finde ich auch eher unprofessionell.
      LG, R. Gresens

  17. Hallo Regine!

    Meine Tochter Emily ist jetzt 19 Monate alt, und bisher immer sehr still-intensiv in der Nacht, im Durchschnitt hat sie 5-6x jede Nacht nach der Brust verlangt.

    Es wurde mir schon zu viel, außerdem fange ich im Mai an zu arbeiten, und muss Ende Mai 2x Nachtdienst machen, da bin ich 24 Stunden nicht zu Hause, deshalb haben wir mit dem Programm begonnen, das wirklich super funktioniert hat – wir sind jetzt bei Nacht 5, und es gibt keine Tränen mehr, wenn sie nicht stillen darf, allerdings schläft sie mir beim Tragen immer ein, im Bett einschlafen scheint zur Zeit noch unmöglich.

    Sie schläft sehr schnell wieder (leicht) ein, und ist aber 10 Minuten später wieder wach, dann geht das Ganze von vorne los – im Bett beruhigen, das funktioniert nicht, wenn sie anfängt zu schluchzen nehme ich sie heraus, trage sie, sie schläft schnell ein, dann lege ich sie leicht schlafend ins Bett, sie dreht sich 2x um, dann ist Ruhe (ich denke sie schläft), 10 min später wieder das Ganze von vorne, über ca 1-1 1/2h, dann schläft sie für 1-2h, und dann wieder!

    Das ist im Moment also noch wesentlich anstrengender, als das nächtliche Stillen. Wird das einfach langsam besser? Ich halte schon noch eine Weile durch, bin mir aber nicht sicher, ob ich etwas ändern sollte. Und soll ich Emily wirklich auch so ab Nacht 7 im Bett zu beruhigen versuchen? Oder zuerst schauen, dass sie so längere Schlafphasen hat?

    Vielen Dank für die Hilfe!

    LG,

    Susanne

    • Liebe Susanne,
      ich weiß es auch nicht, weil es auch keine allgemein gültigen Regeln geben kann.
      Für individuelle Empfehlungen sind einfach noch viele weitere Informationen und auch Beratungszeit notwendig.
      Mach es am besten so, wie es sich für Dich richtig anfühlt und im Moment funktioniert.
      LG, R. Gresens

  18. Hallo Regine,
    vielen Dank für den Artikel. Wir haben zwillingsbuben (18mon), schlafen im Familienbett. Die Jungs gehen um 19 Uhr ins Bett und wachen zw. 23 & 1Uhr auf und wollen eine Milch, um 5 Uhr stehen wir alle auf. Ist die Zeitspanne von 18-5 Uhr zu lange ohne Milch/Essen? Sollen wir die zwei nochmals vor bsp. 22 uhr wecken, damit wir die 7h einhalten können? Oder ist es sinnvoll die nächtliche Milchmenge zu reduzieren, d.H. immer weniger ml Milch anbieten, dass sie dabei nicht einschlafen?

    • Hallo Verena,
      18-5 ist eine sehr lange Zeit ohne Milch. Ich kann aber nicht sagen, ob es so oder so besser wäre.
      Probiere es einfach aus und schau, wie es für Euch gut funktioniert.
      LG, Regine Gresens

  19. Hallo Regine,

    Ich möchte mit meinem 17 Monate alten Sohn auch das Programm angehen.
    Meine Frage : ich bin in der 16 Woche schwanger und meine Milch ist, wie ich vermute(da ich ihn nicht mehr schlucken höre), komplett zurück gegangen. Das heißt mein Sohn nuckelt nachts nur noch zum wieder einschlafen. Wie gehe ich das Programm dann an? Einen Moment nuckeln lassen und dann wieder abdocken?
    Oder gleich bei Nacht 4 anfangen?

    LG, Kristine

  20. Liebe Regine
    Unser 14 Monatiger Sohn wird einfach noch Nachts gestillt. Nun möchte ich abstillen, er nimmt weder ein Schnuller, noch das Fläschchen. Ich bin aber zuversichtlich, dass das Programm der richtige Weg ist abzustillen.
    Meine Frage ist nun, braucht ein Kind in seinem Alter noch Nahrung und Flüssigkeit in 12 std schlafen?
    Er wird, schon länger, nur noch um ca 2 und 5 Uhr Nachts gestillt – und zum Einschlafen… D.h. wenn er zwischen 23-6 Uhr nicht gestillt wird, ist er sehr lange ohne nix. Besten Dank für Ihren Rat schon jetzt!!!
    Herzlich

    • Hallo Meret,
      diese Frage kann ich nicht so allgemein beantworten.
      Nur zu sagen, ein Kind in einem bestimmten Alter benötigt nachts keine Nahrung mehr, halte ich für falsch.
      Da es davon abhängig ist, was und wie viel das Kind während des Tages und vor dem Zubettgehen isst.
      Liebe Grüße,
      Regine Gresens

      • Danke für Ihre Einschätzung! Was würden Sie empfehlen dem Kind anzubieten, falls es doch hunger oder durst hat in der Nacht?
        Liebe Grüsse Meret

        • Hallo Meret,
          auch das ist letztlich Ihre Entscheidung.
          Versuchen Sie es mit Wasser. Wenn es klappt, wunderbar.
          Ansonsten bieten Sie etwas an, was keine große Zubereitung erfordert, den Zähnen nicht schadet und Ihrem Kind schmeckt.
          Mehr möchte ich dazu nicht sagen, ohne Sie und Ihr Kind genauer zu kennen.
          Liebe Grüße,
          Regine Gresens

  21. Hallo Regine. Ich möchte unseren Sohn (13 Monate, Familienbett) jetzt nach Gordon abstillen und hab mal ’ne Frage: Wie handhabt man das mit dem wütenden Brust-Vermissung-Weinen? Ich hab es gestern Nacht mal versucht, erst gestillt, dann abgedockt und gekuschelt. Riesengeschrei und Getobe, Zeter und Mordio – wie erwartet. Nun wusste ich nicht, ob ich ihn fest im Arm halten und streicheln sollte oder ob ich ihn rumrödeln (sich hin und her werfen, drehen, durchdrücken etc.) lassen und einfach nur „da“ sein sollte. Hab nach ’ner viertel Stunde aufgegeben. Ich hätte es gern durchgezogen, bis er eingeschlafen wäre (das Weinen selbst konnte ich eigentlich erstaunlich gut ertragen) – aber ich wusste halt nicht, ob festhalten oder loslassen und bin deshalb unsicher geworden. Wie macht man das am besten und welcher Zeitraum Protest und Ärger ist okay? Beste Grüße, E.

    • Hallo E.,
      da gibt es auch keine allgemeingültigen Regeln oder Vorschriften.
      Du solltest es so machen, wie es sich für Dich richtig anfühlt.
      LG, Regine Gresens

    • Hallo E.M.

      wie hast du das denn gelöst und wie ist es weitergegangen? Ich habe nämlich das selbe Problem 🙂
      Liebe Grüße, Bettina

    • Hallo Du,
      mir geht es ganz genauso mit meinem 13 Monatigen Sohn. Wie hast Du weiter gemacht? Wie hat es sich bis jetzt entwickelt? Ich bin ratlos… 🙁

      Vielen Dank,
      B.

  22. Hallo!
    Das klingt gut, nur habe ich eine Frage: meine Tochter ist nie wach beim Stillen, wie kann ich sie wach hinlegen? Verstehe ich das richtig, dass die Empfehlung ist, nach einer vorgegebenen Zeit das Stillen zu beenden und das Kind hinzulegen? Vielen Dank im Voraus für die Antwort!
    MfG

    • Hallo Johara,
      es heißt dort:
      „…stillen Sie es kurz, aber achten Sie darauf, dass es nicht an der Brust einschläft. Legen Sie es wach hin…“
      Es ist also keine Zeit vorgegeben, sondern es geht darum, dass das Kind dabei nicht tief und fest einschläft.
      Ganz wach muss es aber auch nicht hingelegt werden.
      Schau einfach, ob und wie es für euch funktioniert.
      Liebe Grüße,
      Regine Gresens

  23. Hey, ich wollte euch gern von meinen Erfahrungen mit den 10 Nächten berichten!
    Ich hatte großen Bammel davor und bin völlig überrascht, wie gut es meiner Tochter damit geht. Sie ist jetzt genau 2 Jahre alt und hat v.a. nachts gestillt / abends u. morgens. Heute war die 5. Nacht (also die 2. Nacht ohne Stillen) und sie ist 3x aufgewacht und hat sich ganz ganz kurz aufgeregt, ihre Hand in mein T-Shirt gesteckt und weitergeschlafen.
    Ich hatte mich schon darauf eingestellt, dass sie nachts brüllen und wir beide am Boden zerstört sein werden. Ich bin so glücklich, dass es nicht so ist.
    Ich wollte ihr niemals die Brust verweigern und habe deshalb auch so lange gestillt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für uns beide gekommen und wir ersetzen das Stillen durch intensives Kuscheln.
    Ich dachte, mir würde die Nähe fehlen, wenn ich sie nicht mehr stille — aber es ist nicht so. Das Kuscheln ist sogar schöner!
    Heute morgen habe ich sie dann auch nicht mehr gestillt, es war gar nicht nötig.
    Schön, wenn das Ablösen so sanft funktioniert und durch was Neues ersetzt wird. Die Kleine wird groß und ich versuche mitzuwachsen.
    Liebe Grüße Christina

  24. Liebe Regine,

    dieser Plan wurde mir von unterschiedlichen Stellen empfohlen. Entgegen dem üblichen Verlauf ist das Schlafen meiner Tochter mit den Monaten immer schlechter geworden, anfangs war es vorbildich.
    Sie ist nun 1 Jahr alt. Leider isst sie kaum und wird quasi noch voll gestillt. Kann ich den Plan trotzdem anwenden?
    Viele Grüße, Linda

    • Liebe Linda,
      ich gebe hier aus Gründen der Haftung und der Qualitätssicherung keine Ratschläge, die ein bestimmtes Kind betreffen, von dem ich nichts weiter als das Alter weiß.
      Tut mir leid, aber da habe ich einfach meine Prinzipien zu eurem und meinem Schutz. Ich hoffe, Du hast dafür Verständnis.
      Herzliche Grüße, Regine Gresens

  25. Danke!
    Hat bei uns super geklappt vor einem Jahr, dank Ihrer Methode, da war Madame 13 Monate und jetzt hab ich den Artikel für meine Schwester rausgesucht und dachte, ich danke Ihnen endlich mal.
    Jetzt brauchen wir nur noch eine Methode fürs Schlafen im eigenen Bett und das bitte die ganze Nacht 🙂

    • Liebe Katharina,
      freut mich sehr, dass es geklappt hat. 🙂
      Fürs im eigenen Bett schlafen Lernen gibt es viele Wege. Ich plädiere für liebevolle Begleitung und zwar Schritt für Schritt.
      Ein erster Schritt könnte z.B. sein, zunächst das Einschlafen im eigenen Bett mit liebevoller Begleitung zu üben.
      Viele ältere Kinder brauchen ihre Eltern in der zweiten Nachthälfte einfach noch, um gut weiter zu schlafen.
      Irgendwann schlafen die Kinder dann durch, bzw. können auch alleine wieder einschlafen, und werden erst morgens im eigenen Bett wieder so richtig wach.
      Weitere Tipps dazu gibt es in dem Buch Schlafen statt Schreien von Elizabeth Pantley.
      Herzliche Grüße und alles Gute,
      Regine Gresens

  26. Hallo,
    unsere Tochter ist jetzt 13 Monate alt. Schlafen war bei uns schon immer eine Riesenkatastrophe. Wir stillen eigentlich nur noch in der Nacht, aber auch mindestens alle 3 Stunden. Mir ist das eigentlich zu viel, aber ich habe immer das Gefühl, die Kleine leidet darunter, wenn ich ihr die Brust verweigere. Manchmal schreit sie aus voller Kehle und zittert am ganzen Körper, bis sie die Brust kriegt. Wir haben schon alles probiert. Selbst Papa oder Omi können nichts ausrichten. Mit dem Gedanken, wenn sie die Milchbar nicht sieht oder riecht, verlangt sie auch nichts. Sie trinkt oft auch überhaupt nicht viel. Oft reichen ihr schon 1-2 Minuten nuckeln. Wir würden so gerne mal wieder als Paar ausgehen, das ist nur absolut nicht möglich mit der kleinen Maus. Ich habe Sorge ihre kleine Seele zu verletzen, aber auf der anderen Seite würde ich wirklich gerne nur noch einmal zum Abend stillen, da ich die Zweisamkeit eigentlich auch noch ein bisschen genießen möchte. Wir schaffen nur den Absprung für die Nacht nicht.

    • Das kommt mir sowas von bekannt vor! Wir stillen auch nur noch einmal Morgens und tagsüber nicht mehr. Dann Abends und die ganze Nacht im 2-3 Stunden Takt. Habt ihr das Programm mal getestet? Wir haben es versucht, aber nach dem unser kleiner 1 Stunde lang geschrien hatte, nachgegeben.

    • Auch ich kenne das…
      Mein Kleiner ist jetzt 14 Monate und hat erst 1x durchschlafen – vor 2 Wochen… Diese Woche hatte ich schon 1x 6h und 1x 7h Schlaf am Stück 😉

      Ich mache es ohne die Anleitung gekannt zu haben so ähnlich – und es scheint zu funktionieren 😉
      Wenn ich ihn nach 22.30 Uhr in sein Zimmer bringe (nach dem Stillen), dann habe ich meist Ruhe in der Nacht 😉 Vor der Zeit geht das gar nicht ! Aber ab und an wird er auch erst um 1.00Uhr wach und kommt dann erst in das andere Zimmer / in das andere Bett.

      Aber, ich habe Vertrauen, daß auch er durchschlafen lernt 😉

  27. Hallo!
    Unser Sohn ist 20 Monate alt. Er wird noch mittags, abends und in der Nacht gestillt. Er schläft bei uns im Zimmer. Vor einigen Monaten fing er an nachdem er sich in den Schlaf gestillt hatte, dass er immer nach 30 Minuten oder sofort nach dem Abdocken wach wurde und laut protestiert hatte. Er war dann nur schwer zu beruhigen und fand dann ganz schlecht in den Schlaf zurück. Kam dann teilweise nachts alle 2 Stunden um kurz zu trinken und dann beim Abdocken wieder heftig zu protestieren. Ein Teufelskreis! Wir haben es dann so gelöst, dass er nicht mehr beim Stillen einschlafen darf. Er schläft seitdem nach dem Stillen neben mir ein. Wird gestreichelt. Dann war einige Zeit Ruhe. Wurde dann 2-3 mal wach zum stillen. Trank und schlief sofort wieder weiter. War für uns okay.
    Jetzt haben wird aber ein neues Problem. Seit ein paar Wochen, egal zu welcher Tageszeit er protestiert jetzt immer wenn er mit trinken aufhört. Auch wenn er reichlich hatte. Oder nachts dockt er an und trinkt gar nicht. Wenn ich ihn dann ablöse schreit er das ganze Haus zusammen. Ist kaum zu beruhigen. Wenn er sich mal beruhigt hat, dauert es ewig bis er wieder schläft. Ca. 1-1,5 Stunden.
    Was tun? Zumindest nachts wollen wir auch wieder schlafen.
    Sollen wir gleich bei Tag 4-6 beginnen, da er ja alleine einschläft?
    Ich denke langsam macht es wirklich keinen Sinn mehr nachts weiter zu stillen, da wir das Gefühl haben, es hält ihn eher wach, als dass es ihn gut tut.

    • Liebe Andi,
      ich kann Ihnen nicht sagen, was Sie tun sollen, ohne noch viel mehr von Ihrem Kind und Ihrer Gesamtsituation zu wissen.
      Letztlich gibt es ohnehin nicht nur einen einzigen „richtigen“ Weg, sondern jede Familie muss für sich selbst entscheiden und herausfinden, was für sie der richtige Weg ist.
      Eine gute Hilfe dabei ist das eigene Gefühl. Wenn es sich gut und richtig für Sie anfühlt, ist es normalerweise auch richtig.
      Vielleicht helfen Ihnen diese Tipps weiter: Wie treffe ich die richtigen Entscheidungen für mein Kind?.
      Liebe Grüße,
      Regine Gresens

  28. Liebe Regine, hallo liebe Mamas,

    mein Sohn ist 18 Monate alt und wir stillen noch sehr gerne viel und immer nach seinem Bedarf. Seit einiger Zeit isst er immer schlechter und stillt umso mehr in der Nacht. Ich habe oft den Eindruck, dass es ihn aber zunehmend belastet und beim Schlafen stört. Sein Bauch grummelt richtig laut und er wälzt sich hin und her. Leider mag er gar nicht hochgenommen oder aufgerichtet werden, um die Luft los zu werden. Weil ich dadurch auch immer schlechter schlafe und es sehr an den Kräften zehrt, möchte ich diese Möglichkeit eigentlich gerne ausprobieren. Ich habe aber noch eine Frage dazu: Ich habe gelesen, dass in der Nacht quasi die Bestellung der Milchmenge für den nächsten Tag aufgegeben wird. Wird durch die lange Pause dieses Gleichgewicht nicht negativ gestört? Ich mach mir da doch ein bisschen Sorgen.
    Lieben Dank und Gruss!

    • Liebe Svenja,
      zu Deiner Frage: Aus meiner Sicht ist das auch eher eines der typischen Ammenmärchen.
      In den ersten Wochen und Monaten des ausschließlichen Stillens ist das nächtliche Entleeren der Brüste schon wichtig, da die Milchbildung dann noch sehr stark hormonell gesteuert wird. Aber nach 18 Monaten musst Du Dir darüber keine Sorgen mehr machen. Wenn es so wäre, müssten ja alle Mütter, die nachts nicht mehr stillen, auch tagsüber zu wenig Milch haben. Nach den ersten Wochen funktioniert die Milchbildung aber hauptsächlich autokrin, d.h. die Brust produziert unabhängig von den Hormonen einfach entsprechend der Nachfrage so lange und so viel weiter, wie „abgerufen“ wird.
      Liebe Grüße, Regine

  29. Hallo Regine,
    Ich würde auch gerne „durchschlafen“
    Unsere Buben, 21 Monate und 5 Jahre schlafen im Familienbett,
    Wir lieben es, weil es wird einmal vorbei sein…
    Zu Bett gehen ist leicht mit Büchern und Massieren und Stillen…(20.00)
    Aber gegen Mitternacht das erste Aufwachen und nach Mama rufen.
    (Er wacht zwischen 24.00 und 7.00 einige Male auf)
    Da alle sonst aufwachen, wird schnell gestillt und schnell wieder eingeschlafen. Ich denke, mein Kleiner hat Albträume und schreit deswegen auf und möchte Mama Brust um sich zu beruhigen, in dem Alter können sie schwer zwischen Realität und Träumen unterscheiden?!
    Sollte ich das Schlafzimmer verlassen für das 10-Tage-Programm?

    • Hallo Heike,
      das kann ich Dir leider auch nicht sagen, da ich Euch ja auch nicht kenne.
      Außerdem bin ich der festen Überzeugung, dass Du nur das tun solltest, was sich für Dich in Hinblick auf Dein Kind in diesem Moment auch richtig anfühlt.
      Vielleicht hilft Dir dieser Beitrag die für Euch richtige Entscheidung zu treffen?
      Falls es dann trotzdem nicht so klappt, wie von Dir gewünscht, war es entweder nicht der richtige Weg oder nicht der richtige Zeitpunkt.
      Liebe Grüße,
      Regine Gresens

  30. Nachts stillen störte mich überhaupt nicht und ich bin nie auf die Idee gekommen am nächtlichen Stillen herumzumanipulieren bei meinen drei Kindern. Auch nicht jenseits des 1. Geburtstags. Unser jüngstes Baby/Kind schläft auch bei uns im Familienbett, Stillen passiert nachts immer im Liegen, übermüdet bin ich so ziemlich nie. Es ist einfach nur schön.

    Dennoch finde ich dieses 10-Punkte-Programm gut für die, die das nächtliche Stillen nicht erholsam und stressfrei gemanagt bekommen.

    Mein 2-jähriges Kind habe ich vor einiger Zeit ganz ähnlich „gebeten“ vom nächtlichen Stillen abzusehen, ohne das Programm zu kennen. Mein Restaurant ist auch ab Einschlafstillen um 20.00h bis morgens um 06.30h geschlossen. Zwischendurch gibt es bei Bedarf Wasser zu trinken, Schnuller, warme Worte und Rücken streicheln. Bei Krankheit kehren wir temporär zurück zum nächtlichen Stillen.

    Gut finde ich, dass der Autor schreibt, dass man sich selbst fragen sollte, ob man wirklich nachts abstillen möchte und es nicht nur aufgrund von sozialem Druck tut. Lasst die Leute reden! Und macht EUER Ding! Und auch, dass man beim leisesten Zweifel abbrechen sollte und lieber erst einen neuen Anlauf ein paar Monate später starten sollte. Nachts stillen ist legal :o)

  31. Finde dieses Programm genauso schlimm wie alle anderen „Schreien lassen“ Programme unter dem Deckmantel einer Hebamme. Anette Kast-Zahn lässt grüssen! Glaubt ihr wirklich, die Eltern von Kindern von Naturvölkern würden so etwas machen? Lasst die Kinder den Zeitpunkt des Abstillens doch selbst entscheiden. Würde das meinem Kind nie antun!

    • Du hast leicht reden. Wenn du nur noch untergewichtig und übermüdet dahinvegetierst, nur damit das Kind seinem Trinkbedürfnis nachkommen kann, da läuft aber so einiges falsch.
      Die Stillbeziehung sollte von beiden Seiten ausgehen. Und ich muss mich nicht kaputt machen, nur um zu glauben, dass ich meinem Kind dann was Gutes tue.
      Wir leben in unserer Familie sehr bedürfnisorientiert und dazu gehören nicht nur die des Kindes.

  32. Liebe Sarah, ich habe auch Zwillinge und gerade die ersten drei Nächte des Abstillprogramms hinter mir. Meine Zwillis sind 16 Monate und mir fiel das Abstillen bisher auch schwer, auch aus Angst vor Milchstaus… Zu deinem stündlichen Stillen. Das hatte ich bis vor kurzem auch – mit einer der beiden! Das ging gar nicht mehr und dann habe ich mich für ein paar Tage mit Ohropax ausquartiert ins Wohnzimmer und mein Freund hat bei den Zwillis geschlafen (die allerdings in ihren Bettchen). Wenn sie 3h nach dem letzten Stillen aufgewacht sind, habe ich beide angelegt. Wenn einer vor drei Stunden aufgewacht ist, hat mein Freund sie beruhigt. In der ersten Nacht war es krass. Sie haben viel geschrien. Danach wurde es besser. Schon in der dritten Nacht haben sie mal sechs Stunden durchgeschlafen. Echt unglaublich. Also mein Tipp: nur alle drei Stunden stillen und Ohren zu, sonst hälst du es nicht durch. Bin auf nächste Nacht gespannt und würde auch gerne wissen, wie andere Zwillinge beruhigen, denn beide wollen immer zu mir und dann liegt immer einer an der Bettaußenseite…lg Elisabeth

    • Hi, ich habe auch Zwillinge, sind jetzt 22 Monate und werden noch nach Bedarf gestillt. Leider wird es nicht weniger, daher möchte ich um den 2. Geburtstag herum abstillen. Ich habe schon ziemlichen Bammel davor, weil ein Kind extrem oft trinken möchte und sich nicht ablenken lässt, und auch nur mit mir schlafen geht.
      Weil du gefragt hast, ich schlafe im Kinderzimmer auf 2 Matratzen in der Mitte, ein Kind links, eines rechts von mir, und ich drehe mich immer hin und her zum Stillen. Beim ersten Mucks quasi. So schlafe ich am meisten.
      Mein Mann schläft alleine, damit er wirklich schlafen kann.
      lg und alles Gute!!!

      • Hallo Steffi, ich habe Zwillinge, 19 Monate und bin in der gleichen Situation wie du. Hat bei euch das 10-Tage-Programm geklappt?
        LG Sabine

  33. Hallo!
    Ich habe heute versucht mit meiner 17 Monate alten Tochter das 10-TAge -Programm durchzuführen. Ab 4 Uhr fing meine Kleine an zu schreien, sich zu winden, fast ununterbrochen NANA zu rufen, und ließ sich durch nichts mehr beruhigen. Zwischendurch konnte ich sie ablenken, und dachte jetzt schläft sie gleich, aber dann ging es wieder von vorne los. Das ging so weiter bis ca. 6.30!
    Hätte ich ab 6.00 plötzlich nachgeben und stillen müssen? Ich war der Meinung, dass das dann den Effekt blockiert.
    Ich fand es wirklich sehr hart durchzuhalten und weiß nicht, ob das der kleinen Kinderseele nicht doch schadet!
    Das „Schlafen-ohne-Saugen“-Programm mache ich übrigens seit einem halben Jahr ohne Erfolg…sie braucht einfach die Brust um sich zu beruhigen, und kann sie dann aber auch selbst loslassen zum Schlafen.
    LG Christina

  34. Hallo zusammen, liebe Regine,

    ich habe auch zwölf Monate alte Zwillinge. Ich möchte eigentlich am liebsten wirklich sanft abstillen. Allerdings hat sich bei meinem Sohn so eine Art Suchtverhalten entwickelt, das mich besorgt. Er kommt auch tagsüber wieder häufiger, nachts sowieso, und er hyperventiliert richtig, sobald er meinen Ausschnitt sieht. Und er brüllt wie in Todesangst, wenn ich irgendwie versuche, das Stillen herauszuzögern. Ich bezweifle, dass es sich immer um Hunger handelt, denn essen tut er eigentlich sehr gut. Er schläft überhaupt nie ohne Busen ein. Das größere Problem ist aber aus meiner Sicht, dass er fast stündlich gestillt werden will. Ich habe gestern erst gelesen, dass mindestens zweieinhalb Stunden zwischen den Mahlzeiten liegen sollen. Und ich will ihm doch nicht in einem ungesunden Essverhalten unterstützen. Ist das Zehn-Nächte-Programm für uns sinnvoll? Oder ist es bei Zwillingen ausgeschlossen? Meine Tochter kann nicht alleine mit dem Papa im Zimmer schlafen, weil sie zur Zeit nur einschläft, wenn sie an meinen Haaren reißt. Das ist ein anderes Problem. Aber deshalb kann ich mich jetzt nicht mit einem Kind zehn Tage aus dem Familienbett ausquartieren. Vielleicht gibt es hier ja Rat … Hoffnungsvolle Grüße

    • Liebe Sarah,
      ich kann und möchte dir hier keinen individuellen Rat geben, dazu weiß ich zu wenig über eure Gesamtsituation.
      Natürlich kann das 10-Nächte-Programm auch mit Zwillingen durchgeführt werden.
      Aber wahrscheinlich solltet ihr zuerst einmal das Einschlafen an der Brust angehen: Ohne Saugen einschlafen lernen. Vielleicht ändert sich dann das Schlafverhalten deines Sohnes ganz von alleine, so dass es für euch okay ist. Falls nicht, könnt ihr das 10-Nächte-Programm anschließend immer noch durchführen. Viel Erfolg und herzliche Grüße

      • Liebe Regine, vielen Dank für die schnelle Antwort. Und was würdest du zu der Häufigkeit sagen? Er ist so fixiert auf die Brust, dass ich mir manchmal richtig Sorgen mache. Er ist ein super entwickelter, aufgeweckter Kerl, aber gleichzeitig oft unglaublich angespannt. Manchmal kommt es mir vor, als sei das Trinken nur so ein Ventil. Wie kann man das ändern, damit es wieder etwas entspannter wird? Schnuller nimmt er, aber das ist ihm kein rechter Ersatz. Und kuscheln reicht ihm meistens nicht aus … Liebe Grüße, Sarah

        • Liebe Sarah,
          ohne Dein Kind zu sehen und noch viel mehr von euch zu wissen, kann ich dazu nichts sagen.
          Alles Andere wäre aus meiner Sicht unprofessionell. Ich hoffe, Du hast dafür Verständnis.
          Liebe Grüße,
          Regine

  35. Hallo, zunächst einmal vielen Dank für diesen Artikel, er hat mir ein wenig die Angst vorm Abstillen genommen. Habe keine Freundinnen mit Kindern, die solange (ein Jahr) gestillt haben, und sehr oft abwertende Kommentare über das lange Stillen gehört.

    Mein Sohn ist jetzt 1 Jahr und hat nur noch zum Einschlafen und in der Nacht Milch von der Brust getrunken. Wir haben ihn nicht an den Nuckel gewöhnt, und jetzt will er ihn auch nicht.

    Habe mit der 1. Phase wie beschrieben angefangen, das ging sehr gut (die Brust wegziehen, bevor er einschläft). Die 2. Phase ging gar nicht – ihm die Brust nicht geben, sondern nur kuscheln und in den Arm nehmen. Am 1. Tag bin ich nach 15 min Schreien schwach geworden und hab ihm die Brust gegeben. Am 2. Tag hat er ne halbe Stunde geschrieen. Als ich nich wusste, was ich sonst noch machen sollte (außer wieder Brust), hab ich ihm eins seiner Bücher vorgelesen. Dabei ist er eingeschlafen. Jippie! In der 3. Nacht war’s am schlimmsten, obwohl er da nicht geweint hat (hatte ja das Buch, und ne Flasche mit Milch), aber alle 10-20 min wach geworden ist. Jetzt grade ist die 4. Nacht vorbei, er schläft immer noch (es ist um 9) und er war nur zweimal wach. Einmal für ne halbe Stunde, ging aber mit Buch und kuscheln gut. Ich bin so froh!

    Vielen Dank also noch mal…! Und vielleicht hilft ja so ein Buch auch dem einen oder der anderen 🙂

    Alles Liebe, Kati

  36. Hallo,
    wir wollen morgen Nacht mit dem Programm beginnen. Unser Sohn ist 14 Monate und war noch nie ein „guter“ Schläfer. Allerdings ist meine Schmerzgrenze erreicht und hier muss sich was ändern.
    Was ist denn mit einem Schnuller? Kann er mit Schnuller im Mund einschlafen?

    • Hallo Lea,
      ausprobieren…
      Ansonsten ist vielleicht erst einmal dieser Schritt nötig:

      • Hallo Regina,
        Ich habe mir gerade voller Interesse Ihren Artikel durchgelesen und denke und hoffe, dass dieses Programm genau die richtige Methode für unseren knapp einjährigem Sohn ist (er wird in 2 Wochen ein Jahr). Ich frage mich nur, ob es kontraproduktiv ist in der zweiten Phase statt der Brust Wasser anzubieten? Und gebe ich das Wasser aus einem Trinklernbecher, woraus er auch tagsüber trinkt oder biete ich ihm eine Flasche an wegen der brustähnlichen Form?

        Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre Antwort!
        LG Dhaba

        • Hallo Dhana,
          probiere es doch einfach aus. 🙂
          Wenn Dein Sohn mit Wasser zufrieden ist, ist es doch gut.
          Und wenn er gewohnt ist aus einem Trinklernbecher zu trinken, warum soll er dann noch eine Flasche gewöhnt werden?
          Alles Gute,
          Regine Gresens

  37. Hallo!
    Ich habe letzte Woche diese Seite und das „Programm“ entdeckt. Ich habe sofort damit begonnen! Mein Sohn wird nächste Woche ein Jahr.

    Letzte Nacht war Nacht 7. Er hat von 20:00-06:00 durchgeschlafen!! Er hat sich lediglich irgendwann zwischen 3-4 Uhr seine Trinklernflasche (andere nimmt er nicht) gesucht, die mit Wasser gefüllt ist, diese getrunken, halb und weiter geschlafen. Gegen 6 Uhr hat er kurz neben mir im Bett gestanden, dann wieder sein Wasser verlangt und noch mal bis 07:30 Uhr geschlafen.

    Ich bin einfach überglücklich!! Ich hätte nie gedacht, dass es so gut funktioniert! Er hat vorher alle 2-3h genuckelt!

    Vielen vielen Dank!!
    Auch wenn die ersten Nächte härter waren, obwohl er sich nur ganz kurz beschwert hat, immer unter einer Minute; es lohnt sich!!
    Für alle, die es noch vor sich haben, durchhalten, durchziehen und wieder schlafen!
    🙂

  38. Hallo!
    Ich habe das gleiche Problem wie viele hier. Mein 11 Monate alter Sohn schläft zwar ohne Stillen gegen 8 oder 9 Uhr abends ein (bei mir oder meinem Mann), dafür kommt er danach auch ca. alle 2 Stunden und will gestillt werden, wobei er dann einschläft.
    Gern würde ich das Programm demnächst ausprobieren. Allerdings ist es so, dass mein Sohn noch voll gestillt wird. Er verweigert die Beikost komplett, egal in welcher Form!
    Nun meine Frage: Ist das Programm auch für uns geeignet? Oder braucht er die nachträglichen Kalorien, wenn er sonst keinen Brei o.ä. isst?

    Danke für Ihren Rat!!

    • Hallo Marie,
      ich kann keine individuellen Empfehlungen aussprechen, ohne den Einzelfall wirklich zu kennen und somit überhaupt beurteilen zu können.
      Aber allgemein kann ich sagen, dass es durchaus normal ist, dass ein voll gestilltes Kind auch nächtliche Mahlzeiten braucht, um auf seine benötigte Kalorien-, Flüssigkeits- und Nährstoffmenge zu kommen. Jedenfalls brauchen viele Kinder auch im 2. Lebensjahr noch nächtliche Mahlzeiten, nicht unbedingt alle 2 Stunden, aber vielleicht etwa alle 4 Stunden.
      Insofern ist dieses Programm vielleicht tatsächlich für Sie und Ihr Kind momentan noch nicht so geeignet.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Regine Gresens

  39. Hallo zusammen. meine zwillingsjungs sind jetzt 14 monate alt und ich stille sie seit ihrer geburt nachts im schnitt jede 1-2 std tandem oder einzeln…aber meist wird der andere eh wach und ich sitze daher auch dauerhaft. es zerrt sehr an den kräften und die große (3 jahre) will tagsüber auch bespaßt werden und mein mann hat dauerhaft frühdienst ab 4 uhr. wir würden so gerne nachts mehr schlaf bekommen. die jungs werden einschlafgestillt und dann sehr oft wach brüllen los und ich leg sie an die brust an. dann legen wir sie wieder in ihre beistellbettchen oder sie bleiben ganz auf mir drauf liegen, was ihnen aber auch nicht immer passt. wie kann ich dieses programm denn am besten bei zwillingen durchführen? zwei brüllende babys in der nacht, die an die brust wollen puschen sich sicher sehr und da mein mann auch ab 4 uhr weg ist, wäre ich dann ja alleine mit der situation. haben sie vllt eine idee, wie ich es dennoch schaffen kann mit dem 10 tage programm. die letzten 3 nächte habe ich zusammengenommen nur 4 std geschlafen, weil sie schuben und ständig weinend aufwachten. wir brauchen dringend einen rat. lg jana

  40. Ich habe gerade diesen Artikel gelesen, und würde es auch gerne demnächst versuchen wollen. Ich frage mich nur, wie ich weiter vorgehen kann, um letztendlich komplett abzustillen. Und wie gewöhne ich meinem 1jährigen Sohn dann auf sanfte Weise auch noch das Einschlafstillen ab? Muss ich dafür trotz Beikost noch ein Milchfläschen vorm Einschlafen und ab 6 Uhr machen oder geht das mit einem Jahr schon ohne?

  41. Hallo Regine
    Unser Sohn ist 11 Monate und er wird am Abend um 20 Uhr herum gestillt , er schläft im Ehebett. Er möchte mindestens 3 mal in der Nacht an die Brust. So ca. alle 2 Std.
    Nun mein Dilemma. Ich bin Flugbegleiterin und mein erster Flug ist 5 Tage nach seinem 1. Geburtstag. Bin dann für 6 Tage weg. Er nimmt von Oma und Au pair die Flasche und schläft auch ein, von mir verweigert er komplett die Flasche Milch. Ich war schon mal bis 1 Uhr nachts außer Haus und meine Mutter verzweifelte mit ihm. Sie konnte ihn kaum beruhigen. Er suchte seine geliebte Brust.
    Was raten sie uns allen? Wie und wann soll ich anfangen? Soll die Oma dieses 10 Tage Programm auch machen ….weil ja sie dann mit ihm schläft? Mein Mann hat ein eigenes Zimmer…wenn das ein Gedanke von ihnen war..er schläft nicht mit der Oma im Bett. Wir haben noch einen 4jährigen, der auch mit mir hin und da noch im Zimmer schläft.

    Bitte um einen Rat

    Mit freundlichen Grüßen
    Dorothea

  42. Liebe Regine,
    ich habe mit grosem Interesse diesen Artikel gelesen, weil ich auch demnächst abstillen möchte. Ich frage mich jedoch, was ein kurzes Stillen in den ersten drei Nächten genau bedeutet. Kann man das zeitlich irgendwie definieren? Soll meine Tochter nur ein bisschen nuckeln oder auch wirklich trinken? Irgendwie habe ich dann das Gefühl, ihr den Appetizer zu geben, den Hauptgang aber vorzuenthalten…

    Und macht es mehr Sinn, wenn ich sie dann versuche, in den Schlaf zu helfen oder sollte das lieber mein Mann machen, weil sie sonst die Milch riecht?

    Danke und liebe Grüße,
    Anna

    • Liebe Anna,
      machen Sie es am besten so, wie es sich für Sie richtig anfühlt und für Sie funktioniert. Was kurz ist, ist ja immer relativ, also entscheiden Sie selbst! Und ob es besser ist, wenn Ihr Mann das Trösten übernimmt, können Sie auch ausprobieren.
      Es gibt nie nur den EINEN richtigen Weg.
      Alles Gute für Sie,
      Regine Gresens

    • Hallo Regine!

      Mein Sohn ist jetzt ein Jahr und das Programm klingt gut und würde ich gerne ausprobieren.
      Allerdings schläft mein Kleiner schon lange alleine in seinem Zimmer! Mehr oder weniger! Meist nur bis 2.00, dann muss ich bei ihm im Zimmer gemeinsam im Bett liegen.
      Wie soll ich das jetzt machen? Soll ich ihn wieder bei uns im Bett schlafen lassen?

      Danke für deinen Rat!
      Julia

      • Hallo Julia,
        ich kann Dir nur den gleichen Rat geben wie Anna. Mach es so, wie es sich für Dich und Dein Kind richtig anfühlt!
        Für eine individuelle Beratung benötige ich aus Qualitätssicherungs- und Haftungsgründen noch viel mehr Informationen über Dich, Dein Kind und Eure spezielle Situation.
        Aber, wenn Du Dich auf Dein eigenes Gefühl verlässt, kann dabei nicht so viel schief gehen.
        Herzliche Grüße,
        Regine Gresens

  43. Vielen, vielen Dank für dieses Programm! Meine Tochter ist im Januar zwei geworden, schläft bei mir im Bett und wird noch viel gestillt. Ich habe nach ihrem zweiten Geburtstag versucht, nachts bzw. zum Einschlafen abzustillen und es war furchtbar für sie und für mich. Es ist völlig nach hinten losgegangen: sie war verunsichert, wollte nicht ohne Brust einschlafen, wachte nachts viel öfter auf als vorher und wollte auch tagsüber ständig trinken. Nach ca. einem Monat habe ich mehr oder weniger aufgegeben.

    Ich habe diesen Eintrag um drei Uhr morgens in einer dieser furchtbaren Nächte gefunden und mir sind ein bisschen die Tränen gekommen, weil ich echt verzweifelt war und endlich Ratschläge gefunden habe, von denen ich dachte, das passt zu uns. Dann sind wir mit diesem Programm neu gestartet und es ist super gelaufen! Sie hat kaum geweint und sich schnell umgewöhnt. Sie darf abends zum Einschlafen trinken und morgens zum Aufwachen. Dieses Wochenende war ich zum ersten Mal über Nacht weg und auch das hat prima funktioniert. In der Nacht danach hat sie bis um fünf „durchgeschlafen“ (soll heißen: ich glaube, sie war schon vorher zweimal wach, aber sie ist selbst wieder eingeschlafen) — neuer Rekord!

    Ich denke, ich werde jetzt noch eine Weile weiterstillen.

    Danke und viele Grüße!
    Kerstin

    • Liebe Kerstin,
      toll, dass es jetzt so gut funktioniert hat.
      Es ist wirklich ganz wichtig, dass sich der Weg richtig anfühlt für Eltern und Kinder. Sonst kann es nämlich auch gar nicht klappen.
      Alles Gute weiterhin für Euch,
      liebe Grüße,
      Regine Gresens

  44. Liebe Regine,

    meine Tochter ist jetzt 21 Monate alt. Sie geht tagsüber in die Krippe, in der sie sich sehr gut eingefunden hat und wo sie mittags auch gut schläft. Ich stille sie, sobald wir nachmittags nach Hause kommen und dann wieder zum Einschlafen gegen 19 Uhr und dann in Abständen alle 1-3 Stunden – aktuell bis ca 23 Uhr und wieder ab 5 Uhr (dann kommt sie allerdings oft alle 20 Minuten bis zum Aufstehen um 7 Uhr). Sie schläft bei meinem Mann und mir im Bett, ich muss also zumindest nicht aufstehen. Leider lässt sie sich nachts von meinem Mann nicht trösten – er darf sie nicht anfassen, kaum ansprechen, obwohl sie eigentlich ein schönes, enges Verhältnis haben.

    Wir haben das 10-Tage-Programm (mit dem Ziel Durchschlafen von 23 Uhr bis 6 Uhr) in den Weihnachtsferien gestartet, als sie 19 Monate alt war. Ich hatte schon direkt damit gerechnet, dass es nicht bei 10 Tagen bleiben würde, aber nach ca 3 Wochen schlief sie tatsächlich 2 Nächte durch. Seitdem leider nicht wieder.

    Ich hatte die 7 Stunden nach einiger Zeit auf 6 „ermäßigt“ (23 Uhr bis 5 Uhr), weil sie über mehrere Wochen die Stunde zwischen 5 Uhr und 6 Uhr alle paar Minuten aufgewacht ist und stillen wollte. Nach dem Stillen um 6 Uhr ist sie dann oft gar nicht mehr eingschlafen – und ich ging bei der Arbeit auf dem Zahnfleisch…

    Sie wacht aktuell in der Regel gegen 3 Uhr auf. Dann lässt sie sich zwar trösten und schläft wieder ein, ohne zu stillen. Aber die Schlafphase wird aktuell wieder kürzer. Sie wacht momentan meist um kurz nach vier – und dann in kurzen Abständen – wieder auf und will stillen.

    Ich bin langsam ziemlich fertig und werde ungeduldiger und manchmal fast agressiv gegenüber meiner Tochter. Auf der einen Seite stille ich wirklich gern und habe auch das Gefühl, dass es für meine Tochter noch sehr wichtig ist. Auf der anderen Seite brauche ich eindeutig mehr Schlaf am Stück – ich würde auch gern wieder schwanger werden und fürchte, dass die Zeit zu anstrengend wird, wenn ich nicht ordentlich schlafen kann.

    Haben Sie Tipps für mich? Ich sage meiner Tochter nachts, dass wir erst „morgen früh“ wieder stillen – sie weiß ja nicht, was 6 oder 7 Stunden sind. Allerdings überlege ich momentan, dass sie auch nicht richtig weiß, was „morgen früh“ ist, zumal sie danach noch mal schlafen soll. Macht es in ihrem Alter vielleicht Sinn, statt 7 Stunden 8 Stunden Pause zu machen, so dass ich nur noch zum „richtigen“ Frühstück stille (meine erste Tiefschlafphase nach 23 Uhr würde ich nicht gern opfern, so dass es keine gute Option ist, die Pause erst um 24 Uhr zu starten…)? Könnte sie das vielleicht besser akzeptieren, weil die Struktur einfacher zu verstehen wäre – oder ist die Zeit zu lang und die Situation wird wahrscheinlich noch angespannter? Gibt es noch andere Tipps, die Sie mir geben können?

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort!!
    Herzliche Grüße
    Wiebke

    • Hallo Wiebke,
      ich gebe hier sehr gerne allgemeine Tipps, die in vielen Situationen auch tatsächlich weiterhelfen.
      Wenn dies jedoch nicht der Fall ist, empfehle ich immer eine individuelle Beratung, da in problematischen Situationen einfach sehr viele Faktoren eine Rolle spielen können.
      Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis.

      Falls Sie einen individuellen Beratungstermin mit mir vereinbaren möchten, melden Sie sich gerne zwecks Terminabsprache noch einmal telefonisch oder per Email bei mir.
      Näheres zu meinem Beratungsangebot erfahren Sie hier: http://www.stillkinder.de/schlafberatung/

      Herzliche Grüße,
      Regine Gresens

    • Hallo Wiebke, habe gerade deinen Kommentar gelesen und eure Geschichte kommt mir so sehr bekannt vor. Bei uns ist es fast genau das gleiche. Meine 2-jährige Tochter will nachts ständig trinken und hat höchstens mal 3 Stunden am Stück, in denen ich dann auch zum schlafen komme. Wir haben verschieden Sachen zum nächtlichen Abstillen versucht, aber es klappt nichts so richtig. Ich bin auch so übermüdet, dass ich weder bei der Arbeit noch zuhause mein normales Selbst bin und reagiere auch gegenüber meiner Tochter oft total gereizt. Ich habe Angst, dass das unsere Mutter-Kind-Beziehung mit der Zeit echt in Mitleidenschaft zieht. Habt hr mittlerweile eine Lösung gefunden? Oder magst du vielleicht erzählen, ob oder wie ihr das mittlerweile hinkriegt? Ich würde mich nämlich über jede Idee freuen und bin echt mit meiner Weisheit am Ende. Danke und Gruß, Vee

  45. Hallo Regine,

    ich möchte gerne das Programm mit meiner Tochter (10,5 Monate) durchführen. Ich weiß, sie ist noch etwas zu jung, aber ich muss bald wieder arbeiten und brauche nachts einfach ein paar Stunden Schlaf am Stück. Außerdem sind wir uns ganz sicher, dass sie das mittlerweile gut verkraften würde.

    Nun hat sie in den letzten Wochen, seitdem sie das Dreitagefieber hatte, immer bei uns im Bett geschlafen, aber ich möchte gerne, dass sie wieder in ihrem Bettchen, bei uns im Zimmer schläft.
    Nun frage ich mich jetzt, ob es Sinn macht den Umzug ins eigene Bett mit dem Schlafprogramm zu verbinden. Lernt sie dann dadurch vielleicht das alleine Einschlafen mit ihrem eigenen Bett zu verbinden oder sind diese zwei Veränderungen auf einmal vielleicht etwas zu viel für sie? Ich kann sie bei uns im Bett in der Regel viel besser und einfacher beruhigen, wenn sie schreit und sie wird schreien, sehr viel sogar. Man soll sie nach einigen Nächten auch nicht mehr hochnehmen, aber das Beruhigen (streicheln etc.) durch die Gitter bzw. von oben heruntergebückt, stelle ich mir auch schwierig und körperlich anstrengend vor.

    Wenn ich mich zwischen den beiden entscheiden müsste, dann würde ich lieber das Schlafprogramm zuerst bevorzugen, denn es ist mir viel wichtiger, dass ich mehr Schlaf bekomme. Andererseits denke ich, wenn ich sowieso ein-zwei anstrengende Wochen haben werde, dann wäre schön, wenn ich beides verändern könnte.

    Danke für deinen Ratschlag.

    • Hallo Gina,
      ich würde immer empfehlen, es so zu machen, wie es sich richtig für Dich anfühlt.
      Das 10-Nächte-Programm empfehle ich allerdings tatsächlich erst für Kinder, die mindestens 12 Monate alt sind.
      Liebe Grüße,
      Regine Gresens

  46. Hallo,
    mein Sohn ist vor ein paar Tagen 1 Jahr alt geworden. Ich habe das Programm gerade im Zuge des Abstillens durchgeführt. Es hat sehr gut funktioniert! Wahrscheinlich, weil wir alle dafür bereit waren. Und mein Kleiner schläft nun sogar mehr als 7 Stunden durch. Am ruhigsten ist er, wenn mein Mann neben ihm schläft. Vielen Dank für dieses Programm!

  47. Guten Tag!

    Meine Tochter ist 8 Monate alt und ich will jetzt wirklich nicht mehr stillen. Sie nimmt keine Flasche und keinen Schnuller. Ihr Bettchen steht als Beistellbett neben unserem, dort lege ich mich mit ihr zum Einschlafen hin. Da schläft sie dann 1 Std und kommt ab dann 1,5 stündlich und will gestillt werden. Ab dann schläft sie auch bei mir mit im Bett!

    Ich weiss keinen Rat mehr, wenn ich sie nicht stille, brüllt sie das ganze Haus zusammen! Das kann ich nicht ertragen!

    Kann man ihr Programm auch bei einem 8 Monate alten Baby anwenden?

    Danke und Grüße!

  48. Hallo.
    Mein Sohn ist 18 Monate, in der ersten Nachthälfte schläft er meist gut, d.h von 20 Uhr bis er zum ersten Mal so um 1 Uhr aufwacht. Ab da wird stündlich bis 2-stündlich gestillt bis zum Morgen. Manchmal bleibt es aber auch bei 1-2 mal Stillen. Bis er zwischen 6-7 Uhr aufsteht.
    Es gab aber auch schon paar Nächte, wo er bis zum Morgen durchgeschlafen hat. Wodurch ich draus folgere, dass er das Stillen Nachts, was die Nahrungsaufnahme angeht, nicht braucht. Ich biete ihm eine Wasserflasche vor dem Stillen an, um seinen Durst zu stillen.
    Würde ich das Programm durchziehen, hieße das, dass ich in in der Nacht gar nicht stillen würde.
    Ist das Ok?

    • Hallo Natalja,
      es gibt durchaus Kinder, die im 2. Lebensjahr noch 1-2 Mahlzeiten in der Nacht brauchen.
      Andererseits dient das Stillen bei älteren Kindern ja ohnehin nicht mehr primär der Nahrungsaufnahme, sondern erfüllt immer mehr psychische Bedürfnisse nach Nähe, Kontakt, Sicherheit, Geborgenheit, Trost … und manchmal ist Stillen auch die einzige Art und Weise auf die das Kind bisher gelernt hat ein- und weiterzuschlafen. Was bei Ihnen der Grund oder die Gründe sind, kann ich leider aus der Ferne nicht sagen.
      Jedenfalls ist Ihr Sohn schon dabei, seinen Schlafrhythmus mit längeren Schlafphasen zu entwickeln. Probieren Sie doch einfach einmal aus, was er braucht, um in jeder Nacht gut zu schlafen. Vielleicht ist es nur extra Zuwendung während des Tages, intensives Kuscheln am Abend oder weniger Stress am Tag?

  49. Liebe Regine,

    wir möchten an dem Schlafverhalten unserer Tochter umbedingt etwas ändern. Leider bin ich mir nicht ganz sicher ob das nächtliche zwei stündliche aufwachen mit ihrem Saugbedürfnis oder dem stillen zusammen hängt. Nach lautstarkem Protest in der Nacht, stille ich sie, gebe ihr dann den Schnuller und danach dreht sie sich um und schläft friedlich ein.
    Das einschlafen klappt übrigens auch nur mit Schnuller, dafür aber ohne sie zu stillen. Daher bin ich etwas unsicher welche Veränderung für uns das langersehnte durchschlafen ermöglichen könnte.

    Liebe Grüße Stefanie

    • Liebe Stefanie,
      Einschlafen NUR mit Schnuller ist im Prinzip das Gleiche wie Einschlafen nur an der Brust.
      Nächtliches Aufwachen kann allerdings viele Gründe (Zähne, Infekte, Hunger, Entwicklung, Stress u.v.m.) haben, die auch unterschiedlich angegangen werden müssten.
      Mehr kann ich leider dazu nicht sagen, ohne mehr von Ihrer individuellen Situation zu wissen.
      Liebe Grüße,
      Regine Gresens

  50. Hallo, ich habe auch eine Frage zu dem Artikel: „wenn Ihr Kind um Mitternacht oder zu irgendeinem Zeitpunkt nach 23 Uhr aufwacht,…soll ihr Kind in Ihrer Nähe alleine einschlafen lernen.“ Ich fand den Artikel wirklich gut – aber meine Frage ist: WIE soll das gehen????

    Mein Sohn ist 18 Monate alt und bereits seit seiner Geburt wacht er mindestens alle 2 Stunden auf – meistens jede Stunde – und schläft NUR an der Brust ein. Ein guter Schläfer war er noch nie. Ich habe schon öfters versucht, dass er in der Nacht, wenn er wieder aufwacht, ohne langes Gestilltwerden ein- und weiterschläft, so wie der Autor es vorschlägt. ABER: Er schläft einfach nicht ein. Entweder er setzt sich hin und fängt an herumzukrabbeln. Oder er weint und schreit. Jedenfalls weckt er sich selber dabei immer mehr auf (und da hilft weder sanftes Zureden, Berühren, Streicheln oder ähnliche Einschlafhilfen, noch hilft ignorieren etwas!) bis er komplett wach und putzmunter ist. Und dann – naja, dann ist er so munter, dass er ne Stunde lang wach ist. Und ich bin dann meistens so müde, entnervt und frustriert, dass ich mir einen Tee mache, das Licht anmache und warte, bis er nach einer Stunde wieder müde wird, und dann wieder – beim Stillen – einschläft.

    Einen Schnuller oder eine Flasche verweigert er übrigens total.
    Und auch tagsüber schläft er wenig, und abends schläft er vor 21.30 Uhr nicht ein – er scheint wirklich kein guter Schläfer zu sein. An Hunger kanns aber nicht liegen und an Zahnen o.ä. auch nicht, weil er dieses Verhalten – und auch das wenig-schlafen- ja schon von Geburt an hat.

    Was meint der Autor also damit, dass das Kind lernen soll, alleine einzuschlafen? Geht es doch darum, dass das Kind sich selber so lange in den Schlaf weint bis es vor Resignation einschläft?
    Oder dass es dann mitten in der Nacht so lange einfach wach ist bis es irgendwann vor Erschöpfung einschläft?

    Die Methode, dass ich nur kurz Stille, dann knapp vor dem Einschlafen den Kleinen von der Brust löse, versuche ich nun schon länger. Das funktioniert aber auch nicht so recht, und hat zumindest nicht dahin geführt, dass mein Sohn mal nachts länger schläft, oder dass er ohne mich einschlafen könnte.

    Bin echt etwas verzweifelt… )o:

    Julia

    • Hallo Julia,
      wenn Sie mit dieser Methode nicht weiterkommen oder sehr unsicher sind und viele Fragen dazu haben, würde ich Ihnen empfehlen, einen Termin für eine persönliche Schlafberatung in Ihrer Nähe zu vereinbaren. Vielleicht ist dies einfach nicht der richtige Weg für SIE und Ihr Kind?
      Ich wünsche Ihnen alles Gute.

  51. Hallo,
    ich habe folgende Frage: Was mache ich, wenn mein Sohn mal nicht vor 23 Uhr aufwacht, sondern später? Soll ich ihn dann trotzdem in den Schlaf stillen? Ansonsten wäre die Zeit bis zum nächsten „richtigen“ Stillen ja recht lang, oder?
    Normalerweise wird er einmal vor 23 Uhr wach, aber manchmal doch auch erst später. Vielen Dank für ihre Antwort! LG Nahla

    • Liebe Nahla,
      machen Sie es am besten so, wie es sich für Sie richtig anfühlt. Manche Mütter wecken auch ihr Kind noch einmal zum Stillen, wenn sie selbst ins Bett gehen, damit sie dann eine Weile Ruhe haben. So ein Programm, wie dieses, ist ja nur eine Empfehlung und muss daher nicht stoisch befolgt werden, wenn es vielleicht doch nicht so richtig passt.
      Am besten ist immer, dem eigenen Gefühl zu folgen.

  52. Hallo liebe Regine,

    mein Sohn (13 Monate alt) hat einen sehr eingefahrenen und stabilen 2-h-Rhythmus in der Nacht (Schlafen-Stillen). Das Programm scheint mir genau das richtige für ihn und mich zu sein und ich möchte es nun bald versuchen.
    Ist es dafür eine Voraussetzung, dass er ohne saugen am Schnuller einschlafen kann? Oder bezieht sich das „Einschlafen ohne Saugen“ nur auf die Brust und das Stillen?

    Vielen Dank und drückt mir die Daumen 😉

    • Liebe Josi,
      ich würde schon zunächst versuchen, das Einschlafen ohne den Schnuller zu üben.
      Vielleicht verändert sich dann sein Verhalten in der Nacht schon von ganz alleine.
      Ansonsten wäre es aber anschließend wahrscheinlich einfacher das 10-Nächte-Programm durchzuführen.
      Viel Erfolg dabei.

  53. Liebe Regine,

    Wir möchten auch mit dem Programm starten. Wären wir erfolgreicher, wenn mein Mann das Beruhigen unserer Tochter ab 23:00 Uhr übernimmt?
    Vielen Dank im Voraus für deine Antwort.

    • Liebe Julia,
      das kann ich leider auch nicht vorhersagen, es kommt drauf an…
      Probieren Sie es doch einfach aus und schauen Sie, was besser funktioniert.
      Ich drücke Ihnen jedenfalls die Daumen.
      Herzliche Grüße,
      Regine Gresens

  54. Hallo,

    ich bin gerade dabei, das 10-Nächte-Programm mit meinem 19 Monate altem Sohn zu machen. Bisher funktioniert es auch erstaunlich gut, ich hatte mit mehr Gegenwehr gerechnet.
    Also erst einmal vielen Dank für dieses hilfreiche Programm für ein sanftes Abstillen in der Nacht, denn mein Mann und ich wir gehen mittlerweile schon ziemlich auf dem Zahnfleisch.
    Allerdings habe ich eins nicht ganz verstanden, und zwar ist ja immer die Rede davon 7 Stunden am Stück Schlaf zu bekommen, nur nach den ersten zehn Nächten steht da… das Kind soll in den Schlaf gestillt werden und wenn es das nächste Mal erwacht nicht mehr… Heißt das, die 7 Stunden-Regel ist ab diesem Zeitpunkt hinfällig und es wird auch wenn das Kind vor 23 Uhr aufwacht nicht gestillt?

    Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort

    Liebe Grüße Julika

    • Hallo Julika,
      nein, bei dem 10-Nächte-Programm geht es nur um 7 Stunden Schlaf am Stück.
      Die 7-Stunden-Regel gilt also auch nach der 10. Nacht weiter, wenn Ihr Kind vor 23 Uhr aufwacht, können Sie es stillen, aber zwischen 23 und 6 Uhr nur kurz berühren und ein bisschen mit ihm sprechen, aber nicht hochnehmen und auch nicht mehr stillen, außer bei Krankheit o.ä.
      Ich wünsche Ihnen weiter viel Erfolg, herzliche Grüße

  55. Hallo!
    Mein Sohn wird in 2 Tagen ein Jahr alt, wacht nachts ständig auf und will an die Brust. Bekommt er diese nicht sofort, brüllt er zornig los, wobei sich dies sehr schnell steigert und er sehr sehr ausdauernd ist (nach einem Jahr nachts Dauerstillen habe ich schon versucht ihn anders zu beruhigen bzw. wollte dies der Papa probieren). Mittlerweile gehe ich ziemlich am Zahnfleisch, vor allem da ich noch 2 weitere Kinder habe (er ist der Jüngste), die bereits darunter leiden.
    Unter gegebenen Voraussetzungen: Kann ich mit ihm das Programm versuchen?
    Ganz liebe Grüße Veronika

  56. Hallo!
    Warum ist das Programm erst für Kinder ab einem Jahr gedacht? Meine Tochter ist acht Monate alt und will teilweise alle 45 Minuten stillen und das schon seit zwei Monaten. Ich kann langsam nicht mehr. Was soll man in so einem Fall tun?

    LG
    Tanja

  57. Liebe Regine,
    vor einem Monat habe ich Jakob, damals fast 16 Monate alt, nach unserem Telefonat nachts, also die 7 Std, abgestillt.
    Hier ein kurzer Bericht für dich: es hat wunderbar geklappt. Bereits nach 5 Nächten schlief er länger durch, nach den 10 Nächten schaffte er genau die 7 Stunden. Ein Wasserfläschchen und eine Banane lagen und liegen stets am Bett und werden nur selten gebraucht (bei Erkältung Wasser, nach einem Krippentag öfter mal Banane). Der Protest war weniger als gedacht, nachts immer nur kurz und tagsüber, v.a. Morgens rund 10 Minuten, vielleicht etwas länger.

    Danke für deine Tipps! Ich bin so froh, dass es geklappt hat.
    Liebe Grüße, Karen

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