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Brief eines Babys, das schlafen lernen musste

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Liebste Mami,
ich bin ganz durcheinander. Ich bin daran gewöhnt, in deinen weichen, warmen Armen einzuschlafen.

Jede Nacht liege ich eng an dich gekuschelt; nah genug um deinen Herzschlag zu hören, nah genug um deinen wunderbaren Duft zu riechen.

Ich sehe dein schönes Gesicht an, während ich allmählich in den Schlaf gleite, sicher und geborgen in deiner liebevollen Umarmung.

Wenn ich aufwache, weil mein Magen knurrt, meine Füße kalt sind oder ich Deine Nähe brauche, bist du sofort bei mir und es dauert nicht lange, bis ich wieder tief und fest schlafe.

Aber seit letzter Woche ist alles anders geworden…

In dieser Woche lief es jede Nacht so:

Du hast mich in mein Kinderbett gelegt, mich mit der Bettdecke zugedeckt und mir einen Gute-Nacht-Kuss gegeben.

Und dann hast du das Licht ausgemacht und bist weggegangen.

Zuerst war ich verwirrt und habe mich gefragt, wo du hin bist.

Schnell wurde mir angst und bange und ich habe nach dir gerufen.

Ich habe gerufen und gerufen, nach dir, Mami.

Aber du bist nicht gekommen!

Ich war so traurig, Mami, ich habe mich so sehr nach dir gesehnt.

Ich habe noch nie vorher so starke Gefühle gehabt.

Wo bist du hin?

Irgendwann bist du zurückgekommen!

Oh, was war ich glücklich und erleichtert, dass du wieder da warst!

Ich hatte schon gedacht, du hast mich für immer verlassen!

Ich habe dir meine Arme entgegengestreckt, aber du hast mich nicht hochgenommen.

Du hast mir noch nicht einmal in die Augen geschaut.

Du hast mich mit diesen warmen, weichen Armen wieder hingelegt, sagtest nur: „Shhhh, jetzt ist Schlafenszeit.“ und bist wieder weggegangen.

Das wiederholte sich mehrmals, wieder und wieder…

Ich weinte und rief nach dir und nach einer immer längeren Zeit bist du endlich zurückgekommen, hast mich aber nicht in die Arme genommen.

Nachdem ich eine ganze Zeit geschrien hatte, konnte ich nicht mehr und musste aufhören.

Mein Hals tat einfach zu sehr weh.

Mein Kopf dröhnte und mein kleiner Magen hat geknurrt.

Am schlimmsten aber schmerzte mein Herz.

Ich konnte einfach nicht verstehen, warum du nicht kommst?

Nach mehreren solchen Nächten, die sich für mich unendlich anfühlten, habe ich aufgegeben.

Du kommst nicht, wenn ich schreie, und wenn du irgendwann doch endlich kommst, siehst du mir nicht einmal in die Augen, geschweige denn, nimmst du meinen zitternden, schluchzenden, kleinen Körper in die Arme.

Das Schreien tut zu weh, um es sehr lange weitermachen zu können.

Ich verstehe es einfach nicht, Mami.

Während des Tages, wenn ich hinfalle und mir den Kopf stoße, nimmst du mich hoch und küsst meinen Schmerz weg.

Wenn ich hungrig bin, stillst du mich oder gibst mir zu essen.

Wenn ich zu dir krabble, um geknuddelt zu werden, liest du meine Gedanken, nimmst mich hoch, küsst mein kleines Gesicht und sagst mir, dass ich etwas ganz besonderes für dich bin und wie sehr du mich liebst.

Wenn ich dich brauche, bist du sofort für mich da.

Aber in der Nacht, wenn es dunkel und still ist und mein Nacht-Licht komische Schatten an die Wände wirft, verschwindest du.

Ich kann schon sehen, dass du müde bist, Mami.

Aber ich liebe dich so sehr, ich möchte einfach nur nah bei dir sein. Das ist alles.

Jetzt bin ich ruhig in der Nacht…
Aber ich vermisse dich trotzdem – immer noch!

 

Original: A Letter From a Sleep-Training Baby von Alternate Mama, November 2011
Übersetzung: Regine Gresens, IBCLC, Juni 2015
Foto: Crying via photopin (license)

Veröffentlicht von: Regine Gresens

Regine Gresens ist Mutter, Hebamme, Stillberaterin IBCLC und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie hilft Müttern, sich selbst und ihrem Baby zu vertrauen, entspannt und erfolgreich zu stillen und ihren eigenen Weg mit dem Baby zu gehen, auch wenn die Welt es ihnen schwer macht. Folge ihr auf Facebook, Twitter, Google+ und Youtube.

133 Kommentare

  1. Inhaltlich trifft der „Brief“ den Nagel auf den Kopf.
    Schlafen lernen?! Ein biologisches Grundbedürfnis lernen zu müssen, ist an sich schon absurd.
    Ein Baby schreit, weil ihm etwas fehlt – Nähe, Zuwendung, Nahrung oder Wärme. Es kann sich nicht mit der Aussicht trösten, dass bald jemand kommt, denn es lebt ausschließlich im Hier und Jetzt. Das Gefühl verlassen zu sein ist daher absolut.
    Natürlich hört ein Baby irgendwann auf zu schreien. Aber nicht weil es etwas eingesehen oder gelernt hätte. Dazu ist es intellektuell gar nicht in der Lage. Es gibt auf! Schreien ist nämlich verdammt anstrengend und erschöpfend.
    Die zahlreichen wütenden Kommentare erschrecken mich und machen mich traurig. Hier scheint ein Nerv getroffen.
    Wir haben unseren Sohn niemals schreien lassen. Er schlief bei uns im verbreiterten Familienbett bis er im Kindergartenalter sein Abenteuerhochbett interessanter fand.
    Heute ist unser Sohn selbst Papa eines 6-monatigen Sohnes. Ich bin sehr glücklich darüber, dass er und seine Frau unser süßes Enkelchen stressfrei, geborgen und liebevoll in den Schlaf geleiten und damit ein dickes Polster Urvertrauen schaffen.

  2. Mein Sohn ist 5 Monate und was ich da alles lese is ja unglaublich …. mein kleiner schläft seit dem er 3 Wochen alt ist in seinem eigenen Zimmer und wird täglich in den Schlaf begleitet,und schläft seit dem fast durch … ich muss ihm sogar wecken das er was trinkt (gestillt wird). Solange das Kindeswohl nicht gefährdet ist oder irgendeine Art von misshandlung vorliegt soll doch jede Mutter das machen was sie denkt … ihr kennt alle weder uns noch unsere Kinder … so ein kleiner Mensch hat auch schon einen Charakter und da kann keine andere Mama egal wieviele Kinder sie hat mitreden. Kinder in dem Alter müssen bei Gott noch nicht erzogen werden nur sollten sie schön langsam auf die Welt vorbereitet werden. Und wenn mein Kind weint oder schreit lass ich ihm sicher nicht liegen ohne ihn anzuschauen in der Nacht …. ich nehm ihm Raus -Kuschel mit ihm sing ihm leise sein Schlaflied küsse und streichle in am Köpfchen und dann schläft er tief und fest wieder weiter.
    Hört auf eure Kinder und nicht auf Fremde, egal ob studierte oder nicht … ihr seid die, die eure Kinder am besten kennen

  3. So ein sentimentaler, pathetischer, übertriebener Mist. Nur dazu gedacht, mit billigsten rhetorischen Mitteln („geschweige denn nimmst Du meinen zitternden, schluchzenden, kleinen Körper in die Arme..“) so richtig auf die Tränendrüse zu drücken und Müttern ein schlechtes Gewissen zu machen, ganz nach dem Motto „es gibt nur den einen, richtigen Erziehungsweg, und jede Mutter, die nicht sofort bei jedem Mucks ihr Kind hochnimmt und bis zum 5. Jahr bei sich im Bett schlafen lassen mag, ist ein herzloses Biest.“ Und überhaupt: wo sind die Väter? Warum schreit dieses Baby, das nicht schlafen, aber dafür Briefe schreiben kann, eigentlich nicht auch nach dem Papi?
    Ein bisschen weniger Sentimentalität und Druck auf jene, die es anders machen, täte dieser ganzen Debatte grundsätzlich gut.

    • Meine Tochter ist 1 Jahr und schläft noch bei uns aber in ihrem Bett. Zum einschlafen wird sie begleitet und das mache ich bis es einfach von alleine klappt. Das mache ich, weil es für uns das richtige scheint. Dennoch gebe ich dir vollkommen recht. Was für ein blöder Klischee Brief. Gibt so viele Dinge die jeder anders macht und die nicht falsch sein müssen. Wir wissen doch heute gar nicht wie das stetige Bedürfnisse stillen sich später auswirkt. So lange das Kind versorgt ist (damit meine ich das Kindswohl im allgemeinen) kann doch jeder machen was er für richtig hält. Meine Tochter schreibt jedenfalls keine Briefe und ich mache sicherlich nicht alles richtig. Dass auch jeder Mist immer so sentimentalisiert wird. Das Leben besteht halt nicht aus zuckerwatte.

    • Ich muss ja sagen, dass ich schockiert bin über manche Kommentare! Wie kann man einen solchen Brief lesen und ihn dann als sentimentalen Mist bezeichnen? Ich denke, hier ist von dem ein oder anderen ein Nerv getroffen worden oder warum fühlt man sich so angegriffen??? Dieser Brief soll einfach zeigen, wie furchtbar es für Kinder ist, einfach schreiend im Bett liegen gelassen zu werden und wenn man ein kleines bisschen weiter denkt, welche Folgen es haben kann. Natürlich muss jeder für sich selbst entscheiden, welchen Weg er gehen möchte und den perfekten Weg gibt es nicht und weist der Brief auch überhaupt nicht auf. Aber er macht deutlich, dass man mit Herz bei seinem Kind sein sollte und nicht wie in der NS-Zeit die Kinder in ihr Zimmer schnell abschieben sollte.

  4. …., ich war als baby auch in meinem bettchen, im eigenem zimmer!
    habe oft geweint.., nicht immer kam jemand dann zu mir.
    bis heute habe ich ‚verlassensängste‘ … (habe bei Hypnose so einiges erfahren und gesehen…)
    mein (2.) kind, Baby (6 monate) schläft neben mir, nicht weil ich zu bequem bin nachts aufzustehen, nein, weil ich spüre, dass es die nähe braucht.
    es gibt ihr sicherheit, die man einem kind geben sollte.
    kinder in diesem babyalter sind nicht berechnend, sie folgen ihrem instinkt!
    wie gerne würde ich auch einmal eine nacht wieder durchschlafen…
    aber ich habe mich für ein kind entschieden, mit allem was dazu gehört.
    natürlich ist es anstrengend, oft sehr sogar, aber das ist der preis, wenn man mama werden möchte!
    in vielen anderen ländern ist es nur normal, dass das kind die ersten jahre mit im elternbett schläft!!!!
    aber in deutschland habe ich das gefühl, dass kinder oft gezeugt werden, weil es eben ‚dazugehört‘..!!!
    manchmal wäre etwas mehr einfühlvermögen für die kinder hilfreich!

  5. ich musste einfach nur weinen als ich das gelesen habe….

  6. Einfach nur wunderbar geschrieben… Da braucht man gar nichts mehr hinzuzufügen.
    Mein kleiner Käfer, 19 Monate, schläft nur auf meinem Arm ein… Und ich genieße es…

    • Ich bin geschockt, wie seht wird man denn bitte in eine Schublade geschoben, nur weil man etwas anders macht!
      Mein Baby ist erst 4 Wochen alt und schläft meistens im eigenen Bett! Warum? Weil sie da am besten schläft. Wir haben ein Beistellbett, darin hat sie noch nie geschlafen, weil sie es überhaupt nicht mag, darin zu liegen! Natürlich hat sie die ersten Tage in meinem Arm oder auf Papas Bauch geschlafen, aber wenn sie nach dem Stillen richtig müde ist und ich sie in ihr Bett lege, sie ihr Mobile anlacht, dem Nachtlicht zusieht und dann (meistens bin ich dann noch nicht mal mehr im Raum) einschläft, kann mir keiner sagen, dass das irgendwie falsch ist! Jedes Kind ist anders und manche mögen vielleicht ihr eigenes Bett lieber! Wenn sie irgendwann lieber bei uns schlafen möchte, gerne, aber so lange sie in ihrem Bett glücklich ist, darf sie auch da schlafen! Und geschrien hat unser Baby auch noch nie, da steh ich schon viel früher neben dem Bett!
      Als Erstmama ist man eh schon unsicher und weiß nicht ob man alles richtig macht, da sind solche Texte wirklich das Letzte was man gebrauchen kann!
      Ich finde es schrecklich und fühle mich persönlich angegriffen!

      • Liebe Nadine, mir geht es ganz genauso. Solche Texte bewirken gewiss nicht, sich als Mutter sicherer und in guter, verständnisvoller Gesellschaft zu fühlen – im Gegenteil. Lassen Sie sich bitte nicht von derartigen rhetorischen Ergüssen verunsichern, und auch sonst von niemandem dreinreden! Auch ich bin eine frischgebackene Erstmama, und immer wieder erstaunt und überrascht, mit welcher Verve und unerschütterlichem Selbstbewusstsein andere Mütter sich über einen erheben, Ratschläge erteilen und kritisieren. Als ob Mutterschaft automatisch legitimiert, andere zu bewerten und über sie zu urteilen. Alles Gute Ihnen und Ihrer Familie, Sie machen das sicher ganz fabelhaft und richtig.

  7. Wie schrecklich! Da laufen mir die Tränen runter.

  8. Ich habe 2 Kids, der große ist 1 Jahr 9 Monate und musste von Geburt an bei uns mit im Bett schlafen und und jetzt bin ich froh, dass er jetzt in seinem Bett schläft.
    Die kleine 7 Monate und musste eine Woche bei uns mit schlafen und seitdem sie 2 Monate alt ist, schläft sie in ihrem Zimmer und Bett.

  9. Ich habe zwei Kinder, die leider keine besonders guten Schläfer waren. Mein Großer (3 Jahre 5 Monate) brauchte fast zweieinhalb Jahre tagsüber, abends und nachts unsere Begleitung beim Einschlafen. Bis kurz vor seinem 2. Geburtstag ist er ausschließlich in unserem Arm eingeschlafen, mit dem Wechsel ins große Bett, reichte es mit ihm liegend zu kuscheln und von einem Tag auf den anderen durfte ich nach dem Kuscheln und Gute-Nacht-Lied gehen, auch ohne dass er tief und fest geschlafen hat.

    Meine Kleine (1 Jahr 5 Monate) hat das erste Jahr in unserem Bett geschlafen, meist sogar auf mir. Sie war in guten Nächten nur viermal wach, in schlechten bis zu zehnmal. Auf Bitten meines Mannes ist sie mit knapp 13 Monaten in ihr Zimmer gezogen. Das klappte insofern wirklich gut, dass sie auf meinem Arm einschlief, ich sie tief schlafend ablegen konnte und sie vor allem so eine längere erste Schlafphase hatte und erst gegen Mitternacht zu uns ins Bett kam, weil sie in ihrem Bett ständig wach wurde. Heute hole ich sie oft erst in den frühen Morgenstunden, manchmal aber auch gar nicht, zu uns. Trotzdem schläft sie tagsüber, abends und nachts ausschließlich auf meinem Arm oder der Trage ein, aber auch das wird sich ändern, wenn sie soweit ist.

    Oft war und ist es sehr anstrengend und ich gehe absolut auf dem Zahnfleisch. Besonders anstrengend war es, als der Große mich noch so sehr zum Einschlafen brauchte, die Kleine aber schon auf der Welt war und mich eigentlich noch viel mehr brauchte. Aber auch diese anstrengenden Wochen und Monate gingen vorbei.

    Ich finde, man sollte sich immer vor Augen halten, dass die Zeit, in der unsere Kinder uns so sehr brauchen, eigentlich so kurz ist, dass wir jede Minute davon genießen müssten. Dass das natürlich nicht immer möglich ist, ist klar, aber für mich ganz persönlich ist der Moment, in dem ich mein schlafendes Kind im Arm halte, jedesmal etwas besonders Schönes. In dem Moment scheint die Welt einen Moment stillzustehen und es gibt nur uns beide…

    • Du sprichst mir absolut aus der Seele. Meine Tochter ist 1 Jahr alt und braucht einfach soviel Nähe. Traurig ist, dass es so viele Leute gibt, die das nicht gut finden und einem eine andere Überzeugung aufdrücken wollen. Jeder Mensch und jedes Kind ist anders und das ist gut und schön 🙂

    • Wie beruhigend, dass es auch anderen Mamis so geht! Mein Sohn (11 Mon) schläft seit Monaten nur noch im Arm ein. Im Bettchen will er sich partout nicht hinlegen, sondern steht nur schreiend am Gitter… Leider kann ich ihn nie ins Bett ablegen, nachdem er eingeschlafen ist, da sein Schlaf sehr leicht ist. Also muss er im Kinderwagen schlafen, der sich ja immerhin schuckeln lässt… Und er wacht auch zwischen 3 und 8 Mal pro Nacht auf. Es ist sooo anstrengend…

  10. Also ich weiß ja nicht, welche Schlafberaterin einem Baby so das Schlafen beibringt, denn eine wirklich gute macht das so bestimmt nicht. Und wenn das angeblich eine ganze Woche so geht ( so steht es ja im Brief des Babys) dann hat hier irgendwer seinen Job nicht richtig gemacht. Nur weil das mal jemand in einem Buch so veröffentlicht hat? Heißt das noch lange nicht, dass es jeder so macht. Unsere große hatte auch bei uns im Bett geschlafen. Bis sie dann so gut krabbeln konnte, dass sie uns schon zweimal in der Nacht rausgefallen wäre. Also haben wir uns an unsere Pekip-Kursleiterin (die dann auch eine Weiterbildung zur Schlafberaterin gemacht hat) gewendet. Sie sagte dann, das würde nur ein bis zwei Tage dauern und mein Mann müsse nicht extra Urlaub nehmen. Da mein Mann das nicht glauben wollte, haben wir gewettet, weil ich dran geglaubt habe. Nur soviel vorab. Ich habe die Wette gewonnen. Fakt ist, Babys müssen nicht schlafen lernen. Die kleinen können schlafen, aber jedes auf seine Art. Und wenn sie dann mal allein schlafen sollen, dann ist das auch ein großes Stück Selbstständigkeit für die Mäuse. Wichtig ist dabei auf keinen Fall schreien lassen, vorher Blockaden ausschließen, gelassen bleiben und nicht länger als eine Stunde.

  11. Pingback: Endlich durchschlafen Show-me-your-closet

  12. ich finde es erschreckend, dass diese einschlafmethoden nach wie vor angewendet werden!

    meine tochter (7) hat bis zu einem halben jahr tagsüber nur im tragetuch/trage geschlafen und nachts entweder auf mir oder dicht neben mir und sie kam jede stunde bzw. 1,5h stunden. sie hat auch sehr viel geweint, musste aber nie alleine schlafen. im maxi cosi und im kinderwagen hat sie auch nur geweint.
    mein sohn wird 4 monate und er schläft zwar nachts etwas ruhiger, aber Kinderwagen + maxi cosi mag er genau so wenig, daher ist auch er ein tragekind. genauso muss er das alleine schlafen nicht lernen – irgendwann kommt das von alleine…
    man entscheidet sich ja für ein kind, mit allem für und wider!
    klar ist es oft sehr, sehr anstrengend und man weiß nicht, wie man durch den tag kommen soll, aber mit der zeit wird’s leichter…

    wenn jemand laut um hilfe schreit, dann kommt man ja auch zu hilfe…. genauso sollte man sein kind nicht um hilfe schreien lassen und es irgendwann verstummen lassen, weil es einfach keine kraft mehr hat und komplett verzweifelt einschläft!!

    mich hat dieser brief sehr berührt und ich hoffe, dass diese methoden irgendwann aussterben!

    • Wann sollen die Kinder das denn lernen? Mit 35 oder was? Also ich bitte Sie, das ist das Dümmste, was ich je gelesen habe.

      • Wenn die psychische und emotionale Reife dafür gekommen ist, lernt es jedes Kind ohne Angst. Da muss man nicht so zynisch und unsachlich sein.

  13. Ich finde es furchtbar überheblich, wie hier über Mamas geurteilt wird, die so verzweifelt – physisch und psychisch am Ende – sind, dass sie nach unpopulären Methoden suchen, wie ihr Kind schlafen lernen kann.

    Mein Kleiner (6m), Frühgeburt und 3-Monats-Schreibaby, schafft es noch nicht einmal, alleine zu schlafen (geschweige denn einzuschlafen), weder tagsüber noch nachts. Er schläft selten im Auto, Kinderwagen oder Tragetuch, muss in unseren Armen einschlafen, beim tragen oder stillen, und wacht i.d.R. auf, kurz nachdem man ihn abgelegt hat. Er hat wochenlang auch nachts AUF mir geschlafen, zum Glück reicht inzwischen eng neben mir, wenn er auch auf mir einschlafen muss. Auch geht es erst seit kurzem ganz gut, ihn im wachen Zustand mal abzulegen, damit ich mal duschen oder essen kann ohne Geschrei.

    Ich suche aktuell nach Lösungen, weil mein Akku einfach leer ist und auch ich Bedürfnisse habe und nicht nur das Kind. Denn wenn ich fix und fertig bin, kann ich mich auch meinem Kind nicht so widmen, wie ich gerne möchte. Noch habe ich die hier beschriebene und so verteufelte Schrei-Methode nicht probiert, aber ich würde sie als Option nicht ausschließen. Schon gar nicht würde ich Mamas verurteilen, die ebenso alles erfolglos probiert haben, irgendwann am Ende sind und denen diese Methode geholfen hat. Und wenn ich hier so lese, dass einige es über das erste Lebensjahr heraus mit Tragen, daneben liegen etc versucht haben, dann habe ich höchsten Respekt, weil ich mir vorstellen kann, was sie durch gemacht haben bis sie sich für diesen Weg entschieden haben. Wie waren denn die Kinder der Mamas, die andere so krass dafür verurteilen, ihr Kind kontrolliert schreien zu lassen (Zitat “unmenschlich“ u.a.)???

    Lange Rede, kurzer Sinn: ich glaube, keine der Mamas hier würde diesen Weg gehen, wenn sie nicht alles andere probiert hätte. Dann ist man eh schon am Ende und hat ein schlechtes Gewissen und dann muss man sich noch fertig machen lassen – augenscheinlich von Müttern, die (ich spitze es zu ;)) abends vielleicht mal ne halbe Stunde Händchen halten müssen, damit ihr Kind schläft. Das ist unfair!

    Liebe Mamas, die ihr nach monatelangen (Ein-) Schlafproblemen und nach allen alternativen Versuchen versucht wieder Oberwasser zu bekommen – ich kann’s verstehen und habe höchsten Respekt!

    • Hast du schon mal schauen lassen, ob deine Maus Blockaden hat? Unsere Große, jetzt 2 Jahre, hat auch immer bei uns im Bett geschlafen. Als sie dann so mobil war, dass sie mir schon zweimal fast rausgefallen war, hab ich mir unsere Pekip Kursleiterin (die dann eine Weiterbildung zur Schlafberaterin gemacht hat) mit ins Boot geholt. Und es ist bei weitem nicht so dramatisch, wie hier beschrieben ist. Im Gegenteil, es ist ja auch ein großer Schritt in die Selbstständigkeit für die kleinen Mäuse. Und im Normalfall dauert das einmal eine Dreiviertel Stunde und schon haben sie es intus. Wenn du ein bisschen mehr erfahren willst, dann schick mir gerne mal ne PN. Liebe Grüße

      • Hey, ich bin aktuell auch mit den Nerven fertig. Meine kleine findet nur durch Stillen in den Schlaf und wacht dann stündlich auf und will wieder gestillt werden. Ich wollte sie niemals schreien lassen. Bin jetzt aber so fertig mit den Nerven. Wie läuft das denn genau ab?

    • Applaus,applaus! Danke für diesen Kommentar.

  14. Ich bin als Erziehungs- und Sozialwissenschaftlerin doch sehr erschrocken darüber, was die angeblichen Pädagogen und Psychologen hier schreiben. Schreien lassen ist nur in Ausnahmefällen eine Option! Diese liegen vor, wenn die Mutter psychisch oder physisch nicht in der Lage ist, auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Kinder in den Schlaf zu begleiten, stärkt die Mutter Kind Bindung. Eine Verhätschelung der Kinder ist in kleinem Alter noch gar nicht möglich. Leider wird den Müttern immer noch vorgegaukelt, dass sie ihre Kinder trainieren müssten, damit diese auf das Töpfchen gehen, obwohl dies von der neuronalen Entwicklung jedes einzelnen Kindes abhängt. Und dennoch werde jene Mütter, welche vermehrt auf die Bedürfnisse eingehen und diese nicht ignorieren, als überfürsorglich darstellt.
    Seid sanft zu euren Kindern, nehmt euch Zeit und bleibt geduldig. Alles Gute!

  15. Für mich ist das Schreienlassen keine Option. Am Ende muss das jede Mutter selber wissen, ich verurteile keinen, aber für mich macht es einfach vom bindungstechnischen Standpunkt aus keinen Sinn. Und ich glaube, dass bindungssichere Babys als Kinder viel selbstsicherer und mutiger sind.

    Meine Tochter (6 m) kam zwei Monate zu früh auf die Welt. Als ich sie mit nach Hause nehmen durfte, sollte sie eigentlich in ihrem eigenen Bett in unserem Schlafzimmer schlafen. Das habe ich genau eine Nacht gemacht, da die kleine Maus fast die ganze Nacht gewimmert hat. Seit dem schläft sie bei uns im Bett.

    Sie wird zwischen 22 und 23 Uhr ins Bett gebracht (vorher mag sie nie schlafen), nochmal gestillt und gekuschelt, die Spieluhr angemacht und dann bleibe ich bei ihr, bis sie eingeschlafen ist, bzw kurz davor. An manchen Tagen wacht sie 5 Minuten später nochmal auf, meist aber ist dann ruhiger Schlaf bis ca. 2 oder 3 Uhr angesagt. Spätestens dann gehen wir auch ins Bett. Nochmal stillen und die kleine schläft seelenruhig weiter bis ca 8 Uhr.

    Das Ganze ist sehr entspannt und ich kann wirklich gut schlafen. Anfangs war das nicht so, da ich Angst hatte, dass sie erstickt oder ich mich auf sie lege. Ich habe mir deshalb einen Snuza-Clip für die Windel geholt, der Alarm gibt, wenn 20 Sek keine Atembewegung zu registrieren ist. Die Sinnhaftigkeit solcher Geräte sei mal dahingestellt, aber mich hat es beruhigt und mir die Angst vorm Alleineschlafen genommen.

    Mittlerweile sagt mein Mann, dass wir zwei zwar augenscheinlich tief und fest schlafen, wenn er aber zu nah an sie ranrollt, ich ihn im Schlaf wegschubse 🙂

    Im übrigen klappt Schlafen so auch überall anders, aber ich muss eben bei ihr liegen zum Einschlafen. Habe ich diese Möglichkeit nicht, muss ich sie in den Schlaf tragen, was sehr langwierig ist. Daher ist das eigene Bettchen momentan noch keine Option.

    Ich bin der festen Überzeugung, dass kein Kind einfach so schreit. Es gibt immer Gründe. Bei einer Freundin z.B. hat das Kind fast drei Monate nur geschrien und am Ende hat ein Besuch beim Osteopathen gereicht und das Schreien war verschwunden.

    Btw. halte ich es für richtig, ein Kind mal nörgeln zu lassen und auch meckern darf meine kleine Maus, da wird nicht gleich aufgesprungen, aber weinen und schreien ist was anderes. Da halte ich die Nähe für wichtig.

    • Schön, dass es so entspannte Babys gibt, die die ganze Nacht durchschlafen! Meine Tochter ist jetzt 13 Monate alt und schläft in ihrem eigenen Zimmer im eigenen Bett. Sie hatte vom 1. Tag an bei uns im Bett geschlafen (im Krankenhaus waren wir nicht) und hätten auch keine Probleme damit gehabt, sie länger dort schlafen zu lassen (bis sie von alleine ausziehen will). Aber manchmal kommen die Dinge anders als man denkt! Die ersten 6,7 Monate war noch alles recht entspannt, sie hat sich nachts selbst die Brust gesucht und eigentlich haben wir mehr oder weniger gut geschlafen. Aber dann wollte sie irgendwann nicht mehr einschlafen, nichts half! Nachts hat sie sich auch nicht mehr beruhigen lassen. Wir haben 3,4 Monate durchgehalten und konnten irgendwann nicht mehr. Jedes Einschlafen (Abend und nachts war mit ca. einer Stunde lautem Schreien verbunden. Da wir immer direkt bei ihr waren, waren wir irgendwann fix und alle!) Als sie ungefähr 10 Monate war, konnten wir nicht mehr. Wir haben ein Einschlaftraining gemacht und es hatte nach 2 Tagen angeschlagen. Seitdem hat sie jede Nacht durchgeschlafen (außer bei Krankheit) und lächelt uns an und winkt, wenn wir aus dem Zimmer gehen. Ich möchte keine Werbung machen. Ich halte die Programme nicht immer und vielleicht auch nicht für jedes Kind gut, aber für uns war es der richtige Zeitpunkt. Auch sie hat davon tagsüber profitiert, weil sie viel ausgeschlafener war. Ich denke auch, dass der Leidensdruck groß genug sein muss, dass Eltern sowas machen können, aber ich finde es nicht verurteilenswert. Niemand kann die Kräfte einer anderen mit seinen vergleichen oder wie anstrengend das Baby ist. Und unser Kind fand es in unserem Bett irgendwann nun mal einmal nicht mehr beruhigend! Jetzt schlafen wir alle 3 gut – in getrennten Zimmern.
      Ich verstehe auch alle Gegenargumente, habe aber diese zahlreichen Studien, die es über sie geben soll, noch nicht finden können. Würde sie gern einmal selber lesen und verstehen unter welchen Umständen sie entstanden sind. Also falls jemand einen Tipp hat, her damit!

  16. Ich denke, dass jede Mutter, die mit ihrem Herzen entscheidet, weiß, dass es nicht richtig ist, ihr Kind schreien zu lassen. Das ist der sogenannte Mutterinstinkt. Wir handeln manchmal anders, weil die Gesellschaft das so vorgibt. Das Kind trägt man fast 10 Monate unter dem Herzen und auch wenn es auf sie Welt kommt, wissen wir, dass es das Beste ist, das Kind den ganzen Tag am Leib zu tragen. Trotzdem handeln wir manchmal anders. Weil wir Angst haben, das Kind zu sehr zu verwöhnen. Ich denke, dass man mit Nähe niemals sparen sollte, egal wie alt das Kind ist. Denn wenn ihr ehrlich seid, wollen wir auch in den Arm genommen werden. Oder auch das Einschlafen alleine ist für viele unangenehm. Warum also sollte man es dann dem Kind zumuten…? Kein erziehungsratgeber ist so gut wie eure Entscheidung aus dem Herzen. Ihr fühlt genau, wie man in einer Situation handeln sollte. Vertraut euch ein bisschen mehr. Andere können es anders machen, aber das ist kein Grund zum Verurteilen.

  17. Ich finde den Text vollkommen übertrieben. Ich studiere Pädagogik und habe mich schon sehr eingängig mit der Entwicklung des Menschen auseinandergesetzt. Eines kann ich euch auf jeden Fall sicher sagen: Ein Baby ist zu solch komplexen Denkvorgängen überhaupt nicht fähig! Da wird ganz schön viel von einer erwachsenen Person hinein interpretiert. Ich erlebe es weniger als Problem, dass es viele Eltern gibt dir ihr Kind mal schreien lassen, sondern eher dass die Kinder heute viel zu überbetüttelt werden und dadurch ihre Selbstständigkeit und psychische Stabilität extrem leidet. Man sollte bei solchen Themen nicht immer danach gehen was im Moment gerade besser erscheint, sondern danach entscheiden, was langfristig gesehen besser für das Kind ist. Wenn Kinder mit 6,7 Jahren ihre Schnürsenkel noch nicht zubinden können, weil Mami es immer gemacht hat, dann ist da wohl doch auch irgendwas schief gelaufen. Ob ein Kind nun im Bett schlafen soll oder nicht, müssen die Mamis selbst entscheiden. (Ich habe als Kind im Bett geschlafen) aber trotzdem wurde ich nicht bei jedem Laut betüttelt. Es gibt einen Mittelweg. Man kann Erziehung nicht vorschreiben. Leider wird diese „nicht weinen lassen Mentalität“ auch auf ältere Kinder und auf andere Situationen übertragen. Ich habe schon oft erlebt das Kinder gestürzt sind und nicht geweint haben und erst angefangen haben zu weinen, als sie gesehen haben dass mama aufspringt.Sprich Sie weinen, weil sie wissen dann kommt Mama und nicht weil es wirklich weh tut. Das ist doch auch nicht richtig.

    • Es geht meiner Ansicht nicht darum, Kleinkinder „bei jedem Laut zu betütteln“, wie du schreibst, sondern Klein-Kinder beim Einschlafen zu begleiten und nicht 5min, 10min, 15min oder noch länger schreien zu lassen. Das löst negativen Stress aus und hat eine riesige Reihe an Folgen. Und wenn ein Kind sich WIRKLICH weh tut, dann wirkt das Trösten und in den Arm genommen werden von der Mutter (oder einer engen Bezugsperson) beruhigend und im Körper des Kindes werden auf Hormon-Ebene Stoffe freigesetzt, die „schmerzlindernd“ wirken. Alles medizinisch belegt in der Entwicklungspädiatrie.

    • Hallo Pädagogikstudentin, ich zeige mich ein wenig verwundert, wie sehr Sie die neurobiologischen Erkenntnisse sowie die Ergebnisse aus jahrzehntelanger Bindungsforschunge außer Acht lassen. Selbstverständlich ist ein Kind in diesem Alter (noch) nicht in der Lage zu diesen komplexen Denkvorgängen…. allerdings spiegeln diese Worte ja die emotionalen Empfindungen wieder. Es ist ja nun erwiesen, dass viele Kinder genau aus diesen Bindungserfahrungen heraus, ihr Verhalten auf Schmerz und/oder Verlust zeigen. Viele unsere Kinder haben „gelernt“, dass es sich nicht lohnt zu weinen, wenn man hingefallen ist – es würde eher der „Indianer-kennt-keinen-Schmerz“-Spruch oder aber „Komm steh auf, ist nicht so schlimm“-Aufforderung kommen. Also wird vieles „mit sich selbst“ geklärt. Und wenn die Mama dann mal doch kommt, zeigt das Kind Bindungsverhalten durch Weinen – in der Hoffnung, nun doch getröstet zu werden.

      Ich möchte mir im Übrigen nicht vorstellen, wie es wäre, wenn ich hinfallen würde und mich niemand trösten würde – egal, wie schlimm der Sturz war (das liegt nämlich ganz im Empfinden des Gefallenen).

      Ich wünsche mir, dass mehr Pädagogen im Land sind, die über genau diese (evtl. auch neuen) Expertisen verfügen und nicht in alte „Kinder bitte nicht verweichlichen“-Muster zurückzufallen. Es sollte uns nämlich zu denken geben, wenn -wie oben beschrieben- ein 6,7 Jahre altes Kind nicht seine Schnürsenkel zubinden kann/mag. Was hindert dieses Kind etwas zu lernen, was es selbstständiger werden lässt? Sehr häufig haben wir Kinder mit wenig ausgeprägtem Selbstwirksamkeitsgefühl, die sich solchen elementaren Dingen nicht mehr zuwenden, da sie schon frühkindlich in ihren Explorations- und Entwicklungsprozessen beeinträchtigt waren, aufgrund mangelnder Bindungserfahrungen (faktisch und/oder emotional). Vielleicht wurde es ihnen auch nicht gezeigt – wem macht man nun diese „Vorwürfe“???
      Schnürsenkelbinden ist in den Anfängen hochkomplex – dafür braucht es engagierte Bezugspersonen, die sich Zeit nehmen (immer und immer wieder) und die es aushalten können, dass es nicht sofort klappt. Es gibt leider immer mehr Bezugspersonen, die sich diese Zeit nicht nehmen können und sie auch nicht als wichtig erachten, da sie in ihrem eigenen Bindungserfahrungs-Rucksack keine guten Vor-Bilder haben, auf die sie zurückgreifen können, und dann eher die oben genannten „bloß nicht überbetüddeln“-Mentalität an den Tag legen.
      Zugewandtheit und Feinfühligkeit sind der Schlüssel zu Bildungs- und guten Lernprozessen, die nachhaltig sind und gleichzeitig die emotionale Intelligenz fördern. Empathie lernt man im Übrigen durch Vorbilder … Und wenn frühkindlich schon die Erfahrung gemacht wird, dass die Gedühle und Empfindungen, die Sorgen und Nöte von meinem Vorbild nicht ernst genommen oder gar ignoriert werden, kann ich nur übernehmen, was mir vorgelebt wird und was ich selbst erlebe. Das wird unserer Gesellschaft langfristig nicht gut tun!

    • Sie studieren Pädagogik, haben aber, wie es aus Ihrem Text heraus klingt, keine eigenen Kinder. Sie sollten Mütter und ihr Handeln erst dann beurteilen, wenn Sie aus eigener Erfahrung sprechen können. Denn nichts kann man vorher so schlecht beurteilen als Kindererziehung.

      • Soso ich bin Psychologe und habe zwei Kinder und man stelle es sich vor Vater! Und ich habe am dem sechsten Monat die Kinder übernommen und meine Frau ist arbeiten. Was hier für Müll geschrieben wird ist echt heftig. Kein Kind erleidet einen Schaden wenn es schlafen lernt. Das Problem sind häufig die Mütter die egoistisch handeln und sich dann hinstellen und anderen Versuchen ein schlechtes Gewissen zu machen. Mensch kümmert euch um euer Leben und denkt nicht euer Weg sei der einzig richtige.

        • Ich sehe es genauso. Das schlimme ist das schlechte Gewissen, das einem von vielen Müttern gemacht wird, wenn man nicht in ihr Raster passt. Wirklich wichtig ist doch, auf seine Intuition zu hören. Klar sollte man ein Kind nicht grundlos schreien lassen. Aber ich selbst, Pädagogin, habe schon viele Mütter erlebt, die auf dem Zahnfleisch gehen, weil ihr Kind einfach nicht schlafen kann. Diesen Kindern muss geholfen werden und schlafen lernen antrainiert werden. Am Ende profitieren auch die Kinder davon, wenn sie ausgeschlafen und erholt sind. Welchen Weg man dabei geht, kommt ganz aufs Kind an.
          Aber dieser Text ist wirklich sehr eindimensional und für Eltern, die ein Kind mit wirklichen Schlafproblemen haben wirklich übel zu lesen.

          • Tja, warum ist der Text wohl so übel für diese Eltern zu lesen? Weil sie dadurch, definitiv nicht grundlos, ein schlechtes Gewissen bekommen. Finde ich erschreckend, wer sich heute so alles Pädagoge nennen darf. Mir graut es, wenn ich die Kommentare hier lese!

            Meine Tochter kann auch nicht alleine einschlafen. Sie schreit vor dem Schlafengehen IMMER. Monate lang hatten wir das jeden Tag. Mein Mann arbeitet Schicht und war daher nur daheim, wenn die Kleine ihren Nachtschlaf hatte. Daher habe ich mich mit der Problematik meist allein rumschlagen müssen. Auch ich war oft am Ende meiner Kräfte. Nach dem Aufwachen schreien, essen, schreien, irgendwann vor Müdigkeit einschlafen, aufwachen, schreien, essen, etc. So ging das die ganze Zeit. Ich habe, obwohl ich fast immer allein war, nie ans Schreien lassen gedacht. Letztendlich hört man bei sowas auf seinen Mutterinstinkt und der sagt nun mal nicht schreien lassen.

            Manche scheinen es sich echt leicht machen zu wollen. Wenn man total fertig und übermüdet ist, dann gibt es andere Mittel und Wege heutzutage. Eltern/Freunde/Geschwister/Bekannte fragen, ob sie mal für ein paar Stunden einspringen können, in eine Schreiambulanz gehen etc. Du kannst mir nicht erzählen, dass sich KEINER findet, der einen zumindest ein- oder zweimal die Woche entlasten kann.

            Vorsätzliches Schreien lassen ist sowas von unverantwortlich! Ja, ich verurteile Leute, die sowas machen. Ich weiß selbst, wie es mit einem Schreibaby ist. Es ist eine schreckliche Zeit, aber auch die geht mal rum. Irgendwann ändert sich das Baby und ist bereit, den nächsten Schritt in seine Selbstständigkeit zu machen. Ganz von allein und ohne irgendwelche Schlaftrainings. Wer das nicht begreift, bei dem scheinen Verzweiflung und fehlender Mutterinstinkt beide auf höchstem Niveau zu sein.

            Und jetzt können die Mamas, die es ja ach so schwer haben, gerne mit Steinen schmeißen. Ich sage dazu nur: Du wolltest ein Baby, du musst es annehmen, wie es ist. Und verantwortungsbewusst handeln. Sich ggf. Hilfe von extern zu holen, gehört in so einem Fall dazu.

            Schöne Grüße und danke an die Autorin für diese wunderbaren Worte.

    • Ich vermute mal, du hast keine Kinder! Hier spricht nicht der Kopf, sondern das Herz und die Seele des Kindes! Zuhören wäre dringend angebracht…und zwar mit deinem Herzen!

    • Ich wäre sehr froh, wenn meine Kinder von solchen Menschen, die „Pädagogik studieren“ nichts hören und sehen würden!

    • An deiner Aussage kann man wunderbar erkennen, wie realitäts- und praxisentfernt Studenten doch sind. Wenn man sich mal umguckt, erkennt man dass unsere Gesellschaft ziemlich krank und abgestumpft ist und das mit Sicherheit nicht ohne Grund! Deine Abgestumpftheit ist hier auch selbstredend und erklärt somit auch, dass man dich als Baby wohl hat schreien lassen…

    • Willst du damit etwa sagen,dass das gar kein echter Brief eines Babys ist??

    • Zwischen einem Pädagogik-Studium und Mutter-Sein liegen Welten!
      Einige Gedankengänge sind aus Lehrer-/Pädagogensicht nachvollziehbar.
      Beim eigenen Kind sollte man viel mehr auf eigene Intuitionen und Instinkte hören. Heutzutage kann jeder mit Erziehungsratschlägen daherkommen, die viele Mütter in ein regelrechtes Entwicklungsrennen stürzen..
      Gerade als Pädagogik-Studentin solltest du gelernt haben, dass jedes Kind individuell betrachtet werden muss -bzw. ein eigenes Lerntempo hat. Falls es mit sechs Jahren noch keinen Schuh zumachen kann, so kann das Kind vielleicht schon ganz tollen Kuchen backen ;-)…

    • wie kann man denn das weinen eines wenigen monate alten kindes mit den tricks eines kleinkindes vergleichen? ein baby kann klar nicht so komplex denken aber es gibt studien die belegen dass ein baby unterbewusst viel mehr wahrnimmt und beeinflusst wird in diesem alter als man denkt. gerade wenn sie pädagogik studieren sollten sie wissen, dass in den ersten lebensmonaten das urvertrauen gebildet wird und das ist nun mal wichtiger als selbständigkeit. denn urvertrauen kann schlecht nachträglich gelernt werden.

  18. Dieser Beitrag zerreißt mir fast das Herz, aber nun natürlich die Frage, wie soll man es machen.
    Unser Herzipinki ist 14 Monate, nach dem Üblichen, waschen, umziehen, Papa Gute Nacht sagen, bekommt sie im Bett ein Flascherl, dann kann sein, dass sie noch ein bissi kuschelt und dann einschläft. Ich bleib noch ein bisschen bei ihr, leg sie dann ins Gitterbett und dann schläft sie mal 3,4 Stunden. Aber dann kommt nochmals Hunger, also noch ein dünnes Flascherl, dann schläft sie wieder und in der Nacht/Früh stille ich sie noch…
    Macht das alles Sinn? Wie könnte sie alleine einschlafen oder kommt das dann irgendwann automatisch….??
    Danke für Eure Tipps.

    • Habe zwei Kinder, erstes schlief sehr schlecht, zweites sehr gut.
      Was ich in deiner Situation raten würde, ist die Flasche immer weiter zu verdünnen und dann nur noch Wasser zu geben und dann das auch nur noch irgendwann aus einem Becher. Dann schlafen sie eher mal länger und man hat sie vorsichtig umgestellt!

  19. Pingback: "Waaas, Du stillst immer noch?" Wie man klug und überlegen auf nervige Verwandten-Kommentare reagiert - Hans Natur Blog

  20. Ich kann dieses schwarz-weiß-Denken immer nicht verstehen. Als mein 2. Kind 2013 geboren wurde, war gerade eine aktuelle Studie in den Medien, die eben vor dem Schlafen des Babys im Elternbett warnte! Wie auch immer: Wir haben unsere Kinder nie im Elternbett schlafen lassen und dafür hatten wir unsere Gründe: Beide sind im tiefsten Winter geboren und wir fanden es durchaus bedenklich sie als Babys zwischen die dicken Decken zu legen; außerdem kann ich leider ganz schlecht schlafen, weil ich ständig Angst hätte, ich roll mich aus Versehen aufs Kind oder zieh im Schlaf die Decke zu hoch und über Babys Kopf oder so. Für uns war das einfach überhaupt nichts.
    Und dennoch: Schreien lassen haben wir die Kinder trotzdem nicht! Als mein 2. Kind mit 5 Mon. nachts immer häufiger wach war und bis zu 10 x gestillt werden wollte, hat es mir gereicht, denn ich konnte nur noch heulen und bin auf dem Zahnfleisch gekrochen, weil ich so am Ende war. Und ich habe einen anderen Weg gefunden meinem Kind das Schlafen „beizubringen“, indem ich andere Beruhigungsmethoden ausprobiert habe, die teilweise aufwändiger waren (herumtragen z.B.), aber nach rel. kurzer Zeit sehr effektiv, da er verstanden hat, dass es nun nicht mehr bis zu 10 x nachts die Brust gibt (wo er dann eh nur 1-2 min. nuckelte, ich aber trotzdem irgendwann ein echtes Schlafproblem hatte) und plötzlich ohne einen Mucks mehrere Stunden am Stück durchschlief und ich nur noch 1-2 x gestillt hab. Von da an ging es stetig berauf mit den Nächten und ich war wieder ein Mensch.

    Was ich damit sagen will ist dass es noch Nuancen zwischen schwarz und weiß gibt und obwohl ich weder schreien lassen noch Schlafen im Elternbett toll finde, jeder seinen Weg für sich und dem eigenen Kind finden muss, da jede Situation anders ist.

    Es gibt übrigens auch Babys die im Elternbett weiter schreien (neben dem Elternteil) oder gar nicht kuschen wollen 🙂 Da muss dann etwas anderes dahinterstecken und es gilt dann, dies herauszufinden.

  21. Beim Durchlesen hatte ich Tränen in den Augen :'(
    Cecilia (5 Monate) schläft bei uns im Bett. Sie ist glücklich damit und ein sehr zufriedenes Baby (ich stille).

    Meine Meinung zum alleine schlafen und vor allem dieses schreien lassen bis zum Einschlafen…schrecklich. Der Gedanke daran macht mich einfach nur traurig!
    Ich bin auch manchmal müde…für mich ist das kein Grund.

    Auf der Website der 23. aufgeführte Punkt sagt, dass Kinder, die von Anfang an das Elternbett genießen durften, eher wieder rausgehen als Kinder, die später ins Elternbett kommen.

    • Das kann ich nur bestätigen! Kinder haben eine Intuition für den rechten Zeitpunkt…vorausgesetzt die Eltern schieben nicht und halten nicht. Eine wichtige und prägende Phase, die äußerst wertvoll für das ganze Leben ist.

  22. Hallo Zusammen,

    da bräuchte ich mal Euren Rat!

    Auch ich als Papa bin der Meinung, den Kleinen (aktuell 5 Monate) gerne bei uns im Bett zu haben und wenn ich er sich nachts zu mir kugelt wache ich zwar auf, finde es superschön, dass er da ist. Abends bringt ihn meine Frau ins Bett, stillt ihn und wenn er eingeschlafen ist, haben wir manchmal noch ein paar Minuten um zusammen Dinge zu besprechen.

    Soweit so gut, nur nun fängt der Kleine an zu krabbeln und gestern war ich erschrocken, dass er den Kissenwall umkrabbelt hat und wir Bedenken haben, dass er aus dem Bett fallen könnte (davor haben wir schon gepolstert). Unser Bett ist ein warmes Wasserbett. Wenn wir ihn in sein Kinderbett legen (direkt neben uns und meine Frau hält die Hand) schreckt er nach 10 Minuten auf….. und es dauert wieder…

    => An alle Ehebettenschläfer: Wie verhindert Ihr, dass Eure Kinder rauskrabbeln/rausfallen können, wenn Ihr nicht ständig dabei liegt? Ab 20:00 Uhr nur im Bett liegen bleiben zu müssen bei unserem Kleinen, ist für uns keine Lösung.

    Lieben Dank für ein paar Ideen.

    • Hallo 🙂
      Es gibt so eine Art Zaun den man an dem Bett anbringen kann
      so was hier zum Beispiel – vielleicht wäre das ja was für euch

    • Hallo!
      Wir hatten das gleiche Problem.
      Vor ein paar Wochen zu Beginn der Krabbelphase ist unser Kleiner nachts zu meinen Füßen gekrabbelt und aus dem Bett gefallen. Ich hab anscheinend seeehr tief geschlafen und bin erst durch den Plumps wach geworden. Es ist ihm nichts passiert und er hat sich sehr schnell beruhigt und weiter geschlafen.
      Trotzdem wollte ich verhindern, dass das nochmal passiert. Jetzt liegen um unser Bett herum Isomatten und in der ersten Nachthälfte lege ich ihn in sein Gitterbett.
      Ich stille vorm Schlafengehen im Kinderzimmer und wenn er schon im ‚Einschlafmodus‘ ist, lege ich ihn ins Bett. Manchmal dreht er sich um, streckt sich und schläft gleich ein. Manchmal muss ich noch singen, ihn leicht wiegen, den Rücken klopfen oder kuscheln. Es dauert manchmal etwas länger, aber ich fühle mich wohl damit, weil er sicher schläft und ich den Abend mit meinem Mann verbringen kann.
      Die Bettumrandungen hatte ich auch kurz in Erwägung gezogen, aber ich habe nur Modelle gesehen, über die er bald drüber klettern könnte und dann noch tiefer fällt.
      Liebe Grüße,
      Ich hoffe ich konnte helfen!

    • Hallo Mika,

      unsere kleine Maus ist uns auch schon zweimal über den „Wall“ gekrabbelt und rausgefallen. Jetzt haben wir um unser Bett unsere „Koffermatratzen“ (unsere Gästebetten) gelegt und falls sie nochmals rausfallen würde landet sie wenigstens weich. 🙂

    • Bei uns schlafen beide Kinder im Schlafzimmer (2,4) aber in ihren eigenen Gitterbetten, anfangs Babybay. Das klappt sehr gut. Man wird nicht so gestört, sie sind sicher und man kann schnell trösten ohne aufzustehen!

    • Wasserbett als Familienbett? Davon wird dringend abgeraten!! Anscheinend gibt es die Gefahr des Einsinkens. Wir haben unsere Matratzen mit Lattenrost einfach auf den Boden gelegt, mit Stillkissen Begrenzung gebaut und auf den Boden Kissen gelegt. Bis jetzt ist noch keiner rausgefallen.

  23. Janine, ich finde es toll, dass du, auch wenn du noch keine Mami bist, eine vernünftige Einstellung zu dem Thema hast. Jede Mami liebt sein Kind über alles und möchte nur das Beste. Das Beste heißt aber auch manchmal, sich mit den unangenehmen Sachen in der Erziehung auseinander zu setzen. Erstmal bin ich der Meinung, dass jede Mama und auch jeder Papa genau weiß, was das Beste für sein Kind ist und man nicht danach gehen sollte, was im Netz geschrieben wird oder in irgendwelchen Büchern steht. Habt Vertrauen in Euch und Eure Kinder. Seit Ihr Euch nicht sicher, dann holt Euch Hilfe, aber nicht im Internet. Unser Sohn ist knapp 10 Monate und hat noch nie durchgeschlafen. Die Tage, wo er 5 Std am Stück geschlafen hat, kann ich an einer Hand abzählen. Er kam in der Nacht 4-5 Mal und das zu Stillzeiten sowie jetzt, wo er nur noch Flasche bekommt. Früher hat er nie geschrien, aber seit einigen Monaten hat er, sobald er aufgewacht ist, geschrien wie am Spieß. Ich habe ihm verschiedene homöopathische Mittel gegeben, ich war bei verschiedenen Hebammen und habe um Hilfe gebeten und es wurde nur noch schlimmer. Wir sollten ihn dann am Abend aus dem Bett nehmen, wenn er eh nicht schlafen möchte und ihn dann mit ins Wohnzimmer nehmen. Ende vom Lied, wir hatten zwar einen ruhigeren Abend, aber unser Kind hat bis kurz vor 12 Uhr überhaupt nicht mehr geschlafen. Danach war er alle anderthalb bis 2 Stunden wach und hat geschrien, bis wir ihn in unser Bett geholt haben. Damit wir etwas schlafen können. Ich habe dann kaum noch geschlafen, weil ich von jedem Pups wach geworden bin und mitlerweile auch ein echtes Schlafproblem habe. Zum Schluss habe ich sehr oft geweint und war mit den Nerven total am Ende. Das Kind schläft nicht und ist dadurch den ganzen Tag müde und quengelig, du hast auch keinen Schlaf und bist dadurch gereizt und krauchst immer mehr auf dem Zahnfleisch. Das ist doch auch kein Alltag. Somit haben wir uns Hilfe beim Kinderarzt geholt und der meinte, wir sollen ihn schreien lassen und auch die Milch in der Nacht weglassen (Babys in dem Alter schaffen es locker ohne). Wir haben jetzt die Flaschen von 4 Flaschen auf eine reduziert (was super funktioniert) und lassen ihn schreien. Er bekommt abends seinen Brei, wird gewaschen und dann gibt es immer eine Geschichte. Er ist todmüde aber sobald man ihn ins Bett legt, schreit er bis zu 2 Std am Stück. Wir zeigen ihm zwischendurch, dass wir noch da sind und gehen dann wieder aus dem Raum. Es bricht einem das Herz und man fühlt sich sehr schlecht, aber es ist für einen guten Zweck. Und ganz ehrlich, ich glaube häufig liegt das Problem eher bei den Eltern. Ich habe ihn immer, sobald er in der Nacht geschrien hat, raus genommen, damit Ruhe ist und er mir so leid getan hat und ich ihn trösten wollte. Jetzt, wo wir ihn im Bett lassen, meckert er nachts vielleicht 10 min und dann ist auch Ruhe (nur das Einschlafen ist das Problem). Als wir ihn das erste Mal schreien lassen haben, hatte ich sogar ein Gefühl der Erleichterung, weil ich wusste, auch wenn es jetzt hart wird, dass er schreit, brauch ich ihn aber nicht aus dem Bett holen oder stundenlang am Bett sitzen, bis er irgendwann 3-4 Std später einschläft. Ich bin deshalb keine schlechte Mami und ich zeige meinen Baby am Tage sehr viel, dass ich ihn lieb habe und kuschle mit ihm. Er muss lernen, dass Nachts geschlafen wird, denn es ist einem Menschen nicht in die Wiege gelegt worden, in der Nacht zu schlafen. Das ist ein Lernprozess und betrachtet man das evolutionstechnisch, ist man im Schlaf eher angreifbar. Der Schlaf ist ein willkommenes Übel für den Menschen, da man in der Nacht, wenn es dunkel ist, eh nichts machen kann und dann eher schläft als am Tage. Kinder müssen den Tag-Nacht-Rhythmus lernen. Jeder sollte das machen, was er für richtig hält. Man soll jedoch nicht die Leute verurteilen, die ihr Kind schreien lassen, denn häufig sind diese dann auch völlig am Ende und es hilft keinem, wenn man vor Wut, Müdigkeit und Stress sein Kind vernachlässigt. Nicht nur das Kind braucht einen guten Schlaf und einen vernünftigen Rhythmus, sondern auch die Eltern. Lg Grüße Caro

    • Ich sehe es ähnlich wie Caro, wenn die Mutter am Ende ist und wegen des Schlafmangel nicht mehr Herr ihrer Sinne muss eine Veränderung her! Wir haben 2 Töchter, die grosse ist nun 3,5 Jahre alt und die kleine 1,5. Mit der Grossen gab es nie Probleme nachts, sie wurde von Anfang an in ihr Gitterbett gelegt, anfangs blieb ich sitzen bis sie schlief, als sie lernte schnell sanft einzuschlafen, ging ich raus und wartete vor der Türe. Weinte sie, kam ich sofort und tröstete sie. Selten, dass ich nochmals zurück musste, wenn ich nach 5 Minuten nach dem rechten sah, schlief sie friedlich. Ich dachte wir sind die „Super-Eltern“ und alle anderen können’s nicht…. Hochmut kommt vor dem Fall! Mit unserer zweiten Tochter sind wir dann sehr tief gefallen. Sie schlief von Anfang an schlecht ein und ohne Pucksack ging gleich überhaupt nichts, wenn sie schrie, habe ich sie nie ihrem Schicksal allein überlassen. Mit 5 Monaten dachte ich, wir sind übern Berg….denkste! Mit 7 Monaten begann sie plötzlich jede Nacht bis zu 6 Std am Stück zu schreien, es war die Hölle und ich hab nur noch geweint. Es blieb immer einer bei ihr und wenn wir sie getragen hatten, weinte nie „nur“, setzten wir uns oder lehnten wir uns mal am Schrank an, schrie sie lauthals. Wie sie das ausgehalten hat, kann ich mir heute noch nicht erklären. Hebamme half da nicht weiter, nach 4 Wochen heulte ich mich beim Kinderarzt so richtig aus und der schickte mich zur Schlafberatung. Das war das beste, was uns passieren konnte!!!!! Die gibt es übrigens in jeder größeren Stadt und ist kostenlos!! Bei einer Kinderpsychologin dort bekamen wir schnell einen Termin, fast 2 Std lang schilderten mein Mann und ich was los war. Dann hat sie uns unter anderem erklärt, dass ein Kind sich spüren muss, das soll heißen es muss/möchte von Kopf bis Fuß etwas zum Anlehnen haben, sonst fühlt es sich im leeren Raum unwohl. Also haben wir ihr Bett radikalst umgebaut. Sie bekam ein Nestchen, ein Mini Kissen, und das Bett wurde mit Pamperskartons so weit zugestellt, dass sie nur noch den Platz hatte, um sich einmal seitwärts zu drehen. Kopf und Beine hatten je 3 cm Abstand. Also das absolute Gegenteil von Schlafsicherheit bzgl. Kindstod. Und die Psychologin riet mir die kleine nur hochzunehmen, wenn sie schreit, wenn sie weint, nur berühren und schhhhh machen. Die Dame gab mir auch eine weitere Erkenntnis mit auf den Weg. „Ein Kind muss lernen alleine einzuschlafen, damit es ihm besser geht und es selbständiger wird. DENN immer, wenn das Kind nachts wach wird und es nicht gelernt hat, sich selbst zu beruhigen, fürchtet es sich und ruft eben Mama. Aber keiner will doch, dass sich das Kind mehrmals die Nacht fürchtet“. Neu motiviert und voll Hoffnung ging ich in die erste Nacht nach der Beratung, und meine Nicole wimmerte ca 2 Std, kein Weinen, kein Geschrei und dann sah ich etwas verblüffendes! Sie drückte sich ans Kissen und Nestchen und kuschelte sich richtig ein und erkundete richtig ihr kleines Bett. Und plötzlich schlief sie ein☺. Die zweite Nacht nach der Beratung, saß ich bis 4 Uhr morgens vor ihrem Zimmer und wartete auf meinen Einsatz, aber der wurde nicht mehr verlangt. Ich habe Wochen gebraucht, um mich wieder einschlafen zu trauen, ich war immer am Sprung. … Heute schläft sie immer noch in so einem kleinen Bett! Wir haben es natürlich mitwachsen lassen. Wir haben einmal versucht, das Bett zu vergrößern und in der Nacht wieder alles zurückgebaut. Und wenn sie krank ist oder ein Zahn zwickt, gehe ich sofort und nehme sie auch sofort raus, weil ich weiß, wenn sie wieder gesund ist wird es nachts wieder ruhig. Und unsere Grosse schläft in ihrem grossen Bett, meldet sich nichtmal bei Krankheit und hat ihre Zähne ohne eine Träne bekommen. Der Mensch ist nun mal ein Individuum und jede Familie und Geschichte dazu genauso. Wir können jedem nur raten, geht zur Familienberatung, wenn alles aus dem Ruder läuft und fragt einmal den Profi, bevor ihr 100 Besserwisser hört.
      Im übrigen habe ich mir eine Angel Care Atemüberwachungsmatte gekauft, weil ich schon Bedenken hatte wg Überwärmung, Rückatmung usw.
      LG Angelika

    • Wirklich traurig eure Lösung… :-(. Machst du dir Ohrstöpsel rein wenn er 2 Stunden schreit? Schrecklich, dass es noch immer Ärzte gibt, die sowas empfehlen anstatt nach der wahren Ursache zu suchen…ich verstehe durchaus, dass ihr nicht mehr könnt, aber ist dir klar wieviel Stress das fur dein Kind bedeutet??? Erinnerst du dich an das Gefühl wenn man mal 10-15 min an sich geweint hat? Das hat dein Sohn jeden Abend…! Habt ihr es schon mal mit weißem Rauschen versucht, manchen Kindern ist es einfach zu leise… Und es gibt Kinderbetten die automatisch wackeln, auch das könnte beim Einschlafen helfen. Er kann sich offensichtlich noch nicht selbst regulieren – lasst ihn nicht allein und unterstützt ihn! Ich wünsche euch viel Glück. LG Dani.

    • Uff! Ich find das hart und deinen Kinderarzt sehr inkompetent!
      Ja – Kinder lernen schlafen, aber nicht, wann WIR das wollen.
      Statt euch zu raten, den armen Wurm schreien zu lassen, hätte euer KiA euch mal zum Osteopathen schicken sollen.
      Eventuell hat er Schmerzen?
      Kein Baby schreit gern und einfach so und verzogen habt ihr ihn sicher auch nicht – Babies sind dazu kognitiv gar nicht in der Lage.
      Ich weiß nicht, was ihr schon ausprobiert habt, aber schreien lassen ist AUF KEINEN FALL richtig und nicht in Ordnung.

  24. Finde es schrecklich, wie hier über die verschiedenen Herangehensweisen geurteilt wird. Schon als Baby oder auch als Kleinkind wurde ich mal schreien gelassen. Ich denke, eine Mutter, so war es jedenfalls bei mir, weiss wann es nötig ist die Nähe und Zuwendung zu geben.
    Ich hatte, trotz dass ich manchmal schreien gelassen wurde, eine sehr, sehr schöne Kindheit. Auch das Urvertrauen zu meiner Mutter wurde durch das schreien lassen nicht zerstört.
    Das wichtigste meiner Meinung nach ist, dass die Kinder spüren und wissen, dass sie immer und bedingungslos geliebt werden.
    Die Frau, welche Mutter ist muss trotz den Bedürfnissen des Babys auch ihren irgendwo gerecht werden. Wenn die Mutter unglücklich oder gar frustriert ist, hilft dies dem Baby auch nicht. Es spürt, wenn die Mutter unglücklich ist.
    Nein, ich bin noch nicht Mutter. Dies meine Erfahrungen aus meiner „Kindbeziehung“ zu meiner Mutter.

  25. Mir geht es so wie vielen Anderen hier und ich bin vor der Geburt meiner Tochter nicht in der Lage gewesen so nah mit jemandem in Bett zu schlafen. Und warum? Weil meine Eltern damals noch dazu getrieben worden mich ausschließlich im eigenen Bett schlafen zu lassen. Mein ganzes Leben lang leide ich unter diesem Defizit und will meiner Tochter nicht dasselbe antun. Sie schläft bei mir im Bett, und wenn wir nicht kuscheln, dann halte ich ihre Hand. Und so werden wir schlafen, bis sie nicht mehr bei mir im Bett schlafen möchte.
    Klar wacht sie nachts auf, aber dann trinkt sie kurz, lässt los, gähnt genüsslich und schläft weiter. Für mich ist das perfekt.

  26. Zu allererst, ich habe zum Teil die Ferber-Methode angewandt.
    Man sollte nie alles immer nur schwarz oder weiß sehen. Und bei allen Schlaf-Ratgebern sind es nur Ratschläge, die man aber trotzdem individuell verändern kann.
    Auch mich hat der Artikel gerührt, nach mehreren Kommentaren wurde ich aber fast schon ein bisschen ärgerlich.

    Wenn man will, dass sein Kind schläft und es schreien lässt, dann tut man das ja nicht, weil man das so lustig findet, sondern einfach nur, weil man mit den Nerven am Ende ist und etwas verändern muss. Das heißt nicht, dass man sich nicht in sein Kind hinein versetzen kann oder will. Aber irgendwann kann es sein, dass einem einfach die Kraft ausgeht und das war bei mir in etwa als sie 13 Monate alt war. Ich liebe meine Tochter von ganzem Herzen und bin froh, dass ich sie habe.

    Was mich mal interessieren würde bei all den Familienbettbefürwortern.
    Wie schlafen denn eure Kinder? Also wenn mein Sohn (heute 3) bei uns im Bett schlief (nach schlechten Träumen und sonstigem) war für mich an Schlafen kaum noch zu denken. Entweder er lag quer, oder er kuschelte sich so nah ran, dass ich mich belagert und fast erwürgt fühlte. Zusätzlich ist er noch ein Haarkrauler beim Einschlafen, bevorzugt bei mir. Deswegen habe ich vor unserem Bett ein Matratzenlager aufgebaut (ggf. noch für die große Schwester).
    Aber in unser Ehebett lasse ich ihn nur noch selten. Weil ein bisschen Schlaf brauche ich auch.

    Mein Jüngster (11 Monate) kommt zweimal die Nacht und will gestillt werden. Und auch den lasse ich mal schreien (auch nachts), weil ich mich schlichtweg nicht zerteilen kann, wenn ich die zwei Großen bettfertig mache, oder mein 3jähriger schlecht geträumt hat, Wachstumsschmerzen hat oder wenn ich einfach mal morgens duschen will (mein Mann ist unter der Woche nicht da).

    Hier sind doch einige Kommentare, die eine sehr einseitige Sicht haben und das ärgert mich etwas.

    • Ich bin sehr froh über deine ehrlichen Worte. Mich verunsichert diese „Lässt du dein Kind schreien, wird es depressiv“-Mentalität. Bin mittlerweile soweit, dass ich sage, dem Kind kann es nur gut gehen, wenn es der Mutter gut geht. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt, der die Familie am Laufen hält. Jeder muss selbst entscheiden, womit er glücklich werden kann, aber manchmal darf man auch einfach auf die Stimme der Vernunft hören. Das haben mir ein paar sehr nette Leute ans Herz gelegt und es geht mir damit besser.
      Mein Kind soll nicht überbehütet aufwachsen und vom der Realität schockiert werden, wenn es spätestens in der Schule merkt, daß es sich auch mal selbst helfen können muss.

  27. Also ich wurde früher schreiend in meinem Zimmer gelassen, bis ich einschlief. Das war keine gesonderte Erziehungsmethode, sondern lediglich der Wunsch meiner Mutter auf Ruhe. Ich habe in meinem Leben viele Probleme umhergeschleppt, die man eigentlich niemandem wünscht, vor allem nicht seinen Kindern. Eine Bindungsangst und Probleme Nähe zu verspüren, sind nur der Anfang… Ich habe weder eine Mutter-Kind-Beziehung erlebt, noch Vertrauen zu meiner Mutter bis heute. Meine Kindheit war auch aus diversen Gründen nicht besonders schön. Ob das nun alles auf das Schreienlassen zurückzuführen ist, wage ich zu bezweifeln. Dennoch war es in jedem Falle der Beginn einer seltsamen Bindung zu meiner Mutter. Nach Therapien und Medikamenten bin ich jetzt aber so weit sagen zu können, dass meine Mutter es nicht besser gewusst hat. Ich bin heute ein wunderbarer und intelligenter junger Mensch und danke ihr dafür.

    Vor drei Monaten bin ich das zweite Mal Mutter eines wunderschönen kleinen Mädchens geworden, welches, genau wie ihre knapp dreijährige Schwester, bei uns im Familienbett schläft, solange sie es wünscht. Ich würde im Traum nicht daran denken, sie auch nur einen Augenblick lang schreien zu lassen, ohne sie in meine tröstenden Arme zu nehmen, denn das wäre für mich als Kind das Wunderschönste gewesen, was es auf dieser großen Welt gibt!

    Liebe Grüße, Jule

  28. Also ich musste als Kind NIE alleine einschlafen. Meine Mama blieb immer so lange bei mir bzw bei meinem Bruder und mir, bis wir schliefen. Irgendwann sagte ich ihr dann, dass sie ruhig gehen könnte und schlief von allein alleine ein. Und ich war auch jederzeit im Elternbett willkommen.

    Ich habe weder bis ich 10 war bei meinen Eltern geschlafen, noch habe ich sie jahrelang terrorisiert.

    Natürlich gab es mal Tage, an denen ich meine Mama abends länger bräuchte, weil ich aufgewühlt war und mich alleine nicht beruhigen konnte oder ich doch noch mal mit Hunger oder Durst aus dem Bett kam. Oder ich hatte einen Albtraum und kroch nachts zu meinen Eltern.

    Ja, sogar als ich mit ca. 13 zum ersten Mal Migräne hatte, habe ich meine Mama geweckt (nachdem ich mich mehrfach übergeben musste, keine Schmerztabletten bei mir behalten konnte und nicht mehr weiter wusste) – was auch gut war, da ich kurz darauf zusammen geklappt bin.

    Aber das waren Ausnahmen von der Regel.

    Und ich werde es mit meinen Kindern nicht anders handhaben.

    Ich denke diese Bereitschaft, für sein Kind da zu sein, gehört zum Muttersein dazu. Wer nicht dazu bereit ist, sich auch nachts um sein Kind zu kümmern, der sollte besser keine Kinder bekommen. Die haben nun einmal keinen „Aus“-Schalter.

    Und wer einem Baby oder Kleinstkind unterstellt, es sei bösartig und täte irgend etwas nur aus Boshaftigkeit um die Eltern zu ärgern, der hat doch den Schlag nicht gehört!

    • Hey Fledermama, ich sehe das genauso wie du. Ich denke auch, jeder weiß, dass Kinder, vor allem die ersten Jahre, ein 24h Job sind. So hat das auch meine Hebamme gesagt 😉

      Meine Maus (5 Monate) hat auch mitten in der Nacht geweint und ich war müde!!!
      Aber nie könnte ich sie schreien lassen bis sie einschläft…

  29. Also meine Kinder (3&1 Jahr) mussten nie alleine als Baby einschlafen lernen.
    Die Große ist, bis sie ein Jahr war, immer beim Flasche trinken bei mir auf dem Arm eingeschlafen. Ab dem ersten Geburtstag bin ich solange bei ihr geblieben bis sie eingeschlafen ist. Ab dem zweiten Geburtstag hab ich ihr was vorgelesen, sie zu Bett gebracht, ihr die Flasche gegeben und Spieluhr angemacht. Danach bin ich raus. Wenn sie dann mal nicht alleine einschlief, saß ich meist dann noch ne Stunde oben. Aber auch nur, wenn die Kleine es zuließ und geschlafen hat.
    Die Kleine hat als Baby die ersten 4/5 Monate in meinen Armen in den Schlaf gefunden oder neben mir im Bett. Irgendwann wollte sie das nicht mehr, aber wir mussten weiterhin am Bett stehen, was wir jetzt noch immer machen. Wir lassen unsere Kinder nie schreien. Wenn sie brabbeln und erzählen im Bett, dann gehen wir klar nicht sofort hoch, aber sobald sie quengelig werden schon. Wird beim dritten nächstes Jahr auch nicht anders gemacht. Beim Mittagsschlaf haben wir das genauso wie Nachts auch gehandhabt.

    • Hallo,
      habe hier die schönen Berichte gelesen. Und bin einfach nur angetan, wie lieb doch manche Mütter mit den Kleinen umgehen. Leider ist das, wie ich finde, viel zu selten. Ich selbst, bin erst mit 42 Mama geworden und geniesse es. Wir wollten nie Kinder wegen der Absicherung Geld. Jetzt kurz vor Schluss haben wir uns doch entschieden ein Kleines zu bekommen. Und ich bereue es nicht.
      Wir haben auch jeden Abend eine neue Herausforderung mit dem Einschlafen, da unser Kleiner, 16 Wochen, auch nicht gleich einschlafen möchte. Ich habe auch sehr viel im Internet gelesen, wie man es macht oder auch nicht macht. Ich bin der Meinung, nur mit viel Einfühlung und viel Liebe gelingt es mit dem Einschlafen und das für alle mit Ruhe. Was bringt es schon, wenn man sich ärgert und macht und tut, oder gar noch sämtliche Möglichkeiten und Ratschläge von Verwandten und Bekannten ausprobiert. Es bringt meiner Meinung nach nichts. Denn mein Kind ist nicht dein Kind. Also, so höre ich auf mein Gefühl und geniesse es, wenn mein Kleiner bei mir im Bett schläft und ich ihn vorher in den Schlaf geschmust und gekuschelt haben. Dies gelingt immer und regt niemanden auf. Und kuscheln tut uns Erwachsenen auch gut.
      Der Kleine musste auch bei uns nie schreien. Nach der Meinung von Bekannten und Verwandten, stehe ich sowieso schon da, dass ich eine Glucke wäre, nur weil ich mein Kind liebe und nicht schreien lasse. Das Leben kommt noch hart genug auf den Kleinen zu.
      Auch hätte ich gerne 3 Jahre Elternzeit gemacht, aber das liebe Geld. Somit ist mit 21 Monaten auch bei mir Schluss mit Vollzeit Mama und er muss in die Kita. Leider.
      Ich wünsche allen fröhliche und liebe Schmuse- und Kuschelmomente.

  30. Mein Sohn 7mon. hat bis zum 5mon. fein in seinem Bettchen geschlafen. Seit einigen Tagen nicht mehr. Gründe? Wir wissen nicht warum.. Ablauf ist der gleiche. Keine Veränderung. Da es immer heißt, nicht gleich aus dem Bett holen, haben wir ihn jammern lassen und uns alle paar Minuten gezeigt. Ihn gestreichelt und wieder verlassen. Genau wie es im Brief beschrieben ist. Als hätte mein Baby dies geschrieben. Nun schläft unser Baby im Elternbett und alle sind glücklich. Übrigens gibt es ein wundervolles Buch zum Thema. „Besucherritze“ müßt ihr lesen und schon hat man eine andere Sichtweise bzw. hat es mir Sicherheit gegeben, alles richtig zu machen… alles gute euch

    • Hallo Maol,
      möglicherweise hat dein Kleiner schon angefangen zu fremdeln. In dieser Phase benötigt er besonders viel Nähe und Zuneigung. Ich bin froh, dass er wieder bei dir schlafen und sich geborgen fühlen kann. 🙂
      Liebe Grüße, Katharina

  31. Schon meine Kinder (38 u.33 J.) mussten nicht alleine im Dunkeln das Schlafen lernen. Auch nicht meine Enkelkinder(16 u.5J.). Und jetzt, im Nachhinein war es auch genau richtig so! Und wenn ich so darüber nachdenke, sind es die schönsten Zeiten gewesen, wenn die Familie(entschuldigt bitte den Vergleich) wie ein Hamsterhaufen im grossen Ehebett kuschelnd und erholsamen geschlafen hat. Würde ich immer wieder so machen!!!! Alles Andere verursacht nur Stress und richtet nachhaltige Schäden an. Uebrigens hat es der elterlichen Beziehung nicht geschadet, ausser dass der Platz irgendwann knapp wurde.

  32. Hallo ihr…..
    Ich meine, wenn man Kinder in die Welt setzt, dann soll man auch für sie da sein.
    Und wenn mein Baby weint, werde ich es so lange trösten, bis es sich beruhigt hat.
    Es gibt in dem Moment nichts wichtigeres, und schon gar nicht mich selber……

  33. was ist wenn das Kind nach dem ersten Jahr in die Kita kommt..wo ist da das Herz von der Mama. ..wieviele zeugen Kinder und lassen Sie dann ab 6 Monaten oder 1 Jahr in die Kita…nur weil sie wieder Arbeiten wollen und nicht weil sie müssen…da blutet mein Herz. ..

    • Und noch einmal: Es geht hier NICHT um Kleinkinder und auch nicht darum, wann ein Kind in die Kita geht, sondern um das Thema „Babys, die alleine einschlafen MÜSSEN“ !!!!!!
      Und zum Thema Kita: Ja, es stimmt es gibt Frauen die ihre Kinder „abgeben“ und arbeiten gehen WOLLEN!!!! Aber was ist für dich der Unterschied zwischen den Kindern, die mit einem Jahr in die Kita gehen, weil Mama arbeiten WILL und denen deren Mama arbeiten MUSS?? Blutet dir nur das Herz bei denen, die in der Kita sind, weil Mama arbeiten will????? Ich zBsp MUSS mein Kind mit 21 Monaten in die Kita geben, weil wir uns den Luxus ganz einfach nicht leisten können, dass ich zuhause bleibe bis mein Kind in Kindergarten oder in die Schule geht! Wenn im schönen Deutschland oder generell überall jeder Mann soviel verdienen würde, dass die Frau zuhause bei den Kindern bleiben kann, dann würden auch lange nicht soviel Frauen ihre Kinder so früh in ne Kita geben, da kannste sicher sein. Tja, leider ist es im schönen Deutschland so, dass man nur für ein Jahr ein halbwegs passables Elterngeld bekommt, wenn man es sich auf zwei Jahre splitten lässt, schauts schon anders aus und wenn man, so wie ich, ned grad viel verdient hat, trotz 40std Woche, dann schauts noch bescheidener aus! Und nachdem ned jeder von uns 2500 Euro Netto verdient, bleibt einem nix anderes übrig, als sein Kind mit 2 Jahren Fremden zu überlassen!!!!! …Tja und nachdem es leider keine Kita extra für Kinder gibt, deren Eltern arbeiten wollen und eine für Eltern, die nach einem Jahr arbeiten MÜSSEN…werden eben alle in einen Topf geworfen!!!! DA blutet mir mein Herz!!!!!

      • So ein Schmarn, kann doch jeder selber entscheiden und die meisten entscheiden sich für das arbeiten gehen, dass zeigen Statistiken ganz eindeutig. Das klassische West-Modell stirbt aus, was auch durch die Tatsache untermauert wird, dass die Herdpremie, zum Glück, abgeschafft wird. Wer es sich leisten kann und mag bitte aber so lange niemand nachweisen kann das Kinder sozial schlechter entwickelt sind welche mit einem Jahr in die Kita gehen, sollte der Staat das auch nicht mehr/ weiter subventionieren.

      • Alexandra, You made my day 🙂 besser hätte man nicht antworten können :))

    • Es gibt auch sehr liebevolle KiTas, in unserer Einrichtung muss kein Kind alleine einschlafen. Es wird getragen oder im Arm gewiegt. Mein Sohn geht tatsächlich gerne hin und im Gegensatz zu daheim konnte er dort schnell im Bett einschlafen. Zuhause nur mit Stillen oder Tragen, bis heute mit 19 Monaten. Die Kinder schauen sich viel ab.

    • Nicht jeder kann es sich leisten, Zuhause zu bleiben. Arbeiten WOLLEN will niemand

    • ..und mein Herz blutet immer wieder, wenn ich sehe, wie viele Menschen eng denken und diejenigen verurteilen, die nicht ihrer Meinung sind. Ich bin NICHT der Meinung, dass es besser für mein Kind ist, zuhause zu sein als in der Kita, wo sie Gesellschaft und Abwechslung geniessen. Und ich WILL arbeiten, weil ich sehr gerne berufstätig bin und meinen Job liebe- das bringt mir Zufredeneit und Abwechslung, die ich brauche, damit ich glücklich bin. Nach der Arbeit bin ich gerne zuhause, wo ich schmuse, koche, aufräume. Aber wenn ich 6 Jahre den ganzen Tag zuhause wäre, würde ich durchdrehen. Wenn Sie glücklicher sind, wenn sie eben NICHT arbeiten, ist es Ihre Sache. Man kann so und so tolle Kinder erziehen. Ich habe 2 – 17 und 12, die sind gesund, glücklich, selbständig, sehr gut in der Schule und stolz auf ihre Mama, weil sie mich erfolgreich und vielseitig erlebt haben. Und ich bin stolz darauf, was ich ihnen geben konnte, WEIL ich arbeiten ging – tolle Wochenenden, tolle Urlaube, tolle Hobbies, gute Bildung. Es mag sein, dass es für den einen oder anderen nicht wichtig ist, für mich aber schon. Und kein Mensch, der anders denkt, hat Recht mich dafür zu verurteilen und die Kinder der arbeitender Mütter brauchen kein Mitleid. Was mich so richtig ankotzt, dass sie aber von vielen, die Ihre Meinung teilen, Messages zugeflüstert bekommen: „oh, deine Mama arbeitet,ah Du armer“

  34. Ich weiss aus meinem Umfeld, dass viele Eltern mit dieser Methode ihre Kinder ins Bett bringen. Ich halte nix davon!!! Ich bin immer bei meinem Baby geblieben, egal wie müde ich war. Und wenn andere mich als Glucke bezeichnen, dann ist mir das egal.

  35. Und was bitteschön haben viele hier immer mit dem Alter des Kindes, das diesen Brief „geschrieben“ hat????!!!!! Schon mal was von Metapher oder „im Sinne von..“ gehört??? Natürlich hat nicht ein Baby den Brief geschrieben, sondern eine der wenigen Personen auf dieser Welt (wie es scheint) die weiß, und vor allem mitfühlen kann, wie es einem so kleinen Würmle geht, wenns einfach Nachts ins Bett gelegt wird und von ihm verlangt wird von jetzt an allein, in der ihm noch viel zu fremden Welt, einzuschlafen!!!!! Eine Person, die die Sprache der Babys versteht und in Worte fassen konnte, was eigentlich jede Mutter „hören“ sollte, wenn sie ihr Baby anschaut!!!! JA, Babys können sprechen- aber eben nicht mit Worten!!!!

  36. Jetzt muss ich hier mal was loswerden! Also ich bin vor 3 1/2 Monaten das erste Mal Mutter geworden und ich habe mein Kind bis Dato noch nie schreien lassen!
    Mein Baby wollte ab dem zweiten Monat nur noch auf meinem Arm einschlafen und dieses Bedürfniss nach Nähe und Körperkontakt habe ich natürlich erfüllt und werde es auch weiterhin tun. Denn nur, wenn die Bedürfnisse gestillt werden, ensteht das sogenannte „Urvertrauen“ in die Welt und in euch Eltern! Und wenn ihr euer Kind schreien lasst und es schlussendlich vor Erschöpfung einschläft, habt ihr nichts anderes erreicht als dem Wurm den Willen zu brechen und das Vertrauen in euch zu zerstören….
    Je öfter ihr eurem Kind das gebt, wonach es verlangt, um so selbständiger wird es werden und wenn das Vertrauen da ist, wird die Zeit kommen, wo es nicht mehr ständig rumgetragen werden muss und von selbst einschläft und das ganz ohne Angst und ganz „von selbst“!!!!! So ist meine Kleine Maus gestern Abend das erste Mal ganz friedlich in ihrem Bettchen von selbst eingeschlafen, ohne Weinen, ohne Tragen, nur mit meiner Hand zum Kuscheln und der Spieluhr!!!!!! ……

    • Soso und wenn das Kind bockt weil es nicht seinen Willen bekommt, dann nehmen Sie es in dem Arm, denn Urvertrauen größer gleich Verstand?
      Und wenn Kinder in einem Alter kommen, wo sie das Schreien als bewusstes Mittel des einfach nicht schlafen wollens einsetzen und Kuscheleinheiten genau dazu dann genutzt werden, dann geben sie dem auch nach?

      Herzlichen Glückwunsch, dass/ ihr Kind hat somit erfolgreich den remote Zugriff von seinen Eltern/ Ihnen entdeckt. Ab dem Zeitpunkt werden sie erfolgreich von dem wohl intelligentesten, kleinen Säugetier ferngesteuert. 😉

      • In den ersten zwölf bis achtzehn Lebensmonaten macht ein Baby so etwas doch nicht absichtlich! Später, im Alter von zwei, drei Jahren vielleicht. Aber Sie klingen, als wären diese kleinen noch hilflosen Geschöpfe richtig bösartig.

        • Nö, sie sind die süßesten Geschöpfe die es gibt und vor allem meine Tochter. 😉 Aber genau das lernen Sie bewusst einzusetzen. Bei unser kleinen ging es ab dem 15. Monat ca. los und da sollte man dann schon ein wenig aufpassen das man nicht an der Nase herumgeführt wird. Reiner reflexartiger und ungespiegelter Aktionismus führt dann ganz schnell zu dem zu vor beschriebenen Verhalten.

      • Glauben Sie wirklich, dass ein so kleines Wesen, welches noch nicht sprechen kann, bewusst das Schreien benutzt, um uns an der Nase herumzuführen? Herzlichen Glückwünsch, dann haben Sie es wohl geschafft aus einem unschuldigem Kind einen kleinen Erwachsenen zu machen 😉 traurig…

        • Traurig ist es das es anscheint hier einigen nicht möglich ist etwas differenziert an die Sache heranzugehen. Sachverhalte lassen sich i. d. R. nicht einfach in Schwarz oder Weiß einordnen.

          Und genau das ist das Problem an der „Geschichte“. Es gibt eben Kleinkinder die recht schnell verstehen, mit welchen Mittel sie zu ihrem Willen kommen und bei anderen dauert es halt länger. Man muss das dann für sich entscheiden ob man dem Kind im Namen der Nächstenliebe alles erlauben möchte oder aber Grenzen steckt. Und letzteres führt dann eben nicht, wie hier so oft dargestellt, zu dem Umkehrschluss man würde auf die Bedürfnisse nicht eingehen und damit das „Urvertrauen“ zerstören.

      • Haben Sie Kinder???? In diesem Artikel geht es um Babys und nicht um Kleinkinder!!!!
        Ein Kind hat in seinem kompletten ersten Lebensjahr KEIN EGO!!!!! Und ebenfalls hat es in den ersten 12 Monaten nicht die erforderlichen Gehirnkapazitäten, um irgendetwas als „Druckmittel“ einzusetzen!!!!! … Erst richtig lesen bitte und erst dann urteilen ja!!!!!

  37. Also ich denke auch, dass man diesen Text nicht zu nahe an sich heranlassen sollte. Jedes Kind ist auf seine Art sehr speziell und das gilt natürlich auch für das Alleineschlafen können. Als Mutter von 4 Kindern spreche ich da sicher aus Erfahrung. Bei unserer Großen (jetzt 11 J.) war das z.B. sehr durchwachsen, es gab Wochen, wo sie problemlos im eigenen Bett geschlafen hat und es gab Nächte, wo wir nach stundenlangem Herumtragen, Beruhigen und immer wieder Hinlegen dann doch aufgegeben haben und sie mit in unser Bett kam. Bei unserem zweiten Kind war es so, dass er fast nur bei uns geschlafen hat, da er ein so schwaches Immunsystem hatte, dass er ständig nur krank war und ich denke jede Mutter stimmt mir da zu, dass es um so einiges schwerer ist, ein krankes Kind ins Bett zu bekommen, weil man dieses natürlich erst recht nicht unnötig lange schreien lassen möchte… Mittlerweile ist es so, dass 3 von den 4 Kindern dauerhaft bei mir schlafen (und die sind 9J., 5J. und 2 J.) und das genieße ich jede Nacht aufs Neue, denn ich müsste sonst wahlweise ganz alleine schlafen, da mein Mann Nachts arbeitet und ich genauso gerne kuschel, wie es jedes Kind auch tut… Ich denke das hängt wirklich individuell von den Eltern und den Kindern ab und das muss jeder für sich ausmachen, wie er es am besten findet und für richtig hält ?

  38. Also ich muss sagen mein Zwerg (10 Wochen alt) schläft seit der ersten Nacht in seinem Bett in seinem Zimmer, und in der Nacht oder früh wenn er sein Fläschchen bekommt schläft er dann bei mir im Bett weiter, ich würde mein Kind nie schreien lassen wenn ich ihn übers Babyphone höre geh ich zu ihm ins Zimmer, steh oft bei ihm am Bett und hab meine Hand bei ihm bis er einschläft und er schläft sehr gut in seinem Bett und auch sehr brav hat von der ersten Nacht an fast immer zwischen 5 und 7 std geschlafen und seit einigen Tagen schläft er von halb 9 bis 6 Uhr früh und dann bekommt er sein Fläschchen und wir schlafen und kuscheln in Meinen Bett weiter!!!

  39. Liebste Mami,

    Du bist ganz durcheinander. Ich war daran gewoehnt, in deinen weichen, warmen Armen einzuschlafen.

    Jede Nacht lag ich eng an dich gekuschelt; nah genug um deinen Herzschlag zu hören, nah genug um deinen wunderbaren Duft zu riechen.

    Gestern Nacht wurde deine Umarmung immer enger und enger. Ich konnte einfach nicht verstehen, was passiert. Ich konnte schon sehen, dass du müde warst, Mami. Aber gestern Nacht warst Du zu müde, Mami. Du hast nichts gemerkt. Erst als es zu spät war.

    Jetzt bin ich ruhig in der Nacht…
    Aber ich vermisse dich trotzdem – immer noch!

    https://www.nice.org.uk/news/press-and-media/empowering-families-informed-choices-co-sleeping-babies

    • Hast du den Artikel überhaupt gelesen? Und verstanden? Gefährlich ist es, wenn die Eltern rauchen, Drogen nehmen oder betrunken sind!!! Weil sie dann eben nicht in den „Ammenschlaf“ fallen, sondern eben komatös schlafen. Das niedrige Geburtsgewicht ist auch ein Risikofaktor, allerdings unabhängig vom Co-Sleeping.

  40. Wie alt war das Baby eigentlich, als es diesen Brief geschrieben hat? 10 Jahre?

  41. Hendrik
    … das Eheleben liegt in den Händen der Eltern, nicht die Kinder zerrütten es.
    Sex ist außerhalb des Betts auch durchaus reizvoll 😉

    • Das ist mir bewusst, aber für ggf. noch berufstätige Eltern ist auch so genügend zu tun, da ist nun mal Abends im Bett auch eine (!) gute Möglichkeit.

      Würde wetten, dass ein Großteil derjenigen, die hier groß ankündigen „Ja, geht auch außerhalb des Bettes“ dann gar keinen Geschlechtsverkehr haben.

  42. Alex… „klar blutet einer Mutter das Herz“ und dann „was ist daran schrecklich-das ist Erziehung“???
    Na watn nu?
    Also unsere Motte (7Monate) schläft von Geburt bei mir im Arm oder im Beistellbett, je nach Gemütszustand und was sie braucht. Als sich bei ihr der Schlaf umgestellt hat und ein wenig Struktur reinkam, hat sie erst Tags und dann Abends in ihrem Bettchen geschlafen. Wenn sie Nachts wieder gestillt werden will, bleibt sie wieder bei mir und wir wachen immer gemeinsam auf.
    Beim Einschlafen halten wir so lange Händchen, bis die müde Maus innerlich Ruhe findet.
    Na und???!!! Unsereins kann ja auch nicht auf Komando einschlafen, wenn der Kopf noch unruhig ist und der Tag verarbeitet werden muss.
    Nein, mein Kind hat noch nie durchgeschlafen und ich bin müde, aber das wird sie, wenn sie soweit ist. Ohne Druck und Manipulation.
    Natürlich muss jeder für sich entscheiden wie er es handhabt, aber vielleicht einfach mal mit einem Kinderpsychologen das Gespräch suchen für so lustige Techniken wie dieses „7 Minuten -jedes Kind kann schlafen lernen Geschiss“!
    Das macht etwas mit dem kleinen Wesen, versucht es doch einfach mal mit Empathie. Was hätte ich als Kind alleine vor der Dunkelheit schon Angst.
    Euer Kind schläft allein und ganz ohne Probleme und Weinerei- super, dann fühlt Euch doch nicht angesprochen/angegriffen, wenn ihr für Euer Gewissen alles richtig gemacht habt 😉

  43. Ich finde diesen Beitrag total schlimm- Wenn man ohnehin schon nicht weiß, was richtig und falsch ist und wenn man ohnehin schon verzweifelt, wenn sein Kind nicht in den Schlaf kommt, dann bringt dieser unqualifizierte, auf die Tränendrüse drückende Mist nur eines: Noch mehr Stress und schlechtes Gewissen für die ohnehin völlig hilflose Mutter!!

    Verkneifen solltet ihr Euch sowas!

    • Es geht bestimmt nicht darum, Schuldgefühle bei Müttern und Vätern zu forcieren.
      Egal wie fertig und hilfslos sich jemand fühlt, das Kind ist real hilflos, wir Eltern fühlen uns nur zeitweise so, sind es aber tatsächlich nicht wirklich. Deshalb finde ich es wichtig, die Perspektive des Kindes auf anschauliche Art zu schildern.

      Es geht darum, auch in Momenten der Schwäche nicht in Egoismus zu verfallen, wie ich es in vielen Pro-Ferber-Methoden-Kommentaren immer wieder gelesen habe („ich muss doch endlich auch mal was für mich tun!“) – Ferber, der sich übrigens längst von seinem Ansatz deutlich distanziert hat.

      Eltern und Kind sind miteinander verbunden und kämpfen nicht gegeneinander, welches Bedürfnis gegenüber dem anderen siegt.

      Das Thema Einschlafen ist noch immer von Altlasten der schwarzen Pädagogik belastet, dem Irrglauben, Kinder müssten zu zivilisierten Menschen domestiziert werden.

      Die Tatsache, dass sich Eltern glauben verteidigen zu müssen, wenn sie etwas anders machen, sieht für mich wie verdrängte Schuldgefühle aus. Das ist keine Basis. Ihr habt Eure Gründe gehabt, warum Ihr so oder so gehandelt habt und Ihr könnte es jederzeit ändern, wenn Ihr zu einer neuen Einsicht gelangt seid. Ohne Selbstverurteilung oder Rechthaberei.

  44. also um ehrlich zu sein zwinge ich mein kind nicht in seinem bettchen zu schlafen. bei meinem großen kam das irgendwann von ganz allein das er im Laufstall eingeschlafen ist seiddem schläft er immer ohne probleme. das werde ich auch mit meinem kleinen machen der jetzt 3 monate alt ist. ich hab kein problem damit wenn er nur im arm einschläft ich kuschel auch gerne. jedes kind braucht seine zeit um sich abzukapseln und ich werde meinem sohn das nicht aufzwingen wenn er nicht bereit ist.

  45. Das sind dann die Kinder, die mit 10 Jahren noch im Bett der Eltern schlafen und dafür sorgen, dass es kein Eheleben gibt.

    • „Eheleben“ beschränkt sich bei dir also auf Sex, und der beschränkt sich aufs Bett. Tut mir beides leid für dich.

    • Du hast sicher ein 10 jähriges Kind das dein Eheleben zerstört hat, weil du das so genau weißt!

    • Hast du Kinder??? Erstens wenn das Bedürfnis nach Nähe gestillt wird, dann kommt auch die Zeit, wo das Kind allein im eigenen Bett schläft, aber wenn es ständig Angst haben muss allein gelassen zu werden, ist es klar dass es weint und immer die Nähe von den Eltern sucht!!!!! Und zum Thema Eheleben. Wenn ich mein Kind stundenlang schreien lasse, glaube ich gern, dass es am Eheleben kratzt. Was macht ihr in der Zeit wo’s schreit?? Vor der Tür hocken und zuhören oder was???? Ich trage mein Kind lieber 20min auf Arm durch die Gegend und es schläft dann friedlich ein und ich kanns ins Bett legen und dann haben auch meine Mann und ich Zeit füreinander und das in dem Wissen, das unser Wurm friedlich und angstfrei schlafen kann!!!!

    • Entweder entscheidet man sich für Kinder und Familie oder nicht!
      Was ist bitte Eheleben? Wenn man Lust auf Sex mit den Partner hat, dann hat man auch Sex. Und der muss ja nicht im „Ehebett“ stattfinden. 😉

  46. Ich verstehe nicht, was daran schlimm sein soll, ein Baby in seinem eigenen Bettchen schlafen zu lassen. Erstens steht das Bett doch meistens eh mit im Schlafzimmer, zweitens hat ein Neugeborenes null komma nichts im Bett der Eltern zu suchen, zumindest nichts nachts. Das ist viel zu gefährlich!!!
    Und das hat auch überhaupt nichts mit Urvertrauen zu tun. Mein Sohn geht abends glücklich und gerne in sein Bett, weil er es kennt und sich darin wohl fühlt. Und ich bin immer in seiner Nähe. Und wenn er doch mal weint, dann lasse ich ihn nicht schreien sondern kümmere mich um seine Bedürfnisse.
    Die Mutter sollte auch das recht haben sich entspannt zur Ruhe zu legen um morgens wieder frisch und erholt für das Kleine da sein zu können. Ich persönlich kann das nicht wenn das Kind bei mir schläft, weil ich Angst habe mich zu bewegen …

    • Das ist Quatsch, dass es zu gefährlich ist, ein Baby mit im Bett zu haben. Es gibt Studien, die belegen, dass das Risiko für den plötzlichen Kindstod geringer ist bei Babys im Elternbett. Mütter wachen z.B. auch bei Atemaussetzern auf.

      • Das kann ich nur bestätigen, denn genau das ist uns bei dem Ältesten passiert : er hörte auf zu atmen, ich bin glücklicherweise deswegen aufgewacht. Dieses Gefühl der unwahrscheinlichen Angst, das Kind verloren zu haben, werde ich nie im Leben vergessen. Nachher musste ICH wieder schlafen lernen…
        Unsere beiden Kids haben im Beistelbett oder wahlweise bei uns im Bett geschlafen, nachher erst im eigenen Bettchen ebenfalls im Elternschlafzimmer und der Grosse ist mit ca. 2,5 Jahren in sein Zimmer „umgezogen“, es gab aber Nächte, da schlief einer von uns auf der Matratze neben seinem Bett, wenn er sich fürchtete oder krank war. Und bei dem Ältesten war dieses „Ferbern“ damals „Mode“ und wir haben es sogar versucht, aber glücklicherweise abgebrochen, da unser Kind es nicht ertragen konnte und krank wurde. Seitdem haben wir nie wieder sowas Sadomasochistisches ausprobiert und uns und den Kids geht es super damit!
        Übrigens, unser Kleiner, der nie „schlafen lernen“ musste, schläft am liebsten in seinem Bettchen und auch durch. Aber ihn dazu zwingen würde ich nie, warum auch?
        Wenn jemand unbedingt seinen Freiraum braucht – soll man diesen doch bitteschön haben, aber als Eltern müsste man doch immer daran denken, dass die Kids von uns abhängig sind, ob sie es wollen oder nicht. Mir ist die Psyche meiner Kids wichtiger, als ein-zwei Stunden mehr Schlaf oder ne Sitcom im Fernseher.

    • Liebe Kim

      Die Natur hat uns Menschen (vor allem Müttern) einen erstaunlichen Schutzmechanismus „eingebaut“…. man nennt diesen „Ammenschlaf“….d.h. egal, wie nahe du dein Kind bei dir im Bett hast, egal wie oft du oder dein Partner euch hin und herwälzt im Bett, eurem Kind wird (in der Regel) nichts passieren, denn die Natur hat das so eingerichtet!!!! Der Ammenschlaf funktioniert allerdings nicht, wenn man unter Alkohol-, Drogen- oder starkem Medikamenteneinfluss steht!!!!!

  47. Wer der Meinung ist, ein Baby sollte lernen im eigenen Bett zu schlafen.. Warum sollte es das? Warum sollte man nicht viel mehr das Kind in seinem Tempo entscheiden lassen wann nun der Augenblick gekommen ist, an dem es im eigenen Bett/im eigenen Zimmer schlafen will? Was sind die paar Jahre schon, die die Kinder uns so sehr brauchen, um ihr Urvertrauen aufzubauen im Vergleich zum ganzen Leben?

  48. Viele Paare schlafen in einem Bett…weil Nähe schön ist. Und der kleine Wurm soll allein schlafen? Und am besten durch…ist natürlich sehr bequem, aber nicht wirklich kindgerecht, zumindest nicht für mein Kind. Aber: das muss jede/r selbst verantworten und nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden.

  49. Ich gehe mal davon aus, dass das baby in diesen brief recht alt Sein muss da es einen solch „emotionalen“ brief schreiben kann! Leider ist kein alter erwaehnt! Faende ich je doch Sehr wichtig. Ich bin nicht dafuer ein wenige wochen bzw monate altes kind schreien Zu lassen!mein sohn hat bis zum 1geburtstag in unserem bett geschlafen! Geschlafen! Nachdem er stuendlich wach geworden ist, total schlecht gelaunt frueh aufgewacht ist ect haben wir die situation aendern wollen! Und ha es flossen viele viele traenen! Jetzt schlaeft er durch und strahlt mich jeden morgen gut gelaunt an! Und bekommt jede menge kuscheleinheiten!!! Jeden morgen stille ich ihn noch (1 jahr 4monate) und ich fuehle mich nicht als rabenmutter! Ich finde es eine frechheit das als unmenschliches verhalten abzustempeln! Ich glaube mutter mit gutem menschenverstand tut intuitiv da richtige fuer ihre kinder. Es gibt kein falsch und richtig! Wir sollten nicht vergessen, dass wir vollzeitmuetter und das MIT ganzen herzen Sind aber auch noch Frau und Ehefrau!!! Ein hoch auf die tierwelt – ein hoch auf zb Katzen die haeufig ihre jungen auffressen!!!

    • Ich stimme dir zu. Ich mag es nicht, wenn so emotional aufgeladene Texte ohne genaue Zuordnung veröffentlicht werden. Es gibt nämlich immer Grenzen. Wird hier von einer Familie gesprochen, die ihr Kind vernachlässigt und ihr Baby lange wirklich schreien lässt ohne ihm zur Seite zu stehen, dann ist das kindeswohlgefährdung. Gesagt werden muss aber auch dass es viele Arten des Weinens gibt. Meine Tochter mag ihr Zimmer sehr und seit wir beide nachts durchschlafen sind wir ausgeglichen und glücklich. Ich kann auch wieder Interessen nachgehen die nichts mit ihr zu tun haben und sie leidet darunter in keinster weise. Natürlich schimpft Sie auch mal 2 Minuten beim ins Bett bringen, weil es ihr noch etwas zu früh ist oder sie schon zu müde ist. Das ist aber deutlich davon zu unterscheiden wenn sie schreit weil sie schmerzen, hunger, eine volle Windel oder anderes plagt.

      Jedes Baby ist anders und alle Eltern haben ihre eigene Art. Was ich nicht verstehe ist, wieso die einen die anderen verurteilen (wie gesagt: solange es nicht um Gefährdung der Babys geht).

      Ich denke jetzt insbesondere an junge Eltern die nach dem ‚richtigen‘ weg suchen und durch solche Posts verunsichert und in eine eindeutige Richtung geschickt werden, welche unter Umständen nicht Ihrer Intuition und ihrer Art entsprechen.

      Wenn jede und jeder damit zufrieden ist wie es zu Hause läuft, dann ist das ja gut. Aber deshalb andere verurteilen weil sie es anders machen? Das finde ich nicht richtig.

      Liebe Grüße

    • Was stimmt denn bei dir nicht ?

    • Fressen Katzen ihre Jungen nicht nur auf, wenn sie tot sind…?

  50. Also mir als Mama von einem 8 Monate altem Baby blutet auch das Herz, wenn ich das lese. Aber dennoch sollten Kinder lernen, in ihrem eigenen Bettchen zu schlafen. So wie es die Mutter in der Geschichte macht, ist es sicherlich nicht ganz der richtige Weg. Und ich denke auch nicht, dass sie ihr Baby nachts im Stich lässt, sondern es einfach nur um die Einschlafphase geht.
    Man sollte das Baby nicht länger als ein paar Minuten weinen lassen, und dann immer wieder reingehen, trösten und die Spieluhr nochmal aufziehen. Oder ggf so lange dabeisitzen bis das Kind eingeschlafen ist. Ich hatte zum Glück nie Probleme, weil meine von Anfang an in ihrem Bettchen geschlafen hat.

    Die Geschichte ist ein bisschen übertrieben und man sollte sie sich nicht soooo zu Herzen nehmen. Jede Mutter macht es sicherlich so, wie sie es für richtig hält.

  51. Erziehung also….bei einem Baby….bravo Alex!! Da fällt einem echt nichts mehr ein…

  52. Das Verlangen nach Nähe ist ein Bedürfnis eines Menschen, egal ob groß oder klein.
    Dieses Bedürfnis zu ignorieren, nenne ich nicht Erziehung. Eine Pflanze wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht.

  53. Wie bereits oben erwähnt, es gibt Menschen, die nicht mehr auf der Gefühlsebene agieren können. Vielleicht, weil sie von den eigenen Eltern auch schon ‚erzogen‘ wurden. Außerdem kommt es auf das Kind an: Braucht es mich, bin ich da. Und wenn es gern im eigenen Bettchen schläft, muss ich es nicht dazu zwingen mit mir zu kuscheln…

    Erschreckende Missstände…

  54. Hallo, unser Sohn hat bis 2 1/2 J. in seinem Bettchen (welches unmittelbar neben meinem Bett stand) geschlafen. Dann war er krank und wir haben ihn mit zu uns ins Bett genommen. Seitdem schläft er (jetzt 4 J. alt) in unserem Bett und er genießt die Nähe zu uns. Er verzichtet auf Alles, nur um bei uns im Bett schlafen zu können. Und wir genießen es auch 😉

  55. Unmenschlich ist daran, dass kein Tier sein Kind so im Stich lässt, nur das Menschentier…..

    Leider haben Babys und Kinder unterschiedliche Bedürfnisse, aber ein Kind nachts schreien zu lassen um seine eigenen egoistischen Bedürfnisse zu befriedigen, sehr traurig…. Ein Lob an die Tierwelt.

    Und ich spreche aus Erfahrung.
    Mein Sohn hat seit Geburt 9,5 Monate nicht durchgeschlafen.
    Er musste keine einzige Nacht alleine weinend verbringen.

    • Ich habe bei meinem ersten Kind 2,5 Jahre nicht durchgeschlafen, die hat in ihrem Bett neben mit geschlafen, aber so ist es halt. Wenn man Mutter wird, sollte einem doch klar sein, dass man die eigenen Bedürfnisse zurückstellen muss. Meine Priorität liegt darin, meine Kinder glücklich aufwachsen zu sehen. Nun ist die große 5 und schläft wie ein Stein, aber wenn sie mal das Bedürfnis hat, kommt sie rüber und schläft bei uns. Die Kleine hat zuerst im Babybay geschlafen und danach nur noch bei mir… Ich genieße es so sehr wie sie. Sie wird ja nicht bis 18 in meinem Bett sein 😉 und ja auch mit 16 Monaten stille ich (vor allem zum Einschlafen) immer noch und ja sie schläft auch eher selten durch… Aber mir ist das Urvertrauen auf die Mami, die IMMER kommt, wenn sie gebraucht wird, und somit Sicherheit verleiht, es später auch ohne zu versuchen, viel wichtiger als durchgeschlafene Nächte!

  56. Erziehung hat man früher auch genannt, wenn Kinder in ihr Bett gefesselt wurden, damit sie sich nicht an die Geschlechtsteile fassen. Man braucht sich nicht zu wundern, wenn bei so einer „Erziehung“ die Kinder dann selbst nicht mehr zu einem ins Bett wollen. Die Frage dahinter ist immer: Was soll aus meinem Kind werden? Wenn man Erwachsene heranzüchten will, die keinen Bezug zu ihren wahren Bedürfnissen herstellen können, weil diese von Säuglings Alter her vom den eigenen Eltern missachtet wurden, dann ist das genau die richtige Herangehensweise…die emotionale Isolation und die Kopflastigkeit bügelt dann irgendwann der Psychiater oder wenn man Glück hat ein empathischer Partner wieder hin. Leider sind die Freunde dieser „Erziehung“ schon seit langem nicht mehr in der Lage auf der Gefühlsebene zu agieren, erkennen demnach den Schaden, den sie anrichten auch nicht an. Meine Kinder sollen sich in ihrer Körperlichkeit wahrgenommen fühlen, ihre Bedürfnisse sind nicht weniger wichtig als meine.

  57. Jetzt weiß ich, warum mein Kleiner auch noch mit 2,5 Jahren bei mir im Bett schläft….. Finde es zu grausam, die Kleinen so sich selbst zu überlassen!!! (Und ganz ehrlich: ich genieße es ja auch noch.)

  58. Da muss ich gleich weinen ?

  59. Das ist schrecklich, ich kann es gar nicht zu Ende lesen…. unmenschlich

    • Ernsthaft? Was ist daran schrecklich und unmenschlich? Es ist ganz normal und gehört zum Leben dazu. Das nennt sich Erziehung. Mein kleiner hat von Anfang an alleine geschlafen und tut es jetzt mit 1,5 Jahren immer noch problemlos. Er möchte nicht einmal in meinem Bett schlafen.

      Klar blutet einer Mutter das Herz wenn sie so etwas liest, aber es als unmenschlich zu betiteln …. 😀

      • @Alex: Erziehung ja? Das ganze erste Lebensjahr braucht man nicht zu „erziehen“, da geht es um unmittelbare Bedürfnisbefriedigung. Schon mal was von Bindungstheorie gehört? Wer sein Baby schreien lässt verhindert dass sich das Gehirn richtig entwickelt. Die Schäden lassen sich nie wieder gut machen.

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